CH201619A - Verfahren zur Herstellung einer 3,17-Dioxy-androstenyl-17-propionsäure. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer 3,17-Dioxy-androstenyl-17-propionsäure.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer 3,17-Diogy-androstenyl-17-propionsäure. Es ist bekannt, dass sich Ketone der hydroaromatischen Reihe, wie z. B. Cyclo- hexanon oder Cyclopentanon, mit Halogen- fettsäureestern in Gegenwart von Metallen, zweckmässig Zink oder Magnesium, zu Oxy- säureestern umsetzen lassen.
Diese oxy- hydroaromatischen Fettsäureester liefern bei der Verseifung mit alkalischen Mitteln die freien oxyhydroaromatischen Fettsäuren; bei der Verseifung mit sauren Mitteln dagegen können unter geeigneten Bedingungen durch Wasserabspaltung die entsprechenden exo- oder endocyclisch-ungesättigten hydroaroma- tischen Fettsäuren erhalten werden.
Es wurde nun gefunden, dass sich diese Reaktion auch auf Ketone der Cyclopentano- polyhydrophenanthren-Reihe übertragen lässt. ,wobei bisher unbekannte wertvolle Verbin dungen erhalten werden.
Zu den Ketonen der Cyclopentanopoly- hydrophenanthren-Reihe, die als Ausgangs materialien für das Verfahren in Betracht zu ziehen sind, gehören eine Anzahl Ketone mit hormonartiger physiologischer Wirksam keit, wie z.
B. die Follikelhormone der For mel C,.$19.,202, die männlichen Sexualhormone Androsteron der Formel C"19"02, Dehydro- androsteron der Formel C"192,02, deren Iso- mere, ferner Cholestenon oder andere Ketone der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe sowie die Derivate aller dieser Ketone,
in denen zum Beispiel eine vorhandene Ilydro- gylgruppe durch eine in die Hydroxylgruppe zurückverwandelbare Gruppe ersetzt ist.
Die Umsetzung des Ketons der Cyclopen- tanopolyhydrophenanthren - Reihe mit dem Halogenfettsäureester in Gegenwart von Me tallen, wie Zink oder Magnesium, kann in der üblichen Weise vorgenommen werden, vergl. hierzu z. B. Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 3. Band, 3. Auflage (Leipzig 1930), Seite 96 f. und Seite 897 ff. Die Verseifung der gebildeten Säureester kann ebenfalls in der an sich bekannten Weise durchgeführt werden, vergl. z. B.
Houben - Weyl, Methoden der organischen Chemie, z. Band, 3. Auflage (Leipzig 1930), Seite<B>677</B> ff.
Die so erhältlichen Säuren der Cyelopen- tanopoly hy drophenanthren - Reihe oder ihre Derivate sind wertvolle Produkte. Sie be sitzen entweder selbst eine physiologische Wirksamkeit oder können in physiologisch wertvolle Substanzen übergeführt werden: ausserdem weisen sie den Vorteil auf, dass sie wasserlöslich sind.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist: nun ein Verfahren zur Herstellung einer 3 . 17-Dioxy-androstenyl-17-propionsäure, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf A:i"-Androstenol-3-on-17 unter intermediären Schutz der Hy droxy lgruppe in Gegenwart von Metallen, zweckmässig Zink oder Ma gnesium, einen a-Halogenpropionsäureester einwirken lässt und das so erhaltene Reak tionsprodukt verseift.
Die Verseifung kann sowohl in saurem als auch in alkalischem Medium durchgeführt werden. Der intermediäre Schutz der Oxv- gruppe im Ausgangsmaterial kann zum. Bei spiel durch Veresterung, Verätherung, Ha- logenierung us-,v. geschehen.
Die neue Verbindung soll als Zwischen produkt für die Herstellung physiologisch wertvoller Verbindungen dienen. Beispiel: 3,3 Teile dzi," -#-ndrostenol-3-ori-17-acei:at- 3, das erhalten wurde durch Veresterung von A5.,- Androstenol-3-on-17, beispielsweise mit. Essigsäureanhydrid, werden in trockenem Benzol mit 3,7 Teilen a.-Brompropionsäure- äthylester unter Zusatz von<B>0,7</B> Teilen Zink wolle bei Siedetemperatur behandelt, bis die Reaktion beendet ist.
Bei der Aufarbeitung der Benzolsehieht, die nach Eingiessen des Re aktionsgemisches in verdünnte Schwefelsäure erhalten wird, erhält man dann den Athyl- ester der 3.17'-Dioxy-androstenyl-17"-pro- pionsäure, welcher bei der alkalischen Ver- seifung die entsprechende freie Oxysäure vom Schmelzpunkt<B>230</B> (unter Zersetzung) lie f ert.
Claims (1)
- PATENTAN SPRUCFI Verfahren zur Herstellung einer 3.17- Dioxy-androst;enyl-17-propionsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man auf J,.f,-Andro- stenol-3-on-1.7 unter intermediärem Schutz der 1Tvdroxvlgruppe in Gegenwart von 31e- tallen einen a-Halogenpropionsäureester ein wirken lässt und das so erhaltene Reaktions produkt verseift. Die neue Verbindung schmilzt bei 230 unter Zersetzung.UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, (lass man mit alkalischen Mitteln verseift. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit sauren Mit teln verseift. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in Anwesenheit von Zink durch- f ührt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in Anwesenheit von Magnesium durchführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE201619X | 1935-10-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH201619A true CH201619A (de) | 1938-12-15 |
Family
ID=5767131
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH201619D CH201619A (de) | 1935-10-24 | 1936-10-23 | Verfahren zur Herstellung einer 3,17-Dioxy-androstenyl-17-propionsäure. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201619A (de) |
-
1936
- 1936-10-23 CH CH201619D patent/CH201619A/de unknown
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