CH204352A - Anordnung zur Regelung von Kraftmaschinen. - Google Patents

Anordnung zur Regelung von Kraftmaschinen.

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CH204352A
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/04Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks for connecting networks of the same frequency but supplied from different sources
    • H02J3/08Synchronising of networks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description


  Anordnung zur Regelung von Kraftmaschinen.    Bei der Regelung grosser Netze, insbeson  dere wenn diese zu einem Netzverband zu  sammengeschlossen werden, treten Regelauf  gaben auf, die mit den bisher bekannten  Regeleinrichtungen noch nicht befriedigend  .gelöst werden können. Es besteht die     For-          derung,    die Frequenz sehr genau konstant  zu halten, da sowohl     frequenzempfindliche     Abnehmer vorhanden, als auch Synchron  uhren an die Netze angeschlossen sind. Zu  dem bedingt eine Änderung der Frequenz  bei zusammengeschlossenen Netzen meist  eine Änderung der Übergabeleistung, die  jedoch gerade konstant gehalten werden soll,  um die vertraglichen Bedingungen einzu  halten.

   Eine Änderung der Übergabe  leistung muss aber auch vermieden werden,  weil die     Leistungen,    die von den Kuppel  leitungen aufgenommen werden können,  meist im Verhältnis zur Grösse der Netzver  bände nur gering sind. Schliesslich gibt es  auch in vielen Netzen sehr unruhige und    grosse Verbraucher (Walzwerke, Elektro  öfen     üsw.);    die, um     Rückwirkungen    auf     das          gesamto    Netz zu vermeiden,. -von einem  Kraftwerk regeltechnisch übernommen wer  den müssen.

   Alle diese Regelaufgaben     lassen     sich aber nur dann befriedigend lösen, wenn  Regler zur Anwendung kommen, die eine  hohe Empfindlichkeit und eine hohe Ein  stellgeschwindigkeit besitzen, damit die Ma  schinen rasch den     Änderungen    .der Netz  bedingungen nachkommen können.  



       Eine    Regelanordnung, die diesen     Anfor-          derungen    genügt, besteht gemäss der Erfin  dung aus kontaktlosen     Messwertverstärkern     und einem durch diese elektrisch beeinfluss  ten hydraulischen Regler, dessen Steuerspule  durch die der Summe der     Regeleinflussgrössen     proportionale, über den     Messwertverstärker     gebildete Gleichspannung erregt wird.  



  Die Erfindung sei an Hand der dar  gestellten.     Ausführungsbeispiele    näher er  läutert.      Der kontaktlose     Messwertverstärker    ist  ein Gerät, das zunächst kurz an Hand der       Fig.    ss     erläutert    werden soll. Es dient sowohl  zur     Messwertumformung,    als auch zur     Mess-          wertverstärkung    im Anschluss an eine Fern  messung. Das     Crerät        1V1,    beispielsweise dient  zur Umformung des     Frequenzmesswertes    in  einen proportionalen Gleichstrom.

   Dieser       Messwertverstärker    besteht aus einer Wider  standsbrücke     TT',-W;;-TT'3        W,,    deren ver  änderlicher Widerstand     Wh,    bei     Auftreten     einer Abweichung des     Istwertes    vom Soll  wert verändert wird, so dass im Diagonal  zweig der Brücke eine Spannung auftritt.  die der Abweichung direkt proportional ist  und von der der     Regler    beeinflusst wird.

   Der  veränderliche Widerstand     11'ss.    ist eine Röhre  in     Rückkopplungsschaltung,    die dauernd       eohwingt    und die ihren Anodengleichstrom       bezw.    ihren     GleicbBtromwidenstand    entspre  chend dem Rückkopplungsgrad ändert.

   Die  Änderung des letzteren geschieht durch ein  Messgerät, bestehend aus zwei elektrodyna  mischen Systemen zur Messung der     Fre-          quenzabweichung    und einem     Drehspul-Kom-          pensationsglied,    das über einen     Nebenschluss          T4'4    an die Brücke     angeschlossen    ist.

