CH210941A - Getriebe nach dem Föttinger-Prinzip. - Google Patents

Getriebe nach dem Föttinger-Prinzip.

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CH210941A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H47/00Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing
    • F16H47/06Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing the fluid gearing being of the hydrokinetic type

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description


  Getriebe nach dem Föttinger-Prinzip.    Für Strassen- und Geländefahrzeuge kom- ,  men Föttinger-Getriebe zur Anwendung, die  einen hydraulischen Drehmomentwandler  und eine durch eine     Druckflüssigkeit    be  tätigte Kupplung zur     mechanischen    Über  brückung des     Wandlers    besitzen.     Hierbei     kann zur Förderung der Betriebsflüssigkeit  des     Wandlers    und der Druckflüssigkeit der  Kupplung     eine    gemeinsame Pumpe vorge  sehen sein.  



  Die Erfindung geht von einem derarti  gen, mit einer     gemeinsamen        Pumpe        versehe-          nen    Föttinger-Getriebe aus, wobei vorausge  setzt wird, dass die gemeinsame Pumpe als  Verdrängerpumpe ausgebildet ist. Die Er  findung besteht darin, dass in die Druck  leitung der gemeinsamen Verdrängerpumpe  ein Stauventil eingeschaltet ist,     mittels    des  sen die von der Verdrängerpumpe geförderte  Flüssigkeit selbsttätig auf den zur Betäti  gung der Kupplung notwendigen Druck ge-    staut und für den Wandler auf den     Wandler-          druck    entspannt     wird.     



  Die     Einschaltung        eines    derartigen Stau  ventils in die Druckleitung der gemeinsamen  Verdrängerpumpe gibt die Möglichkeit, dass  sowohl den     Anforderungen    an einen ge  regelten Wandlerbetrieb als auch den An  forderungen an einen geregelten Kupplungs  betrieb Rechnung getragen werden kann, in  dem     Sinne,    dass während der Dauer des  Kupplungsbetriebes der Steuerdruck un  abhängig von der Motordrehzahl diejenige       Mindesthöhe    einhält, die zur Aufrechterhal  tung der Kupplung notwendig ist, während  für den     Wandlerbetrieb    das     Ventil    die lau  fende Förderung von Betriebsflüssigkeit zu  lässt,

   deren Menge der     Antriebsdrehzahl     verhältnisgleich ist, und deren Druck sich  etwa mit dem Quadrat der Motordrehzahl  ändert.  



  Das Stauventil     kann    dabei gleichzeitig      als Sicherheitsventil ausgebildet sein. Auf  diese Weise ist es möglich, den Druck der  Flüssigkeit auf einen bestimmten Höchst  betrag zu begrenzen, ohne dass hierfür ein  besonderes Ventil vorgesehen zu werden  braucht.  



  Es kann ferner eine einstellbare Abfluss  öffnung in der Druckleitung der Verdränger  pumpe vorgesehen sein, derart, dass dank  dieser Abflussöffnung der Druck der die  Kupplung schaltenden Flüssigkeit mit sin  kender     Fahrgeschwindigkeit    und Motordreh  zahl so weit herabgesetzt wird, dass bei  einer     bestimmten        einstellbaren    Fahrge  schwindigkeit bezw. Motordrehzahl die  Kupplung ausser Wirkung gesetzt wird.  Diese Abschaltung der Kupplung tritt dann  automatisch ein, so dass der Motor niemals  abgewürgt werden kann, wenn     beispiels-          weise    der Fahrer beim Abbremsen des Fahr  zeuges im Kupplungsgang die Umschaltung  auf den Wandlergang vergessen sollte.

   Die  aus der Abflussöffnung der Druckleitung  der Verdrängerpumpe austretende Flüssig  keit kann dem Wandlerkreislauf zugeführt  werden. Die Förderleistung der Pumpe     bleibt     damit weitgehend erhalten.  



  Das     Absinken    des Druckes lässt sich auch  dazu benutzen, nicht     nur    die     Kupplung    aus  zuschalten, sondern gleichzeilig den     Wandler-          gang    einzuschalten. Hierdurch steht nach  starker Minderung der Fahrgeschwindigkeit  oder der Motordrehzahl ohne Zutun des  Fahrers für die Beschleunigung des Fahr  zeuges sofort der Wandlergang zur Verfü  gung, wobei Vorsorge dafür getroffen wer  den kann, dass dabei die sonstige Freizügig  keit der Handschaltung - wahlweiser Über  gang von Kupplungsgang auf Wandlergang  und umgekehrt - nicht beeinträchtigt     wird.     



