Rollfilmkamerahinterteil. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Rollfilmkamerahinterteil. Unter dieser Bezeichnung wird der Teil einer Roll filmkamera verstanden, in welchem -der Auf nahmefilm in: die Aufnahmestellungen ge bracht werden kann.
Die Erfindung betrifft einen Rollfilm kamerahinterteil mit einer Filmnumerierein- richtung zum Anzeigen der Nummer des in Belichtungsstellung befindlichen Filmbildes. Wenn somit beispielsweise ein Rollfilm acht Filmbilder aufweist, werden gewöhnlich die Zahlen 1-8 nacheinander durch die Film numeriereinrichtung angezeigt, wenn die Filmbilder ihrerseits nacheinander in die Be- liclttungsstellung bewegt werden.
Es wurde bereits vorgeschlagen, bei einem solchen Rollfilmkamerahinterteil die r!ilm- nuiueriereinrichtung mit einem endlosen Band zu versehen, welches in Abständen An gaben trägt, die nacheinander durch eine Öffnung einer Kamerawand erscheinen, wo- bei das Band auf Verlängerungen der .Spin deln oder Spulen angeordnet war, auf die der Film beim Gebrauch auf- bezw. von denen er abgewunden wurde.
Die Einstellung des Films hatte somit eine entsprechende Be wegung des Bandes und eine Veränderung der durch .dasselbe gemachten Angaben zur Folge. Nach - einem weiterhin vorgeschla genen Beispiel eines Rollfilmkamerahinter- teils der 'beschriebenen Art wies die Film- numeriereinrichtung eine mit Nummern ver sehene Scheibe auf,
die in eine Vertiefung an einer Seite oder einem Ende des Kamera hinterteils angeordnet und durch einen am .Kamerahinterteil befestigten Deckel um schlossen war, der eine Öffnung aufwies, an welcher die Nummern der Scheibe beim Ein stellen des Films vorbeibewegt wurden.
Es war ein selbsttätiger Anschlag vorhanden, um den Film in jeder Einstellage zu sichern und das Lösen dieses Anschlages (um eine Weiterbewegung des Films zu ermöglichen) wurde durch ein Glied bewirkt, das auch zur Betätigung der Nummernscheibe der Film- numeriereinrichtung diente.
Gemäss der Erfindung besteht der Roll filmkamerahinterteil aus zwei Teilen, von welchen der Hauptteil zur Aufnahme des Films dient und der andere Teil eine Film- aufwindespindel aufweist und sowohl einen Hohlraum zur Aufnahme der durch die Spin- del betätigbaren Fibnnumeriereinrichtung,
als auch einen wegnehmbaren Deckel an einem Ende des Hauptteils -bildet, um den letzteren - gegen Licht eintritt von .dem ge nannten Hohlraum abzuschliessen.
Vorteilhaft weist der Hauptteil Behält nisse auf, welche zur Aufnahme der Auf- und Abwindespule eines im Gebrauch be findlichen Films und mindestens einer Re servefilmrolle bestimmt sind, wobei der weg nehmbare Deckel dazu dient, däe Filme im Hauptteil zu halten. Hierbei enthält zweck mässig von den zwei äussersten Behältnissen das eine .die Aufwindespule und das andere ist zur Aufnahme der Abwindespule be- stimmt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 -eine Vorderansicht des Rollfilm- kamerahinterteils, Fig. 2 eine Ansicht des Hauptteils in Richtung ,der Pfeile 2 in Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht des Deckels in Rich tung der Pfeile 3 in Fig. 1, Fig. 4 eine Seitenansicht einer Kamera,
an deren Hinterseite .der Rollfilmkamera hinterteil angeordnet ist in kleinerem Mass stab und Fig. 5, eine Ansicht von rechts zu Fig. 4 ;
Fig. 6 ist eine Ansicht von hinten des obern Teils des Rollfilmkamerahinterteils, Fig. 7 ein Schnitt nach Linie 10-10 der Fig. 6, Fig. 8 ein. Schnitt nach Linie 11-11 der Fig. 6, und Fig. 9 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 6, bei welcher ein Teil des Deckels abgebrochen ist,
um die Numeriereinrichtung klarer zu zeigen. Gleiche Bezugszahlen bezeichnen in allen Figuren der Zeichnung gleiche Teile.
