CH201261A - Farbstoffpulver. - Google Patents

Farbstoffpulver.

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CH201261A
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CH
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


      Farbstoffpulver.       Es wurde gefunden, dass man Farbstoffe  in einer Form erhält,     in    der sie sich besonders  leicht in     wässrigen    Flüssigkeiten verteilen,  wenn man     ihnen    Stoffe beimischt, die durch       Umsetzung    von     Phenolen,    Formaldehyd und       wasserlöslichmachende    Gruppen enthaltenden  Aminen erhältlich sind. Beispielsweise lassen  sich die     güpen-    und Schwefelfarbstoffe,       Acetatseidefarbstoffe    und Pigmente auf diese  Weise in wertvolle     Farbstoffpulver    überfüh  ren.  



  Die aus     Phenolen,    Formaldehyd und we  sentlichen Mengen von Aminen erhältlichen  Zusatzstoffe kann man zum     Beispiel    herstel  len, wenn man ein Phenol folgenden Aufbaus  
EMI0001.0013     
         worin    mindestens zwei der mit X bezeichne  ten Stellungen durch Wasserstoff besetzt     sein     müssen, mit mindestens 1/2     Mol    eines Amins  vom Aufbau  
EMI0001.0017     
    (berechnet auf 1     Mol    Phenol), worin     R,    Was  serstoff oder einen     aliphatischen    Rest bedeu  tet und     R2    einen     aliphatischen    Rest,

   der noch  eine     wasserlöslichmachende    Gruppe enthält,  und einen     formaldehydabgebenden    Stoff um  setzt. Das Phenol kann im übrigen noch an  dere Atome oder Atomgruppen im gern ent  halten, z. B.     Halogenatome    oder     Alkyl-    oder       Gycloalkylgruppen,    die selbst substituiert  sein können.

   Auch     Gemische    solcher     Phenole     können     verwendet    werden.     Amine    der oben       genannten    Art sind zum Beispiel     Aminoessig-          säure,        N-Methylaminoessigsäure,        Aminopro-          pionsäure,        ss    -     Aminoäthansulfosäure,

      Gluk-           amin    und     N-1@2ethy        laminoäthylopolyglykol.     Der     Ausdruck        "formaldehydabgebenderStoff4'     bedeutet, dass nicht nur Formaldehyd selbst  zur Herstellung der genannten Zusatzstoffe  verwendet werden kann, sondern auch Form  aldehyd in     bekannter    Weise liefernde Ver  bindungen, z.

   B.     Paraformaldehyd,        Trioxy-          methylen,        DTethylal,        Chlormethy        läther,        Hexa-          methylentetramin    und     Anhydroformaldehyd-          anilin.    Die Umsetzung des Phenols, des  Amins und des     formaldehydabgebenden    Stof  fes wird in wässriger Lösung vorgenommen.  Die Bildung der Zusatzstoffe findet vielfach  bereits beim einfachen Mischen der     wässrigen     Lösungen der Ausgangsstoffe statt. Man     kann     sie durch Erwärmen beschleunigen.

   Die Kon  densation kann man auch in Gegenwart sau  rer oder basischer Stoffe oder von     Lösungs-          mitteln    durchführen. Nach beendigter Um  setzung kann man die Lösung entweder ein  dampfen und den trockenen Rückstand mit  dem Farbstoff mischen oder die     wässrige    Lö  sung mit dem Farbstoff mischen und dann  eindampfen.  



  Ausser den genannten Stoffen kann     man     den     Farbstoffpulvern    auch die sonst üblichen  Zusatzstoffe beimengen, z. B. Leim,     Kasein,     Stärke,     Dextrin,    Zucker,     Sulfitcelluloseab-          lauge,    Pflanzenschleim, Pflanzengummi, Sei  fen und seifenartig     wirkende    Stoffe, z. B.       Türkischrotöle,        alkylierte    und     aralkylierte          Naphthalinsulfonsäuren    und auch anorgani  sche Salze.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Man erhitzt ein Gemisch von 94 Teilen  Phenol, 670 Teilen einer     30prozentigen        wässri-          gen    Lösung von     1-methylaminoäthan-2-sul-          fonsaurem    Natrium und 200 Teilen einer     30-          prozentigen        Formaldehydlösung    6 Stunden  lang zum Sieden und dampft die erhaltene  dicke Lösung unter vermindertem Druck ein.  



  Dann mischt man 100 Teile     1-Methyl-          amino-4-oxäthylaminoanthrachinon    mit 100  Teilen der erhaltenen Masse, fügt 100 Teile  Wasser zu und verknetet die Masse so lange,  bis der gewünschte     Feinheitsgrad    erreicht ist.  Dann trocknet man das Gemisch an der Luft  oder unter vermindertem Druck und ge-         wünschtenfalls    unter Erwärmen und mahlt  es. Man erhält so ein schwarzblaues Pulver,  das sich in kaltem und in heissem Wasser  tintenartig verteilt. Verarbeitet man es in  der üblichen Weise zu einer Druckfarbe, so  liefert es auf     Acetat.5eide    gleichmässige, kräf  tige Drucke. Es ist auch zum Färben von       Acet < i,tsei.de    sehr gut geeignet.  



