CH199166A - Dauerwäschekragen. - Google Patents

Dauerwäschekragen.

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CH199166A
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vinyl chloride
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celluloid
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Inventor
Celluloid-Fabrik Deutsche
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Deutsche Celluloid Fabrik
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      Dauerwäschekragen.       Die bisherigen Verfahren zur Herstellung  von     Dauerwäschekragen    auf der     Basis    von  Nitrozellulose bestanden darin, dass eine Ge  webeeinlage beiderseitig mit dünnen     Zellu-          loidfolien    verbunden war. Bei Verwendung  pigmentierten Zelluloids war es dann noch  notwendig, die Aussenfläche zu     kalandrieren,     um ein annähernd leinenähnliches Aussehen  zu erzielen. Man war jedoch nicht in der  Lage, einen dem Gewebe eigenen charakte  ristischen weissen Farbton nachzuahmen.  Ausser in der Struktur unterschied sich also  die Dauerwäsche auf     Nitrozellulosebasis    noch  in ihrer Farbe.

   Sie war immer etwas bläu  licher als das Gewebe. Man war dann schon  dazu übergegangen, abwaschbare Dauer  wäsche, die die natürlichen Eigenschaften  des Gewebes bezüglich Struktur und Farb  ton besitzt, in der Weise herzustellen,     da.ss     man eine transparente     Zelluloidfolie    auf eine  Gewebeeinlage, die auf der andern Seite mit  einer pigmentierten Folie kaschiert war, auf  klebte. Derartige transparente abwaschbare    Kragen hatten jedoch den Nachteil, dass sie  nach relativ kurzer Zeit infolge     Vergilbung     der transparenten     Zelluloidschicht    unbrauch  bar wurden.

   Diese     Vergilbung    ist abgesehen  von dem Einfluss der Belichtung auch darauf  zurückzuführen, dass im täglichen Gebrauch  eine Reinigung der     abwasobbaren    Dauer  wäsche mit Soda oder Seifenlösung vorge  nommen wird, ohne dass diese Reinigungs  mittel mit einer so grossen Sorgfalt wieder  vom Zelluloid entfernt würden, wie es nun  einmal die chemische Natur der Nitrozellu  lose erfordert.

     Es wurde nun gefunden, dass dieser für  die Einführung der weissen Dauerwäsche  kragen, bei denen die Gewebestruktur voll  zur Geltung kommt, sehr erheblicher Nachteil  sich vermeiden lässt, wenn man an Stelle der  transparenten     Zelluloidfolien    für die Aussen  seite des Kragens transparente Folien aus       11f'        ischpolymerisaten    des     Vinylchlorids    ver  wendet.

   Hierfür kommen     Mischpolymerisate     des V     inylohlorids    mit den     polymerisierbaren         Derivaten der     aliphatischen    Mono- oder     Di-          karbonsäuren,    dem     Styrol    oder anderen un  gesättigten für sich oder nur im Gemisch       polymerisierbaren        Monomeren    in Frage.

   Als  geeignet für die Erfindung werden beispiels  weise genannt die nach einem bekannten  Verfahren gewonnenen Folien aus einem       Mischpolymerisat    aus 80 Teilen     Vinylchlorid     und 20 Teilen     Acrylsäuremethylester    oder  eine Folie bestehend aus einem     Mischpoly-          merisat    aus 70 Teilen     Vinylchlorid    und 30  Teilen     Methacrylsäureester;

      ferner die Folien  aus     Mischpolymerisaten    aus     Vinylchlorid    und       Maleinsäurebutylester    oder die durch gemein  same     Polymerisation    eines     ternären    Gemi  sches von     Monomeren    erhaltenen     Mischpoly-          meri8ate.     



  Ein nach vorliegender Erfindung herge  stellter Kragen ist beispielsweise wie folgt  aufgebaut:  Auf einer leicht mit Weiss beschwerten       Zelluloidfolie    wird einseitig ein Gewebe nach  bekanntem Verfahren     aufkaschiert.    Darauf  schützt man das Gewebe durch     Aufkaaehieren     einer transparenten Folie eines     Mischpoly-          merisates    des     Vinylchlorids    mit     Acrylsäure-          methylester    oder irgend einem andern Mono  meren.