   An der       Messachse    sitzt eine Fahne, .durch die die  Gitterspule     L,    gegen das Feld der Anoden  spule L, je nach dem     Messmoment    mehr oder  weniger abgeschirmt wird, so dass sieh durch  die damit gegebene     Änderung    der Rückkopp  lung ein entsprechender     Gleiehstromwider-          stand    der Röhre ergibt.

   Bei Auftreten einer  Abweichung des     Istwertes    vom Sollwert  dreht sich daher die     riehtkraftlose        Messachse     so lange, bis sich durch Änderung von     WR     ein Brückenstrom ergibt, der im     Drehspul-          system    das     Abweiehungsmoment    kompen  siert.  



  Der elektrisch beeinflusste hydraulische  Regler greift direkt in die Turbinensteue  rung ein und erreicht damit eine schnelle  Regelung, während der bisher gebräuchliche  Weg über den     Drehzahlverstellmotor    nur  eine träge Regelung ergeben kann.  



  Aus     Fig.    1 ist die     Wirkungsweise    eines  derartigen Reglers zu erkennen. In der    Figur sind zwei Generatoren     G,    und     G,    dar  gestellt, die     beide    auf ein gemeinsames Netz  arbeiten. Jeder     Generator    wird angetrieben  von einer Turbine<I>T,,</I>     T"    deren Dampfzufuhr  über den     Servomotor        S,,        S=    und den Steuer  kolben     Sk,,        Sk,    in üblicher Weise durch den  Drehzahlregler     Dr,,        Dr,    geregelt werden  kann.

   An dem     Gestängepunkt    z greift un  mittelbar der hydraulische Regler an, der  aus dem Servomotor     RS,,        RS_    und dem       Steuerkolben   <I>RK,,</I>     RK2    besteht.

   Die un  mittelbare Verstellung des     Reglergest.ä.nges     wird von dem Servomotor     RS,,        RSi,    mit  grosser Geschwindigkeit vorgenommen, wo  durch eine schnelle     Ausregelung    .der ein  getretenen Abweichungen erreicht     wird.    Der  Regler     besitzt    weiterhin zwei Steuerspulen  R,,     R2,    von denen der Steuerkolben RK,,  <I>RK,</I> verstellt wird.

   Die eine Steuerspule  steht unmittelbar mit dem     kontaktlosen          Messwertverstärker        M    in Verbindung und  wird von einer von dem     Messwertverstärker     erzeugten Gleichspannung erregt, wenn Ab  weichungen der     Einflussgrössen    von ihrem  Sollwert eingetreten sind. Der     Messwertver-          stärker        besitzt    eine     ausserordentlieh    hohe  Empfindlichkeit, die ein rasches Eingreifen  des Reglers zur Folge hat und damit eine  wesentliche Beschleunigung der     Regelung     bewirkt.  



  Die zweite Steuerspule dient zur Aus  gleichsregelung auf     .günstigste        Lastvertei-          lung,    wenn die Maschinen parallel geregelt  werden.  



  Ein     weiterer    Vorteil der     Regelanordnung          besteht    darin, dass man auf den Regler  mehrere     Einflussgrössen    einwirken lassen  kann, ohne dadurch die Einstellgeschwindig  keit des Reglers oder seine Empfindlichkeit  zu beeinträchtigen. Die     Fig.    2 zeigt hierfür  ein Ausführungsbeispiel.  



  In der Figur ist links oben die Kontakt  einrichtung und     Kondensatorschaltung    1  einer Empfangsvorrichtung nach dem Im  pulsfrequenzverfahren angegeben, welche  durch die Fernmessung     entsprechend    er tat  sächlich gemessenen Grösse einer Leistung,  also des     Istwertes,    gesteuert wird.

   Unterhalb      dieser Einrichtung ist eine Spannungsteiler  schaltung 2     dargestellt,    von welcher eine  Spannung abgegriffen wird, die dem Soll  wert der Leistung entspricht.     Istwert    und  Sollwert     beeinflussen    gemeinsam einen     Mess-          wertverstärker    3, der     infolgedessen    in seinen  Aussenkreis einen     Strom    über einen Wider  stand 4, ein     Zeitrelais    5 und ein Messgerät  6 leitet, welcher der     Abweichung    zwischen       Istwert    und Sollwert entspricht.