  Auch Gemische von Farbstoffen können  so in eine leicht in Wasser     verteilbare    Form  übergeführt werden, z. B. ein Gemisch aus  gleichen Teilen 1 -     Methylamino    - 4 -     oxäthyl-          aniinoantlirachinon,    1,4 -     Di    -     (oxäthylamino)-          anthrachinon    und 4 -     Nitro    - 2,6 -     dichlor    -     4'-          (nietliyloxäthylamino)

      -     azobenzol.    Vorzugs  leise kann man Zucker oder das     Natriumsalz     einer     Allzylnaphthalinscliwefelsäure    zufügen.  An Stelle des Phenols kann man bei der  Herstellung der genannten Zusatzstoffe auch       Phenole    benützen, die in     p-Stellung        Alkyl-          reste    verschiedener Grösse, z. B.     Propyl-    oder       Dodecylreste    oder auch höhere Gruppen ent  halten.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Man erhitzt     eine    innige Mischung von 6  Teilen     Benzanthronyl    - 1 -     aminoanthrachinon     und 40 Teilen     Kaliumhydroxyd    in einem  Rührgefäss langsam auf 240 bis 245' C. Nach  einer Viertelstunde lässt man die Schmelze  erkalten und bringt sie durch Aufkochen mit  Wasser in Lösung. Aus dieser Lösung fällt       inan    den Farbstoff durch Einführen von  Luft aus. Man saugt den Farbstoff ab, wäscht  ihn neutral und trocknet ihn.  



  100 Teile des so erhaltenen grünen     Kü-          penfarbstoffes    werden mit 100 Teilen der in  Beispiel 1 beschriebenen Verbindung unter       Zusatz    von 100 Teilen Wasser     verknetet.     Nach dem Trocknen erhält man ein dunkel  grünes Pulver, das sich in Wasser sehr schnell  verteilt und sieh auf Zusatz von Natronlauge  und     Natriumhyposulfit    ohne Rückstand     ver-          küpen    lässt.

   Die     unverküpte    Aufschlämmung  des     Farbstoffpulvers    ist besonders gut zum  Färben nach dem     Klotzverfahren        geeignet.     Die     Klotzbäder    setzen kaum ab und lassen  sieh leicht wieder aufrühren. Wenn man das       Farbstoffpulver    in der üblichen Weise zu      einer Druckfarbe verarbeitet, liefert es kräf  tige,     klare    Drucke.  



  Ähnlich wie der beschriebene Farbstoff  verhalten sich auch andere     güpenfarbstoffe     und ebenso Schwefelfarbstoffe.  



  An Stelle des genannten Zusatzstoffes  kann man auch die     Verbindung    aus dem Na  triumsalz der     2-Aminoäthan    - 1 -     sulfonsäure     statt aus     demjenigen    der     2-Methylaminoäthan-          1-sulfonsäure    verwenden.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Man erhitzt eine Mischung aus 94 Teilen  Phenol, 730 Teilen einer 15prozentigen     wässri-          gen    Lösung von     methylaminoessigsaurem    Na  trium und 200 Teilen einer 30prozentigen       wässrigen        Formaldehydlösung    4     Stunden    lang  auf 90 bis 100   C. Die erhaltene klare Lö  sung wird dann auf dem Wasserbad - zu  letzt unter vermindertem Druck - zur       Trockne    eingedampft.

   Die<B>100</B> Teile des so  gewonnenen fast farblosen     Pulvers    und 100  Teile des in Beispiel 2 beschriebenen     Küpen-          farbstoffes    werden unter     Zufügung    von 100  Teilen Wasser     verknetet.    Nach dem Trocknen  erhält man einen Farbstoff von ähnlichen  Eigenschaften wie der in Beispiel 2 beschrie  bene.

           Beispiel     Man erhitzt     ein    Gemisch von 93 Teilen  Phenol, 295 Teilen     Methylaminoäthylpenta-          glykol,        CH'NH    .     CH'.        CHZ(OCHZ.        CHz),OH     und 200 Teilen 30prozentigem Formaldehyd  3     Stunden    lang auf 90   C.     Dann    dampft man  die klare Lösung zur Trockne ein und er  hält ein dickes leicht bräunliches Öl.  



  100 Teile     gupferphthalocyanin    und 5  Teile des erhaltenen Öls werden in Gegen  wart von Wasser fein vermahlen. Der Teig  wird dann getrocknet und gepulvert. Das       Farbstoffpulver    lässt sich in Wasser leicht  aufschlämmen und in der     üblichen    Weise zu  Tapeten- oder     Buntpapierfarben,    Kalkfar  ben,     Leimfarben    oder Ölfarben verarbeiten.  



  In ähnlicher Weise kann man Farbstoff  pulver herstellen, die andere Pigmente ent  halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Farbstoffpulver, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Zusatzstoffen, die bereitet sind durch Umsetzung eines Phenols, eines Alkylamins mit einer wasserlöslichmachen- den Gruppe im Alkylrest, und eines form aldehydabgebenden Stoffes.
CH201261D 1936-12-08 1937-12-06 Farbstoffpulver. CH201261A (de)

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CH201261D CH201261A (de) 1936-12-08 1937-12-06 Farbstoffpulver.

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