CH196871A - Verfahren zur Herstellung eines mehrkernigen ungesättigten Ringketones. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines mehrkernigen ungesättigten Ringketones.

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CH196871A
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ketone
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • C07J1/0003Androstane derivatives
    • C07J1/0011Androstane derivatives substituted in position 17 by a keto group

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines mehrkernigen ungesättigten     Ringketones.       Gegenstand des vorliegenden Patentes  bildet ein Verfahren zur Herstellung eines  mehrkernigen ungesättigten     Ringketones,    wel  ches dadurch gekennzeichnet ist, dass man  die     Kohlenstoffdoppelbindung    einer Verbin  dung, die das Radikal der Formel  
EMI0001.0004     
    enthält, wie zum Beispiel die entsprechenden       Carbonsäuren,    ihre Ester oder     Amide,    worin  R einen Rest, der bei Einwirkung eines       Hydrolysierungsmittels    durch die     Hydroxyl-          gruppe    ersetzt wird, bedeutet und n eine  ganze Zahl von 1-4,

   vor der folgenden Ein  wirkung des Oxydationsmittels schützt, das  so erhaltene Zwischenprodukt mit einem  Oxydationsmittel behandelt, hierauf die Koh-         lenstoffdoppelbindung    wieder herstellt, die  neutralen Oxydationsprodukte abtrennt, auf  letztere nach Befreiung von flüchtigen Pro  dukten ein     Ketonreagens    einwirken lässt, das  so erhaltene Reaktionsprodukt von den un  veränderten Begleitstoffen trennt und mit  hydrolytisch wirkenden Mitteln behandelt.  



  Das auf diese Weise gewonnene     Q5,s-trans-          Dehydroandrosteron    ist mit dem im Patent  Nr. 193220 beschriebenen Verfahrensprodukt  identisch.  



  Der Schutz der     Kohlenstoffdoppelbindung     des Ausgangsstoffes erfolgt zum Beispiel  durch Anlagerung von Halogen     bezw.    Halo  genwasserstoff. Geeignete Oxydationsmittel  sind zum Beispiel Chromsäure,     Permanganat     und dergleichen.

   Als     Ketonreagenzien    können       Semicarbazid,        Thiosemicarbazid,        Hydroxyl-          amin,        Aminoguanidin,    neutrale oder basisch  substituierte     Acylhydrazide,    wie zum Beispiel  das Chlorid des     Trimethylammoniumacet-          hydrazids,        Phenylhydrazin,        Diphenylhydrazin,     Mono- oder     Dinitrophenylhydrazin,    Phenyl-           hydrazinsulfonsäure    usw. Verwendung finden.

    Die Wiederherstellung der     Kohlenstoffdoppel-          bindung    nach erfolgter Oxydation kann in  bekannter Weise, zum Beispiel zur     Entfernung     angelagerten Halogens durch Behandlung mit  Zinkstaub und Essigsäure oder     rnit        Alliiali-          jodiden,    zur Entfernung angelagerten Halogen  wasserstoffes durch Behandlung mit tertiären  Basen, wie     Pyridin    oder     Dimethylanilin    oder  mit Salzen von     Carbonsäuren,    wie z. B.     AI-          kaliacetaterr,    erfolgen.

   Der Rest R in     3-Stel-          lung    des     Ausgangsstoffes    kann zum Beispiel  durch     Veresterung,        Verätherung,        Halogenie-          rung    usw. einer     Hydroxylgruppe    gebildet  worden sein, die sich in     8-Stellung    befand.

      <I>Beispiel:</I>    Zu 1 Teil     d""\@-3-Acetoxy-cholensäure-ätlryl-          ester    in 40 Teilen Eisessig     lüsst    man in der       gälte    eine Lösung der für die     Absättigung     einer Doppelbindung     berechneten    Menge Brom  in Eisessig     hineintropfen.        -Nun    erwärmt man  auf<B>30',</B> lässt innert 10 Stunden eine Lösung  von 4 Teilen     Chromtrioxyd    in 6 Teilen  wasserhaltigem Eisessig zulaufen,

   rührt wei  ter 24 Stunden bei     gleicher    Temperatur und  lässt schliesslich unter Rühren     innert    mehreren  Stunden abkühlen. Die überschüssige Chrom  säure wird durch Zusatz von Methanol zer  stört und die Lösung im Vakuum bei<B>301</B>  auf etwa     '/s    ihres Volumens eingeengt. Den       Rückstand    behandelt man 8-10 Stunden bei  Zimmertemperatur mit 1,15 Teilen Zink,  dann wird filtriert, hierauf im Vakuum  bis zur Sirupdicke eingeengt, mit Wasser  verdünnt und mit     Isopropyläther    erschöpfend  extrahiert. Der ätherische Extrakt wird alka  lisch ausgewaschen, getrocknet und das Lö  sungsmittel verdampft. Der Rückstand wird  in heissem Methylalkohol gelöst.