   Ferner ist  ein     Frequenzmesser    7 mit einem zugehörigen  Schwingungskreis 8 dargestellt. Durch diese  Einrichtung wird ein Strom erzeugt, welcher  der Frequenz proportional ist. Dieser Strom  fliesst über einen Widerstand 9 und ein An  zeigegerät 10, welches die Frequenz abzu  lesen gestattet. Ausserdem kann ein     weiteres     Gerät 11 eingeschaltet sein. Der vom Wider  stand 4 abgegriffene Spannungsabfall und  ein vom Widerstand 9 abgegriffener Span  nungsabfall sind in     Reihe    .geschaltet mit  einer Widerstandsanordnung 12, welche er  laubt, eine beliebig grosse     weitere    Spannung  in den Stromkreis einzuführen.     Diesse    Span  nung wird dem Sollwert .der Frequenz ent  sprechend gewählt.

   Ausserdem enthält der  Stromkreis eine     Spannungsteilerschaltung    13,  die eine Spannung erzeugt, die einer kon  stanten Rückführung entspricht, während  eine weitere     Spannungsteilerschaltung    14 die  Einstellung einer veränderlichen Rückfüh  rung erlaubt.  



  Die Summe der Spannungen beeinflusst  einen kontaktlosen     Messwertverstärker    15.       Dieser    führt in den gleichen Stromkreis, wel  cher die von den     Einflussgrössen    erzeugten  Spannungen enthält, eine Gegenspannung  ein, so dass der Regelvorgang beendet ist,  wenn die Gegenspannung .des     Messwertver-          stärkers    die     Gesamtspannung    dieses Kreises  zu Null ergänzt. Der     Messwertverstärker    be  einflusst unmittelbar den hydraulischen  Regler 16.  



  Man kann irgendwelche     weiteren    Ein  flüsse in der     Reglerschaltung    zur Wirkung  bringen, indem man entsprechende Span  nungen in den     Steuerkreie    des gemeinsamen  Verstärkers einfügt. Auf diese     Weise    ist es    zum Beispiel auch möglich, Änderungen des       Sollwertes    der Leistung zu erzielen und zum  Beispiel den Ausfall einer Speiseleitung oder  eines Generators auszugleichen     und    den  Sollwert der übrigen Generatoren entspre  chend zu ändern.  



  Eine derartige Regelung kann dann er  forderlich werden, wenn von einem Kraft  werk aus ein in der Nähe liegendem, sehr  unruhiger und grosser Verbraucher (Walz  werke, Elektroöfen     usw.)        regeltechnisch     übernommen werden soll. Dies muss durch  einen schnell wirkenden Regler dadurch er  folgen, dass durch diesen die Leistung des  Verbrauchers mit der Maschinenleistung ver  glichen wird und die Maschine entsprechend  dem Leistungsbedarf des Verbrauchers :ge  regelt wird. Dieser Leistungsregelung wird  man     zweckmässigerweise    einen     Frequenzein-          fluss    beimischen, so dass bei Störungsfällen  keine ungünstigen     Regelbewegungen    zu  stande kommen.  



  Besondere     Bedeutung    besitzt die Regler  anordnung für die Regelung von zusammen  geschlossenen Netzen, bei denen bekanntlich  eine-exakt richtige     Regelung    nicht zustande  kommen kann,     wenn    man dem einen Netz  die     Frequenzhaltung    und dem andern die       Einhaltung    der Übergabeleistung zur -Auf  gabe macht. Eine richtige     Regelung    kann  nur dann erreicht werden, wenn jedes Netz  einen Regler für die     Frequenzhaltung    und  für die Leistungshaltung erhält.  



  In     Fig.    3 ist die Schaltung des elek  trischen Teils einer derartigen Regeleinrich  tung für zwei parallel geregelte Maschinen  gruppen :dargestellt, die sich in einem Kraft  werk des einen     Netzes        befinden.    In     dem.     zweiten Netz befinden sich in     einem    ent  sprechenden Kraftwerk Maschinen, die durch  den gleichen Regler geregelt werden.  



