CH151981A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln aus Papier oder papierähnlichem Stoff, und ein solcher Beutel. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln aus Papier oder papierähnlichem Stoff, und ein solcher Beutel.

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CH151981A
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Thuerler Cie S A Joseph
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Joseph Thuerler & Cie S A
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln aus     Papier    oder       papierähnlichem    Stoff, und ein solcher Beutel.    Es ist bekannt, Gefässe aus Papier, Pappe  oder dergleichen, deren Mantel zylindrisch  ist oder sich gegen den Boden zu erweitert,  in der Weise herzustellen, dass man ein zu  geschnittenes Blatt aus dem Stoff um einen  Dorn     legt,    die sich überlappenden Längs  ränder des Blattes miteinander verbindet,  dann einen geflanschten Boden in den so ge  bildeten Mantel einsetzt     und    hierauf den  Bodenflansch samt dem daran anliegenden       Mantelrand    einrollt.

   Bei Gefässen, die sich  gegen den Boden hin verengern, zum Bei  spiel Bechern, wird der gewickelte Mantel  vom Wickeldorn abgenommen und auf einen  Rolldorn aufgebracht, auf dessen engerer,  frei liegenden Stirnseite der Deckel angelegt  wurde und dann der Mantelrand um den  Bodenflansch umgerollt.  



  Zum Verkauf von Fett, Sehmalz und der  gleichen werden Beutel aus fettdichtem Pa  pier verwendet, die gegen den Boden zu  enger werden. Diese Form der Beutel hat  sich eingeführt, weil das Fett im geschmol-         zenen    warmen Zustand eingefüllt     -wird.    Das  geschieht leichter in Gefässe, die sich nach  oben erweitern; auch kann das erstarrte       Fett    aus einem so geformten Beutel leichter  herausgenommen werden.

   Beutel, die sich  gegen den Boden verengern, können aber  nicht nach dem oben     ersterwähnten    bekann  ten Verfahren und mit den zu seiner Aus  übung dienenden Maschinen hergestellt wer  den, weil es nicht möglich ist, den Boden von  der engeren Seite her in den gewickelten  Mantel     einzusetzen.    Das zweiterwähnte Ver  fahren eignet sich seiner Kostspieligkeit  wegen nicht, denn solche Beutel müssen  billig sein.  



  Man hat daher solche Fettbeutel     bishin     in der Weise hergestellt. dass man den fla  chen Boden ohne Flansch in den     gewiükelten     Mantel einlegte und den     über    denselben vor  stehenden Mantelrand auf die Unterseite des  Bodens     umfaltete    und aufklebte. Da aber  an den Falten leicht undichte Stellen ent  stehen, ist man genötigt, über dieselben noch      ein Deckblatt aufzukleben, dessen Rand an  den Mantel umgelegt und angeklebt wird.

    Es ist dies aber auch eine     wirtschaftlich    un  vorteilhafte Herstellungsweise. Überdies ist  der Falten bildende     Deckblattrand    am un  tern Teil des Beutels unschön, und sehr oft  ist ein solcher     Bodenabschluss    der vielen  Falten wegen, die der umgelegte Mantelrand  bildet, trotz reichlichem     Aufschmieren    von       Klebemittel,    nicht dicht.  



  Nach dem Verfahren, das Gegenstand  der Erfindung ist, wird dagegen ein mit  einem gezogenen Flansch     versehener    Boden  vor dem Umwickeln des Wickeldornes an  diesen angesetzt und dann erst der Mantel  umgewickelt. Der Boden wird so vor dem  Dorn festgehalten, dass sein Flansch von  ihm abgekehrt ist, und der Mantel wird so  um den Dorn gewickelt, dass sein engerer  Rand über den Bodenflansch vorsteht. Als  dann wird der vorstehende Mantelrand, der  vor dem Umwickeln, da wo erforderlich, mit  einem Klebstoff bestrichen wurde, um den  Bodenflansch ganz umgelegt und an der       Flanschinnenseite    angeklebt.

