CH214908A - Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes.

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CH214908A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/26Carbazoles of the anthracene series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Nüpenfarbstoffes.       Aus den Schweizer Patentschriften  Nr. 181531 und 184018 ist     bekannt,    dass       Carbazole    des folgenden allgemeinen Typs  
EMI0001.0004     
         Küpenfarbstoffe    darstellen, die die vegeta  bilische Faser aus der     Küpe    in braunen  Tönen anfärben.  



  Es wurde gefunden, dass     Anthrachinon-          derivate,    die in     einer,der    in der obigen For  mel angegebenen     a-Stellungen    des     Anthrachi-          nonkerns    B     einen        Anthrimidcarbazolrest    an-    gegliedert enthalten, wertvolle     Küpenfarb-          stoffe    sind, .die auf die vegetabilische Faser  gefärbt ähnliche, und zwar gelbbraune bis       violettbraune    Töne ergeben,

   gegenüber den  aus den oben genannten     Patenten    bekannten  Farbstoffen sich jedoch durch besseres Zieh  vermögen auszeichnen und reinere Farbtöne  liefern.  



  Zur Bildung der oben genannten Farb  stoffe werden verschiedene Verfahren gefun  den. Dieselben bestehen. darin, dass man     An-          thraohinon-2.1-    N -1'.     2'-N-benzacridone,    in  deren     Bz-Ring    das der     Carbonylgruppe    be  nacUbarte Wasserstoffatom durch     einen    a  Amino.-1 .     1'-dianthrimidrest    oder durch einen       a-Amino    -1 .

   1'-     anthrimidcarbazolrest    ersetzt  ist und die in der     o-Stellung    zu den     An-          thrimidstickstoffatomen        keine    die Ringbil  dung     verhindernde        Substituenten    tragen,  einer Behandlung mit sauren Kondensations  mitteln in Gegenwart geeigneter organischer  oder anorganischer Lösungsmittel unterwirft      und die     Reaktionsprodukte    gegebenenfalls  noch mit Oxydationsmitteln oder     Aroylie-          rungsmitteln    nachbehandelt.  



  Als     Kondensationsmittel    dient     vorzubs-          weise    wasserfreies Aluminiumchlorid in  einem geeigneten Lösungsmittel, zum Bei  spiel Nitrobenzol oder schwefliger Säure.    Geht man von     Anthrachinon-2.1-N-1'.2'-          N-benzacridonen        aus,    in deren     Bz-Ring    das  der     Carbonylgruppe    benachbarte Wasser  stoffatom durch einen a -     Amino    -1 . 1'-     di-          a,nthrimidrest    ersetzt ist, zum Beispiel einer  Verbindung des nachstehenden Typs:

    
EMI0002.0015     
    dann tritt     Carbazolierunb    sowohl zwischen  dem     Bz-Ring    des     Acridons    und dem in       6'-Stellung    befindlichen     Aminoanthrachinon-          rest,    als: auch zwischen den     beiden,        Anthra-          chinonresten    B und C ein.  



  Die     Carbazolierung    erfolgt bereits bei  Temperaturen zwischen<B>70-90'</B> C mit gro  sser Leichtigkeit. Es bilden sich zunächst  wasserstoffreichere Zwischenprodukte, die  durch Behandeln mit Oxydationsmitteln,  zum Beispiel Chlorlaube, in die entsprechen-    den     Endprodukte    übergeführt werden. Falls  bei der Kondensation     Aroylreste    abgespalten  werden oder Ausgangsmaterialien zur Ver  wendung kommen, die freie     Aminogruppen     tragen, können die Endprodukte durch Er  hitzen mit den entsprechenden Säurechlori  den nachträglich     a.royliert    werden.  



  Die Verfahrensprodukte stehlen     Carbazol-          derivate,    zum Beispiel des nachfolgenden  Typs, dar:  
EMI0002.0032     
    Die     Anthrachinonreste    B und C können auch       Substituenten,    z. B. Halogene oder     Aroy        1-          aminogruppen,    tragen. Der     Bz-Ring    des       Acridons    kann durch     Alkyl-,        Alkoxy-,          Aryloxy-    oder Halogenatome substituiert  sein.

   Die neuen Körper sind dunkle     Pulver,       die sieh in konzentrierter Schwefelsäure  meid mit blauvioletter Farbe lösen und die  pflanzliche Faser aus     weinroter        Küpe    in  echten, klaren, gelbbraunen     bezw.        olivbrau-          nen    bis rotbraunen Tönen anfärben.  



  Die zur Verwendung kommenden Aus-           ga-ngsstoffe    können zum Beispiel durch Ein  wirkung von     a-Amino-1.1'-dianthrimiden     oder     a-Amino-1.        1'-anthrimidcarbazolen    auf  Bz,-     halogenanthrachinon    - 2. 1- N -1' . 2'-     N-          benzacrido-ne    oder durch Umsetzung von       BZC,    -     Aminoanthraohinon    - 2 . 1- N -1' .