  Die beiden     Anregeglieder    des Reglers  sind die beiden     Messwertverstärker        Ml    und       1V12.    Der     Messwertverstärker    M, dient zur Um  Formung des     Frequenzmesswertes    in einen       proportionalen    Gleichstrom. Die Frequenz  messung erfolgt     wechselstromseitig    über .den      Resonanzkreis<I>CL</I> und einen elektromagne  tischen     Spannungsgleichhalter    RV, so dass  die     Frequenzmessung    spannungsunabhängig  wird.  



  Der     Messwertverstärker        M!    dient zur Ver  stärkung des ankommenden Gleichstromfern  messwertes auf einen Wert, der für die  Regelbeeinflussung ausreichend ist. Der       Messverstärker        M2        besitzt    lediglich ein Dreh  spulsystem mit zwei     Rähmchenwicklungen.     von denen die eine vom     Fernmesswert    ge  speist wird und die andere zur     Kompensation     dient.

   Ist .der Leistungswert an Ort     und     Stelle, also ohne Anwendung einer Fern=       messung    zu erfassen, so wird für     M2    dasselbe  Gerät wie für     3T,    gewählt, das ausser dem       Drehspulmess-    und     Kompensationssystem          noch    zwei dynamometrische Systeme zur  Messung der     Leistung    in     Aronschaltung    auf  weist.

   Auch bei der     Leistungsmessung    wird  der     Messwertverstärker    so     geschaltet,        dass    sich  ein Gleichstrom ergibt, der     proportional    der  Abweichung vom Sollwert ist. Mit Hilfe des       Regelwiderstandes        W5    kann der Frequenz  sollwert und mit     W,;    der einzuhaltende Lei  stungswert     eingestellt    werden.  



  Die beiden     Messwertverstärker    arbeiten  auf die beiden Regelwiderstände     Ti,,    und     TI',.     An diesen kann der Grad des Einflusses von  Frequenz und Leistung aufeinander ab  gestimmt werden. Entsprechend der     Einstel-          lung    ergibt sich sowohl eine     abweichungs-          proportionale    Spannung für die Frequenz wie  für die Übergabeleistung. An den Wider  ständen     W.,    und     Ws    ist also die Spannung  Null, wenn der Sollzustand     vorhanden    ist.  



  Die an den Widerständen     W7    und     Il',          gewonnenen        Spannungswerte    werden addiert  und den Steuerspulen der an den Turbinen  reglern angebrachten hydraulischen Zusatz  reglern zugeführt. Die Steuerspulen     R1    und       R.    werden bei Parallelbetrieb der     beulen     Maschinen in Reihe     geschaltet.    Sollten von  dieser einen elektrischen Regeleinrichtung.

    die gemeinsam für sämtliche zu regelnden       Maschinen        ist,    sehr viele Maschinen     beein-          flusst    werden müssen, so kann     es    vorkommen,    dass die Leistung nicht mehr ausreichend ist.  In diesem Falle kann ein     Spannungs-          zwischenverstärker    eingeschaltet werden, der  die an     W,    und     Ws    sich ergebende und  addierte Spannung nochmals verstärkt.  



  Die hydraulischen Zusatzregler erhalten  zwei Steuerspulen, von denen die eine für  die Aufnahme der einzuhaltenden     Mess-          grössen    dient und die andere für die Her  stellung der gewünschten     Lastverteilung    der  parallel geregelten Maschinen.

   Zu diesem  Zwecke werden von dem Füllungsanzeiger  der Turbinen     Spannungsteilerwiderstände        Wie     und TV"     verstellt.    Der an einem     Spannungs-          teiler    abgegriffene Spannungswert ist daher       proportional    der Belastung der entsprechen  den Maschine.     Zeigt    nun der Widerstand       IV",    dieselbe     Belastung    bei Maschine 1 wie  der Widerstand     W11    bei, der zweiten Ma  schine, so ergibt sieh zwischen den beiden  Angriffspunkten kein Spannungsunterschied.

    Die zweiten Spulen der     beiden    Zusatzregler  bleiben daher stromlos. Ergibt sich jedoch  eine Abweichung, so bekommt der Zusatz  regler der zurückgebliebenen Maschine ein  Zusatzmoment, und umgekehrt der Zusatz  regler der andern Turbine ein Gegenmoment.  Dadurch ergibt sich eine vollständig gleich  mässige Belastung der verschiedenen Ma  schinen.  



