Kopierfräsmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Kopierfräsmaschine, insbesondere zum Ab graten oder Abrunden der Zahnkanten voll Getrieberädern. Die bekannten Maschinen zum Abrunden der Zahnkanten von Ge trieberädern des sogenannten "Cross-Sy- stems", bei welchem durch einen im Halb kreis geführten Formfräser nur der Kopf des Zahnes abgerundet wird, genügen den gesteigerten Anforderungen, welche insbe sondere an :die Schiebräder von Schaltgetrie ben gestellt werden, nicht mehr.
Es wird heute oft Abrundung auf der ganzen Zahn- oder Verzahnungskontur zur Vermeidung einer Verkohlung des Zahnmaterials beim Härten und' des Entstehens von Härterissen verlangt. Dabei soll ferner die Möglichkeit bestehen, verschiedene Formen der Abrun dung bei den vorkommenden Zahnformen zu erzielen. Zum Beispiel erhalten Schieberäder und Kupplungen durch spiralförmige Mehr keilwellen einen Eingriff, der einseitige Abschrägung verlangt. Innen verzahnte Rä- der mit schwach dimensionierten Zahnkrän zen können oft mit ,den bekannten Maschinen mit einem Fräser nicht zweckentsprechend bearbeitet werden.
Der schmale Zahnkranz würde durch die Bearbeitung zu sehr ge schwächt.
Zum Abgraten der Zähne von Getriebe rädern sind bis jetzt sogenannte "Schlag- zahnmasehinen \ bekannt, welche den Fräs- grat in der Weise entfernen, dass ein Messer zwischen den Zahnflanken eines schräg ge lagerten Rades hindurchgeht und den Grat an den Enden der Zähne abschlägt. Solche Maschinen genügen, weil sie nicht die vollen Zahnkonturen abrunden, oftmals nicht den vom Maschinenbau gestellten Anforderun gen. Die Erfindung ermöglicht die Be hebung der genannten Mängel der bekannten Abrund- und Abgratmaschinen.
Sie besteht darin, dass das Werkstück während seiner Bearbeitung eine Drehbewegung ausführt, dass die Frässpindel in ihrer Längsrichtung und quer zu dieser Richtung verstellbar ist, wo- bei eine Kurvenscheibe über ein Hub gestänge die Querbewegung der Frässpindel und eine Hubscheibe über ein Bewegungs gestänge in Zusammenwirkung mit einer Feder die Längsbewebung der Frässpindel entsprechend der vom Werkzeug zu beschrei benden Bahn steuert. Bei der Kurvensteuerung spielt die Zähnezahl keine Rolle, und es sind nur einige Kurven für die Steuerung erforder lich.
Die Kurvengesteuerte Maschine hat den Vorzug, dass für gleiche Räder keine um ständlichen, von einem Einrichter vorzuneh mende Einstellungen erforderlich sind. Es brauchen nur die bestimmten Kurven- und Hubscheiben aufgesetzt zu werden und die Maschine ist arbeitsfertig.
