CH165366A - Federnde Zug- und Stossvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Eisenbahnfahrzeuge. - Google Patents
Federnde Zug- und Stossvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Eisenbahnfahrzeuge.Info
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Description
Federnde Zug- und Stossvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Eisenbahnfahrzeuge. Die Erfindung bezieht sich auf eine federnde Zug- und Stossvorrichtung für Fahr zeuge, insbesondere Eisenbahnfahrzeuge, die mit einer zweiteiligen Zug- und Stossstange und ausser weichen, gegen feste Anschläge des Fahrzeuguntergestelles arbeitenden Fe dern mit einer zwischen die beiden Teile dieser Stange geschalteten Feder versehen ist, die nur bei starken Stössen in Tätigkeit tritt. Diese Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass zwei mit der zweiteiligen Stange verbundene Teile mit einem Getriebe in Ver bindung stehen, das ein Schnellbremsveritil öffnet, nur wenn die starke Feder zusammen gedrückt wird. Beim Bremsen eines längeren Eisenbahn zuges von der Lokomotive aus gelangen die einzelnen Bremsen der Fahrzeuge nicht gleich zeitig, sondern nacheinander zur Wirkung, und zwar wird die letzte Bremse des Zuges zuletzt eingeschaltet. Infolgedessen laufen während des Bremsvorganges die hintern, noch nicht gebremsten Wagen des Zuges auf die vordern Wagen, deren Geschwindigkeit durch die Bremsen bereits vermindert ist, auf. Die hierbei besonders im hintern Teil des Zuges auftretenden Stösse können dabei so gross werden, dass sie die starke Feder nicht mehr abfangen kann, so dass sie für die Wagen gefährlich werden. Bei langen Güterzügen können derartige Stösse auch beim Anfahren auftreten. Die federnde Zug- und Stossvorrichtung nach der Erfindung ist imstande, diese Stösse abzufangen, sobald die Stosskraft einen bestimmten Wert erreicht hat. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Gegenstandes der Erfindung dar gestellt, und zwar zeigt: Fig. 1<B>-</B>eine Seitenansicht der Vorrichtung in der Fahrstellung und Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Dar stellung bei einer andern Stellung der Teile. Die Zug- und Stossvorrichtung jedes Fahr zeuges besitzt zwei beispielsweise, je einen Kuppelkopf a1 tragende Stangen _!, von denen jede zwei Bunde a2 und a3 trägt. In der Bahn dieser Bunde sind auf den Stangen A verschiebbare Federteller 73 vorgesehen, gegen die sich Schraubenfedern C stützen. Die Federn C übertragen die Zug- und Druck beanspruchungen der Stangen A in bekann ter Weise auf das Wagenuntergestell. Mit jeder der Stangen A ist ferner ein Anschlag a4 starr verbünden, gegen den sich ein auf der zugehörigen Stange A verschiebbarer Federteller D zu stützen vermag. Zwischen die beiden Federteller D ist eine starke Schraubenfeder E mit Vorspannung einge setzt. Von jedem Anschlag a4 führt eine Zugstange F zu demjenigen Federteller D, der unter der Wirkung der Feder E an dem andern Anschlag.a' anliegt. Die den Kuppel köpfen a1 entgegengesetzten freien Enden der Stangen A trägen zylindrische Köpfe a'. An jedem der Anschläge a4 ist ein Hebel G angelenkt. Die freien Enden der Hebel<B>G -</B> sind durch einen Gelenkzapfen g' mitein ander verbunden, der eine Rolle g2 trägt. In der Bahn der Rolle g2 ist am Unterge stell ein zweiarmiger Hebel H schwingbar gelagert, dessen einer Arm eine ebene An schlagfläche hl für die Rolle g" besitzt. Der andere Arm trägt eine Nase h2, auf die sich in der Fahrstellung (Fig. 1) ein Arm eines Hebels KK stützt. Mit der Drehachse des Hebels K ist ein Schnellbremsventil, z. B. ein Hahn T, verbunden, der in einer Ab zweigung P der Bremsleitung L unterge bracht ist. Am Hebel FI ist ein Federbolzen M schwingbar gelagert, der mit einem Lang loch ml über einen Stift k1 des Hebels K greift. Auf dem Stift lt' ist ein Widerlager 14' schwingbar gelagert, gegen das sich das eine Ende einer Druckfeder P mit Vorspan- nung stiitzt. Das andere Ende der Feder P liegt an einem Bund m.2 des Bolzens M an. Die Feder P drückt den Hebel H in der Stellung der Teile nach Fig. 1 gegen einen Anschlag S des Untergestelles. Am Hebel K ist schliesslich noch eine Zugstange R an gelenkt. In der Fahrstellung nehmen die Teile die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung ein. Die Rolle g2 liegt in bestimmter Entfernung von der Fläche l2.1 des Hebels H, und die An- ordnung ist im übrigen so getroffen, dass die Nase lag des Hebels 13 den Hebel K freigibt, sobald die Fläche lai eine wagrechte Lage erreicht hat. Erfahren beide Stangen A beim Auflaufen eines im Zuge fahrenden Wagens eine Druck beanspruchung, so werden die Federn C in der Regel um ein stärkeres Mass zusammen gedrückt als die Feder E, die einen erheb lich höheren Federwiderstand als die Federn C besitzt. Beim Zusammendrücken der Feder