<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 203917. Zimmerbrunnen. Die nachfolgenden Ausführungen eines Zimmerbrunnens nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes beziehen sich auf Zimmer brunnen, die mehr als nur dekorativen Zweck verfolgen. Sie gelten insbesondere auch für Luftkonditionierungsapparate, die unter Ver wendung von fliessendem Wasser eine Küh lung, Reinigung und Befeuchtung der Luft zum Ziele haben.
Wenn ein Luftstrom zwangsläufig durch eine kräftige Wasserbrause oder ein zweck mässiges Berieselungssystem geführt wird, so nimmt er je nach dem ursprünglichen Sätti gungsgrad und der Temperatur eine gewisse Menge Wasser in sich auf. Gleichzeitig kühlt er sich ab, da das Wasser, wie übrigens jede Flüssigkeit im Moment, da sie in den gas förmigen Aggregatzustand übergeht, Wärme absorbiert. Wird das kühlende Wasser immer wieder durch frisches ersetzt, so ist die Luft konditionierung und insbesondere die Kühlung meistens ausreichend. Bei den Zimmerbrun- neu verhält es sich jedoch in der Regel so, dass Wasser nur in beschränktem Masse vor- handen ist und dieses immer wieder neu verwendet wird.
Somit beschreibt das Wasser einen fortwährenden Kreislauf, der meistens durch eine Pumpe mit Motorantrieb bewerk stelligt wird. Die Luftkühlung hört aber in dem Momente auf, wo der Sättigungspunkt der Aussenluft erreicht ist und das Wasser sich auf die Aussentemperatur erwärmt hat. Diesen Zustand pflegt man in der Praxis dadurch zu überbrücken, dass man dem Was ser zusätzlich Kälte zuführt. Der Einbau einer Kältemaschine kann hierbei sehr kräf tige Wirkung haben. Noch einfacher ist es, dem Wasser des Zimmerbrunnens eine ge wisse Menge Eis in einem oder mehreren Stücken zuzusetzen. Diese Manipulation muss allerdings nach dem jeweiligen Schmelzen des Eises wiederholt werden.
In vorliegender Erfindung soll zwar keines dieser letztgenannten Mittel näher behandelt werden. Sie geht vielmehr von dem Ge sichtspunkte aus, dass durch eine zweck mässige Anordnung ein Teil der durch die Verdunstung des Wassers entstehenden Kälte im Apparat selbst zurückbehalten wer den kann.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt.
In Fig. 1 ist die Vorderansicht eines Zim merbrunnens dargestellt, der in einer Nische eine breite, flächenförmige Wasserbrause ent hält. Direkt hinter dieser Brause befindet sich ein Gitter M in Form eines Tropfen fängers. In Fig. Z, die einen seitlichen Quer schnitt des Zimmerbrunnens wiedergibt, ist das Gitter 11'T durch zwei Reihen von verti kalen Röhren dargestellt, die airi besten wech selständig hintereinander angeordnet sind. Dieses Röhrensystem in Form eines Gitters ist oben in zwei Lagern drehbar aufgehängt und kann, wie es Position b gestrichelt darstellt, schräg nach vorne verstellt wer den.
Dadurch fliessen die Wasserstrahlen der Brause K direkt auf das Gitter 11Z und wer den an der Oberfläche der Röhren in das Becken B zurückgeleitet. Die Rotations pumpe C bezieht ihr Wasser nicht direkt aus dem Behälter B, sondern aus dem obern Teil des Gitters M, welches unten in den Behälter B eintaucht und das Wasser durch den Saugstutzen F' aufnimmt.
Durch das Saugrohr ,S gelangt das im Innern des Git ters M abgekühlte Wasser in die Pumpe C und von dort durch das Steigrohr D zum Verteilungsrohr .H, von wo es durch viele kleine Öffnungen wiederum auf das Gitter M fällt und durch den Luftzug von aussen ge kühlt wird. Letzterer ist durch den Pfeil J angegeben und wird durch den sich im Innern befindenden Ventilator B hervorgerufen.
Da die Deckplatte T in vorliegendem Falle nicht massiv, sondern als entsprechend geformtes Blechstück gedacht ist, können unter der selben die verschiedenen Installationen ohne Sichtbarkeit von aussen angebracht werden, wie beispielsweise der Beleuchtungskörper B, der je nach der Stellung der Abschirmung U Lichtstrahlen auf die Brause K oder ledig lich vor dieser in den Behälter E wirft. In diesem Falle befindet sich das Gitter M in Position a. In Fig. 3 ist ein einfacherer, nach dem gleichen Prinzip aufgebauter Zimmerbrunnen dargestellt.
Die einzelnen, bereits besproche nen Teile sind mit den gleichen Bezugs zeichen wie in Fig. 1 und 2 versehen. Als Variante besteht hier das Gitter 111 aus drei Reihen von schräg angeordneten Röhren, die zwar nicht wie in Fig. 2 drehbar, aber trotz dem verstellbar sind.
Zu diesem Zweck ist hier der Stellschraubengriff N vorgesehen, dessen unterer Teil mit dem Gitter M in Verbindung steht, das im Sinne der Doppel pfeile c verschoben und durch Anziehen der Schraube N festgeklemmt werden kann. Arr Stelle eines starren Saugrohres ist hier ein Gummischlauch B vorgesehen. Ferner ist hier ein Dreiweghahn D vorgesehen, der je nach dessen Stellung das Wasser durch das Gitter 11f via Gummischlauch S oder durch das Saugrohr L direkt aus dem Behälter B der Pumpe C zuführt.
Diese Anordnung ist bei nicht selbstansaugenden Pumpen von Vor teil, indem bei Inbetriebsetzung das Wasser vorerst durch L und nachher durch Um stellen des Dreiweghalrnes D durch den Schlauch<B>8</B> dem Verteilungsrohr H zuge führt wird. Der Antrieb der Pumpe erfolgt durch den Motor A, der ausserdem auch den Ventilator B in Bewegung versetzt. Letz teres geschieht durch den Friktionsantrieb P. Der Luftzug erfolgt auch hier im Sinne des Pfeils J. Er verlässt in gereinigtem, be feuchtetem und gekühltem Zustande den Aufsatz V, der auf Rollen X in horizontaler Richtung drehbar gelagert ist.
Ausserdem besitzt er einen Klappdeckel W, der durch die Stellschraube Y in jeder beliebigen Höhen lage festgehalten werden kann. Durch diesen doppelt verstellbaren Aufsatz kann der aus tretenden Luft jede gewünschte Strömungs richtung gegeben werden. Der Luftstrom kann aber auch ganz ausgeschaltet werden, was durch Betätigung der Stange Q im Sinne des Pfeils d brfolgt. Die Antriebswelle des Ventilators wird dadurch etwas gehoben und die Friktion bei P unterbrochen. Die Iso lation 2, die auch zu beiden Seiten des Ge häuses zweckmässig angebracht wird, schützt den Zimmerbrunnen vor unnützer Wärme aufnahme von aussen und insbesondere auch vor der Wasserkondensation auf der Aussen seite des Gehäuses.
Wird das Röhrensystem so eingestellt, dass es von den Wasserstrah len der Brause nicht getroffen wird, so wird der grösste Teil der Verdunstungskälte vom Luftstrom weggeführt.
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