Bei einer Ausführungsform, die allen An forderungen gerecht werden kann, ist der Spin delkopf für den horizontal arbeitenden Frä ser auswechselbar gegen ein Vorsatzgerät mit senkrechter Frässpindel bezw. gegen ein Vorsatzgerät mit Stosswerkzeug, um mit letzterem zum Beispiel auch solche Zähne, die mit Fräsern nicht erreichbar sind, ent graten oder abschrägen zu können.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht des Beispiels; Fig. 3 ist ein senkrechter Teilschnitt in Richtung der Frässpindel; Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der in Fig. 3 gezeichneten Linie 4-4; Fig. 5 ist. ein Schnitt durch das Gehäuse in Richtung der Spindel und eine Ansicht der innenliegenden Teile, wobei nur der Spindelkopf, wie in Fig. 3, in senkrechtem Schnitt gezeichnet ist; Fig. 6 ist ein Teilquerschnitt nach der gebrochenen Linie 6-6 der Fig. 7; Fig. 7 ist in grösserem Massstabe ein waagrechter Schnitt. durch das Gehäuse und die Wellenlager nach der Linie 7-7 der Fig. 3; Fig. 8 und 9 zeigen in einer Teilansicht und in einen Teilgrundriss die Führung des Spindellagnerkörpers ; Fig. 10 zeigt teils in senkrechtem Schnitt, teils in Ansicht das Vorschubgetriebe für das Werkstück;
Fig. 1.1 ist ein waagrechter Teilschnitt nach Linie 1.1-11 der Fig. 10; Fig. 12 zeigt in einer Teilansicht die An ordnung der Räder für die Vorschubände rung des Getriebes; Fig. 13 zeigt den Kopf der Spindel und des Spindellagerkörpers mit angesetztem Vorsatzgerät für eine senkrecht arbeitende Frässpindel in einem in der Richtung der Spindel geführten Schnitt; Fig. 14 zeigt den Kopf der Spindel- und des Spindellagerkörpers mit angesetztem Vorsatzgerät für ein Stosswerkzeug in einem in Richtung der Werkzeugführung geführ ten Schnitt;
Fig. 15-19 zeigen eine Anzahl von Ab- rundungs und Abschrägungsformen, die mit waagrechtem Fräser herstellbar sind; Fig. 20 -22 zeigen die mit senkrechtem Fräser herstellbarel Abgratung oder Abrun dung der Zähne auf ihrem vollen Umriss, und zwar Fig. 20 für ein Stirnrad und Fig. 21 und 22 im Schnitt und Ansicht für ein innen verzahntes Zahnrad; Fig. 23-25 zeigen die mit einem senk rechten Fräser herstellbare Abschrägung der Zahnkanten, und zwar Fig. 23 für ein Stirnrad, Fig. 24 und 25 im Schnitt und in An sieht für ein innen verzahntes Zahnrad; Fig. 26 und 2 7 zeigen die Arbeitsstellun gen des Stossgerätes für die Abschrägung der Zahnkanten eines innen verzahnten Rades;
Fig. 28 und 29 sind entsprechende Teil ansichten des Werkstückes; Fig. 30 und 31 zeigen in zwei Ansichten ein D% orsatzgerät mit zwei gegenüberliegen. den Fräsepindeln zum Abgraten der Zähne auf beiden Seiten zugleich; Fig. 32 und 33 zeigen die Anordnung zur Benutzung der Maschine als Kopierapparat in Ansicht und Grundriss; Fig. 3'4 und 35 zeigen die Vorrichtungen zum Einspannen des Werkstückes teils in Ansicht, teils im Schnitt, und Fig. 36 zeigt in schematischer Darstel lung .die Bewegungsbahnen des Werkstückes und des Werkzeuges.
Die Maschine besitzt ein Kastengestell 1, an dessen Vorderseite auf einer senkrechten Führung 2 verschiebbar ein Konsol 3 ge führt und mittels einer Radkurbel 4 ver stellbar ist. Auf der Oberseite des Konsols 3 ist ein Arbeitstisch 5 horizontal verschieb bar geführt und mittels der Handkurbel 6 verstellbar. Auf dem Tisch 5 ist ein nach Belieben auswechselbarer Haltebock 7 für das zu bearbeitende Zahnrad 8 befestigt.
Im Innern des Kastengestelles ist ein Antriebsmotor 9 montiert, der seinen An trieb durch ein Keilriemengetriebe 10 auf eine Zwischenwelle 11 und von dieser durch ein weiteres Keilriemengetriebe 12 auf eine Frässpinde1 13 (Fig. 3) überträgt. Die auf der Spindel 13 .sitzende Scheibe 14 des Keil riemengetriebes 12 nimmt die Spindel. 13 durch Rollen 15 mit, welche in trapezförmige Längsnuten 16 ,der Spindel 13 eingreifen und an der Keilriemenscheibe 14 gelagert sind. Die Riemenscheibe 14 läuft mittels Kugel lagern auf einer Büchse 17, in der das hin tere Ende der Spindel 13 gelagert ist.
