Universalmaschine für Nahrungsmittelbearbeitung Bäckereien und Konditoreien. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Universalmaschine für Nahrungsmittelbear beitung für Bäckereien und Konditoreien.
Diese Maschine zeichnet sich durch ein Gestell mit langgestrecktem Tragkörper aus, an dessen Längsseiten als Arbeitsvorrich tungen eine Zwiebackschneidemaschine, eine Passiermaschine, eine Schlag- und Rühr maschine, eine Scheibenreibmaschine und eine Walzenreibmaschine angeordnet sind, wobei der ,Antrieb dieser Arbeitsvor richtungen von einem gemeinsamen An triebsmotor aus erfolgt und ihre Antriebs teile grösstenteils in dem Hohlraum des hoh len Tragkörpers untergebracht und mittelst aussen liegender,
in übersichtlicher Weise an geordneter Schaltmittel einzeln oder in be liebiger Anzahl und während des Ganges der Maschine beherrschbar sind.
Diese Maschine ist geeignet, die Nah- rungsmittelbearbeitung in Bäckereien und Konditoreien bedeutend zu erleichtern, und sie ermöglicht, in kurzer Zeit grössere Men gen verschiedenartig zu bearbeitender Nah rungsmittel bereit zu stellen. In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt.
Es zeigt: Fig. 1 einen Aufriss desselben, Fig. 2 einen Grundriss dazu, Fig. 3 eine Endansicht von rechts und Fig. 4 eine Endansicht von links der Fig. 1; Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie V-V der Fig. 2 bei weggelassenen Arbeitsvor richtungen und Fig. 6 ein Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5.
Die auf der Zeichnung dargestellte Uni versalmaschine für Nahrungsmittelbearbei tung für Bäckereien und Konditoreien be sitzt ein Gestell in Form eines Bockes mit einem langgestreckten Tragkörper 1, der einerends einen hohlen Querbalken 74 trägt, welcher an seinen äussern Enden vorkragende Arme 75 trägt. Diese Arme 75 ruhen auf zwei Stützen 2, während der Tragkörper 1 am freien Ende durch eine weitere Stütze 3 abgestützt ist. Am Tragkörper 1 sind an den Längsseiten mehrere zur Nahrungs- mittelbearbeitung in Bäckereien und Kon ditoreien erforderliche Arbeitsvorrichtungen angeordnet.
Diese Vorrichtungen bestehen aus einer Zwiebackschneidmaschine 86, einer Pas siermaschine 6, einer Schlag- und Rühr maschine 9, einer Scheibenreibmaschine 10, einer Walzenreibmaschine 12 und einer Kaffeemühle 88 und sind sämtlich von be kannter Konstruktion.
Die Arbeitsvorrichtungen sind so in bezug auf den Tragkörper angeordnet, dass ihre zu bedienenden Teile an leicht zugänglicher Stelle des Tragkörpers liegen.
An dem -einerends des Tragkörpers 1 angeordneten hohlen Querbalken 74 ist eine Knet- und Mischmaschine angeordnet, die einen mittelst Zapfen in den Armen 75 ge lagerten Kipprahmen 89 aufweist, in wel chem die Mulde 76 drehbar .gelagert ist. Am Kipprahmen 89 sind ferner zwei schiefe Werkzeugwellen 77 gelagert, an denen in die Mulde 76 hineinragende Werkzeuge befestigt sind.
An dem dem Querbalken 74 gegenüber liegenden Ende des Tragkörpers ist in Rühr- und Schlagwerk vorgesehen, dessen Mulde 8 7 auf einem gabelförmigen Träger 90 kipp- bar angeordnet ist, welcher drehbar in dem an der Stütze 3 befestigten Lagerstück 91 gelagert ist. Oberhalb der Mulde 87 sind am Tragkörper 1 beidseitig je ein Gehäuse teil 9:2 befestigt, in denen je eine schiefe Werkzeugwelle gelagert ist, an welchen in die Mulde 87 hineinreichende Werkzeuge be festigt sind.
Der Antrieb der Arbeitsvorrichtungen erfolgt mit Ausnahme der Kaffeemühle 88 über eine gemeinsame Hauptantriebswelle 15 von dem Motor 14 aus. Von der Haupt antriebswelle 15 werden die Arbeitsvorrich- tungen 6, 10, 12 und 86 über die im Innern des Tragkörpers 1 angeordnete Gelenkkette 49 angetrieben.
Der Einzelantrieb der Passiermaschine 6 und der Scheibenreibmaschine 10 ist in Fin. 5 und 6 dargestellt. Die Gelenkkette 49 ist über ein auf einer mittleren Triebwelle 52 sitzendes Kettenrad 51 .geführt. Auf der Tischwelle 52 befindet sich beiderends je ein Zahnrad 53, von denen jedes im Eingriff mit Planetenrädern 54 ist, die ihrerseits in ein auf der angetriebenen Welle 57 sitzen des Zahnrad .56 eingreifen.