  Für die praktische Ausführung der  letzterwähnten Massnahme empfiehlt es sich,  das Einschaltorgan des Drehmomentwandlers  mit einer Sperrvorrichtung zu kombinieren,  die     unter    dem Einfluss des Flüssigkeits  druckes in der Druckleitung der Verdränger  pumpe steht.

   In solchen Fällen, in denen zum    Ein- und Abschalten des     Drehmomentwand-          lers    und der Kupplung ein gemeinsames  Schaltorgan dient, kann dieses gemeinsame  Schaltorgan mit einem einerseits unter  Federspannung und anderseits unter dem  Einfluss der Sperrvorrichtung stehenden  Schlepphebel in Wirkungsverbindung stehen,  der     während    der     Sperrung    jede willkürliche  Umschaltung des     Schaltorganes    von     Kupp-          lungs-    auf Wandlerstellung und umgekehrt  gestattet,

   und nach Lösung der Sperrung  eine zwangläufige Mitnahme des     Schalt-          organes    von der Kupplungs- in die     Wandler-          stellung    herbeiführt. Die Sperrvorrichtung  kann von einem kleinen einerseits unter  Federspannung und anderseits unter Flüs  sigkeitsdruck stehenden Druckkolben gebil  det werden, der oberhalb eines bestimmten       Flüssigkeitsdruckes    in die Bewegungsbahn  des mit dem Schaltorgan zusammenwirken  den Schlepphebels hineinragt und bei Unter  schreitung dieses     Druckes    unter     dein    Einfluss  der Federspannung aus dieser Bewegungs  bahn entfernt wird.  



  Die Einstellung der in der Druckleitung  der Verdrängerpumpe vorgesehenen Abfluss  öffnung kann in mannigfacher Weise ausge  staltet sein. In vielen Fällen wird die Anord  nung lediglich einer Stellschraube an der       Abflussöffnung    genügen. Vervollkommnen  kann     rnan    eine solche Anordnung in der  Weise, dass die Einstellung der     Abflussöff-          nung    entweder vom Fahrersitz aus willkür  lich oder     selbsttätig    in Abhängigkeit von       der    Belastung des Antriebsmotors erfolgen  kann.

   Hierdurch wird erreicht, dass während  der Fahrt die Einstellung der     Abflussöff-          nung    jederzeit verändert und damit der     Um-          scha,ltpunkt,    das heisst der Punkt, in dem die       Kupplung    ausgeschaltet wird, verschoben       werden        kann.    Man ist auf diese Weise in der  Lage, die     Umschaltung    den verschiedenarti  gen Fahrverhältnissen     anzupassen,

      also bei  spielsweise beim Fahren im Flachland eine       Abschaltung    der Kupplung bei niedriger  Fahrgeschwindigkeit und beim Fahren in  bergigem Gelände bei höherer Fahrgeschwin  digkeit     herbeizuführen.         Die Mittel zur Einstellung der Abfluss  öffnung können dabei sehr einfach sein. So  ist es zum Beispiel möglich, von der Ein  stellvorrichtung der Abflussöffnung einen       Bowdenzug    zum Fahrersitz zu leiten,     mittels     dessen der Fahrer einzig und allein diese       Einstellvorrichtung    in dem     einen    oder andern  Sinne betätigen kann.

   Eine andere Möglich  keit besteht darin, dass die Einstellvorrich  tung der Abflussöffnung mittelbar oder un  mittelbar mit dem Gashebel des Antriebs  motors gekuppelt     wird.        in.    welchen Fällen  eine selbsttätige Änderung in Abhängigkeit  von der Belastung des Antriebsmotors herbei  geführt wird. Die     Einstellvorrichtung    kann  auch in einfacher Weise unter den Einfluss  des Unterdruckes in der Saugleitung des An  triebsmotors     gebracht    werden, womit eben  falls. eine Abhängigkeit von der Motor  leistung gegeben ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  ist in der     Zeichnung        dargestellt,    und zwar  zeigt Fig. l einen Längsschnitt durch das ge  samte Getriebe, während die Fig. 2 bis 6       Einzelheiten    wiedergeben.  