'Der in der Zeichnung gezeigte Rollfilm- kamerahinterteil weist ein Gehäuse 1 auf, welches vier zylindrische Kammern 2, 3, 4 und 5 besitzt. Das Gehäuse mit seinen Kam mern kann durch Giessen hergestellt sein, wobei die Kammern mittels Kernen geformt werden.
Die obern Enden der Kammern gehen in eine Aussparung 6 (Fig. 2) über, welche für die Aufnahme eines Deckels be stimmt ist, der einen Vorsprung aufweist, womit er in die Aussparung G passt, wie in Fig. 4 und 7 .gezeigt ist. Von den Kam mern 2 und 5 ausgehende, nach der Vorder seite des Gehäuses offene Schlitze 8 und 9 verlaufen parallel mit der Längsachse,der Kammern und jede der letzteren ist mit einer längsgerichteten Keilnut 10 versehen.
Zwi schen den Kammern 3 und 4 befindet sich ein zusätzlicher Schlitz 11, der über die ganze Höhe dieser Kammern verläuft und für einen später beschriebenen Zweck dient.
In dem Deckel ist koachsial mit der Kammer 5 eine Spindel 12 -drehbar gelagert, die an ihrem innern Ende an derjenigen Seite des Deckels, welche auf den Hauptteil auf gebracht wird, einen diametral verlaufenden Keil 13 hat. Der letztere ist für den Ein griff mit einer entsprechenden Keilnut 14 in der Aufwindespindel der Filmspule be stimmt; ,die Lage dieser Keilnuten ist in Fig. 2 in strichpunktierten Linien bezeich net.
Die Spindel 12 ist mit einem gerippten Kopf 15 versehen, mittels welchem sie von Hand gedreht werden kann, um einen in den Kamerahinterteil eingesetzten Film aufzu winden.
In einer Mulde 16 auf der Unterseite -des Deckels ist ein. Klinkenrad, 17 gelegen, wel ches mit der .Spindel 12 aus einem Stück besteht oder an derselben befestigt ist und mit einer durch eine Schraube 19 am Deckel befestigten Federklinke 18 zusammenwirkt. Das Klinkengetriebe 17, 18 dient dazu, den Film gegen Rückwärtsbewegung in irgend einer Lage, in welche er durch Drehen der Spindel 12 gebracht wurde, zu sichern.
Beim Gebrauch des Rollfilmkamera hinterteils wird ein Rollfilm in die Kammer 2 eingesetzt und durch die Schlitze 8 und 9 zu einer in der Kammer 5 befindlichen Spule hindurchgezogen. Das freie Ende des Films ist mit einer Verstärkung versehen, mittels welcher es an der Spule der Kammer 5 be festigt werden kann. Der .Schlitz 11 dient zur Aufnahme solcher Verstärkungen von in den Kammern 3, 4 befindlichen Rollfilmen.
Es ist ersichtlich, dass der in Gebrauch be findliche Film auf der vordern Aussenseite des Gehäuses 1 liegt, wobei als Vorderseite des Gehäuses diejenige Seite verstanden wird, welche einwärts in die Kamera gegen deren Linsen gerichtet ist. Die Keilnuten 10 dienen zur Aufnahme von Vorsprüngen oder Keilen von für die Filmspulen vorgesehenen Hülsen, welche durch diese Vorsprünge oder Keile in Lage gehalten werden.
Der gebrauchsbereite gefüllte Kamerahinterteil kann an die Ka mera angesetzt werden, wie in @ig. 4 und 5 angedeutet ist, .gemäss welchen Ösen 49 unten am Gehäuse 1 zu jeder Seite eines mittleren Scharniergliedes 50 des Kamerahauptteils angeordnet sind, und durch die Ösen 49 und das Scharnierglied 50 ein Scharnierbolzen hindurchgeht.
