CH217478A - Verfahren zur Darstellung von Acrylsäurenitril. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Acrylsäurenitril.

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CH217478A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/08Preparation of carboxylic acid nitriles by addition of hydrogen cyanide or salts thereof to unsaturated compounds
    • C07C253/12Preparation of carboxylic acid nitriles by addition of hydrogen cyanide or salts thereof to unsaturated compounds to compounds containing carbon-to-carbon triple bonds

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Description


  Verfahren zur Darstellung     ron        Aerylsäurenitril.       Es ist bekannt,     dass    beim     Durehleiten    von  Acetylen durch     wäss@rige    Lösungen von       Cuprochlorid        Vinylderivate        erhalten    werden.  



  Vorliegender Erfindung liegt nun die Er  kenntnis zugrunde, dass dieselben Kataly  satoren,     welche    gemäss vorstehenden Aus  führungen diejenigen Additionsreaktionen  des Acetylens, welche zu     Vinylderivaten    füh  ren, katalysieren, auch die Anlagerung von       .Blausäure    an Acetylen bewirken.

   Das Ver  fahren zur Herstellung von     Acrylsäurenitril     gemäss     vorliegender    Erfindung besteht dem  gemäss darin,     d@ass        Acetylen    und     Blausäure    in       Berührung    mit     wässrigen    Lösungen von sol  chen Katalysatoren wie z.     $.        Cuprochlorid     gebracht werden,     welche    diejenigen     Addi-          tionsreaktionen    des Acetylens, welche zu       Vinylderivaten    führen, katalysieren.

   Zweck  mässig werden die     Reaktionskomponenten    in  die     Katulysatorlö:sung        eingeleitet    oder durch  diese     hindurchgeleitet.    Wie bekannt ist, emp  fiehlt es     sich,    der     Lösung    von     Cuprochlomid            zusätzlich    noch starke Säuren     und/oder    Am  monealze     bezw.    tertiäre     Amine    zuzugeben.  Ferner kann     unter        zusätzlicher    Anwendung  von     Alkali-Metällsoilzen    gearbeitet werden.

    Zweckmässig stellt man das     px    auf ungefähr  6 ein, doch     kann    man auch mit stärker sau  ren Lösungen arbeiten. Die Umsetzung kann  bei     Temperaturen    zwischen 0      -200      vorge  nommen     werden,    gegebenenfalls unter Druck.  Sie kann kontinuierlich oder diskontinuier  lich     durchgeführt    werden.  



  Das, neue Verfahren gestattet in     ,einfacher     Weise die     Ilerste'llung    von     Aerylsäureni@ril.     <I>Beispiel 1:</I>       In    eine Mischung von 300 Gewichtsteilen       Kupfe:

  rchlorür,    100     Gewichtsheilen        Ammon-          chlorid,    5       konzentrierte    Salz  säure     (ea.        37    %     ig),    10 Gewichtsteilen Kupfer  pulver und 400     Gewichtsteilen    Wasser, die       unter    Stickstoff auf<B>86A</B> erwärmt     wurde,     werden bei derselben,

       Temperatur        unter    Rüh-           ren    20     Gewichtsteile        wasserfreie    Blausäure       zugetiropft    und     gleichzeitig        überschüssiges     Acetylen durchgeleitet. Am     absteigenden     Kühler destilliert     Wasser,    auf das sich eine       Glschicht    abscheidet.

   Nach Beendigung des       Zutropfens    der Blausäure wird: unter weite  rem     Einleiten    von Acetylen das     Reaktions-          gemiisch    auf 103   erwärmt,     wobei        weiter     Wasser und Öl     abdestilliert.        Das    ölige Destil  lat (27 Gewichtsteile) wird von der     wäss@rigen     Lösung, die unveränderte     Blausäure    enthält,  getrennt,     getrocknet    und destilliert.

   Der ge  ringe     Destillationevorlauf        bezw.    Rückstand  besteht aus     Vinylacetylen        bezw.        Divinyl-          acetylen.    Die angewendete     Katalysatorlösung     kann für mehrere Ansätze benutzte werden.  Ebenfalls kann das     abdestilllierte        Wasser     wieder der     Katalysatorlösung    zugefügt wer  den.  



  <I>Beispiel 2:</I>       Äquivalente    Mengen von     Acetylen    und  von Blausäure werden bei Zimmertemperatur  in eine Lösung des in Beispiel 1 genannten       Katalysators    eingegeben. Die Temperatur  steigt hierbei langsam an; sie wird     durch     Kühlung auf 30       gehalten.        Das    Acetylen  wird     restlos        absorbiert.    Die     Reaktionsge-          mische    werden einige Stunden     stehen    gelas  sen und dann     langsam    erwärmt.

   Bei Tempe  raturen     zwischen   <B>70'-10,5,'</B> destilliert ein  Gemisch von     Aoetylen,        Blausäure,        Acryl-          säurenitri,1    und Wasser über, aus dem sich  das     Acrylsäurenitril    als Öl an der Ober  fläche abscheidet.  



  <I>Beispiel 3:</I>  1170 g     Kupferchlorür    und 630 g     Ammon-          ehltorid    werden in<B>1010</B> g     Wasser    unter Zu  gabe von<B>3</B>6 cm' konzentrierter Salzsäure  und     36g    Kupferpulver unter     Luftausschluss     auf 80   C erhitzt,     wobei    (von dem Kupfer  pulver     abgesehen)    eine klare Lösung entsteht.

