CH220187A - Verfahren zur Herstellung eines Imprägnierungsbades. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Imprägnierungsbades.

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CH220187A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/184Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/192Polycarboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Imprägnierungsbades.       Die Verwendung von Paraffin     bezw.    von  ähnlich wirkenden     lyoplioben    Stoffen in  Form von wässerigen Emulsionen zum     Was-          serabstossendmaclien    von Textilien ist be  kannt Praktisch werden     liierfür    saure Emul  sionen verwendet, die als wesentliche Be  standteile neben den     lyopho-ben    Stoffen Alu  miniumsalze     bezw.        -ionen    enthalten.

   Es ist  nämlich wesentlich,     dass    bei solchen     Imprä-          gmierverfahren    unlösliche Aluminiumverbin  dungen auf der Faser entstehen.  



  Solche saure Bäder haben verschiedene  Nachteile; zum Beispiel können sie keine  Seife     bezw.        seifenälmliche    Stoffe, wie     Tür-          kise,lirotöl    oder andere     sogenannte        anionak-          tive    Hilfsstoffe, enthalten, da diese Produkte  Ausfällung des Aluminiums     bezw.    ein Bre  chen der Emulsionen verursachen.

   Werden       fern-er    solche Bäder zum Imprägnieren von  Stoffen, die infolge einer     Vorbehandlung        Al-          kalien    oder     anionaktive    Hilfsstoffe enthalten,  ,verwendet, so können Störungen eintreten.  



  Zur Erzielung von     Kombinationseifekten,       zum Beispiel weicher Griff und wasserdichte  Imprägnierung, war es deshalb bisher üblich,  eine     Zweibadmethode    anzuwenden. Das eine  Bad enthielt das     anionaktiveWeichmachungs-          mittel,        und    das andere enthielt die saure Alu  miniumsalzlösung, wobei das eine der beiden  Bäder die Paraffinemulsion enthielt. Dieser  Arbeitsweise haften indessen die bekannten  Nachteile von     zweibadigen        Fällungsverfah-          ren    an.  



  Versuche, in welchen     Iraprägnierungs-          bäder    verwendet wurden, in welchen das Alu  minium in Form von     alkalibeständigen    Kom  plexsalzen vorlag, scheiterten an der Bestän  digkeit solcher Komplexe, die die     Abschei-          dung    der unlöslichen Aluminiumverbindun  gen verhindern.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    gewisse  Komplexbildner, wie zum Beispiel     Oxal-          säure    der     Salz,9    der     Oxalsäure,    die Eigen  schaft besitzen, mit Aluminiumsalzen Kom  plexe zu bilden, die zwar gegen Alkalien  oder     Ammaniak    unbeständig sind, hingegen      auf Zusätze von     or-anischen    Basen keine  <B>en</B>  Fällungen geben.

   Durch     Heranziehuno,        sol-          23    C  eher     Komplexbildner    in Gegenwart von or  ganischen Basen kann man Lösungen     bezw.          1m.prägnierbäder    von neutraler bis schwach  alkalischer Reaktion herstellen, welche zu  sätzliche Mengen von Seifen oder andern       anionaktiven    Hilfsstoffen ohne weiteres ver  tragen.

   Gegenstand der Erfindung ist daher  ein Verfahren zur Herstellung eines     nuutra-          len    bis schwach     akalischen        Irnprägnierungs-          bades,    das ein Aluminiumsalz, eine     liophobe          Verbinduno-,    einen Komplexbildner, der     mit          Aluminiumionen        Kom        plexe        bildet,

          die        gegen-          über    Ammoniak oder Alkalien nicht     bestäu-          dig    sind, aber durch organische Basen nicht  gefällt werden, und eine organische Base     ent-          g     hält, dadurch gekennzeichnet,     dass    unter den  obigen Bestandteilen das     AlLiminiumsalz,    der  Komplexbildner und die organische Base in  der eben genannten Reihenfolge miteinander  vermischt     -,

  verden    und in einer beliebigen  Phase des Verfahrens eine Verdünnung mit  dem zur     Herstellun.--    des     Imprägnierwigs-          bades    erforderlichen Wasser erfolgt.  



  Man kann zum Beispiel zu solchen Bädern  gelangen, wenn man die nicht     lyophoben    Be  standteile in Form ihrer konzentrierten Lö  sungen in der vorgeschriebenen Reihenfolge       mit-einander    mischt und das so erhaltene Prä  parat     mitWasser    zu dem Bade verdünnt, wo  bei der     lyopholi-e    Bestandteil in einer     belie-          bi-en    Phase der     Herstellun--    des Bades     zu-          t>        el          e        Olegeben        wird.     



  Je nach der Natur des     Hilisstoffes    oder  der     or-anischen    Basen oder des Komplex  bildners müssen grössere oder kleinere Mengen  des letzteren dem Bade zugegeben werden,  um die     Schutzwirl-,uny    auszuüben.  



  Dank dieser Beobachtung ist es möglich  geworden, mit Hilfe von organischen Basen  verdünnte neutrale bis schwach alkalische       (pH    zwischen     ca.   <B>7</B> bis     ca.   <B>10)</B>     Imprägnierungs-          bäder    herzustellen, in welchen das Alumi  nium in wirksamer Form vorhanden ist, ob  schon es durch einen Zusatz von     anionaktiven     Hilfsstoffen, wie     Türkischrot81    oder Seifen,  nicht     aus-efällt    wird.