   Da der Mantel  satt an den Bodenflansch anliegend um  gewickelt     wird,    und da dieser verhältnis  mässig dünn ist, so legt sich der umgelegte  Rand des Mantels     glatt    an die Innenseite  desselben an. Es entsteht somit eine falten  lose, durchaus dichte Verbindung zwischen  dem Mantel und dem Boden. Dabei ist der  <B>9</B> ezogene Bodenrand glatt gelassen, nicht       t'     umgerollt, weil durch das Rollen der Stoff  gestaut wird, wodurch er sich lockert und  undicht werden kann.  



  Zur rationellen Ausübung der beschrie  benen Herstellungsweise der Beutel dient die  Vorrichtung nach der Erfindung. Diese be  sitzt einen auf einer Führung fliegend ge  haltenen Wickeldorn, der auf seiner engeren,  nach aussen gekehrten Stirnseite mit einem  Saugkopf versehen ist, an dem der Boden  angeheftet werden kann, bevor der Mantel  umwickelt wird. Ferner besitzt diese Vor  richtung eine Kappe, welche auf das flie  gende Ende des auf den Dorn gewickelten    Mantels aufgeschoben werden kann. Diese  Kappe hat innen einen vorspringenden Ab  satz und einen verschiebbaren Kolben mit  einem Ring, der aus radial verschiebbaren  Segmenten besteht.

   Wird die Kappe auf das  vorstehende Ende des auf den Dorn ge  wickelten Mantels aufgeschoben, so legt der  Absatz den vorstehenden Mantelrand um,  und wenn dann der Kolben gegen ihn ver  schoben wird und dessen Ringsegmente aus  gespreizt werden, so wird der Mantelrand  in den Bodenflansch eingefaltet und glatt an  diesen     angepresst.     



  Ein so hergestellter Beutel weist am Bo  den keine Falten auf, hat ein sauberes Aus  sehen und ist dicht.  



  Die Zeichnung stellt Ausführungsbei  spiele der Maschine und des Beutels nach       vorliegender    Erfindung dar, und zwar zeigt:       Fig.    1 eine Ansicht der Vorrichtung, teil  weise im Schnitt, während       Fig.    2 und 3 eine Einzelheit in zwei An  sichten zeigen, und       Fig.    4 in Ansicht und Schnitt einen Beu  tel nach der Erfindung darstellt.  



  An einem auf einem Werktisch     aufstell-          baren    Ständer 1 sind ein     wagrecht    abstehen  der Führungszapfen 2 und ein senkrecht  nach oben ragender Drehzapfen 3 ange  bracht. Auf dem Zapfen 2 ist fliegend der  konische Wickeldorn 4 verschiebbar, dessen  engerer Teil nach aussen frei liegt. Er steht  unter der Wirkung einer leichten Feder  die im Hohlraum der Führung 2 und auf  einem in den Fuss dieser Führung ein  geschraubten, axialen Stiften 6 liegt.     Eines-          ends        liegt    die Feder 5 gegen den Boden der  Führung 2 und     anderends    gegen eine Zwi  schenwand im Wickeldorn 4 an.

   Sie sucht  darum den Wickeldorn nach     aussen    zu  drücken, bis er am Kopf 7 des     Stiftens    6  anliegt. In das freie Ende des Dornes 4 ist  ein     Nippel    8 eingeschraubt, der zentrisch den  Gummisauger 9 trägt.  



  Um den senkrechten Zapfen     .3    des Stän  ders 1 ist ein Arm 10 drehbar, an dem der  Schieber 11 hängt. Dieser Schieber 11 trägt  eine Kappe 1,2, die eine dem freien Ende des           Dornes    4 entsprechende, konische Höhlung  13 besitzt, so dass die Kappe auf das freie  Ende des Dornes 4 aufgeschoben werden  kann. Die konische Höhlung 13 bildet am  innern. Ende einen Absatz 14 und geht dann  in eine zylindrische Bohrung über, in der  ein Kolben 15 verschiebbar ist. Der Aussen  ring dieses Kolbens ist von drei Segment  stücken 16     (Fig.        '2:)    gebildet, die je in einem  schrägen Stoss     (Fig.    3) gegeneinander liegen.