  Das gesamte Getriebe     besteht    im wesent  lichen aus drei     Teilen,    und zwar dem     Wand-          ler    1, der Direktkupplung 2 und dem     mecha-          nischen.        Schaltgetriebe    3 für     Vorwärts-    und  Rückwärtsfahrt.  



  Der Wandler wird in üblicher Weise von  dem Pumpenrad 4, dem Turbinenrad 5 und  dem Leitrad 6 gebildet. Das     Pumpenrad    4  sitzt auf der Antriebswelle 7, während das  Turbinenrad 5 über das Schaltgetriebe 3 mit  der Abtriebswelle 8 verbunden ist. Das     Leit-          rad    6 ist     mittels    eines Freilaufes 9 gegen  das das Getriebe umgebende     feste        Gehäuse     10 abgestützt, und zwar so, dass eine Rück  wärtsdrehung des Leitrades verhindert, eine  Vorwärtsdrehung desselben dagegen zugelas  sen     wird.     



  Die Direktkupplung     schliesst    unmittelbar  an den Wandler 1 an und ist als Lamellen  kupplung ausgebildet, wobei die einen La  mellen auf der Antriebswelle 7 sitzen und  die andern Lamellen von dem als Hohlwelle  ausgebildeten Teil 11 getragen werden.     In       diesem Hohlwellenteil 11 ist gleichzeitig der  Druckkolben 12 untergebracht, mittels des  sen die Lamellenkupplung betätigt wird.  Durch eine Feder 13 wird dieser Druckkol  ben 12 in der gezeigten rechten     Ausschalt-          stellung    gehalten.  



  Die Betätigung des Druckkolbens 12 er  folgt     mittels    Druckflüssigkeit, welche von  der Verdrängerpumpe 14 geliefert wird. Diese  Verdrängerpumpe 14 wird über ein Kegel  rad- oder Schneckengetriebe 15 von der  Welle 7     angetrieben    und hat gleichzeitig die  Aufgabe, neben der Lamellenkupplung 2  auch den Kreislauf des Wandlers 1     mit    Be  triebsflüssigkeit zu versorgen. Die Druck  seite der Pumpe ist zu diesem Zwecke in  zwei Leitungen verzweigt, von denen die  eine, 16, zur Füllkammer 17 des     Wandlers     1 und die andere, 18, zur Füllkammer 19 der  Lamellenkupplung 2 führt.

   In die Leitung  18 ist ein Schaltorgan 18a .eingeschaltet, mit  tels dessen die Leitung nach Belieben von  der     Druckseite    der Pumpe 14 abgeschaltet  oder dieser zugeschaltet     und    damit nach Be  lieben die Kupplung     2,ein-    oder abgeschaltet  werden kann.  



  An der     Verzweigungsstelle    der beiden  Leitungen 16 und 18 ist das erfindungs  gemässe Stauventil 20 vorgesehen, dessen  Aufbau und dessen Wirkungsweise aus der  vergrösserten Darstellung der     Fig.    2 und 3  hervorgehen. Das Stauventil besitzt ein  Gehäuse 21, in dessen     Bohrung    der als  Flüssigkeitskolben ausgebildete Ventilkegel  22 durch die Feder 23 gegen den Ventilsitz  gedrückt wird. Die Feder 23     kann    mittels  der Schraube 24 auf den gewünschten Flüs  sigkeitsdruck eingestellt werden.

   Von der       Verdrängerpumpe    14 tritt die Flüssigkeit  durch den Kanal     2'5    in das Innere des Ven  tilgehäuses, au das oben die     Wandlerleitung     16 und unten die     Kupplungsleitung    18 an  geschlossen sind.  



  Während des     Wandlerganges    ist die  Kupplungsleitung 18 mittels der Steuervor  richtung     18a    abgesperrt. Infolgedessen er  gibt sich im     Innern    des Ventilgehäuses eine  Druckerhöhung, welche     ein    Abheben des      Flüssigkeitskolbens 22 von. dem Ventilsitz  und damit eine Freigabe der     Wandler-          leitung    16 zur Folge hat. Dabei steigt der  Pumpendruck auf den durch die Feder 23  festgelegten Wert, während sich der Druck  in der Wandlerleitung 1.6 auf den Wert ein  stellt, der der Durchflussmenge der geliefer  ten Flüssigkeit durch den Wandler entspricht.  