   2' -     N-          benzacridonen    mit     a-Halogen-1.1'-dianthri-          miden    oder deren     Carbazolen    erhalten     wer-          den.        Man        kann        auch        in        die     eines     Acridons    einen     a-AminoanthTachinon-          rest    einführen,

   der in einer weiteren a-Stel-         lung    eine freie     Aminogruppe        bezw.        ein.    Ha  logen trägt und durch nachfolgende Einwir  kung eines     a-Halogen-        bezw.        a-Aminoanthra-          chinons    zu dem     entsprechenden        Trianthrimid     gelangen.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Herstellung eines     Küpenfarb-          stoffes,    der die pflanzliche Faser     in,        braunen     Tönen anfärbt. Das Verfahren besteht darin,  dass man das     Anthrimid    der nachstehenden  Formel  
EMI0003.0040     
    mit sauren Kondensationsmitteln behandelt.  Mit alkalischer     Hydrosulfitlösung    gibt der  Farbstoff eine leicht (lösliche, weinrote     Küpe,     aus der die pflanzliche Faser in klaren rein  braunen Tönen von ausgezeichneter Echtheit  angefärbt wird.

           Beispiel:     24 Gewichtsteile     1.5-Diaminoanthrachi-          non,    40,5 Gewichtsteile     3'.6'-Dichloranthra-          chinon-2.1-N-1'.2'-N-benzacridon,    7,5 Ge  wichtsteile wasserfreie Pottasche, 2 Ge  wichtsteile Kupferacetat und 800 Gewichts  teile Naphthalin werden unter gutem Rüh  ren 2-3 Stunden auf 190-200   C erhitzt.  Dann setzt man 38 Gewichtsteile     1-Chlor-5-          benzoylaminoanthrachinon,    8 Gewichtsteile  wasserfreie     Pottasche    und 2     Gewichtsteile     Kupferacetat zu und erhitzt noch 5 Stunden  unter     Rühren    auf 210' C.

   Man verdünnt  nach dem Abkühlen mit Chlorbenzol, saugt  heiss ab, wäscht den Niederschlag mit Chlor  benzol, dann mit etwas angesäuertem Was  ser zur Entfernung der anorganischen Salze,  dann mit heissem Wasser aus und trock-         net.    Das so erhaltene     Trianthrimid    löst sich  in konzentrierter Schwefelsäure mit     organe-          roter    Farbe, beim     Ausgiessen    der Lösung in  Wasser scheiden sich violette Flocken ab, die  sich     korinthfarbig        verküpen    und die Faser  stumpf violett färben.  



  Zur Kondensation werden 80 Gewichts  teile obigen     Trianthrimids    in eine Lösung  von 200 Gewichtsteilen wasserfreiem Alumi  niumchlorid in 800     Gewichtsteile        Nitroben-          zo.1    bei<B>60'</B> C eingerührt. Es bildet sich  unter schwacher Selbsterwärmung eine oliv  grüne Lösung. Eine mit Alkohol     verdünnte     kleine Probe wird schwarz. Nun wird inner  halb einer halben Stunde auf<B>90'</B> C erhitzt,  wobei Salzsäure entweicht, und 3/4 Stunden  bei dieser Temperatur gehalten. Die Farbe  der Schmelze     ist    nunmehr     grünblau    gewor  den, und eine mit Alkohol verdünnte kleine  Probe     wird    leuchtend blauviolett.

   Man     lässt     abkühlen, giesst in     Eiswasser,    treibt das     Ni-          trobenzol    mit Wasserdampf über, saugt den  Farbstoff ab und wäscht ihn säurefrei. Der  Farbstoff, der die nachstehende     Konstitution     besitzt:    
EMI0004.0001     
    wird in Wasser fein verteilt und um ihn zu  schönen, nach Zusatz von     etwas    Natronlauge  mit Chlorlauge im     Üfiberschuss    oxydiert. ab  gesaugt, gewaschen und getrocknet. Er bil  det ein dunkles Pulver, das sieh in konzen  trierter Schwefelsäure mit blauer Farbe löst.  Die Lösung scheidet beim Eingiessen in  Wasser braune Flocken ab.

   Mit alkalischer       Hydrosulfitlösung    gibt der Farbstoff eine    leicht     löslielie,    weinrote     Küpe,    aus der die  pflanzliche Faser in klaren,     reinbraunen     Tönen von ausgezeichneter Echtheit ange  färbt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Küpen- farbstoffes der Anthrachinonreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man das Anthrimid der nachstehenden Formel EMI0004.0013 mit sauren Kondensationsmitteln behandelt.
    Der Farbstoff gibt mit alkalischer Hy- drosulfitlösung eine leicht lösliche, weinrote Küpe, aus der die pflanzliche Faser in kla- ren, reinbraunen Tönen von ausgezeichneter Echtheit angefärbt wird.
CH214908D 1938-05-27 1939-05-19 Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes. CH214908A (de)

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