    Jedes Segment 16 ist von einem Bolzen 17  getragen, der in einer radialen Bohrung des  Kolbens 15 verschiebbar ist und dessen  inneres Ende an einem Konus 18 anliegt.  Dieser Konus bildet das Ende einer in den  Kolbenschaft eingeschraubten Schraube     19-,     deren aus dem Kolbenschaft herausragende  Spindel ein Handrad 20 trägt. Der Kolben  schaft ist in der Rückwand der Kappe 12  verschiebbar, aber nicht drehbar. Man kann  daher am Handrad 20 den Kolben 15 in der  Kappe 12 und durch Drehen des Handrades  den Konus 18 im Kolben so verschieben,  dass er die Bolzen 17 und damit die Segmente  16 radial nach aussen drückt.  



  Zur Herstellung eines Beutels, wie ihn  die     Fig.    4 darstellt, wird vorerst ein Boden  B, der einen gezogenen Flansch F besitzt,  an den Gummisauger 9 leicht angedrückt,  und zwar in solcher Lage, dass der Boden  flansch nach aussen abgekehrt ist, wie in       Fig.    1 in punktierten Linien angedeutet ist.  Der Boden bleibt dann am Gummisauger  haften. Nun umwickelt man in üblicher  Weise den Dorn mit dem vorgeschnittenen,  an einem Längsrand und am schmäleren       Querrand    gummierten Mantel     hVI    aus Papier  oder papierähnlichem Stoff und klebt die  sich überlappenden Längsränder zusammen.

    Zu jeder     Beutelgrösse    hat man einen Wickel  dorn, und zwar ist dessen Länge so bemessen,  dass, wenn der breitere Querrand am innern       Endwulst    des Dornes angestossen wird, der  gewickelte     Beutelmantel    über den am  Gummisauger 9 haftenden Boden vorsteht.  Vor dem Umwickeln des Mantels auf den  Dorn hat man den Arm 10 zur Seite ge  dreht, damit man durch ihn und die Kappe    1,2 nicht gehindert ist. Jetzt dreht man ihn       wieder    so, dass die     Kappenachse    in die Ver  längerung der     Wickeldornachse    fällt.

   Diese  Stellung wird     zweckmässigerweise    durch An  schläge 30 am Auge des Armes 10 und am  Ständer 1, von denen der eine einstellbar  ist,     fixiert.    Nun verschiebt man den Schie  ber 11 am Arm 10 so, dass die Kappe 12 den       Mantelwickel    übergreift. Stösst das Mantel  ende am Ansatz 14 in, und wird die Kappe  noch     etwas    weiter verschoben, so gleitet das  Mantelende dem Ansatz 14 entlang nach  innen und wird nach innen umgelegt.

   Nun  verschiebt man am Handrad 20 den Kolben  so, dass dieser den umgelegten Mantelrand in  den am Gummisauger 9 angehefteten Boden  B hinein     umfaltet.    Durch den Anschlag des  Kolbens 15 am     Beutelboden    B und den da  bei ausgeübten Druck auf den Gummisauger  9 wird der Wickeldorn samt dem auf ihm  befindlichen Beutel entgegen der Feder       etwas    zurückgestossen. Nun dreht man das  Handrad 20 so, dass die     Segmente    16 radial  nach aussen gespreizt werden und von den  selben der umgelegte Mantelrand an die  Innenseite des Flansches am Boden B an  gepresst wird.