  Durch     diese    Art der     Lastverteilung    kann  nun, wie oben beschrieben, proportional  gleiche     Lastverteilung    erreicht werden, oder  die     Lastverteilung    auf die einzelnen Ma  schinen kann auch nach andern Gesichts  punkten, z. B. nach günstigstem Gesamt  wirkungsgrad, erfolgen. Neben Einhaltung  der Sollwerte von Frequenz und Leistung er  reicht man also auch noch eine Verbesse  rung des     Betriebswirkungsgrades.     



  Die in     Fig.3    dargestellten Regler, mit  denen die Frequenz und die Übergabeleistung       einmeregelt    wird, folgen Kennlinien nach       Fig.        4a    bis 40. In diesen Figuren bedeutet     N,     den Sollwert der einzuhaltenden Austausch  leistungen an der     Netzkuppelstelle.    und zwar  möge zum Beispiel diese Leistung von einem  Netz I an das Netz     II    geliefert werden.

        Daher hat der     Regler    im Kraftwerk des  Netzes     II    der Kennlinie nach     Fig.4a    und  der Regler im Kraftwerk des Netzes     II    der  Kennlinie nach     Fig.    4b zu folgen.

   In     Fig.    4c  ist die Kennlinie des Verbandes     II    bezogen  auf den Verband I     eingezeichnet.    Tritt nun  zum Beispiel im Netz I eine Laständerung  im Sinne einer     Belastung    auf, so     greift    der  schnellwirkende     Frequenzregler    sofort     ein.     Ist die     Kuppelleitung    lang und verhältnis  mässig schwach, so wird die     Ausregelung    er  folgen, ohne dass im Netz     II    der     Regler    zum  Eingreifen kommt.

   Ergibt sich trotzdem  eine Abweichung der Übergabeleistung zum  Beispiel im Sinne der Verminderung     Jer-          selben,    so ist aus     Fig.    40 erkennbar, dass in I  sofort höher und in     II        entsprechend    tiefer  geregelt wird, bis sich im     Schnittpunkt    der  beiden     Kennlinien    der Sollzustand - rich  tige Frequenz und Übergabeleistung - er  gibt.

   Gerade     umgekehrt    liegen die Verhält  niese bei Laständerung in     II.    Ist der Kopp  lungs:grad sehr gut, so wird in oben an  genommenem Belastungsfall sich der Regler  in     II    sofort an der Belastung beteiligen, er  wird jedoch gleich durch den fallenden       Leistungsaustausch,    da     II    nach I zu liefern  beginnt, abgestoppt, so dass     das        Kraftwerk     des Netzes I die     Belastungsänderung    seines  Netzes selbst übernimmt     bezw.    umgekehrt.  Die     Ausregelung    der Last erfolgt deshalb  immer .dort, wo sie anfällt.

   Um eine völlig  pendelfreie Einregulierung zu bekommen,  muss die Neigung der Kennlinie des Reglers  im Netz I um so geringer sein, je grösser  die eingesetzte Maschinenleistung für die       Frequenzregulierung        ist.        Dasselbe    gilt für  Netz     II,    wo ebenfalls die Neigung der     fre-          quenzregelnden    Maschinenleistung entspre  chen muss. Bei dieser     Regelart    ergibt sich  daher eine schnelle und ausserdem bei rich  tiger Einstellung eine pendelfreie Einrege  lung sowohl der Frequenz wie der Übergabe  leistung.  



  Da sich trotz der     Frequenzregelung    im  Laufe der     Zeit    doch     Frequenzabweichungen     ergeben können, ist noch von Wichtigkeit;  für die genaue Einhaltung eines exakten         Mittelwertes    der Frequenz zu sorgen, so dass       die    angeschlossenen Uhren keine Fehlzeit  aufweisen. Diese     Frequenzintegral-        bezw.          Uhrzeitregelung    kann von einem Netz     .dureh     sein     frequenzhaltendes    Werk     übernommen     werden.

