CH178463A - Verfahren zur Herstellung von fest haftenden, bituminösen Belägen auf harten Strassendecken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fest haftenden, bituminösen Belägen auf harten Strassendecken.

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CH178463A
CH178463A CH178463DA CH178463A CH 178463 A CH178463 A CH 178463A CH 178463D A CH178463D A CH 178463DA CH 178463 A CH178463 A CH 178463A
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A Dr Agthe Carl
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A Dr Agthe Carl
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  Verfahren zur Herstellung von fest haftenden, bituminösen Belägen  auf harten Strassendecken.    Verschiedene Strassenbeläge aus Asphalt  oder Zement, auch gewisse Sorten Stein- und  Holzpflaster, insbesondere aber Stampf  asphalt, werden im wesentlichen Verkehr so  glatt gefahren, dass man anfängt, sie ent  weder gleich bei der Erstellung oder später  mit einer dünnen, rauhen Verschleissschicht  aus bituminösen Stoffen und Gesteinssplitt  zu überziehen. Dabei ergibt sich jedoch die  Schwierigkeit, dass diese Beläge schlecht an  der Unterlage haften und entweder gleich  nach dem Aufbringen oder in verhältnis  inässig kurzer Zeit abbröckeln oder fortgefah  ren werden.

   Das tritt hauptsächlich dort ein,  wo die zu überziehende Strasse hart ist und  ein Eindringen der     Splittkörner    in die Decke  nicht stattfinden kann, so dass eine Veranke  rung des Belages an der Unterlage nicht er  folgt. Falls die Strasse, die den bituminösen  Belag erhalten soll, durch den Verkehr glatt  gefahren wurde, wird das Aufbringen einer  gut haftenden Verschleissschicht besonders  schwierig.    Zum Überziehen von Asphaltstrassen mit  bituminösen Belägen hat man vorgeschlagen,  die Asphaltdecke mit einem Öl, z. B. Paraf  fin- oder     Kreosotöl,    aufzuweichen. Hierbei  ist es erforderlich, den Asphalt erst mit  Werkzeugen mechanisch     aufzurauhen,    damit;  die aufweichenden Eigenschaften des Öls zur  Wirkung kommen.  



  Nach der vorliegenden Erfindung kann  ein gutes Haften von bituminösen Belägen  auf harten Strassendecken irgend welcher  Art, wie zum Beispiel Asphaltstrassen, Ze  mentstrassen, Stein- und Holzpflaster     ete.,     dadurch erreicht werden, dass man die Stra  ssendecke vor dem Aufbringen des bitumi  nösen Belages mit einem hochsiedenden<B>01</B>  behandelt, das durch Auflösen von     öllös-          lichen    Stoffen, wie zum Beispiel Pech,  Asphalt, Harz, Wachs     etc.,    verdickt wurde.  



  Nach diesem Verfahren soll zwischen der  harten Unterlage und der aufzubringenden  bituminösen Schicht das dickflüssig ge  machte Öl als Klebemasse dienen und ist      es erforderlich, eine gewisse Menge davon,  etwa 0,2 bis 0,5 kg pro     m2,    aufzubringen.  Im Gegensatz zu dem erwähnten Verfahren  zum     Cberziehen    von Asphaltstrassen mit  einem bituminösen Belag durch Aufweichen  mit     0I    kommt dem vorliegenden Verfahren,  selbst wenn es auf Asphaltstrassen ange  wandt wird,     eine    andere Wirkungsweise zu.  Das verdickte Öl soll nicht den Asphalt auf  weichen, es dringt auch nicht in denselben.  ein, sondern es macht nur seine Oberfläche  klebrig.

   Dadurch wird bei der Herstellung  von bituminösen Überzügen auf Asphaltstra  ssen gemäss der Erfindung das umständliche  Aufkratzen des     Asphaltes    überflüssig und  die teilweise Zerstörung des bereits bestehen  den Belages vermieden. Es genügt, wenn das  verdickte Öl auf den Asphalt aufgebracht  und auf diesem gleichmässig verstrichen  wird.  



  Die dickflüssig gemachten Öle, die gemäss  der     Erfindung    angewandt werden sollen, las  sen sich in verschiedener Weise herstellen.  



  Als Öle kommen     Anthracenöl,    Gasöl,  Paraffinöl und ähnlich hochsiedende Öle  oder     Gemische    derselben in Frage. Es ist  nötig, hochsiedende Öle als Lösungsmittel  anzuwenden, da leichter flüchtige Lösungs  mittel verdampfen würden, sobald die in der  Regel auf über<B>100'</B> erhitzten bituminösen  Stoffe auf diese aufgebracht werden.  



  Im hochsiedenden Öl können Steinkohlen  pech,     Braunkohlenteerpech,        Stearinpech,     hochviskoser Teer, Erdölasphalte, Harze.  Wachse,     paraffinhaltige    Massen und ähn  liche Stoffe, die verdickend auf Öle wirken  und ihnen     Klebkraft    geben, sei es für sich  allein, sei es in Mischung, aufgelöst werden.  



  Zweckmässig ist die Menge der im Öl auf  zulösenden Stoffe so zu bemessen, dass das  Öl zwar dickflüssig wird, sich aber im kal  ten Zustande doch noch auf der zu behan  delnden Strasse verstreichen lässt. Eine ähn  liche Viskosität besitzen die im Handel er  hältlichen Gutbacks und Kaltteere. Diese  aus Asphalt oder Strassenteer durch     Fluxen     mit leicht flüchtigen Lösungsmitteln herge  stellten Produkte sind zur Erzeugung von    gut haftenden bituminösen Belägen auf har  ten Strassendecken nicht geeignet.

