CH173752A - Verfahren zur Herstellung von schwarzen Zelluloseesterlacken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von schwarzen Zelluloseesterlacken.

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CH173752A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von schwarzen     Zelluloseesterlaeken.       Bei der Herstellung von schwarzen     Zel-          luloseesterlacken    verfährt man zum Beispiel  so, dass man fein verteilte schwarze     Pigmente     wie Russ, in     7,elluloseesterlacken    verteilt.       Derartige    Lacke geben schwarze     Überzüge     von guter Deckkraft, besitzen jedoch nicht  immer die erwünschte tiefschwarze     Nuance.     



  Es wurde nun gefunden,     dass    man  schwarze     Zelluloseesterlacke    von vorzüglichen  Eigenschaften erhält, wenn man Zellulose  esterlacke mit schwarzen Pigmenten färbt,  die der Einwirkung von löslichen schwarzen  Farbstoffen in solcher Menge und     unter    sol  chen     Bedingungen    unterworfen werden,     .dass     die löslichen Farbstoffe durch     Lösungsmittel     <I>praktisch</I> nicht mehr von den Pigmenten       heruntergelöst    werden können. Die Farb  stoffe dürften hierbei auf .der Oberfläche oder  in den Poren der Pigmentteilchen     adsorbiert     sein.

   Besonders günstige Ergebnisse erzielt  man, wenn man die löslichen schwarzen    Farbstoffe vor ihrer Einwirkung auf :die  Pigmente mit einer löslichen     sauerwirkenden     organischen Verbindung,     insbesondere    Kar  bonsäuren, oder deren sauren     Estern    oder       Umwandlunä    Produkten, wie     Ölsäuren,    zum       Beispiel    Ölsäure,     Stearinsäure,        Naphthen.-          säure,        Phthalsäure,    bei erhöhter Temperatur  vorbehandelt.

   Die Behandlung der Pigmente  mit den löslichen     Farbstoffen    erfolgt zum       Beispiel    zweckmässig durch gemeinsame me  chanische     Verarbeitung,    oder durch Zusam  menbringen der beiden     Komponenten,    unter  Druck,     vorteilhaft    unter gleichzeitiger Er  hitzung. Es ist oftmals nützlich,     diese    Be  handlung in     Gegenwart    anderer Stoffe, vor  zugsweise solcher, die     Bestandteile    des zu fär  benden Lackes sind,     wie    Nitrozellulose,       Weichmachungs-    oder Lösungsmitteln, aus  zuführen.  



       Beispielsweise    kann man so verfahren,  dass man ein noch festes Gemisch aus .schwa.r-           zem    Pigment, löslichem schwarzem Farbstoff,  Nitrozellulose,     Weichmachungs-    und     f    oder     Lö-          sungsmittel    auf Walzen solange verarbeitet,  biss die erhaltene Masse eine Lösung gibt,  aus der sich das Pigment nicht oder nur in  geringem Masse     absetzt,    und darauf die er  haltene     :schwarze    Masse in weiteren Mengen       organischem.        Lösungsmittel    zu einem ver  arbeitungsfähigen Lack löst.

   Hierbei kann  man mit     Vorteil        in,der    Weise arbeiten, dass  man zuerst Nitrozellulose     untrer    Anwendung       eines        Weichmachungsmittels    mit Alkohol in       eine        plastische,    knetbare Form bringt, was  in einem     Knetapparat    geschehen kann, so  ,dann eine Lösung eines löslichen schwarzen  Farbstoffes, zum Beispiel     Indulinbase,    Ni  grosinbase oder     Knochenpech    (Bone     pilch),

       und     ferner    Russ     hinzufügt    und darauf die  erhaltene     Mischung    auf einer     Walzvorrich-          tung,        wie    sie in der     Zelluloidindustrie    üblich  ist, oder einer     Friktionswalze,    solange     ver-          walzt,    bis das Pigment in der Masse so.

   fein       verteilt        ist,        dass    beim Auflösen der Masse in       Lösungsmitteln    für     Zelluloseester    eine Lö  sung     entsteht,    aus der sich das Pigment  nicht oder nur in geringem Masse absetzt.  Die     erhaltenen    schwarzen Massen geben beim  Auflösen in     Lösungsmitteln    für Zellulose  ester Lacke von vorzüglichen Eigenschaften.  