E infolge eines starken Stosses nähern sich die Anschläge a° und bewegen mittelst der Hebel G die Rolle gegen die Fläche hl des Hebels E hin. Diese Bewegung bleibt aber zunächst ohne Einfluss auf den Hebel K. Erst wenn die Köpfe a' der Stangen A nahe daran sind, aufeinander, zu treffen, schwingt die Rolle g2 den Hebel H in eine Lage, in der seine Nase h2 den Hebel K freigibt. Die Feder P dreht darin den Hebel K und öffnet das mit ihm verbundene Schnellbremsverrtil für den Wagen, so dass der Wagen gebremst wird, ehe seine Bremse von der Hauptbrems- leitung aus zur Wirkung gelangt ist. Der auftretende Stoss wird demnach abgefangen, ehe er zerstörende Wirkungen ausüben kann. Die Zurückführung der Teile in die Fahr stellung erfolgt durch eineu Zug an der Stange R; die gleichzeitige Zurückführung dieser Teile kann natürlich auch durch eine besondere Druckluftleitung oder durch mit- der Hauptbremsleitung L in Verbindung stehende Zylinder erfolgen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 sind die Hebel G an den Anschlägen a4 angelenkt. Das Scllnellbremsventil wird infolgedessen nur darin geöffnet, wenn die Stangen A durch- übermässige Druckkräfte beansprucht werden. Werden die Hebel G an den Federtellern D angelenkt, so wirkt die Vorrichtung, wie bei dem gezeichneten Beispiel, bei schweren Druckbeanspruchungen auf das Bremsventil ein, da hierbei die An schläge a4 die Federteller D vor sich her- schieben. Erfahren dagegen die Stangen A eine übermässige Zugbeanspruchung, wie sie an den letzten Wagen eines langen Güter zuges beim Anfahren auftritt, so nimmt jeder der Anschläge a4 mittelst. der Zugstangen F den entfernt von ihm liegenden Federteller D mit, so dass diese beiden Teile sich wieder um nähern und bei genügender Verringerung ihres .Abstandes das Bremsventil öffnen. Die Vorrichtung wirkt dann sowohl bei über mässigen Druck-, als auch bei übermässigen Zugbeanspruchungen der Stangen A auf Öff nung der Bremsleitung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Federnde Zug- und Stossvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Eisenbahnfahrzeuge, die mit einer zweiteiligen Zug- und Stoss stange und ausser weichen, gegen feste An schläge des Fahrzeuguntergestelles arbeiten den Federn mit einer zwischen die beiden Teile dieser Stange geschalteten Feder ver sehen ist, die nur bei starken Stössen in Tätigkeit tritt, dadurch gekennzeichnet, dass zwei mit der zweiteiligen Stange (A) ver bundene Teile mit einem Getriebe (G, g2, H, M, P, K) in Verbindung stehen, das ein Schnellbremsventil öffnet, nur wenn die starke Feder (E)zusammengedrückt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe zwei durch einen freien Abstand getrennte Glieder (g2, H) aufweist, nach dessen Beseitigung das Schrrellbrernsverrtil (T) in Tätigkeit tritt. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe mit An schlägen (a4) an den Teilen der Zug- und Stossstange in Verbindung steht, die sich bei Druckbeanspruchungen der Vorrich tung einander nähern. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe mit Federtellern (D) an den Teilen der Zug- und Stossstange in Verbindung steht, die sich bei Zugbeanspruchungen der Vor richtung einander nähern. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sperrglied<I>(H,</I> lt <I>2)</I> im Getriebe das Schnellbremsventil in der Schliesslage festhält."o. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrglied (H, h2) und das Schnellbremsventil (T) unter der Wirkung einer gemeinsamen Feder (P) stehen, die nach Aufhebung der Schliess lage das Ventil in die Bremsstellung bringt. 6.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den einander ent sprechenden Anschlägen (a4) der Zug- und Stossvorrichtung Hebel (G) angelenkt sind, deren andere Enden gelenkig miteinander verbunden sind und ein Anscblagglied (g2) tragen, das mit einem am Untergestell gelagerten, den Steuerhebel (K) für das Bremsventil<I>(T)</I> verriegelnden Hebel<I>(H)</I> zusammenarbeitet. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Rückkehr der Teile der Zug- und Stossstange in ihre gewöhnliche Lage das Getriebe<I>(G,</I> g2, <I>H,</I> M, P, K) durch einen Randhebel (R) in seine Anfangslage gebracht werden kann. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Glieder (G) des Ge triebes an den Federtellern (D) der star ken Feder (E) angelenkt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH165366D CH165366A (de) | 1931-08-19 | 1932-06-08 | Federnde Zug- und Stossvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Eisenbahnfahrzeuge. |
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|---|---|
| CH (1) | CH165366A (de) |
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1932
- 1932-06-08 CH CH165366D patent/CH165366A/de unknown
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