Geräuschschutzvorrichtung für Flüssigkeitsleitungen. In Flüssigkeitsleitungen verursachen be kanntlich Flüssigkeitswirbel, die zufolge des plötzlichen Druckabfalles und der damit be dingten hohen Durrhflussgeschwindigkeit an den Einschnürungen des Flüssigkeitsstromes, beispielsweise an Hahnen, Ventilen etc. ent stehen, Geräusche, die sich in den Zufüh rungsleitungen fortpflanzen und besonders in Hotels, Krankenhäusern, Mietshäusern etc. sehr störend auswirken.
Zur Verhinderung des Auftretens solcher Geräusche sind bereits Geräuschschutzvor richtungen gebaut worden, welche in der Regel in einer besonderen Ventil- oder Hahn ausbildung bestehen, derart, dass ein Wider stand in den Flüssigkeitsstrom geschaltet wird, der mehrfach so gross ist wie der Ei genwiderstand solcher Absperrorgane bei voller Öffnung. Als Drosselorgane gelangen bei bestimmten Vorrichtungen gegeneinander bewegliche, ineinander verschiebbare, kon zentrische Rohrstücke, Stäbe, Kolben oder dergl. zur Verwendung, welche auch inner halb eines Siebes angeordnet sein- können. Bei andern bekannten Vorrichtungen sind als Drosselorgane Rohre von kleinem Quer schnitt vorgesehen, welche von der Flüssig keit mit geringer Geschwindigkeit durch strömt werden.
Diese Ausführungen haben aber den Nachteil, dass die Hahn- oder Ven tilgehäuse zur Unterbringung dieser Drossel organe eine besondere Ausbildung erfahren müssen und an sich teuer in der Herstellung sind.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, iin Strömungsquerschnitt ein oder mehrere Dros selkörper zur Erzielung einer Geräuschdämp fung anzuordnen, welche Drosselkörper aus elastischen Körpern bestehen, die derart in die Rohrleitung eingebaut sind, dass sie den Leitungsquerschnitt ganz oder teilweise aus füllen und erst unter dem Einflusse . des Druckes der strömenden Flüssigkeit einen grösseren Teil des Leitungsquerschnittes- frei geben.
Demgegenüber unterscheidet sich die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bil dende Geräuschschutzvorrichtung für Flüseig=
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keitsleitungen <SEP> darin, <SEP> dass <SEP> sie <SEP> ein <SEP> nach <SEP> einem
<tb> Absperrorgan <SEP> in <SEP> die <SEP> Flüssigkeitsleitung <SEP> zu
<tb> schaltendes <SEP> Gehäuse <SEP> mit <SEP> einem <SEP> auswechsel baren, <SEP> aus <SEP> einem <SEP> porösen <SEP> Material <SEP> gebildeten
<tb> und;
<SEP> in <SEP> seiner <SEP> Form <SEP> unveränderlichen <SEP> Drossel körper <SEP> aufweist, <SEP> welch <SEP> letzterer <SEP> in <SEP> seinem
<tb> Sitze <SEP> den <SEP> Gehäusequerschnitt <SEP> ausfüllt.
<tb> Auf <SEP> der <SEP> Zeichnung <SEP> sind <SEP> zwei <SEP> Ausfüh rungsbeispiele <SEP> des <SEP> Erfindungsgegenstandes
<tb> dargestellt, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> zeigt:
<tb> Fig. <SEP> 1 <SEP> einen <SEP> Längsschnitt <SEP> durch <SEP> das <SEP> erste
<tb> Ausführungsbeispiel,
<tb> Fig. <SEP> 2 <SEP> eine <SEP> Vorderansicht <SEP> desselben,
<tb> Fig. <SEP> 3 <SEP> einen <SEP> Längsschnitt <SEP> durch <SEP> das
<tb> zweite <SEP> Ausführungsbeispiel <SEP> und
<tb> Fig. <SEP> 4 <SEP> einen <SEP> Schnitt <SEP> nach <SEP> der <SEP> Linie <SEP> 4-4
<tb> in <SEP> Fig. <SEP> 3.
<tb> Beim <SEP> Ausführungsbeispiel <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> ist
<tb> mit <SEP> 5 <SEP> der <SEP> eine <SEP> Teil <SEP> eines <SEP> Gehäuses <SEP> bezeich net, <SEP> welcher <SEP> einen <SEP> mit <SEP> Durchlassöffnungen <SEP> 6
<tb> versehenen <SEP> Boden <SEP> 7 <SEP> besitzt. <SEP> Ein <SEP> Teil <SEP> des
<tb> offenen <SEP> Endes <SEP> dieses <SEP> Gehäuseteils <SEP> \ <SEP> ist <SEP> mit
<tb> einem <SEP> Innengewinde <SEP> ausgestattet.
