CH150587A - Präparat zur Verminderung der elektrischen Aufladung von Textilfasern. - Google Patents

Präparat zur Verminderung der elektrischen Aufladung von Textilfasern.

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CH150587A
CH150587A CH150587DA CH150587A CH 150587 A CH150587 A CH 150587A CH 150587D A CH150587D A CH 150587DA CH 150587 A CH150587 A CH 150587A
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Aceta G M B H
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Aceta Gmbh
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  Präparat zur Verminderung der elektrischen     Atüadung    von     Textilfasern.       Bei der Verarbeitung von Textilfasern,       insbesondere    solcher mit geringer     Hygros          kopizität,    zum Beispiel bei Verarbeitung von  Kunstfäden aus     Zelluloseestern    oder     -äthern     ist die durch Reibung verursachte mehr oder  weniger starke elektrische     Aufladung    sehr  störend. Sie tritt umso unangenehmer in Er  scheinung, je niedriger die relative Luft  feuchtigkeit in den Arbeitsräumen ist.

   Man  sucht daher diesem Übelstand durch Einrich  tungen für künstliche Befeuchtung der  Raumluft zu     begegnen.    Derartige Einrich  tungen sind jedoch kostspielig, und haben sich  keineswegs     allgemein    eingeführt.  



  Einfache Mittel zur Verhütung der elek  trischen     Aufladung    sind Seifenlösungen oder  Lösungen von wasserlöslichen Ölen, mit  denen die Textilfasern imprägniert werden.  Der erste Vorschlag -dieser Art (D. R. P.  Nr. 286173) bezieht sich auf     Acetatseide,    die  nach dem     Nassspinnverfahren    hergestellt  wird. Bei Kunstfäden, die nach dem     Trocken-          spinnverfahren    gewonnen werden, sucht man    eine     Behandlung    mit wässerigen Lösungen  oder Emulsionen und das anschliessend erfor  derliche Trocknen zu vermeiden und verwen  det vorzugsweise wasserfreie Gemische aus  fetten Ölen oder     fetten    Ölen und Fettsäuren.

    Während nun     Seifenlösungen    oder     Ölemul-          sionen    infolge der Anwesenheit von Elektro  lyten (Seife,     Türkischrotöl    und andere     Emul-          gierungsmittel)    eine rasche Ableitung etwa  gebildeter Reibungselektrizität von dem da  mit imprägnierten Textilfasern bewirken,  liegen die Verhältnisse im Falle von wasser  freien Mischungen, die kein     Türkischrotöl     und dergleichen enthalten können,     v#esentlich     ungünstiger.

   Mit solchen Mischungen kann  allerdings die     Aufladung    der damit behan  delten Fäden gegenüber nichtbehandelten  Fäden erheblich vermindert werden, so dass  die sonst eintretende gegenseitige Abstossung  der einzelnen Fasern eines Fadenbündels sich  infolge der verklebenden Wirkung der Öle  weniger bemerkbar macht, doch bietet die  Verarbeitung der     behandelten    Fasern, nament-      lieh in der     Kettenwirkerei    bei etwas     trockener     Luft, erhebliche     Schwierigkeiten.    So     enrt-          steht    zum Beispiel jedes Mal ein Fehler oder  ein Fadenbruch,

   wenn infolge der gegenseiti  gen Abstossung Fäden oder Teile von Fäden  von falschen Nadeln erfasst werden. Die ab  leitenden Eigenschaften der Öle werden in  manchen Fällen durch Zusätze von Fett  säuren, zum Beispiel Ölsäure, etwas verbes  sert. Wirksamer als die freien Säuren sind  Metallseifen, doch ist ihre Löslichkeit in den  Ölen nur gering, so     dass    immer die Gefahr  einer     Ausscheidung    besteht, die eine     Ver-          schmiernng    der     Ölüberträger    und damit eine  Schädigung der Fäden     zur    Folge hat.

   Ab  gesehen von der immer noch unbefriedigen  den Wirkung sind solche     Zusätze,    zum Bei  spiel     Calcium-    oder     Magnesiumseifen    aus an  dern naheliegenden Gründen unerwünscht.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass das den  Gegenstand der vorliegenden Erfindung bil  dende Präparat eine sehr gute, die elektrische       Aufladung    vermindernde Wirkung besitzt.  Gemäss der Erfindung besteht dasselbe aus  einem Gemisch von Fett oder<B>01</B> mit einem  durch Mischen einer organischen Base mit  einem Fettsäure     enthaltenden    Stoff erhal  tenen Produkt.