  Die löslichen Farbstoffe werden, durch die       mechanische    Behandlung auf dem Pigment  derart     fixiert,    dass     Lösungsmittel,    .die den  löslichen     Farbstoff    an sich lösen würden,  jedoch     Zelluloseester    nicht lösen, zum Beispiel       Toluol,    .den löslichen Farbstoff nicht mehr  aus dem Gemisch herauslösen, so     :dass    die  mit dem     Gemisch    in Berührung gebrachte  Flüssigkeit klar     und        ungefärbt    bleibt.  



  Die dem schwarzen     Pigment,        wie    Russ,  einzuverleibende     optimale    Menge an lös  lichem     schwarzem    Farbstoff lässt sich leicht  durch einen     Vorversuch    ermitteln. Sie wird  so bemessen,     dass    die     adsorbierenden    und an  dern physikalischen Eigenschaften des  schwarzen Pigmentes zur     Fixierung    des lös  lichen schwarzen Farbstoffes ausreichen, ein       hierüber        hinausgehender        UbeTBChuss    an lös  lichem Farbstoff ist zu vermeiden.    <I>Beispiel:</I>  1.

   Herstellung der Lösung der löslichen  Farbstoffe:  A) 10 Teile     Indulinbase        und    10 Teile     01-          säure    werden ungefähr 45 Minuten lang auf  etwa<B>150'C</B> erhitzt, worauf 5 Teile Solvent  naphta zugesetzt werden.  



  B) 10 Teile     Nigrosinbase    und 10 Teile  Ölsäure werden ungefähr 45 Minuten lang  auf etwa.<B>150'</B>     C    erhitzt, worauf 5 Teile       Solventnaphta    zugesetzt werden.  



  C) '10 Teile     Knochenpech    (Bone     pitch)     vom Schmelzpunkt 100 bis<B>115</B>   :C werden  mit 10 Teilen .Ölsäure ungefähr 30 Minuten  lang auf<B>150,'</B> C erhitzt, worauf 5 Teile       Dibutylphthalat    zugesetzt werden.  



  Wenn die löslichen Farbstoffe anorgani  sche     ,Salze    oder andere in organischen     Lö-          sungsmitteln    unlösliche     Verunreinigungen     enthalten, können     diese    :durch gebräuchliche  Mittel, wie     Filterpressen    oder     Absitzenlassen     usw., entfernt werden.    2. Herstellung der Farbmasse:  220 Teile     :spritfeuchte        1/2-Sekunden-Nitro-          zellulose        (enthaltend    30 % Alkohol, 30 Teile  Russ, 30 Teile     Farbstofflösung    gemäss 1.

   A),  B) oder C), 35 Teile     Dibutylphthalat,    und  27 Teile     Äthylalkohol    (vergällt), werden     in-          einem    Rührgefäss solange gemischt, bis. eine  homogene     Mischung    entstanden ist. Darauf  wird die     Mischung    auf Walzen solange be  arbeitet, bis     -das    Pigment so fein verteilt ist,       dass    es     beim    Auflösen der gewonnenen  schwarzen     Farbmasse    in     Lösungsmitteln    für       Zelluloseester    sich nicht oder nur in geringem  Masse absetzt.

      3.     Herstellung    .des Lackes:  Man löst 10,4     Teile    schwarze     Farbmasse     gemäss 2,<B>7,7</B> Teile     1/2-Sekunden-NitrGzellu-          lose,    0,6 Teile 15- bis     20-Sekunden-Xitro-          zellulose,    1,4 Teile     Esterharz    und 1,8 Teile       Dammaxharz    in einem     Lösungsmittelgemisch     bestehend aus 33,5     Teilen        Toluol-gylol-          gemisch,   <B>18,7</B> Teilen     Butylacetat,    18,9 Teilen       Äthylacetat,

      3,1 Teilen     Butanol,    2,7 Teilen  geblasenem Rizinusöl und 1,2 Teilen     Dibutyl-          phthalat.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von schwarzen Zelluloseesterlacken, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Färben der Zelluloseesterlacke schwarze Pigmente verwendet, .die der Ein wirkung von löslichen schwarzen Farbstoffen in solcher Menge und unter solchen Bedin gungen unterworfen werden, -dass die lös lichen Farbstoffe durch Lösungsmittel prak tisch nicht mehr von den Pigmenten los gelöst werden können.
    UNTERANSPRtTCFI Verfahren nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass man die löslichen schwarzen Farbstoffe vor ihrer Einwirkung auf die schwarzen Pigmente mit einer lös lichen sauerwirkenden organischen Verbin dung bei erhöhter Temperatur vorbehandelt.
CH173752D 1932-12-21 1933-12-18 Verfahren zur Herstellung von schwarzen Zelluloseesterlacken. CH173752A (de)

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