<SEP> Dieser <SEP> Teil
<tb> 5 <SEP> ist <SEP> auf <SEP> ein <SEP> Aussengewinde <SEP> eines <SEP> zweiten
<tb> Gehäuseteils <SEP> 8 <SEP> aufschraubbar. <SEP> Der <SEP> letztere
<tb> weist <SEP> eine <SEP> Kammer <SEP> 9 <SEP> auf, <SEP> in <SEP> welcher <SEP> ein
<tb> Flüssigkeitszuleitungsrohr <SEP> 10 <SEP> einmündet. <SEP> Als
<tb> Drosselkörper <SEP> 11 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> zylindrischer <SEP> Körper
<tb> aus <SEP> einem <SEP> porösen <SEP> Material <SEP> gewählt, <SEP> welcher
<tb> vorzugsweise <SEP> seine <SEP> Form <SEP> stets <SEP> beibehält <SEP> und
<tb> dessen <SEP> Aussendurchmesser <SEP> derart <SEP> gewählt <SEP> ist,
<tb> dass <SEP> er <SEP> ohne <SEP> grösseres <SEP> Spiel, <SEP> d. <SEP> h.
<SEP> den <SEP> Ge häusequerschnitt <SEP> ausfüllend, <SEP> in <SEP> den <SEP> Gehäuse teil <SEP> 5 <SEP> einschiebbar <SEP> ist, <SEP> bevor <SEP> dieser <SEP> auf <SEP> den
<tb> Gehäuseteil <SEP> 8 <SEP> aufgesetzt <SEP> wird. <SEP> Eine <SEP> poröse
<tb> Scheibe <SEP> 12 <SEP> und <SEP> ein <SEP> Dichtungsring <SEP> 13, <SEP> je <SEP> aus
<tb> einem <SEP> elastischen <SEP> Material, <SEP> liegen <SEP> auf <SEP> den
<tb> beiden <SEP> Enden <SEP> des <SEP> Drosselkörpers <SEP> 11 <SEP> auf <SEP> und
<tb> verhindern, <SEP> dass <SEP> dieser <SEP> beim <SEP> Festziehen <SEP> des
<tb> Gehäuseteils <SEP> 5 <SEP> auf <SEP> dem <SEP> Gehäuseteil <SEP> 8 <SEP> be schädigt <SEP> werden <SEP> und <SEP> dass <SEP> Flüssigkeit <SEP> zum
<tb> Gewinde <SEP> vordringen <SEP> kann.
<tb> Der <SEP> Drosselkörper <SEP> 11 <SEP> ,
<SEP> ist <SEP> vorzugsweise
<tb> aus <SEP> Bimaatein <SEP> oder <SEP> einem: <SEP> ähnlichen <SEP> Material
<tb> gefertigt. <SEP> Er <SEP> kann <SEP> aber <SEP> auch <SEP> aus <SEP> einem <SEP> an dern-. <SEP> geeigneten <SEP> Werkstoffe <SEP> wie <SEP> Ton <SEP> 'ete. <SEP> be stehen. <SEP> Die <SEP> :,Scheibe <SEP> 12 <SEP> . <SEP> und <SEP> der <SEP> Dichtungs .ring. <SEP> 1g. <SEP> können <SEP> 1eispielaweise <SEP> aus. <SEP> Filz.:
oder
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einem <SEP> ähnlichen <SEP> gleichwertigen <SEP> Werkstoffe
<tb> gefertigt <SEP> sein.
<tb> Beim <SEP> Ausführungsbeispiel <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 3
<tb> und <SEP> 4 <SEP> ist <SEP> ebenfalls <SEP> ein <SEP> zweiteiliges <SEP> Gehäuse
<tb> vorgesehen, <SEP> dessen <SEP> Teil <SEP> 5 <SEP> zur <SEP> Aufnahme
<tb> des <SEP> den <SEP> Gehäusequerschnitt <SEP> ausfüllenden
<tb> Drosselkörpers <SEP> 11 <SEP> dient, <SEP> und <SEP> das <SEP> zudem <SEP> mit
<tb> einer <SEP> Bohrung <SEP> in <SEP> seiner <SEP> Wandung <SEP> zur <SEP> Auf nahme <SEP> des <SEP> Flüssigkeitszuleitungsrohres <SEP> 10
<tb> und <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Innengewinde <SEP> ausgestattet
<tb> ist:
<SEP> Zur <SEP> Feststellung <SEP> der <SEP> Lage <SEP> des <SEP> Drossel körpers <SEP> <B>11</B> <SEP> ist <SEP> ein <SEP> einerends <SEP> offenes, <SEP> mit
<tb> einem <SEP> Aussengewinde <SEP> ausgestattetes <SEP> Rohr stück <SEP> 14 <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Boden <SEP> 15, <SEP> welcher <SEP> als
<tb> Sechskant <SEP> zum <SEP> Erfassen <SEP> mittels <SEP> eines <SEP> ge eigneten <SEP> Schlüssels <SEP> oder <SEP> Werkzeuges <SEP> ausge bildet <SEP> ist, <SEP> vorgesehen:
<SEP> In <SEP> der <SEP> Wandung
<tb> des <SEP> Rohrstückes <SEP> 14 <SEP> sind <SEP> Durchlassöffnungen
<tb> 16 <SEP> ausgenommen, <SEP> von <SEP> denen <SEP> eine <SEP> beim <SEP> Ein schrauben <SEP> des <SEP> Teils <SEP> 19., <SEP> 15 <SEP> in <SEP> den <SEP> Gehäuse teil <SEP> 5 <SEP> den <SEP> Durchtritt <SEP> der <SEP> Flüssigkeit <SEP> in <SEP> die
<tb> Kammer <SEP> 17 <SEP> des <SEP> Teils <SEP> 1415 <SEP> ermöglicht.
