CH213920A - Druckform für Schriftdruck und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung derselben. - Google Patents
Druckform für Schriftdruck und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung derselben.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B41C—PROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
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Description
Druckform für Schriftdruck und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung derselben. Es sind Druckstöcke mit einer Druckform aus Bleiguss für Schriftdruck bekannt, bei denen die Seitenflächen der einzelnen Schrift zeichen von der über den Grund erhöhten Druckfläche fast flach in denselben hinunter auslaufen. Solche Druckstöcke haben den Nachteil, dass beim Drucken mit diesen Druckstöcken zuweilen unscharfe und daher unsauber wirkende Drucke, zufolge teil weisen Mitdruckens der Seitenflächen, ent stehen.
Bei der Druckform gemäss der Erfindung ist dieser Nachteil dadurch behoben, dass die zwischen dem Grund der Druckform und der 3 Druckfläche der einzelnen Typen verlaufen den Seitenflächen das betreffende Typen druckbild, unter einem fast rechten Winkel zur Druckfläche ansteigend, so hoch über dem Grund mit einem scharfen Umriss be grenzen, dass ein teilweises Mitdrucken der Seitenflächen verhindert ist.
Beim Drucken mit dieser Druckform steht der Abzug derselben dem des Original- Satzes in jeder Beziehung gleichwertig gegen über. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Druckform zeichnet sich da durch aus, dass man mit dem als Original für die herzustellende Druckform dienenden Schriftzeichen- bezw. Typensatz eine Matrize aus einer erhärtbaren Masse so herstellt, dass die Schriftzeichen bis zu einer Tiefe in diese Masse eindringen, welche der Höhe der Druckfläche über dem Grund der Druckform entspricht,
und dann die Druckform durch Einpressen einer Schicht schmelzbaren und wiedererhärtenden Materials in die Matrize, unter Erwärmung der Pressform, herstellt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfah rens zeichnet sich durch mindestens einen gegen eine Pressplatte in einer bestimmten Lage zu dieser auswechselbar einlegbaren, flachen Rahmen zur Aufnahme einer Fül lung aus der erhärtbaren Masse von der Dicke dieses Rahmens entsprechender Dicke aus, der zum Einpressen der Schicht schmelzbaren. und wiedererhärtenden Mate rials gegen einen weiteren flachen Rahmen auswechselbar ist,
dessen Dicke um die Ein- dringtiefe der Schriftzeichen in die erhärtbare Masse grösser ist als die Dicke des ersten Rahmens.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt, und es wird das Verfahren gemäss der Erfindung nachstehend im Zusammen hang mit der Beschreibung der Vorrichtung näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine der Vorrichtung zugehörige Pressform mit abgehobener Pressplatte, Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Figur mit niedergedrückter Pressplatte,
Fig. 3 die nach oben gekehrte Pressplatte nach Fig. 1 mit einer frei darüberliegen- den Deckplatte, Fig. 4 eine der Fig 3 ähnliche Figur, jedoch mit niedergedrückter Deckplatte;
Fig. 5 und 6 zeigen senkrechte Schnitte durch die Pressplatte mit je einem aufliegen den, die fertig gepresste Matrize aufnehmen den, auswechselbaren Rahmen von verschie dener Dicke, und Fig. 7 ist eine perspektivische Darstel lung eines mit der erfindungsgemässen Druckform versehenen Druckstockes, woraus die stark erhabene Druckfläche mit den stei len Seitenflächen der Typen ersichtlich ist.
Die dargestellte Pressform zur Herstel lung der Druckform nach dem erfindungs gemässen Verfahren weist eine Grundplatte G und eine mit der letzteren zusammen- m-irkende Pressplatte U auf, gegen welche flache, zur Aufnahme einer Füllung M aus einer erhärtbaren Masse bestimmte Rahmen R, und R4 in einer bestimmten Lage zu dieser Platte auswechselbar einlegbar sind.
Die Grundplatte G trägt aufragende Führungs stifte<I>T</I> für die Pressplatte <I>U,</I> und die aus wechselbaren Rahmen sind mit entsprechen den Löchern zur Bestimmung der gegenseiti gen Lage dieser Rahmen zu der Platte U und der Grundplatte versehen.
Die Stifte T sind von Druckfedern F umgeben, die zum Abheben der Pressplatte einschliesslich des unter ihr befindlichen auswechselbaren Rah mens R, vom Satzrahmen S' dienen, nachdem das Einpressen der erhärtbaren Masse M in den im Satzrahmen festgeschlossenen Schrift zeichen- bezw. Typensatz S zur Bildung einer Matrize M' erfolgt ist.
Bei der Ausführung des erfindungs gemässen Verfahrens zur Herstellung der Druckform mittels der beschriebenen Press- form wird die erhärtbare, in feuchtem Zu stand in den Rahmen R5 bis auf dessen Dicke eingestrichene Masse bezw. Füllung M bis zu einem Anschlag A (Fig. 2), der von der Oberkante des Satzrahmens S' gebildet ist, durch nicht gezeigte Mittel gegen den Typen satz S gepresst.