  Während des Kupplungsganges ist die  Leitung 18 offen und es wird so lange       Flüssigkeit.    in den Druckraum 19 des Kol  bens' 20 hineingedrückt, bis der Kolben seine  Einschaltstellung erreicht; hat. Der zur Auf  rechterhaltung dieser Einschaltstellung er  forderliche Druck wird laufend aufrecht er  halten, da zunächst keine Flüssigkeit in die  Wandlerleitung 16 abfliessen kann. Erst  wenn dieser Druck einen bestimmten Wert  überschreitet, kann ein Teil der von der  Pumpe 14 geförderten Flüssigkeitsmenge  durch die     Leitung    16 abströmen.  



  Das in der Fig. 3 dargestellte Stauven  til unterscheidet sich von der     Ausführung     der Fig. 2 durch die zusätzliche Anordnung  einer Auslassöffnung 27. Diese Auslassöff  nung wird freigegeben, sobald der Flüssig  keitsdruck den zulässigen Höchstwert über  schreitet. Das Ventil dient damit gleichzeitig  als Sicherheitsventil. Die Rückseite des Kol  bens 22     steht    durch eine Bohrung 26 mit der  Aussenluft in Verbindung.  



  Ausser dem Stauventil 20 ist in der  Druckleitung der Verdrängerpumpe 14 eine  Abflussleitung 28 vorgesehen, deren Quer  schnitt durch eine Stellschraube 29 einstell  bar ist und die in die Wandlerleitung 16  mündet. Die     Einstellung    der Stellschraube 29  kann dabei, wie     schon.    oben ausgeführt wor  den ist, entweder vom Fahrersitz     aus    willkür  lich oder selbsttätig in Abhängigkeit von  der Belastung des     Antriebsmotors    änderbar  gemacht werden.  



  Während des Kupplungsganges hat die  Verdrängerpumpe 14 lediglich die Aufgabe,  den Flüssigkeitsdruck in der Leitung 18 und  damit vor dem Kolben 12 aufrechtzuerhalten.  Flüssigkeit wird hierbei für die Kupplung    nicht verbraucht, die gesamte Fördermenge  wird teils über das Stauventil 20, teils durch  den Abfluss 28 in die Wandlerleitung 16  oder durch ein Sicherheitsventil in den     Öl-          sumpf    geleitet.

   Fig. 4 der Zeichnung zeigt,  wie sich hierbei der Druck P und die Förder  menge Q zur Drehzahl n der Pumpe     verhal.-          ten.    Die Fördermenge Q ist linear abhängig  von der Drehzahl     7a.    Bei wachsendem     n,    tritt       zunächst    die gesamte Flüssigkeit durch den  Auslass 28. Der Druck P wächst quadratisch,  bis der am Stauventil 20 eingestellte Druck  bei der Drehzahl     )a'    erreicht ist. Von diesem  Punkt an bleibt der Druck nahezu unverän  dert; durch den Auslass 28 tritt daher die       gleichbleibende        geringe        Flüssigkeitsmenge     Q' ans.

   Der Überschuss Q-Q' fliesst über das  Stauventil 20 zum Wandler 1. Für das An  pressen der Kupplung 2 ist mindestens der  Druck P' erforderlich.  



  Bei der Verminderung höherer oder       mittlerer    Fahrgeschwindigkeiten und ent  sprechender Herabsetzung der Motordreh  zahlen im     eingeschalteten    Kupplungsgang  durchläuft der Druck den Linienzug P von  rechts nach links, bis der Druck etwa bei  der Drehzahl     n"    auf den Wert sinkt, bei dem  die Kupplung 2 loslässt. Die Verbindung  zwischen den Wellen 7 und 8 wird gelöst;  ein Abwürgen des Motors kann nicht mehr       eintreten.    Wird jetzt die Brennstoffzufuhr  erhöht, so greift die Kupplung 2 wieder ein,  sobald die Motordrehzahl den Wert n" über  schreitet.

