Einrichtung zum Einstellen der Eigenfrequenz von elektrischen Schwingungskreisen. Die vorliegende Erfindung befasst sich mit Einrichtungen zum Einstellen der Eigen frequenz von elektrischen Schwingungskrei sen, wie sie beispielsweise in Sende- und Empfangsapparaten oder in Messgeräten für Hochfrequenz und dergleichen benötigt wer den. Von solchen Einrichtungen wird ver langt, dass einerseits die Einstellung selbst genügend fein erfolgen kann und dass die Ablesegenauigkeit auf der Skala einen be stimmten Wert, beispielsweise plus oder minus ein Kilohertz, nicht unterschreitet.
Die Feineinstellung der Skala kann durch spiel freie Übersetzungsgetriebe nahezu beliebig hoch getrieben werden; die Ablesegenauig- k,eit auf der Skala ist hingegen ausschliess lich durch den vom Skalenzeiger zurückge legten Weg bestimmt und erfordert beson ders bei Kurzwellen grosse Abmessungen der bisher Üblichen Skalen.
Nach der vorliegenden Erfindung kann man auch bei geringen Abmessungen der Skala, eine sehr hohe Ablesegenauigkeit erhal ten. Dies wird dadurch erzielt, dass die das elektrische Schaltelement verstellende An triebsvorrichtung eine drehbare Skalenscheibe besitzt, auf welcher die Frequenz- oder Wel lenlängeneinteilung längs einer mindestens eingängigen Spirale aufgezeichnet ist und dass ferner der Skalenzeiger mittels einer be sonderen, mit der Antriebsvorrichtung ge kuppelten Einrichtung in radialer Richtung entsprechend der Steigung der Spirale ver schoben wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Skala mit Antrieb und Umschaltvorrichtung für zwei Bereiche, während an Hand der Fig. 2 eine besonders vorteilhafte Beschriftung der Skala bespro chen wird. In Fig. <B>3</B> ist schliesslich ein Ver bindungsgetriebe zwischen Skala und Skalen zeiger wiedergegeben, welches vorzugsweise verwendet wird, wenn drei oder noch mehr Frequenz- oder Wellenlängenbereiche durch die Umischaltvoimichtung erfa.sst werden sol len.
In den Fig. 1 bis 3 ist die kreisförmige Skala 1. auf der Welle ? befestigt, -welche unmittelbar einen Teil der .das elektrische Schaltelement verstellenden Antriebsvorrich tung bildet, -die hier aus Gründen der Über sichtlichkeit nicht eingetragen ist. Auf der Welle ' kann ferner der Einstellknopf 3 angeordnet sein, der natürlich auch über ein weiteres Feineinstellgetr2ebe entweder die Welle \? oder den Verstellmechanismus des elektrischen Schaltelementes unmittelbar an treiben kann.
Vorzuziehen ist jedoch die in Fig. 1 angegebene Anordnung, bei -welcher die Skala und der Einstellknopf auf dersel ben Welle befestigt sind. Auf der Skala. 1 ist nun die Frequenz- oder Wellenlängenein teilung längs einer mindestens eingangigen Spirale 4' aufgezeichnet. Für mehrere Wel lenbereiche wird dabei jedem Bereich eine besondere Spirale zugeordnet, wobei sämt liche Spiralen einen gemeinsamen 1llittel- punkt besitzen, so dass sie sich nicht über schneiden.
In Fig. 1 und 2 sind zwei Wellen bereiche angenommen und dementsprechend auch zwei Spiralen 4' und 4" eingetragen. Zwecks besserer Übersichtlichkeit wird man ferner die den verschiedenen Wellenbereichen zugeordneten Spiralen einschliesslich den Be schriftungen mit verschiedenen Farben aus führen, so da,ss jedem Bereich eine bestimmte Farbe zugeordnet ist. Beispielsweise kann also die Spirale 4' in rot und die Spirale 4" in gelb ausgeführt sein.
Der Skalenzeiger 5 ist nun in radialer Richtung beweglich und wird mittels der mit einem Schlitz 6 versehenen Zahnstange 8 von den Bolzen 7 geführt. Zwischen der Zahn stange 8 und der Welle \? ist. ferner eine Ein richtung vorgesehen, so dass der Skalenzeiger beim Drehen der Skala 1 automatisch in ra dialer Richtung entsprechend der ,jeweiligen Steigung der Spirale verschoben wird. Be sonders einfach -wird diese Einrichtung-, wenn die Spirale eine konstante Steigung besitzt, so dass der Durchmesser proportional mit dem Drehwinkel der Skala wächst.
Die Bewegung des Skalenzeigers 5 in radialer Richtung er folgt dann ebenfalls proportional mit dem Drehwinkel, so dass ohne Verwendung voll iittrvenscheiben und dergleichen die Über- trabunb zwischen der Welle 3 und -der Zahn stange 8 ausschliesslich mittels Zahnradge trieben möglich ist.
In Fig. 1 ist ein Getriebe mit drei und in Fig. 3 ein solches mit fünf Zahnrädern dargestellt. Die reine V erwendung von Zahn radgetrieben ist besonders vorteilhaft, wenn mehrere Wellen bereiclle vorhanden sind, weil dann die L'insclialtvorriclitunb, welch den Skalenzeiger von einer Spirale auf die nächste verschiebt, sehr einfach in ihrem Aufbau sein kann.