Dabei ist die Höhe des Satz rahmens so gewählt, dass nach dem Nieder drücken der Pressplatte U bis zum Anliegen des Rahmens R., am Anschlag A die Typen des Satzes S bis zu einer Tiefe in die Masse M eindringen, welche der Höhe der an den Schriftzeichen zu bildenden steilen Seiten flächen H (Fig. 7) bezw. der Höhe der Druckfläche über dem Grund der Druckform entspricht.
Nach dem Öffnen der Pressform wird die Pressplatte einschliesslich des Rah mens R9 und der aus der Masse M gepressten Matrize M' durch Wirkung der Federn F abgehoben, wonach die Matrize getrocknet wird.
Hernach wird der Rahmen R9 von der nach oben gekehrten Pressplatte t' (Fig. 5 ) abgehoben und gegen den Rahmen R, aus gewechselt (Fig. 6), dessen Dicke um die Dicke der oben erwähnten Eindringtiefe grösser ist als die Dicke des Rahmens R,. Die Pressplatte und der Rahmen R, werden zum Beispiel durch dem Stift T im Durch messer entsprechende, nicht dargestellte Zen triermittel gegen relative Verschiebung ge sichert.
Eine passend bemessene Schicht Z aus einem schmelzbaren und wiedererhärtenden Pressstoff, wie Kunstharz, wird dann in un- geschmolzenem Zustand auf die Matrize 3I' gelegt (Fig. 3) und sodann mittels einer Deckplatte D unter gleichzeitiger Erwär mung der durch diese Figur dargestellten Pressform in die Matrize eingepresst. Dabei ist die Dicke des Rahmens R4 und demzu folge die Höhe des Anschlages A' über der Platte U, sowie die Dicke der Schicht so bemessen,
dass nach dem Herabdrücken der Deckplatte auf den Anschlag A' die Pressform von dem geschmolzenen und wieder hart gewordenen Kunstharz voll ausgefüllt ist (Fig. 4).
Nach der Abkühlung der Matrize ist die aus ihr herausgenommene, aus der gepressten Kunstharzschicht bestehende Druckform, die dem Typensatz, der ihr als Original gedient hat, genau entspricht, zum Aufsetzen auf einen Block auf Schrifthöhe fertig, und das Ganze als Druckstock ohne weiteres verwend bar (Fig. 7).
Eine auf die beschriebene Weise herge stellte Druckform, deren zwischen dem Grund der Druckform und der Druckfläche der einzelnen Typen verlaufende Seiten flächen das betreffende Typendruckbild, un ter einem fast rechten Winkel zur Druck fläche ansteigend, so hoch über dem Grund mit einem scharfen Umriss begrenzen, dass ein teilweises Mitdrucken der Seitenflächen ver- hindertist,kann ausser diesem Vorteil auch noch billigere Druckstöcke abgeben, als die bisher hergestellten im Preis zu stehen kommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Druckform für Schriftdruck, dadurch ge kennzeichnet, dass die zwischen dem Grund der Druckform und der Druckfläche der ein zelnen Typen verlaufenden Seitenflächen das betreffende Typendruckbild, unter einem fast rechten Winkel zur Druckfläche an steigend, so hoch über dem Grund mit einem scharfen Umriss begrenzen, dass ein teilweises Mitdrucken der Seitenflächen verhindert ist. UNTERANSPRUCH: 1. Druckform nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass sie aus Kunstharz besteht.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung der Druck form nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man mit dem als Original für die herzustellende Druckform dienenden Schriftzeichen- bezw. Typensatz eine Matrize aus einer erhärtbaren Masse so herstellt, dass die Schriftzeichen bis zu einer Tiefe in diese Masse eindringen, welche der Höhe der Druckfläche über dem Grund der Druck form entspricht, und dann die Druckform durch Einpressen einer Schicht schmelz baren und wiedererhärtenden Materials in die Matrize, unter Erwärmung der Pressform, herstellt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 2.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als schmelzbares und wiedererhärtendes Material ein Press- stoff zur Anwendung gelangt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der zur Anwen dung gelangende Pressstoff aus Kunstharz besteht.PATENTANSPRUCH III: Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch mindestens einen gegen eine Pressplatte in einer bestimmten Lage zu dieser auswechselbar einlegbaren, flachen Rahmen zur Aufnahme einer Füllung aus der erhärtbaren Masse von der Dicke dieses Rahmens entsprechender Dicke, der zum Ein pressen der Schicht aus schmelzbarem und wiedererhärtendem Material gegen einen weiteren flachen Rahmen auswechselbar ist,dessen Dicke um die Eindringtiefe der Schrifttypen in die erhärtbare Masse grösser ist als die Dicke des ersten Rahmens. UNTERANSPRÜCHE: 4. Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Press- form mit einer Grundplatte und der mit die ser zusammenwirkenden Pressplatte aufweist.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte der Pressform aufragende Führungsstifte für die Pressplatte und die auswechselbaren Rah men aufweist, welche von Druckfedern um geben sind, die zum Abheben der Pressplatte einschliesslich des betreffenden auswechsel baren Rahmens bestimmt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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