   Da die Kupplung 2 aber nur dann  dauernd in festem     Eingriff    bleiben kann,  wenn auch der Abtriebsteil 11 auf die  gleiche Drehzahl gebracht ist, muss der  Fahrer im allgemeinen erst das Fahrzeug  durch Umschalten auf den     Wandlergang    be  schleunigen.  



  Dieses     Umschalten    kann dadurch selbst  tätig gestaltet werden, dass bereits bei einer  Tiber     n"    liegenden Drehzahl, zwischen     n'    und       ia",    in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsdruck  das Schaltorgan 18a von der     Kupplungs-    auf  die     Wandlerstellung    umgelegt wird. Ein  Ausführungsbeispiel hierfür ist in     Fig.    5 im  Aufriss, in     Fig.    6 im Grundriss     dargestellt.         Auf der zum Schaltorgane     18a    führenden  Welle 30 sitzt fest der Schalthebel 31 und  lose der Schlepphebel 32.

   Der Schlepphebel  32 greift mit der Nase 33 um den Schalt  hebel 31, wobei er durch die Zugfeder 34  gespannt und durch den Sperrstift 35 in  dieser gespannten Lage gehalten wird. Der  Sperrstift 35 ist mit einem kleinen     Druck-          kolben    36 fest verbunden, dessen Druckseite  an die Druckleitung 18 angeschlossen ist,  die von der Verdrängerpumpe 14 zur Lamel  lenkupplung 2 führt. Dem Flüssigkeitsdruck  wirkt die Feder 37 entgegen. Die Arbeits  weise der gezeigten Schaltvorrichtung ist  folgende:       Beim    Anfahren steht der Schalthebel in  der strichpunktierten Wandlerstellung 31'.

    Der Raum unter dem     Kolben    36 ist drucklos;  der Kolben ist von der Feder 37 herunter  gedrückt und     damit    der Sperrstift 35 aus der  Sperrlage entfernt. Unter der Wirkung der  Feder 34 wird der     Schlepphebel    32 mit  seiner Nase 33 gegen den Schalthebel 31 ge  drückt. Versucht der Fahrer, bei zu     geringer     Fahrgeschwindigkeit den Hebel 31 in die  ausgezogene Kupplungsstellung zu bringen,  so schnappt dieser unter dem Einfluss der  Feder 34 wieder in die Wandlerstellung 31'  zurück.

   Hat das     Fahrzeug    eine ausreichende  Geschwindigkeit angenommen und damit der       Flüssigkeitsdruck    eine solche Höhe erreicht,  dass die Kraft der Feder 37     überwunden    wer  den kann, so wird nach dem Umlegen des       Schalthebels    von der Wandler- auf die  Kupplungstellung der Kolben 36 und damit  der Sperrstift 35 unter dem Einfluss des  Flüssigkeitsdruckes in die     Sperrstellung    ge  bracht und     damit    der Schlepphebel 32 ver  riegelt. Nunmehr kann der Fahrer beliebig  auf Wandler oder Kupplung schalten.

   Erst  wenn die Geschwindigkeit unter einen ge  wissen Wert sinkt, lässt der Druck     unter    dem  Kolben 36 nach; der Kolben wird herunter  gezogen, der     Schlepphebel    32 entriegelt und  die Feder 34 zieht Schlepphebel 32 und  Schalthebel 31 wieder in die Anfahrstellung  31' (Wandlergang) zurück. In Gefahrfällen,  in denen schnell gebremst und schnell wieder    beschleunigt werden muss, also zum Beispiel  an     Strassenkreuzungen,    wird     mithin    dem  Fahrer jede Schalttätigkeit abgenommen.

