CH150910A - Verfahren zur Herstellung von Tonerde. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonerde.

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CH150910A
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CH
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alkali
alkaline earth
aluminate
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aluminum hydroxide
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Lonza Elektrizitaetswerk Basel
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Lonza Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/04Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom
    • C01F7/12Alkali metal aluminates from alkaline-earth metal aluminates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Tonerde.    Die bekannten Verfahren zur Herstellung  von     Tonerde    aus     tonerdehaltigen    Rohmate  rialien auf nassem Wege arbeiten entweder in  saurer, zum Beispiel salpetersaurer Lösung.  Bei     dieser    Arbeitsweise besteht jedoch die  Gefahr der Verunreinigung der Tonerde  durch     Fe203    oder andere Metalloxyde. Bei  einer zweiten Gruppe von Verfahren, die in  alkalischer Lösung arbeiten, besteht im Ge  gensatz hierzu die Gefahr der Verunreini  gung der Tonerde durch     SiOz        oder    andere  Säuren.  



  Es wurde     nun    die Beobachtung .gemacht.       class    man zu einer in     kaustisclieq    oder kohlen  saurem Alkali leicht löslichen     Form    von     Alu-          miniumhydroxy    d     gelangt,    wenn man     Erd-          alkaliaIuminat    mit einer solchen Menge einer  Säure behandelt, dass nur das an das,     A1203     gebundene Erdalkali in     Erdalkalisalz    über  geführt wird.

   Dieses leicht     lösliche        Alumi-          niumhydroxyd    kann nun durch ganz     kurz    an  dauernde Behandlung mit Alkali, schon ohne  Anwendung von Druck, in     Alkalialuminat       übergeführt werden, ohne dass dabei bereits       Kieselsäure    mit in die Lösung geht oder  wenigstens nicht in einer Menge, die die  Reinheit des Produktes     stört.    Aus der nach  dieser     Darstellungsweise    erhaltenen     Lösung     kann darauf die Tonerde nach einem der     be-          kannten    Verfahren, sei es durch Selbstfäl  lung,

   sei es     durcb@        Einleiten    von C02, oder  auch durch     .eine        Kombination    dieser beiden  Methoden gefällt werden.  



  Das Verfahren kann     beispielsweise    folgen  dermassen ausgeführt werden:       Erdalkalialuminat,    zum Beispiel     CaIcium-          aluminat,    wird mit einer Säure, zum Beispiel       HNO3,    in einem solchen Verhältnis     behandelt,          daB    nur da.. an     A1203    .gebundene     Erdalkali     in Er     dalkalisalz    (zum Beispiel     Ca(N03)2)          übergeführt    wird.

   Dabei     scheidet    sich       Al(OH)3    in     leicht        alkali-    und     säurelöslicher     Form aus und wird, gegebenenfalls     durch    Fil  tration, von dem löslichen     Erdalkalis'alz    (zum  Beispiel     Ca(N03)2)    zusammen mit den Ver  unreinigungen des     Roherdalkalialuminates         abgetrennt.

   Diese     Erdalkalisalzlösung    kann  auf festes     Erdalkalisalz,    zum Beispiel auf       Ca(N03)2        verarbeitet        werden,    das ein wert  volles     Düngemittel        darstellt.     



  Die mit den Verunreinigungen des     Erd-          alkalialuminates    ausgeschiedene Tonerde wird  nunmehr mit einer Lösung von     AlkaIihydro-          xyd    oder     Alkalikarbonat    oder einem Gemisch  beider in einer Menge behandelt, die einen  geringen     ÜberSChuss    gegenüber der zur Bil  dung der Verbindung     Me(A102)        (Me    = Al  kalimetall, also zum Beispiel Na     A102)    not  wendigen Menge darstellt,     wodurch:

      eine Lö  sung von     Alkalialuminat        entsteht,    die frei  von allen andern Verunreinigungen ist     (Si02,          Ti20,        Fe203,        Ca0,    usw.) und aus der nach  den bekannten Methoden     Al(OH),    in reinster  Form gefällt wird.  



  Wird dagegen, eine solche     Säure    verwen  det, die, wie zum Beispiel     Schwefelsäure,     unlösliche     Erdalkalisalze    bildet, so wird nach       der        Zersetzung    des     Erdalkalialuminates    die  Hauptmenge der     anhaftenden    Flüssigkeit  durch Filtration     entfernt    und der Rückstand.,

    der also in     diesem        Beispiel    neben Aluminium  hydroxyd und den übrigen     Verunrein        bg-ungen     des     Roherdalkalialuminates    noch unlösliches       Erdalkalisalz    (Sulfat)     enthält,    mit     Alkali-          hyd@roxyd    oder     Alkalikarbonat    oder einem  Gemisch der     beiden    in     geringem    Überschuss  gegenüber der zur Bildung der Verbindung       Me(A102)        notwendigen    Menge behandelt,

   wo  bei dann wieder     eine        Alkali-Aluminatlösung     entsteht, die frei von allen andern Verun  reinigungen ist, und, wie oben, auf     reinstes          Aluminiumhydroxyd    verarbeitet werden  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus Erdalkalialuminat,dadurch gekennzeich net, dass man das Erdalkalialuminat zunächst mit einer solchen Menge einer Säure zersetzt, dassl nur das an das A120, gebundene Erd- alkali in Erdalkalisalz übergeführt wird, das hierbei gebildete Aluminiumhydroxyd mit Alkali in. Alkalialuminat überführt und aus der Lösung des letzteren reine Tonerde aus fällt.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet"dass man .eine solche Säure verwendet, .die ein lösliches Erdalkalisalz bildet, dessen Lösung durch Filtration von dem Aluniiniumhyd.roxyd trennt, diese letztere mit Alkali in reines AlkaIialumi- nat überführt und daraus die Tonerde in reinster Form. ausfällt. Z.
    Verfahren .gemäss, Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflösung des Aluminiumhydro- xyds mittelst Alkalihydroxyd erfolgt. 3. Verfahren ;gemäss Patentanspruch und Un teransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflösung des Aluminiumhydro- xyds mittelst Alkalikarbonat erfolgt. 4.
    Verfahren ,gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Filtrationsrückstand das Alu miniumhydroxyd durch ein Gemisch von Alkalihydroxyd und Alkalikarbonat her ausgelöst wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine solche Säure verwendet, die ein unlösliches Erdalka:li- salz bildet, das Reaktionsprodukt mit Alkali auslaugt, das ungelöste Erdalkali- salz mit den Verunreinigungen des Roh aluminates von der gebildeten Alkalialu- minatlösung durch Filtration abtrennt und darauf die Tonerde in reinster Form aus der Alkalialuminatlösung ausfällt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- terausspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsprodukt der Säure behandlung zwecks Bildung von: Alkali aluminat mit Alkalihy.droxyd behandelt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Ln- teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsprodukt .der Säure behandlung zwecks Bildung von Alkali aluminat mit. Alkalikarbonat behandelt wird.
    B. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsprodukt der Säure behandlung zwecks Bildung von Alkali aIuminat mit einem Gemisch von Alkali- hydrogyd und Alkalikarbonat ausgelaugt wird.
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