   Hierauf lässt  man erkalten, filtriert und dampft das Lö  sungsmittel im Vakuum ein, wobei gleich  zeitig flüchtige Verbindungen entfernt wer  den. Der Rückstand wird mit     Semicarbazid     in alkoholischer Lösung umgesetzt und das  entstandene     Semicarbazon    aus dem Reak  tionsgemisch abgetrennt.    Das entstandene     Semicarbazon    schmilzt  nach dem     Umkristallisieren    aus Methylalkohol  bei<B>274-275'</B> unter Zersetzung.

   Die     Ver-          seifung    des     Semicarbazides    sowie der Ester  gruppe kann zum Beispiel durch abwechselndes  Erwärmen mit     verdiinnter    Schwefelsäure und  Alkali durchgeführt oder auch in einer Re  aktion durch Behandlung mit     starkerSchwefel-          säure    erzielt werden; das     Verseifungsgemisch     giesst man in     Wasser,        äthert    erschöpfend aus  und wäscht die Ätherlösung mit Wasser,  dampft sie ein und kristallisiert den Rück  stand mit wenig Tierkohle     aus        Hexan    um.

    Man erhält so das dem     Sernicarbazon    zu  grunde liegende ungesättigte     Ringketon,    das       d',6-trans-Dehydroandrosterorr        (j5,6-3-Oxy-          ätio-cholenon-(171)    in zwei polymorphen  Formen. Die eine kristallisiert in Nadeln  vom F.     140--1410    und die andere in unregel  mässig sechseckigen Blättchen vom F. 152  bis 153  .  



  In analoger Weise erhält man dasselbe  Verfahrensprodukt     ausgehend    zum Beispiel  von     d5,''-3-Acyloxy-rror-cholensäure-oder-bis-          norcholensäure-estern,        -äthern    oder     -amiden.     Statt     3-Acyloxy-    kann man zum Beispiel  auch     3-Alkoxy-    (wie zum Beispiel die     Tri-          pheny1methyläther)    oder     3-Halogen-Derivate     als Ausgangsstoff verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines mehr kernigen ungesättigten Ringketons, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kohlenstoff doppelbindung einer Verbindung, die das Radikal der Formel EMI0002.0069 enthält, worin R einen Rest, der bei Ein wirkung eines Hydrolysierungsmittels durch die Hydroxylgruppe ersetzt wird, bedeutet und n eine ganze Zahl von 1-4, vor der folgenden Einwirkung des Oxydationsmittels schützt, das so erhaltene Zwischenprodukt mit einem Oxydationsmittel behandelt, hier auf die Kohlenstoffdoppelbindung wieder her stellt, die neutralen Oxydationsprodukte ab trennt,
    auf letztere nach Befreiung von flüch tigen Produkten ein Ketonreagens einwirken lässt, das so erhaltene Reaktionsprodukt von den unveränderten Begleitstoffen trennt und mit hydrolytisch wirkenden Mitteln be handelt. Das auf diese Weise gewonnene d5,1-trans-Dehydroarrdrosteron ist mit dem im Patent Nr. 193220 beschriebenen Verfahrens produkt identisch. UNTERANSPRüCHE: 1 Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kohlenstoff doppelbindung des Ausgangsstoffes durch Anlagerung von Halogen schützt und nach erfolgter Oxydation durch Einwirkung Halogen abspaltender Mittel wieder her gestellt.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogen abspaltendes Mittel Zinkstaub und Essigsäure verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kohlenstoff doppelbindung des Ausgangsstoffes durch Anlagerung von Halogenwasserstoff schützt und nach erfolgter Oxydation durch Ein wirkung Halogenwasserstoff abspaltender Mittel wieder herstellt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogenwasserstoff abspal tendes Mittel tertiäre Basen verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ketonreagens eine Hydrazinverbindung verwendet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ketonreagens Semicarbazid verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ketonreagens Hydroxylamin verwendet. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man vor der Behand lung mit einem Ketonreagens flüchtige Verbindungen durch Erwärmen im Va kuum vertreibt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Hydrolyse der aus dem Keton und einem Keton- reagens gebildeten Verbindung saure Reagenzien verwendet. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Hydrolyse der aus dem Keton und einem Keton- reagens gebildeten Verbindung ein saures und ein alkalisches Reagens verwendet. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Ohromtrioxyd verwendet. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Ohromtrioxyd in Gegenwart von Essigsäure verwendet. 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Permanganat verwendet.
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