    Gefahrbringende Schaltfehler werden aus  geschlossen, während anderseits dem     Fahrer     im normalen Fahrverkehr freie     Hand    in der  Wahl der Schaltung gelassen     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Getriebe nach dem Föttinger-Prinzip an Strassen- und Geländefahrzeugen, das einen hydraulischen Drehmomentwandler und eine durch eine Druckflüssigkeit betätigte Kupp lung zur mechanischen Überbrückung des Wandlers besitzt, wobei zur Förderung der Betriebsflüssigkeit des Wandlers, und der Druckflüssigkeit der Kupplung eine gemein same Verdrängerpumpe dient, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Druckleitung der gemeinsamen Verdrängerpumpeein Stauven til eingeschaltet ist,
    mittels dessen die von der Verdängerpumpe geförderte Flüssigkeit selbsttätig auf den zur Betätigung der La mellenkupplung notwendigen Druck ge staut und für den Wandler auf den Wandler- druck entspannt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Getriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Stauventil zu gleich als druckbegrenzendes Sicherheits ventil ausgebildet ist. 2.
    Getriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckleitung der Verdrängerpumpe eine einstellbare Abflussöffnung besitzt, durch welche der Flüssigkeitsdruck in der Druckleitung mit sinkender Fahrgeschwindigkeit und Motordrehzahl soweit herabgesetzt wird, dass bei einer bestimmten, durch die Ein- _ Stellung der Abflussöffnung festgeleg ten Fahrgeschwindigkeit bezw. Motor drehzahl die Kupplung abgeschaltet wird. 3.
    Getriebe nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die aus der Abflussöffnung der Druckleitung der Verdrängerpumpe austretende Flüssig- keit dem Kreislauf des Drehmoment- wandlers zugeleitet wird. 4. Getriebe nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Herabsetzung des Flüssigkeitsdruckes auf einen be stimmten, durch die Einstellung der Ab flussöffnung festgelegten Wert nicht nur die Kupplung abgeschaltet, sondern gleichzeitig auch der Drehmomentwand- ler in den Kraftfluss eingeschaltet wird. 5.
    Getriebe nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass ein den Dreh- momentwandler beherrschendes Schalt organ mit einer Sperrvorrichtung kom biniert ist, die unter dem Einfluss des Flüssigkeitsdruckes in der Druckleitung der Verdrängerpumpe steht. 6.
    Getriebe nach Unteranspruch 5, bei welchem zur Ein- und Abschaltung des Drehmomentwandlers und der Kupp lung ein gemeinsames Schaltorgan dient, dadurch gekennzeichnet, dass das ge meinsame Schaltorgan mit einem einer seits unter Federspannung und ander seits unter dem Einfluss der Sperrvor richtung stehenden Schlepphebel zusam menwirkt, der während der Sperrung jede willkürliche Umschaltung des Schaltorganes von Kupplungs- auf Wandlerstellung und umgekehrt ge stattet und nach Lösung der Sperrung eine zwangläufige Mitnahme des Schalt- organes von der Kupplungs- in die Wand- lerstellung herbeiführt.
    7. Getriebe nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Sperrvor richtung von einem einerseits unter Federspannung und anderseits unter Flüssigkeitsdruck stehenden Druckkol ben gebildet wird, der oberhalb eines be stimmten Flüssigkeitsdruckes in die Be wegungsbahn des mit dem Schaltorgan zusammenwirkenden Schlepphebels hin einragt und bei Unterschreitung dieses Druckes unter dem Einfl;uss der Feder spannung aus dieser Bewegungsbahn entfernt wird. B.
    Getriebe nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der in der Druckleitung vorgesehenen Ab flussöffnung selbsttätig in Abhängigkeit von der Belastung des Antriebsmotors erfolgt. 9. Getriebe nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung der Einstellung der Abflussöffnung vom Gashebel des Antriebsmotors aus erfolgt. <B>10.</B> Getriebe nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der in der Druckleitung vorgesehenen Ab flussöffnung willkürlich und unabhängig von andern Einstellungen vom Fahrer sitz aus erfolgen kann.
CH210941D 1938-06-01 1939-05-13 Getriebe nach dem Föttinger-Prinzip. CH210941A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961058C (de) * 1955-07-29 1957-03-28 Augsburg Nuernberg A G Zweigni Fluessigkeitsgetriebe oder Fluessigkeitskupplung fuer Kraftfahrzeuge
DE974609C (de) * 1948-07-22 1961-03-02 Svenska Rotor Maskiner Ab Getriebe zur Kraftuebertragung von einer treibenden auf eine getriebene Welle
DE3603067A1 (de) * 1985-02-07 1986-08-14 Zahnradfabrik Friedrichshafen Ag, 7990 Friedrichshafen Einrichtung zum schalten einer ueberbrueckungskupplung

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