   Nach dem  Verdunsten der     Fluxmittel    bleibt bei     Gut-          backs    und Kaltteeren eine zähe Masse zu  rück, während charakteristisch für die Prä  parate, die nach vorliegender Erfindung zur  Anwendung gelangen sollen, ihr öliger Cha  rakter sein soll, der auch möglichst lange  erhalten bleiben muss. Sie sollen, im Gegen  satz zu den Gutbacks und Kaltteeren, nicht  abbinden und nicht fest werden, und sie  wären somit nicht geeignet, für sich allein  als Bindemittel im Strassenbau angewandt zu  werden.   Die Viskosität der herzustellenden Öl  präparate richtet sich nach dem Verwen  dungszweck. Für Zement- und Steinstrassen  wird es vorteilhafter sein, ein dickeres Öl  anzuwenden und zirka     i/2    kg pro in' davon  aufzutragen.

   Für Asphaltstrassen können  dünnflüssige Präparate mit einem grösseren  Ölgehalt benützt werden. In diesem Falle  ist der Verbrauch etwa 0,2 bis 0,3 kg pro     m2.     



  Um     ein    gutes Haften der dickflüssig ge  machten Öle auch an feuchten und nassen  Unterlagen zu erreichen, können diese in       Emulsionsform    angewandt werden. Sofern  nicht     bituminöse    Emulsionen zur Herstellung  des Belages verwendet werden, wird man vor  dem Aufbringen der bituminösen Masse war  ten müssen, bis das Wasser verdunstet ist.  Vorteilhafter ist es daher, im viskosen Öl  Stoffe aufzulösen, die das Haften an nassen  Flächen begünstigen, z. B. eine geringe  Menge wasserlöslicher fettsaurer oder harz  saurer Salze.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  kann beispielsweise wie folgt ausgeführt  werden: Die Unterlage wird zuerst von  Staub und Verunreinigungen befreit. Un  ebenheiten in der vorhandenen Strasse werden  durch Ausbesserung beseitigt. Zum Beispiel  beim Überziehen von     glatt    gefahrenem Stein  pflaster wird es zweckmässig sein, die Fugen  durch einen bituminösen     Makadam    auszufül  len. Hierauf     -,yird    das verdickte Öl ausgegos  sen und mit Wischern gleichmässig verstri  chen, wobei es unter Umständen vorteilhaft      ist, das<B>01</B> vordem anzuwärmen. Das ver  dickte Öl kann auch mit Spritzmaschinen  verdünnt aufgebracht werden, um es mög  lichst gleichmässig auf der Unterlage zu ver  teilen.

   Ein Verstreichen desselben wird je  doch auch in diesem Falle vorteilhaft sein.  



  Die Ausführung des bituminösen Belages  auf der     mit    dem verdickten Öl behandelten  Unterlage kann in bekannter Weise erfol  gen. Es können entweder Oberflächenbehand  lungen durch Aufbringen von Asphalt-,  Teer- und ähnlichen bituminösen Präparaten  und nachfolgendes Auftragen von Splitt aus  geführt werden, oder aber, es wird eine  dünne Schicht eines bituminösen Betons oder       Makadams    aufgetragen und festgewalzt.  



  Beispiele für die Herstellung der nach  vorliegender Erfindung anzuwendenden     Öl-          präparate    zum Anstreichen von harten Stra  ssendecken zwecks Aufbringung gut haften  der bituminöser Beläge:  ,1. In 75 kg Gasöl werden unter Erwär  men und Umrühren 25 kg Erdölabfall vom  Schmelzpunkt nach     Krämer-Sarnow    von 85  bis 95   C aufgelöst.  



       \?.    20 kg     Steinkohlenteerweichpech    und  10 kg     Stearinpech    werden in 70 kg     Stein-          hohlenteeröi    gelöst.  



  . 35 kg     Kolophonium    und 10 kg Braun  kohlenteerpech werden in 55 kg     Anthracenöl     ;gelöst und unter Zugabe von verdünnter       Sololösung    so lange erhitzt, bis eine fein dis  perse Emulsion entstanden ist.  



       -I.    1 kg     Kalitallölseife    wird in 59 kg       _lnthracenöl    verrührt und hierauf unter     Er-          %värmen    und Umrühren 40 kg Erdölasphalt  vom Schmelzpunkt nach     Krämer-Sarnow    von       ?5    bis 35   C darin aufgelöst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPIZÜCI.: Verfahren zur Herstellung von fest haf tenden, bituminösen Belägen auf harten Strassendecken, dadurch gekennzeichnet, dass man diese vor dem Aufbringen des bitumi nösen Belages mit einem hochsiedenden Öl. behandelt, das durch Auflösen von öllösli- chen Stoffen verdickt wurde. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein hochsieden des Öl verwendet, das durch Auflösen von Pech verdickt wurde. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein hochsieden des Öl verwendet, das durch Auflösen von Asphalt verdickt wurde. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein hochsieden des 0I verwendet, das durch Auflösen von Harz verdickt wurde. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein hochsieden des<B>01</B> verwendet, das durch Auflösen von Wachs verdickt wurde. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verdickten Öle in Emulsionsform angewandt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum verdickten Öl eine geringe enge wasserlöslicher, fett saurer Salze zugesetzt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum verdickten Öl eine geringe Menge wasserlöslicher, harz saurer Salze zugesetzt wird.
CH178463D 1933-06-24 1934-06-22 Verfahren zur Herstellung von fest haftenden, bituminösen Belägen auf harten Strassendecken. CH178463A (de)

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