In Fig. 1 und 3 ist zur Bereichumschaltim- ein Hebel 9 angebracht, aer gleichzeitig mit den Kontaktumschaltern, die hier weggelassen sind, bewegt wird.
Der Hebel 9 ist. auf der Welle 9. drehbar --ela- -ert und trägt das Verbindungsgetriebe, wel ches in Fig. 1 aus einem auf der Welle ? be festigten Zahnrad 10, einem in dasselbe ein greifenden Zahnrad 11, welches mittels der Achse 1 2 auf dem Hebel 9 gelagert ist, und einem von demselben angetriebenen Ritzel 13 bestellt, das seinerseits in die Zahnstange 8 eingreift.
Beim Drehen des Einstellknopfes und bei arretierleni Hebel 9 wird der Ska- lenzeiger 5 in der beschriebenen Weise der Spirale folgen. Prellt man. nun den Hebel 9 beispielsweise nach. oben, so wird ersichtlich der Skalenzeiger 5 ebenfalls nach oben ver- sehoben, ohne dass die Skalenselieibe 1 mit menommen -werden kann.
Die Drehbeu-egnng am Hebel 9 wird nlni so ,gewählt, dass bei einer Betä.ti@-ung des Bereichumselialtcrs der Skalenzeio-er 5 nri um diejenige Strecke ver schoben damit. er auf die dieseln Be reich zugeordnete Spirale zeigt. Bei diesem Getriebe ist natürlich. Vorailssetzung-. dass das R.itzel 13 und die Zahnstange 8 stets ineinander eingreifen.
Für nur zwei Bereiche ist der Drehwinkel am Hebel 9 so klein, dass (lies stets möglich ist. -Bei mehr als zwei ' Wellenbereichen empfiehlt sich ,jedoch ein Getriebe, wie es in Fig. 3 angegeben ist.
Das Zahnrad 13 greift: im Gegensatz zii Fig. 1 nicht in die Zahnstange 8, sondern in das Zahnrad 14 des Räderpaares 14, 15 ein, des- i seil Acbse 16 in einer zur Zahnstange 8 par- a.llelen Führung 17 verschiebbar ist und von der Feder 18 an das Zahnrad 13 angedrückt wird. Das mit dem Zahnrad 14 verbundene Ritzel 15 treibt die Zahnstange 8 an.
Der IIe- bel 9 ist über das Verbindungsstück 19 an den mit dem Bereichumschalterknopf 20 ver bundenen Hebel 21 angelenkt. Irgendwelche Klemmungen sind bei diesem Zwischenge triebe offensichtlich vermieden, welches vor- zugsweise stets dann angewendet wird, wenn drei oder noch mehr Bereiche vorhanden sind.
Die Beschriftung der Skala 1 wird im allgemeinen in Kilohertz erfolgen. Verlangt wird dabei, .dass beispielsweise auf je 10 Kilo hertz 3 bis 6 mm Weg vorhanden ist, um eine genügende Ablesegenauigkeit sicherzu stellen. Ferner ist es erwünscht, dass der ein mal gewählte Frequenzabstand zwischen auf einander folgenden Teilstrichen auf der gan zen Spirale, das heisst sowohl innen wie aussen derselbe bleibt.
Diese Bedingungen lassen sich erfüllen, sei es durch entspre chende Abstufung des zu verändernden elek trischen Schaltelementes oder durchZwischen- ";etriebe zwischen demselben und der Welle 2 unter Verwendung von Kurvenscheiben, welche den gewünschten Zusammenhang zwischen dem Drehwinkel der Welle 2 einer seits und der Frequenz- oder Wellenlängen änderung des zu verstellenden Schwingungs kreises anderseits herstellen. Am besten ist es jedoch, den angestrebten Zweck dadurch zu erzielen, dass der abzustimmende Schwin gungskreis aus einer festen Selbstinduktion und einem abstimmbaren Kondensator mit logarithmischem Plattenschnitt besteht.
Trägt rna.n unter diesen Umständen die tiefste Fre quenz innen und die höchste Frequenz aussen auf der Spirale auf, wie dies in Fig. 2 für beide Spiralen 4' und 4" angegeben ist, so erhält man längs den Spiralen eine gleich mässige Frequenzteilung. Entsprechend wird bei Wellenlängeneinteilung verfahren und die längste Welle innen, die kürzeste Welle aussen auf der Spirale angeschrieben. An sieh könnte man die Beschriftung auch umgekehrt vornehmen und dem Drehkondensator einen entsprechenden Plattenschnitt geben, so dass also auf der Spirale die tiefste Frequenz sich aussen befindet.
Für gleichmässige Einteilung erhält man dann aber stark flügelförmige Kondensatorplatten, welche einen grossen Raum einnehmen und daher in den meisten Geräten nicht anwendbar erscheinen.
Die vorliegende Erfindung ist keines wegs auf die beschriebenen Ausführungs beispiele beschränkt. Hinsichtlich er Be- reichumschaltung und der erforderlichen Zwischengetriebe, sowie auch der baulichen Ausführung der Skala und des Skalenzeigers sind zahlreiche Varianten im Rahmen des Er findungsgegenstandes denkbar.