<SEP> Bei
<tb> diesem <SEP> Ausführungsbeispiel <SEP> ist <SEP> es <SEP> möglich,
<tb> den <SEP> Drosselkörper <SEP> 11 <SEP> 'mach <SEP> Wegnahme <SEP> des
<tb> Gehäuseteils <SEP> 14, <SEP> 15 <SEP> herauszunehmen, <SEP> ohne
<tb> dass <SEP> der <SEP> Gehäuseteil <SEP> 5 <SEP> selbst <SEP> eine <SEP> Lage veränderung <SEP> erfahren <SEP> muss.
<tb> Die <SEP> beiden <SEP> gezeichneten <SEP> Ausführungs formen <SEP> sind <SEP> für <SEP> die <SEP> Montage <SEP> an <SEP> Spülkasten
<tb> gedacht, <SEP> wie <SEP> solche <SEP> bei <SEP> Klosettanlagen <SEP> ge bräuchlich <SEP> sind.
<SEP> Ausgedehnte <SEP> Versuche <SEP> mit
<tb> geeigneten <SEP> Drosselkörpern <SEP> haben <SEP> erwiesen,
<tb> dass <SEP> mit <SEP> diesem <SEP> einfachen <SEP> und <SEP> an <SEP> sich <SEP> billi gen <SEP> Hilfsmittel <SEP> ein <SEP> Wiederauffüllen <SEP> des <SEP> Spül kaatens <SEP> nach <SEP> der <SEP> Entleerung <SEP> innert <SEP> nützlicher
<tb> Frist <SEP> erfolgt, <SEP> und <SEP> dass <SEP> dabei <SEP> die <SEP> üblichen
<tb> unangenehmen <SEP> Geräusche <SEP> eliminiert <SEP> werden
<tb> konnten. <SEP> Diese <SEP> Geräuschdämpfungsvorrich tung <SEP> kann <SEP> aber <SEP> auch <SEP> an <SEP> Boiler, <SEP> Badeöfen
<tb> usw. <SEP> angeschlossen <SEP> werden;
<SEP> und <SEP> es <SEP> lässt <SEP> sich
<tb> durch <SEP> entsprechende <SEP> Ausbildung <SEP> des <SEP> Bodens
<tb> 5 <SEP> die <SEP> Vorrichtung <SEP> auch <SEP> in <SEP> eine <SEP> Leitung <SEP> nach
<tb> einem <SEP> Hahn, <SEP> .Ventil. <SEP> ete: <SEP> einbauen.'.,-.
<tb> beiden <SEP> Ausführungen: <SEP> ist <SEP> die <SEP> Zuleiz
<tb> tung <SEP> 10 <SEP> winkelrecht <SEP> zur <SEP> horiznrital <SEP> liegenden
<tb> Achse <SEP> des <SEP> Drosselkörpers. <SEP> 11 <SEP> angeordnet:
<tb> Dies <SEP> hat <SEP> zur <SEP> Folge, <SEP> dass <SEP> .such <SEP> von <SEP> .der.Flus sigkeit: <SEP> mitgeführte-Verunreinigungernicht auf der Stirnfläche des Drosselkörpers abla gern und diesen verstopfen können.
Diese Geräuschschutzvorrichtungen lassen sich ohne irgendwelche Schwierigkeiten an die verschiedenen örtlichen Verhältnisse, ins besondere an die Druckverhältnisse anpassen, indem der Drosselkörper von gegebener Po rosität leicht durch einen andern ersetzt werden kann, und zwar durch einen solchen grösserer Porosität bei geringerem Flüssigkeits druck bezw. durch einen solchen kleinerer Porosität bei grösserem Flüssigkeitsdruck.