Die Büchse 17 ist in das- hintere Ende eines Schwingarmes 18 (Fig. 5) eingesetzt, der am gleichen Ende in einem Stützbock 19 auf Zapfen 2,0 schwenkbar gelagert ist.
An seinem andern, freien Ende besitzt der Schwingarm 18 einen Bogenschlitz 21, in welchem ein Rollenwagen 22 sich führt. Letzterer ist an das gegabelte Ende eines Schwingarmes 2,3 angelenkt, der bei 24 im Maschinengestell .schwenkbar gelagert ist. Der Schwingarm 23 ist mit einem Rollen arm 25 versehen, dessen Rolle 26 auf dem Umfang einer Kurvenscheibe 27 läuft (Fig. 5, 6). Die Teile 18, 21, 22, 23 bilden ein Hubgestänge. Auf der Oberseite des freien Vorderendes des Schwingarmes 18, das sieh im allgemei nen in waagrechter Richtung erstreckt, ist ein wannenartiger Führungsteil 28 von u-förmigem Querschnitt, dessen Seitenwände mit 2,9 bezeichnet sind, befestigt (Fig. 4, 5).
Aussen sind an den Seitenwänden 29 mittels Bolzen 30 Hebelarme 31 eines Geradfüh- rungs-Hebelsystems angelenkt, deren freie Enden durch Bolzen 32 mit zweiarmigen He beln 33 gelenkig verbunden sind. Die paar weise durch Bolzen 3'4 verbundenen untern Enden .der Hebel 33 sind in am Boden der Wanne 28 angeordneten Gabelführungen 35 in senkrechter Richtung geradegeführt. Die obern geradegeführten Enden der Hebel 33 sind paarweise durch Bolzen 36 verbunden, auf welchen ein Führungsteil 37 sitzt.
In einer schwalbenschwanzförmigen Führungs nut an der Unterseite des Führungsteils 3 7 führt sich mittels einer Führungsleiste 38 ein Spindellagerkörper 39, in welchem die Frässpindel 13 in Kugellagern läuft. Der Lagerkörper 39 'ist am hintern Ende zwi schen Führungsflächen, die auf den; Innen seiten der Wannenwände 29 angeordnet sind, geführt, während sein vorderes Ende zwi schen Führungskeilen 46 (Fig. 6) geführt ist, die im Vorderteil 47 einer haubenartigen Abdeckung der Spindel angeordnet sind.
Der Lagerkörper ist also auf dem in seiner Höhenlage von der Kurvenscheibe 27 ge steuerten Ende des Hebels 18 mittels d.er Geradführungen 31, 33, 35 gelagert, wobei die Teile 31, 33, 35 den Führungsteil 37 tragen, wobei der Vor- und Rückschub des Teils 37 mit Hilfe von Hebel 41 geregelt wird.
Auf der Innenseite einer Seitenwand des Maschinengestelles, ist bei 40 ein zweiarmi ger Hebel 41 .schwenkbar gelagert (Fig. 5), dessen unteres Ende mit einer Laufrolle 42 versehen ist, die auf dem Umfang einer Hubscheibe 43 läuft. Das obere Ende des zweiarmigen Hebels 41 führt sich in einem Führungsteil 44, der durch einen Schlitz 45 einer Wannenseitenwand: 29 hindurch mit dem Führungsteil 37 drehbar verbunden ist. Die Teile 37, 41, 44 bilden ein Bewegungs gestänge.