Das Gehäuse 1 kann dann aus der in Fig. 4 in strichpunktierten Linien an gedeuteten 'Lage in die in vollen Linien ge zeichnete Lage geschwungen und in dieser Lage mittels einer schwingbaren Klammer 51 oder eines andern Mittels gesichert wer den.
Wenn eine Filmrolle vollständig ge braucht wurde, wird sie weggenommen und eine neue aus einer der Zwischenkammern 3, 4 :genommen und in Gebrauchslage gebracht. Der belichtete Film wird dann wieder in die Kammer, aus welcher der neue Film entnom men wurde, eingesetzt. Der Rollfilmkamera hinterteil hat somit eine verhältnismässig grosse Filmaufnahme-Kapazität für Roll filme und bildet einen Rollfilmträger in sehr kompakter und praktischer Form.
Die Fig. 6 bis 9 zeigen in grösserem Mass stab die Ausbildung des Deckels, welcher mit einem innern Hohlraum 55 für die Auf- nahme einer Filmnumeriereinrichtung ausge- bildet ist und aus einer obern Platte 56, einer untern Platte 57 und einer Rahmenwand 58 besteht, welche Teile auf irgendwelche zweckmässige Weise miteinander verbunden sind. Die untere Platte 57 weist eine- Schul ter auf, welche in das obere Ende des Ge häuses 1 passt um einen lichtdichten Ab schluss .desselben zu erzielen.
Die Aufwindespindel 12 geht vollständig durch den Deckel hindurch und ist unter der untern Platte 57 mit dem Aufwindekeil 1-3 versehen. Der durch den Deckel hindurch gehende Teil der Spindel 12 ist von kleinerem Durchmesser, wie bei 59 angedeutet, und es ist an .demselben ein Zahnrad 60 befestigt. Dieses Zahnrad greift in ein zweites, um einen in der obern Platte 56 befestigten Zap fen 62 drehbares Zahnrad 61 ein.
Das Zahn rad 61 ist an einer Trommel 63 befestigt oder bildet mit derselben ein Stück. Diese Trommel besitzt. Vorsprünge 64, welche in Abständen auf deren Umfang angeordnet sind und eine zweite Trommel 65 ist mit Vorsprüngen @66 versehen, am entgegengesetz ten Ende des Deckels gelegen und um einen in der Platte 56 befestigten Zapfen 67 drehbar, dessen Achse parallel zu derjenigen des Zapfens 62 liegt.
Ein vorteilhaft aus Stahl bestehendes Band 68 ist um die Trom meln 63 und 65 herumgeführt und mit Lö chern versehen, in welche die Vorsprünge 64 und 66 eingreifen. Durch die zwang läufige Antriebsverbindung zwischen Auf windespule und der Numeriereinrichtung wird das Band 68 an einer Öffnung 69 in ,der hintern Wand des Rahmenteils 58 des Deckels vorbeigeführt.
Das Band ist mit Zahlen versehen, welche voneinander einen Abstand haben, .der den aufeinanderfolgenden Filmbildabständen en.t- spricht, so dass beim Aufwinden des Films in seine aufeinanderfolgenden Belichtungs lagen nacheinander ,die Zahlen 1, 2. 3, 4 etc. in der Öffnung 69 erscheinen. Es ist ersicht lich, dass die Filmnumeriereinrichtung in einem Teil angeordnet ist, der vollständig vom Hauptteil 1 abgeschlossen ist, so dass kein durch die Öffnung 69 eintretendes Licht zum Film gelangen kann.
Damit ist ein hoher Grad von Sicherheit gegen Eintritt von Licht in die Kamera erreicht zum Unter schied gegenüber den gewöhnlich angewen deten Numeriereinrichtungen, bei welchen gewöhnlich eine an der Filmrückseite. ange ordnete Zahl durch eine in der Wand des Kameragehäuses befindliche Öffnung sicht bar wird, die durch einen durchsichtigen rotgefärbten Stoff abgedeckt ist.