   Es ist somit     möglieh,          el   <B>C</B>    im     Einbadverfahren    Kombinationseffekte  auf Textilien     züi    erhalten, wie zum Beispiel  der bereits erwähnte weiche Griff,     gleichzei-          ti-    mit wirksamer wasserdichter     Imprägnie-          oder    eine wirksam e     wasserdiehte        Im-          gleichzeitig    mit einer Färbung.

    Folgende     Belispiele    erläutern die     vorlie-          ne   <B>de</B>     netie        Arbeitswe11.11e.     



  <I>Beispiel<B>1:</B></I>  In eine auf     mechanisehem    Wege herge  stellte, mit Leim stabilisierte     wässerize        Emul-          #:ion,        die        L)0%    Paraffin     und        10,Ö        Aluminium-          stilfat    enthält, werden nacheinander 4%       Oxalsäure    und     16#o'        Triäthanolamin    unter  Rühren eingetragen.  



  Beim Eintauchen von     Viskosetrikot    in ein  Bad, das 20<B>g</B> dieses Präparates pro Liter  enthält-, nachträglichem Schwingen und       Troekrien,    erhält man eine vorzügliche,     was-          e2          serabstossende    Imprägnierung.

    <I>Beispiel 2:</I>  Man 'stellt     ein        Imprägnierungsbad    her       dureh        Eintra-,en    in<B>100</B> Liter Wasser der  folgenden     Reagentien:

       n t5  <B>500 g</B>     Altiminiunisulfat,    200<B>g</B>     Ammon-          oxalat,   <B>500 g</B>     Pyridin,    200<B>g</B> des     Natrium-          salzes    des     Sehwefelsäureesters    des     Cetylalko-          hols        wid    eine Emulsion von 4,50 Paraffin  in Wasser.

   die     beruestellt    wurde mit -Hilfe  <B>voll 50</B>     o.    des     Olsäuresalzes    des     N-Dimethyl-          Imprägniert    man     Viskosehunstseidekrepp     in     eineni    solchen Bade, so besitzt das Material       jiaeh    dein     Troeknen    einen     vorzü-,lichen        Im-          M          prägniereffekt        und    einen vollen weichen  e  <I>Griff.</I>  



  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  Man stellt ein handwarmes Bad her durch       Eintra-en    in<B>100</B> Liter Wasser von 40<B>'</B> von       500-Alumiiiiiimstilfat,        2OOg        Natriumoxalat,     400<B>g</B>     Triäthanolamin,    200<B>g</B> Seife und einer  Emulsion von 450<B>o-</B>     Paraff    in in     M,        7asser,

      die  hergestellt     wutrde    mit Hilfe von<B>50 g</B> des     Öl-          säuiresalzes    des     N-Dimethyleyelohexylamins.-          In    dieses Bad geht man mit einem mit  einem     Küpenfarbstoff        bedruekten    und nach-           träglich    kurz geseiften Zellstoff ein. Nach  gründlicher     Durchnetzung    des Materials wird  bei höherer Temperatur getrocknet.

   Nach dem  Trocknen ist der Stoff vorzüglich wasserab  stossend und zeigt eine zum mindesten gleich       O-Ute    Wasserundurchlässigkeit, wie sie mit       D     den bekannten sauren, Aluminiumsalze ent  haltenden Paraffinemulsion erhalten wird.  Die     Einpfindlichkeit    der sauren Alumi  niumsalze enthaltenden Paraffinemulsion  .nacht eine     gründliclieVorreinigung    der Tex  tilien praktisch unumgänglich. Diese     Vor-          reinigung    ist bei der     Imprägnierting    mit Hilfe  des     naeli    diesem Beispiel hergestellten Bades  nicht mehr notwendig.

   Dank der Gegenwart  von Seife können sogar gewisse, den Textilien  anhaftende Verunreinigungen im     Imprägnier-          Lade    entfernt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellungeines neutralen bis schwach alkalisehenImprägnierungsbades, das ein Aluminiumsalz, eine lyophobe Ver bindung, einen Komplexbildner, der mit Alu miniumionen Komplexe bildet, die gegenüber Ammoniak und Alkalien nicht beständig sind, die aber durch organische Basen nicht gefällt werden, und eine organische Base enthält, dadurch gekennzeichnet, dass unter obigen Bestandteilen das Aluminiumsalz, der Kom- plexbildner und die organische Base in der eben genannten Reihenfolge miteinander ver mischt werden und in einer beliebigeu Phase,
    des Verfahrens eine Verdünnung mit dem zur Herstellung des Imprägnierungsbades erfor derlichen Wasser erfolgt. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die nicht lyo- phoben Bestandteile in Form ihrer kunzen- trierten Lösungen in der vorgeschriebenen Reihenfolge miteinander vermischt und das so erhaltene Präparat mit Wasser zu dem. Bade verdünnt, wobei der lyophobe Bestand teil in einer beliebigen Phase der Herstellung des Bades zugegeben wird. 2.
    Verfahren nach Patentansprur,h, da durch gekennzeichnet, dass man die nicht lyo- phobeu Bestandteile in der angegebenen Rei henfolge in eine wässerige Flüssigkeit ein trägt. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da,- durch gekennzeichnet, dass als Komplexbildner Oxalsäure verwendet wird, und dass dem fer tigen Bade noch ein anionaktiver Hilfsstoff zugefügt wird.
CH220187D 1940-03-15 1940-03-15 Verfahren zur Herstellung eines Imprägnierungsbades. CH220187A (de)

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