Die Scheiben 27, 43, von welchen letztere (43.) durch den Hebel 41 die Ein- etellung der Frässpindel in ihrer Längsrich tung und' die andere (27) die Bewegung der Spindel quer zu dieser Längsrichtung steuert. sitzen auf im Maschinengestell quergelager ten Wellen 48 bezw. 49 (Fig. 7, 12), welche über Zahnräder 50 bezw. 51 von einem Zahn rad 52 angetrieben werden. Auf der Welle 53 des Zahnrades 52 sitzt auch ein Schnek- kenrad 54, das mit einer auf der Vorgelege welle 11 sitzenden, nicht gezeichneten Schnecke kämmt.
Scheibe 2 7 steuert über das Hubgestänge 18, 21, 22, 23 die Quer bewegung der Frässpindel, während Scheibe 43 über Bewegungsgestänge 37, 41, 44 in Zusammenwirkung mit einer Feder 90 die Bewegung der Frässpindel in ihrer Längs richtung steuert.
Von dem Zahnrad 52 wird ferner über Planetenräder 55, 56 ein Zahnrad 57 ange trieben, das auf der Welle 48 lose drehbar sitzt und mit einem Nabenfortsatz 58 in einer Seitenwand des Maschinengestelles ge lagert ist. Auf dem auf der Aussenseite des Maschinengestelles vorspringenden linde des Nabenfortsatzes 58 ist ein Kegelrad 59 auf gekeilt, das mit einem auf einer senkrech ten Welle 61 sitzenden Kegelrad 60 kämmt. Die Planetenräder 55, 56 sind von um die Achsen 53, 48 schwenkbaren Armen 62, i>:3 getragen, -die durch Schienen 64 gelenkig verbunden sind.
Die Arme 62 sind ferner durch Gelenkschienen 65 mit einem bei 40 am Maschinengestell angelenkten -Irin 66 gelenkig verbunden, der seitlich eine Lauf rolle 67 besitzt, die auf dem Umfange einer Kurvenscheibe 68 läuft. Letztere. sitzt auf der Welle 49 und regelt durch den vorher beschriebenen Planetenrädertrieb, der durch die Kurvenscheibe 68 verstellt wird, die Um- la.ufgesehwindigkeit des Zahnrades 57, das über den Kegelrädertrieb 59, 60 (Fig. 6), die Welle 61, einen Kegelräderwechseltrieb 69 (Fig. 10), eine Welle 70, einen Schnek- kentrieb 71, 72 (Fig. 11), eine Welle 73 (Fig.
10, 11) und Zahnräder 74 das Zahn- rad 8 antreibt, dessen in einer Stirnfläche liegende Zahnkranzkontur zu bearbeiten ist. Die Drehrichtung wird durch Verschieben der w'e'lle 70 mittels des Handrades 75 (Fig. 11) eingestellt. Durch Drehen des Handrades 75 wird die Welle 70 verschoben und dadurch der Kegelräderwechseltrieb 69 unigestellt. Je nach der Stellung des letzteren wird Zahnrad 8 in der einen oder andern Richtung gedreht. Die auf der Welle "i 0 sitzende Stellmuffe 76 (Fig. 10) gestattet mittels eines Indexes 77, die Einstellung zu ,sichern.
Die Schnecke 71, welche auf der Welle <B>70</B> durch Federkeil und Nut ver schiebbar, aber urdrehbar sitzt, ist in einem Gehäuse 78 (Fig.ll) spielfrei geführt. Das Schneckengehäuse <B>78</B> besitzt an einem Ende einen Gewindezapfen 79, auf welchen eine mit einem Handrad 80 festverbundene Mut ter 81. aufgeschraubt ist, Mutter und Hand rad sind in dem Lagergehäuse 82 gesichert. Das Zahnrad 74, das mit dem Werkstück 8 "kämmt, ist in einer sogenannten Radschere 83 (Fig. 10) gelagert, die auf einem Lager vorsprung 84 des Lagergehäuses 82 auf geklemmt ist und dazu dient, dieses Zahn rad' 74 an das Werkstück anzudrücken.