Durch Andrücken der auf den Planetenradträger 55 einwirken den Bremsbacken 58 mittelst des an über sichtlicher Stelle angeordneten Handrades 59 kann der Träger .55 festgestellt werden, wo durch von der Welle 52 über die Räder 53 54 und 56 die Welle 57 angetrieben wird. Dadurch kann über die eine Welle 57 die Passiermaschine 6 oder über .die zweite Welle 57 die Scheibenreibmaschine 10 an getrieben werden.
Beim Lösen der Brems backen 58 durch das Handrad 59 steht die betreffende Arbeitsvorrichtung wieder still. In gleicher Weise wie die Arbeitsvorrichtun gen 6, 10 werden die Walzenreibmaschine 12 und die Zwiebackschneidemaschine 86 von der. Gelenkkette 49 angetrieben.
Auch die Schlag- und Rührmaschine 9 wird in glei cher Weise von der Hauptantriebswelle 15 aus angetrieben und ist mittelst eines schräg stehenden Handrades 59 ein- und ausschalt bar. In den Antrieb dieser Maschine 9 ist ferner ein Wechselrädergetriebe eingeschaltet, mittelst dessen die Antriebsgeschwindigkeit dieser Maschine geändert werden kann, indem die Tourenzahl der getriebenen Welle zum Beispiel von 260 auf 420 erhöht werden kann.
Der Antrieb der an dem Querbalken 74 be festigten Kaffeemühle 88 erfolgt unmittel- bar von der Motorwelle aus mittelst eines Riemengetriebes. Diese Kaffeemühle selbst kann mit Mitteln zu deren Ein- und Aus schalten versehen sein.
Der Antrieb der Knet- und Mischmaschine erfolgt von der Hauptantriebswelle 15 aus über ein Rädervorgelege 78 und eine im Querbalken 74 gelagerte Transmissionswelle 79. In .die Transmissionswelle ist eine wäh rend des Ganges der Maschine mittelst des Handhebels 80' einschaltbare Reduktions kupplung 80 für zwei verschiedene Ge schwindigkeiten eingesetzt, welches zum Bei spiel ein Einschalten von 480 bezw. 320 Um drehungen für die Knet- und Mischmaschine gestattet.
Vom äussern Ende der Welle 79 erfolgt der Antrieb der Mulde 76 und der Werkzeugwellen 77 mittelst Triebketten über auf den ;Schwenkzapfen des Kipprahmens sitzende Kettenräder, und zwar wirken die Triebketten zum Drehen der Mulde um ihren untern Drehzapfen auf eine untere Schnecken welle 89 und diejenigen zum Drehen der Werkzeugwellen auf eine obere Schnecken welle 82. Das .Schwenken des Kipprahmens mitsamt Mulde und Werkzeugwellen ist durch einen Handhebel 83 ausführbar.
Die Mulde 87 des Rühr- und Schlag werkes wird mittelst der im Innern der Stütze 3 angeordneten Triebkette 39 von der zwischen der Walzenreibmaschine 12 und der Zwiebackschneidemaschine 86 befindlichen Triebwelle 52 aus angetrieben, von der aus mittelst Triebkette 49' auch der Antrieb der bezüglichen Werkzeugwellen erfolgt, welche durch ein während des Ganges der Maschine mittelst des Schalthebels 27 und einer auf der Zeichnung nicht dargestellten Ziehkeil kupplung ausschaltbares Übersetzungsgetriebe mit vier verschiedenen Geschwindigkeiten an getrieben werden können.
Die meisten Antriebsteile für die Arbeits vorrichtungen sind in das Innere des Gestelles verlegt, und die Schaltmittel dieser Vor richtungen sind in übersichtlicher Weise ausserhalb desselben angeordnet.
Es ist klar, dass der Antrieb der am Trag körper selbst abgestützten Arbeitsvorrichtun gen von der Vorgelegewelle aus, statt durch Kettengetriebe, auch durch Transmissions- wellen und Winkelräder usw. erfolgen kann.
Die langgestreckte Form des Tragkörpers in Verbindung mit dem gemeinsamen Antrieb der Antriebsvorrichtungen ermöglicht, eine beliebige Anzahl Arbeitsvorrichtungen an einem Tragkörper vorzusehen. Die Länge des Tragkörpers richtet sich hierbei nach .der An zahl der für den jeweiligen Verwendungs zweck der Maschine benötigten Arbeitsvor richtungen.