   Von einer Periodenkontrolluhr     PKIi     aus wird     entsprechend    der Abweichung der  Netzzeit von der     astronomischen    Zeit über  den Motorantrieb m der Widerstand     W5    der  art verstellt, dass der Zeitfehler wieder ver  schwindet. Diese Zeitkorrektur bedingt ein       vorübergehendes    Hoch- oder     Tieferschieben     der     Reglerkennlinie    im     frequenzregelnden     Netz, z. B. in I.

   Wie     Fig.    5 zeigt, tritt, wenn  die     Uhrzeitverstellung    im Netz I vorgenom  men wird und zum Beispiel die Frequenz  im Mittelwert etwas zu tief ist, die Kenn  linie I daher hochgeschoben worden ist, eine  Erhöhung der Frequenz um<I>d</I>     fu    und damit  zusammenhängend eine Vermehrung der Aus  tauschleistung um<I>d Nu</I> ein, da der End  punkt der Regelung im Schnittpunkt der  beiden wirksamen     ,Statiken    liegt.  



  Um nun die Übergabeleistung trotzdem  wieder auf den richtigen Wert zu bringen,  wird im Netz     II    der Motor m     (gestrichelt     gezeichnet) in den Sekundärkreis des     Mess-          wertverstIrkers    für die Leistungsbeeinflus  sung eingeschaltet.

   Dieser läuft nun .bei       Auftreten    einer Abweichung mit     abwei-          chungsproportionaler    Geschwindigkeit und  verstellt den Widerstand     W,    langsam, und  zwar so lange, bis der     Frequenzsollwert    ent  sprechend der     Uhrzeitregelung    im andern  System     nachgestellt    wird, und -die Aus  tauschleistung     eingehalten    wird. Dieser Mo  tor ergibt daher nicht nur eine Nachregelung  der     Frequenzeinstellung    bei     Uhrzeitregelung,     sondern auch eine     Mittelwertregelung    der  Übergabeleistung.  



  Da, wie     bereits    oben erwähnt, es wichtig  ist, dass die Neigung der Charakteristiken der  beiden Netzregler sowohl in I wie in     II    der  für     Frequenzregelung        eingesetzten        Masehinen-          leistung    angepasst werden muss, kann dies  auf einfache Weise dadurch geschehen, dass  bei     Zuschaltung    einer Maschine über     Ab-          hängigkeitskontakte    am Leistungsschalter      diese     Einstellung        bezw.    diese Verschiebung  der Kennlinie selbsttätig durchgeführt wird.

    Die nicht zur     Frequenzregelung    herangezo  gene Maschinenleistung kann dabei ausser Be  tracht gelassen werden, da sie sich praktisch  nicht an den Regelvorgängen beteiligen.       :Ebenso    wie die     Einstellung    der Kennlinien  automatisch erfolgt, wird auch selbsttätig die  Ausgleichsregelung über Abhängigkeitskon  takte an den Leistungsschaltern 12     bezw.    22  zu-     bezw.    ausgeschaltet.  



  Die Inbetriebnahme eines derartigen Reg  lers     bezw.        einer    Maschine, die zur Regelung  herangezogen werden soll, ist daher auch       ausserordentlich    einfach. Jeder Regler be  kommt einen     Umschalter    für Selbst-     bezw.     Handregelung. Soll die Maschine angelas  sen werden, so muss dieser Umschalter auf  Handregelung     stehen.    Die Maschine wird  hochgefahren und wie normal synchronisiert.  Nach der Parallelschaltung wird dann ein  fach der Schalter auf selbsttätige Regelung  gedreht, worauf der Regler -ganz von selbst  und in richtiger Weise eingesetzt wird.

   Die  Maschine reiht sich sofort ohne weiteres  Zutun in die vorgeschriebene     Lastverteilung     ein. Es muss lediglich festgelegt werden,       welches    Werk die     Uhrzeitkontrolle    über  nimmt, und entsprechend der Motor     na    auf       Uhrzeitkontrolle    oder auf Nachregelung der  Übergabeleistung umgeschaltet werden.  



  Mit diesem Verfahren können auch       n    Netze parallel geregelt werden, sofern die  Anzahl der gewünschten     Übergabeleistungen     nicht     n-1    übersteigt. Es ist lediglich not  wendig, jedem     frequenzregelnden    Werk die  Übergabeleistung -durch Fernmessung zuzu  leiten, die zur Festlegung einer eindeutigen       Lastverteilung    im Netzverband erforder  lieh ist.  