Das ganze Lagergehäuse 82 ist in einer Bohrung am obern Ende des am Maschinengestell b(- festigten Lagerkörpers 85 für die senkrechte 'Welle 61 drehpaar eingesetzt und wird von einer Stütze 86 gehalten, welche in einer Klemme 87 (Fig. 14) am Tischsockel be festigt ist.
Wie aus den Fig. 8 und 9 Hervorgeht, ist; zwischen den Wannenwänden 29 auf eirein sie verbindenden Querriegel 88 ein Zylinder 89 angebracht, in welchem eine Druckfeder 90 angeordnet ist. Diese wirkt durch eine Platte; 91, eine Spindel 92, Hand rad 93 auf die Brücke 37. Dadurch wird der Spindellagerkörper 39 nach Massgabe der Kurvenscheibe 43 gegen das Werkstück hin gedrückt. Die Druckfeder hat nämlich das Bestreben, den Spindellagerkörper 39 gegen das Weirkst ic.k vorzuschieben. Der Vorschub wird aber durch die Hubscheibe 43 geregelt.
Der Rückzug des Spindellagerkörpers wird zwangsweise durch die Hubscheibe 43 be werkstelligt. Das Handraid 93 dient in Ver bindung mit den Muttern 94 zur Regelung der Druckspannung der Feder 90.
Auf dem Lagerkörper 39 der Spindel ist eine Mutter 95 (Fig. 9) angeordnet, in wel che eine Schraubenspindel 96 eingeschraubt ist, die auf dem Teil 37 in einem Lager 97 gelagert ist. Die Schraubenspindel 96 steht durch einen Kegeltrieb 98 mit einer mit einem Handrad 99 versehenen Stellwelle in Verbindung, so dass durch Drehen des Hand rades der Spindellagerkörper in bezug auf den Teil 37, an dem er geführt ist, einge stellt werden kann. Eine Schraube 100 dient zum Festklemmen der beiden Teile gegenein ander. Die Bohrungen 101 .(Fix. 8) in den Seitenwänden 29 dienen zur Aufnahme der Gelenkbolzen der Geradführungshebel 31.
Der das vordere Endei des Lagerkörpers -3.9 bildende Frässpindelkopf 102 (Fix. 3) (ist zum auswechselbaren Einspannen eines Fräswerkzeuges 103 eingerichtet. Das freie Ende des Lagerkörpers, 39 der Frässpindel ist mit einer unterschnittenen Nut 104 für Befestigungsschrauben versehen, die nach Entfernung des Fräswerkzeuges die Anbrin gung von Vorsatzgeräten und die Kupplung ,der Frässpindel mit dem Antriebswellen ,stumpf des Vorsatzgerätes ermöglichen. Als (solche Vorsatzgeräte kommen in Frage ein !solches .mit senkrechter Frässpindel, ein Stossapparat und ein Kopierapparat.
Das Vorsatzgerät mit senkrecht arbeiten der Frässpindel, das die Bearbeitung der Zahnkanten derart ermöglicht, dass das. Werkzeug der Verzahnungskontur des Werk stückes folgt, besteht zum Beispiel, wie Fig. 13 zeigt, aus einem Gehäusekopf 105, in welchem die senkrechte Frässpindel 106 ,gelagert ist. Ein auf der Spindel 106 sitzen des Kegelrad 1:07 kämmt mit einem Kegel rad 108. Der Wellenstumpf 109 des Vor satzgerätes wird an Stelle des Horizontal fräsers in den Spindelkopf 102 mittels der Überwurfmutter l(10 festgespannt.
Bei dem durch Fig. 14 veranschaulichten Vorsatzgerät mit Stosswerkzeug ist ein Stahlhalter 111 in dem Gehäusekopf 112 senkrecht verschiebbar geführt und wird von einer Kurbel oder einem Exzenter 113 be tätigt, dessen. Wellenstumpf 114 in der vor her beschriebenen Weise im Spindelkopf 102 an Stelle des Fräsers eingespannt ist, wobei dem Werkzeug durch die Kurbel eine Auf- und Abbewegung .erteilt wird.