   In üblicher Weise stanzt man aus  diesem 3     Schichtensyatem    Kragen, bei denen,  in der Ausführungsform als Stehkragen, die       Zelluloidfolie,    die dem Hals zugekehrte Seite  und die eine normale Gewebestruktur und  einen Gewebefarbton aufweisende     Polymeri-          satseite    die Aussenseite bildet. Bei Umlege  kragen bildet die Seite der Gleitflächen der  Krawatte die Innenseite des Kragens,     wäb-          rend    die Gegenseite die Aussenseite des Um  legekragens darstellt, die infolge der Umbie  gung an der Biegekante zur Hälfte dem Hals  zugekehrt wird und unsichtbar bleibt, zur  andern Hälfte aber die sichtbare äussere  Fläche bildet.

   Dieser     Dauerwäschekragen     ist nun nicht nur völlig lichtecht, sondern  auch hoch     alkalibeständig,    so dass die im  täglichen Gebrauch angewandte Reinigungs  methode ohne nachteiligen Einfluss ist. Ein  weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil  liegt in der verminderten Brennbarkeit.

   Ver-    suche haben ergeben, dass beim Abbrennen  eines kaschierten, ganz aus Zelluloid beste  henden Streifens gegenüber eines kaschierten  halb aus Zelluloid, halb aus den künstlichen       Misehpolymerisaten    bestehenden Streifens die  Brenndauer des letzteren etwa fünfmal grösser  ist als die des     Zelluloidstreifens.    Während  es bisher in befriedigender Weise nicht ge  lang,     Zelluloidfolien    mit den Folien aus       Vinylchloridmischpolymerisaten    zu vereini  gen, gelingt dies mühelos bei Verwendung  eines Gewebes als verbindende Zwischen  schicht.  



  Bei einer besonderen Ausführungsform  der Erfindung kann an Stelle des bisher  üblichen pigmentierten     Kampferzelluloids    eine  durch Verwendung geruchloser oder zumin  dest     geruchschwacher        Gelatinierungsmittel          plastifizierte    Nitrozellulose für die Innenseite  des Kragens verwendet werden. An Stelle  der     Zelluloidfolien    und weisser     Stofflagen     lassen sich auch in bellen Farben und Mu  stern erhaltene Folien- und Stoffeinlagen als  Krageninnenseite verwenden, die dann durch  eine die Aussenseite des Kragens bildende  transparente Folie aus     Vinylchloridmiscb-          polymerisaten    geschätzt sind.  



  Es ist ferner möglich, an Stelle der aus  Zelluloid bestehenden Krageninnenseite eine  aus irgend einem andern     Zellulosederivat     hergestellte Folie oder auch ein durch Im  prägnieren mit     Lösungen    von     Zellulosederi-          vaten    abwaschbar gemachtes Gewebe zu ver  wenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dauerwäschekragen, dessen Gewebe auf einer Seite mit einer durchsichtigen Folie bedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenseite des Kragens aus einer durchsich tigen Folie aus Vinylchloridmischpolymeri- saten besteht.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Dauerwäschekragen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vinyl- chloridmischpolymerisatfolie aus einem Mischpolymerisat des Vinylohlorids mit polymerisierbaren Derivaten der aliphati- schen garbonsäuren besteht. 2. Dauerwäschekragen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen seite des Kragens aus einer pigmentierten Zellulosederivatfolie besteht.
    3. Dauerwäsehekragen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen seite des Kragens aus einem mit Zellu- losederivaten imprägnierten Gewebe be steht. 4. Dauerwäschekragen nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die pigmentierte Zellulose derivatfolie aus Dampferzelluloid besteht.
    5. Dauerwäschekragen nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die pigmentierte Zellulose- derivatfolie aus mit geruchlosen Gelatinie- rungsmitteln plastifizierter Nitrozellulose besteht.
CH199166D 1936-03-20 1937-03-09 Dauerwäschekragen. CH199166A (de)

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