  Ein     Regulierverfahren    nach dieser Art  sorgt für schnelle     Ausregelungen    von Ab  weichungen des     Istzustandes    vom Sollzustand  durch beide     bezw.    durch alle Systeme in  gleicher Weise. Dieser schnellen     Ausrege-          lung    von     Momentanwerten    ist dann über  geordnet eine träge     Zeitintegralregelung    in  einem Werk und eine träge Leistungsinte-         gralregelung    in den andern Werken.

   Fallen  die     Werke        aus    irgendeinem Grunde ausein  ander, so übernimmt jedes     ' 'erk    für sich  eine rein     astatische        Frequenzregelung.    Durch  ein empfindliches     Drehspulrelais        D,    wird bei  längerem     Bestehenbleiben    des Leistungsein  flusses, wenn derselbe also weder durch die  ;

  schnelle     Momentanwertregelung,    noch durch  die     Zeitintegralregelung        ausgeregelt    wird,  der Einfluss der     Übergabeleistung    aus  geschaltet, so dass lediglich der     '2#,fesswertver-          stärker        ah    regeltechnisch in Funktion bleibt       und    die reine     Frequenzregelung    übernimmt.  



  Mit den     Messwertverstärkern    ist eine  ausserordentlich genaue Einhaltung der Fre  quenz möglich, da, durch entsprechende Ein  stellung die Empfindlichkeit auf Bruchteile  von Promille gebracht werden kann. Da  praktisch die     Geschwindigkeitsregler    der  Turbinen durch diese Steuerart stillgelegt  sind     bezw.    nicht mehr in Funktion treten,  ist man auch unabhängig von den Kenn  linien der mechanischen Regler und der     Un-          konstanz    der     Reglerfedern.     



  Sollte in einem Netzteil ein Werk für  die     Frequenzhaltung    nicht mehr ausreichen,  so besteht einmal die Möglichkeit, mehrere       Werke    dadurch zur     Frequenzregelung    heran  zuziehen, dass man ein     Werk    als Führerwerk       bestimmt    und das andere oder die andern  Werke     belastungsproportional        nachregelt,    und  zwar muss dies selbstverständlich wieder  durch eine schnelle Regelmethode ähnlich  der oben erläuterten geschehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Regelung von Kraft, maschinen, gekennzeichnet durch Kontakte lose Messwerkverstärker und einen durch diese elektrisch beeinflussten hydraulischen Regler, dessen Steuerspule durch die der Summe der Regeleinflussgrössen proportionale, über die Messverstärker gebildete Gleichspannung er regt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von den einzelnen Regeleinflussgrössen erzeugten Gleichspan nungsgrössen in einem gemeinsamen Strom kreis einem Messwertverstärker zugeführt werden, der in diesem Stromkreis eine Gegenspannung erzeugt, so dass der Regel vorgang beendet ist, wenn die Gegenspan nung die Gesamtspannung des greises zu Null ergänzt. 2.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass zur Regelung zweier ekuppelter Netze in jedem Netz Maschi nen vorgesehen sind, deren hydraulischer Regler .durch die Summe .der Differenzen zwischen Ist- und Sollwert der Frequenz und der Übergabeleistung proportionale, über Messwertverstärker gebildete Gleich spannungen verstellt werden. 3.
    Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem einen Netz ein übergeordneter Regeleinfluss in Abhängigkeit von der Uhrzeit, in dem andern Netz ein über geordneter Einfluss zur Einregelung -des Mittelwertes der Übergabeleistung in der Regelschaltung eingeführt wird. 4. Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, .dadurch gekennzeichnet, dass die den Reglern zugeführten Span nungen selbsttätig in Abhängigkeit von der Zahl der gemeinsam geregelten Ma schinen beeinflusst werden. 5.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass bei Regelung meh rerer parallel arbeitender Maschinen die hydraulischen Regler eine zweite Steuer spule besitzen, über die eine Beeinflus sung der Regler zur Lastvsrteilung ent sprechend .dem günstigsten Wirkungsgrad erfolgt.
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