Mit horizontal: arbeitendem Fräser .gemäss Fig. 3 wird die Zahnkante nur im Kopfteil des Zahnes bearbeitet, wobei durch Benut zung .eines Formfräsers und entsprechend ge stalteter Scheiben 27, 43, 68 für die, Bewe gung des Fräsers in senkrechter Ebene be liebige Abrundungs- und Abschrägungsfor men erzielbar sind. Bei der Bearbeitung der Zahnkantanabschnitte, die sich der senkrech ten Bewegungsebene des Fräsers mehr oder weniger nähern, wird durch die Wirkung der entsprechend gestalteten Kurvenscheibe 68 die Drehbewegung des Werkstückes ver langsamt.
Bei der Zahnkantenabrundung zur Er zielung von Abrundungs- oder Abschrä gungsformen gemäss Fig. 15 bis 19 wird ein Formfräser 103 (Fix. 3) in den Frässpindel- kopf 102 einsgespannt und .das zu fräsende Zahnrad auf den Zapfen 8 des Haltebockes 7 aufgeschoben, auf welchem es vom Zahnrad 57 über das Kegelräderpaar 59, 60, -die Welle 61, das Kegelräderwechselgetriebe 69, die Welle 70, den Schneckentrieb 72, die Welle 73 und .die ,Stirnräder 74 in langsame Drehung gesetzt wird.
Während der Dre hung des Werkstückes werden die Zahnkan ten an den Zahnstirnseiten von dem Fräs werkzeug 103 bearbeitet, (las eine dem Masse der Drehung des Zahneis entsprechende Be wegung in senkrechter Richtung ausführt. Diese Bewegung wird von der Kurvenscheibe 27 vermittels des Hebels 23, des Rollen wagens ' 22, Bogenschlitzes 21 und des Schwingarmes 18, auf welchem die Spindel- lagerbüchse ruht, gesteuert, indem der Trag arm 18 um sein Gelenk 20 gehoben oder ge- senkt wird.
Je nachdem ider Fräser einen 'waagrechten Kantenabschnitt (Zahnspitze) oder einen geneigten, der .senkrechten Rieh- tun- sich nähernden Kantenabschnitt (Zahn flanken) bearbeitet, wird die Drehungs geschwindigkeit des Werkstückes beschleu nigt oder verlangsamt, damit der Fräser irr gleichen Zeiten möglichst gleiche Längen der Zahnkontur bearbeitet. Die Beschleuni gung und Verlangsamung der Drehungs geschwindigkeit des Werkstrickes wird von der Kurvenscheibe 68 vermittels des Armes 66 und des Planetenrädertriebes 55, 56 be werkstelligt, durch welchen je nach seiner von der Kurvenscheibe 68 gesteuerten Be wegung- dem Zahnrad 57 und dem von ihm abhängigen Werkstückantrieb eine Beschleu nigung oder Verzögerung erteilt wird.
Bei dieser Art der Zahnkantenabrundung findet eine Bewegung des Werkzeuges in der Spin delrichtung nicht statt; die Hubscheibe 43 ist daher ausgeschaltet bezw. durch eine Kreisscheibe ersetzt.
Mit senkrecht zum, Werkstück arbeiten dem Fräser lässt sieh die Zahnkante in ihrem ganzen Umriss abgraten oder abrunden oder abschrägen, wie in Fig. 20-25 veranschau licht ist.
Wenn die Zahnkanten eines Rades in dieser Weise bearbeitet werden sollen, wird das durch Fig. 13 veranschaulichte Vorsatz gerät mit senkrechter Frässpindel 106 an das freie Ende des Lagerkörpers 39 der Frässpindel angesetzt und ein Wellenstumpf 109 mit der Frässpindel 13 gekuppelt. Das Werkstück wird in gleicher Weise wie bei der vorher beschriebenen Arbeitsweise auf den Zapfen des Haltebockes aufgesetzt und mit dem Drehungsantrieb in Verbindung ge bracht. Bei dieser Arbeit findet eine Be wegung des Fräsers in senkrechter Richtung nicht statt; ,die Kurvenscheibe 2 7 wird daher ausgeschaltet bezw. durch eine Kreisscheibe ersetzt.