   Dreht man jetzt das Handrad  2-0 zurück, so dass der Konus     1$    die Bolzen  17 freilässt, so werden die Segmente 16 wie  der gelockert, und man kann den Kolben 15  am Handrad 20 etwas zurückziehen. Ge  schieht dies, so stösst die etwas gespannte  Feder 5 den     Beutelboden    etwas in die zylin  drische Bohrung der Kappe 12 hinein. Zieht  man jetzt den Schieber 11 zurück, so wird  der Beutel von der Kappe 12 mitgenommen  und vom Wickeldorn abgezogen. Nun stösst  man am Handrad     2'0    den Kolben     1.2    wieder  etwas in die Kappe hinein, bis er den       Beutelboden    aus der zylindrischen Bohrung  hinausgestossen hat. Der fertige     Beutel    liegt  dann lose auf dem Wickeldorn.

   Jetzt wird  der Schieber weiter zurück gezogen,     his    die  Kappe 12 den Beutel nicht mehr umfasst,  und der Arm 10 wieder zur Seite gedreht,  worauf man den fertigen Beutel, wie er in       Fig.4    dargestellt ist, vom Dorn abnehmen  kann. Der Beutel hat den Vorteil, dass der      Mantel     glatt    und darum auch dicht an bei  den Seiten des Bodenflansches anliegt und  sein Aussehen sauber ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von gegen den Boden enger werdenden Beuteln aus Papier oder papierähnlichem Stoff, dadurch gekennzeichnet, dass man den aus steifem Material bestehenden, mit einem gezogenen Flansch versehenen Beutelboden vor der kleineren Stirnseite eines auf einer Führung fliegend gehal tenen, dem Hohlraum des herzustellen den Beutels entsprechend geformten Wickeldornes, mit dem Flansch vom Dorn abgekehrt festhält, dann den zu geschnittenen und wo erforderlich gum mierten Mantel um den Dorn so um wickelt, dass er über den Flansch des Bodens vorsteht, worauf man den vor stehenden Mantelrand über den Boden flansch vollständig umlegt und an die sen glatt anpresst und dadurch anklebt.
    1I. Maschine zur Ausführung des Verfah rens nach dem Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch einen auf einer Füh rung fliegend gehaltenen, sich verjün genden, mit dem engeren Ende ani äussern Ende der Führung unter Feder wirkung anliegenden Wickeldorn, der am äussern Ende einen Saugkopf trägt, und gekennzeichnet durch eine über das äussere Ende des Wickeldornes auf schiebbare Kappe, die innen eine dem dünneren Ende des Wickeldornes ent sprechende, sich verjüngende Aushöh lung,
    am Ende dieser einen nach innen springenden Absatz und hinter diesem eine zylindrische Bohrung besitzt, in der ein Kolben verschiebbar ist, der einen Mantelring trägt, welcher aus radial ver schiebbaren Segmenten besteht, das Ganze derart, @dass nach Anheften eines mit gezogenem Flansch versehenen Beu- telbodens am Saugkopf des Dornes, so gestellt, dass der Bodenflansch vom Dorn abgekehrt ist, und Umwickeln eines Beutelmantels auf -den Dorn, so dass er über den Bodenflansch vorsteht,
    durch Aufschieben .der Kappe auf den Beutel- mantel das Ende -dieses voam Absatz an der Innenwand der Kappe umgelegt, dann durch Vorschieben des Kolbens in den Bodenflansch eingelegt und hierauf durch Ausspreizen der Kolbensegmente von diesen glatt an den geraden Flansch des Bodens angepresst werden kann.
    III. Beutel aus Papier oder papierähnlichem Stoff mit gegen den Boden sich ver jüngendem Mantel, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch einen Boden aus stei fem Material, mit einem nach unten ge rade abstehenden, gezogenen Flansch, der vom Mantelende ganz umfasst ist, wobei der Mantel beidseitig des Boden flansches an diesem glatt anliegt.
CH151981D 1930-12-05 1930-12-05 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln aus Papier oder papierähnlichem Stoff, und ein solcher Beutel. CH151981A (de)

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