    Durch     diese    Lösung     werden        unter    Aufrecht  erhaltung der     ReaktionstemperatuT    von<B>80'C</B>  pro Stunde 150 Liter     Acetylien        un.d:    13,5 o   Blausäure geleitet.

   Die entweichenden Gase  werden zunächst durch einen Kühler vorge  kühlt, wobei sieh im, wesentlichen Wasser  abscheidet, welches in die Reaktionsmischung    zurückgegeben wird.     Die        Gase    werden     än-          schl,iessend        zwecks    restloser Entfernung des  Wassers,     getrocknet    und dann einer Tiefküh  lung bis auf     -70,'    C     unterworfen.    Der nicht  kondensierte     Antei'1        besteht    im wesentlichen  aus Acetylen und wird     unter        stündlicher    Zu  gabe von 19 Litern,

   was dem verbrauchten  Anteil an Acetylen entspricht, wieder in den  Prozess     zurückgeleitet.    An     Blausäure    müssen  pro Stunde<B>13,5</B> g wieder in den     Kreis'lauf-          prozess    zugegeben     werden,    wobei jedoch diese  Blausäure zum Teil aus dem     Kondensat    wie  dergewonnen werden kann.

   Die im Laufe  mehrerer     Stunden        anfallenden        Kondensate     liefern beider Destillation zunächst noch ge  ringe Mengen     Acetylen,    dann     Vinylaoetylen     und     Blausäure    und     schliesslich    als Haupt  produkt     Acrylhifiril,    während ein     stickstoff-          haltiger        Rückstand    zurückbleibt.

   Die     Aus-          beute    an     Acrylhitril        beträgt        (berechnet    auf  die verbrauchte Menge Blausäure) ca. -90  und (berechnet auf die verbrauchte Menge       Acetylen)        ca.   <B>70%.</B>  



  Im Rahmen der     vorstehend        beschriebenen     Massnahmen kann mit     ähnlichen    Erfolgen  die Salzsäure durch     andere    Säuren,     wie    z. B.  Schwefelsäure,     Phosphorsäure    oder Brom  wasserstoffsäure ersetzt     worden.    Ferner kann  das     Ammonch'lorid        eowohsl    durch Salze des       Ammoniaks    mit andern Säuren     (z.    B.     Am-          monsulfat)    als auch durch     Salze    von Aminen  ersetzt werden.  



       Beispiel   <I>4:</I>  450 g     Kupferchlorür    werden mit 210 g       Kochsalz    in 525g     Wasser    unter Zugabe von  15g     Kupferpulver    auf<B>SO'</B> C erhitzt.     Hier-          bei    tritt nur     teilweisse    Lösung ein.

   Unter  Auf     rechtorhaltungder        Temperatur    von 80   C  werden pro Stunde 100 Liter     Acetylen    und  5,3 g     Blausäure        durchgeleitet.    Der Verbrauch  an     AcetyDen    beträgt 42     Liter    pro Stunde;

   es  wird gemäss den Angaben     des    vorhergehen  den Beispiels     ersetzt.        Ebenso    müssen pro  Stunde 5,3 g     Blausäure    in den     Kreislauf-          prozess        eingegeben        werden.    Bei der Aufarbei  tung, wie sie im vorhergehenden Beispiel     be-          schrieben        wurde,    werden 5 g     Acrylnitril    pro       Standre    erhalten.

             Beispiel   <I>5:</I>  515 g     Kupferchlorür    und 435 g     Ammon-          chlorid        werden    unter Zugabe von 20 g  Kupferpulver in 50,0 g Wasser auf 80   C  erhitzt. Vom Kupferpulver abgesehen tritt  klare Lösung ein. Beim Durchleiten von  100 Litern     Acetylen    pro Stunde war ein Ver  brauch von 4     Litern    pro Stunde festzustellen.       Ferner        wurden    pro Stunde     3,8g        Blausäure     eingesetzt. Bei der Aufarbeitung gemäss Bei  spiel 3 wurden pro Stunde 4,8 g     Aexylnitril     erhalten.  



       Se'lbstverständ'lich    kann auch mit     einem     acetylenhaltigen Gasgemisch gearbeitet wer  den, wobei man den verbrauchten Anteil an  Acetylen jeweils durch Zugabe von reinem  Acetylen ersetzt.  



       Beispiel   <I>6:</I>  Acetylen wird mit einer Geschwindigkeit  von 7000 Liter pro Stunde durch einen Kata  lysator     geleitet,    der hergestellt wurde aus  45,5 kg     Cuprochlorid,    24,5 kg Ammonium-         chlorid,    42 Liter Wasser und 2,4 Liter     konz.     Salzsäure. Dem Acetylen werden 550 g Blau  säure pro Stunde zugesetzt. Die entweichen  den Dämpfe werden durch Kühlen zerlegt,  wie in Beispiel 3 angegeben. Das Acetylen  wird im Kreislauf     geführt    und der ver  brauchte Anteil sowie die Blausäure nach  gesetzt.

   Pro     Stunde    werden 600 Liter Acety  len verbraucht. 908 g reines     Acrylsäurenitril     werden pro Stunde erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Acryl säurenitril, dadurch gekennzeichnet, dass Blausäure und Acetylen in Berührung mit wässrigen . Lösungen solcher Katalysatoren gebracht werden, welche diejenigen Addi tionsreaktionen des Acetylens, welche zu Vinylderivaten führen, katalysieren.
CH217478D 1939-07-10 1940-06-19 Verfahren zur Darstellung von Acrylsäurenitril. CH217478A (de)

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