Dagegen wird die Hubscheibe 43 eingesetzt, -welche die Bewegung- der Fräs- spindel in der Spindelrichtung im Einklang mit der Werkstückdrehung steuert. Das senkrecht gerichtete Fräswerkzeug führt dabei eine radiale Bewegung zum Werk- stÜck aus, wobei wiederum die Drehung in dem Masse verzögert wird, in dem der zu bearbeitende Kantenabschnitt sich der radia len Richtung nähert.
Die Hubscheibe 43 be wegt den Fräser entsprechend der Zahnkon tur in radialer Richtung zum Werkstück vorwärts Lind rückwärts über den zweiarmi gen Hebel 41, Führungsteil 44, Führungs brücke 37, den Spindellagerkörper 39, mit der Spindel 1.3.
Vor Beginn des Fräsens erfolgt eine Ein stellung des Fräswerkzeuges zum Werk sti:iek vermittels des Handrades 99 in der Spindelrichtung und vermittels des Hand rades 93 eine Regelung der Druckspannung der Feder 90, -durch welche der Spindel lagerkörper 39 nach Massgabe. der Hub scheibe 43 in der Richtung auf das Werk stück gedreht wird.
Der Stossapparat wird in besonderen Fällen angewandt, wenn, wie zum Beispiel bei kleinen Zahnrädern und kleinen Zähnen, mit dem Fräser nicht ,gearbeitet werden kann. Mit Hilfe eines auf dem Tisch be festigten sogenannten Universalbockes 115 (Fig. 5) kann dabei das zu bearbeitende Zahnrad je nach Zahnform nach allen Rich tungen gestellt werden.
Bei Benutzung des Vorsatzgerätes mit dein Stosswerkzeug zur Herstellung von Zabnabschrägungen gemäss Fig. 26 bis 29 ist die Wirkungsweise die gleiche wie vor her beschrieben.
Durch doppelte Anordnung eines Vor satzgerätes mit senkrecht zur Antriebsspin del arbeitendem Fräser 106 und Befestigung des Werkstückes 8 auf einer horizontal ge lagerten Welle kann, wie Fig. 30 und 31 veranschaulichen, das Werkstück auf beiden Stirnseiten zugleich bearbeitet werden.
In Fig. 32-36 ist ein Vorsatzgerät 105 mit senkrechter Frässpindel benutzt und auf dem Maschinentisch ist ein Rundtisch 116 angeordnet, der von den Zahnrädern 74 an getrieben wird. Durch entsprechende Steue rung der Spindelbewegung und der Dreh- gescbwindigkeit des Tisches können mit senkrechtem Fräser radiale, tangentiale und hogenförmige Fräsungen ausgeführt werden. In den Fig. 32\36 ist beispielsweise die Bearbeitung einer das Werkstück bildenden Turbinenschaufel 11'7 dargestellt.
Zum Ein spannen des, Werkstückes dient ein auf dein Tisch 116 befestigter Einspannkörper 118, geben den das Werkstück mit Hilfe von zwei Klemmstücken 119, 120 festgespannt wird. Die Klemmstücke sind durch Bolzen 121 mit Querstücken 122 bezw. 123 verbunden, in welche je eine Druckschraube 124 einge spannt ist, die sich auf der andern Seite gegen den Einspannkörper 118 stützt. Das Werkstück 117 führt hier während der Be arbeitung eine Drehbewegung um: die Axe x-x, also nicht um die eigene Axe aus.
In Fig. 36 ist y die Bewegungshahn des Werk stückes und, Z die Bewegungsbahn des. Werk- zeuges.