   Als verwendbare Basen seien  beispielsweise genannt:     Zyklohexylamin,        Di-          butylamin,    hydrierte     Pyridinbasen,    wie       Piperidin,        Aminoalkohole,    wie Mono-,     Di-          und        Triäthylolamin,    ferner die unter dem  Handelsnamen     Sapamine    vertriebenen Präpa  rate, zum Beispiel     Oleinsäure- )

  -aminoäthyl-          amid.    Besonders wirksam sind die Seifen der  sekundären und tertiären     Aminoalkohole    und  der     Sapamine.        Zweckmässig    enthält das Prä  parat die Basen     kombiniert    mit niedrig  schmelzenden Fettsäuren, insbesondere Öl  säure oder technischem     Olein;    diese letzteren  sind am besten im     Überschuss    vorhanden. Die  Menge der in dem Präparat enthaltenen  Basen kann je nach der gewünschten oder er  forderlichen Wirkung in weiten Grenzen  schwanken. Schon sehr geringe Mengen, zum  Beispiel 1,5 % ölsaures     Triäthylolamin,     haben eine überraschende Wirkung.

   Abge  sehen von dem die elektrische     Aufladung       vermindernden Effekt hat es sich gezeigt,  dass der Gehalt des Präparates an den ge  nannten organischen Basen     bezw.    ihrer Sei  fen eine erwünschte Erhöhung der Viskosi  tät des Präparates bewirken, und dass da  durch bei der praktischen Anwendung eine       Verbesserung    der Geschmeidigkeit und Gleit  fähigkeit der Fäden erzielt werden     kann,    die  der     Verarbeitbarkeit    auf Wirkmaschinen be  sonders zugute kommt. Dementsprechend ist  auch der Griff der mit solchen Gemischen  präparierten Seide auffallend weich.

   Ferner  kann durch den Gehalt des Präparates an       Aminseifen    das Auswaschen der damit be  handelten Textilfasern wesentlich erleichtert.  werden, so dass selbst     schwer        emulgierba.re          Bestandteile,    zum Beispiel Mineralöle vor  dem Färben und Ausrüsten restlos entfernt  werden und zu keinerlei Missständen Veran  lassung geben können. Schliesslich wirken  die Amine oder     Aminseifen    in dem Präparat  als     Antioxygene    und verhindern oder ver  zögern das Eintreten von     Verharzungen    des  selben durch Einwirkung des Luftsauerstof  fes auf das damit behandelte lagernde Tex  tilmaterial.

   Die beiden     letztgenannten    Eigen  schaften sind auch in der Spinnerei, beson  ders der     Baumwollspinnerei,    von grosser  Wichtigkeit. Es kann daher das Präparat  auch den     Spinnschmälzen    zugesetzt     werden.     



  Soll in dem Präparat ein Säuregehalt  ganz vermieden werden, so sind die orga  nischen Basen in verhältnismässig grösserer  Menge anzuwenden. Es kommen dann natür  lich nur schwer oder nicht     flüchtige    Amine  in Frage, zum Beispiel     Oleinsäure-oo-amino-          äthylamid.        Da,s    Präparat kann aber auch aus  einem     aminseifenhaltigen    Ölgemisch be  stehen, das einen     Überschuss    an Base enthält,    <I>Beispiele:</I>  1.

   Das Präparat besteht aus einem     Ge-          misch    von 75 Teilen Kokosfett mit einem  durch Mischen von 20 Teilen     Olein    mit  5 Teilen     Dibutylamin    erhaltenen Produkt.  



  2. Das Präparat besteht aus einer  Mischung von 30 Teilen Rizinusöl und      58,5 Teilen     Kokosfett    mit einem durch  Mischen von 10     Teilen,        Olein    mit 1,5 Teilen       Triäthylalamin    erhaltenen Produkt.  



  3. Das Präparat     besteht    aus einem Ge  misch von 60 Teilen     Palmkernöl    mit einem  durch Mischen von 32 Teilen     Erdnussöl    mit  8 Teilen     Oleinsäure-w-aminoäthylamid    erhal  tenen Produkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Präparat zur - Verminderung der elek- trischen Aufladung von Textilfasern, ins besondere von Kunstfasern aus Zellulose- estern und -äthern bei der Verarbeitung, da durch :
    gekennzeichnet, .dass es aus einem Ge- misch. von<B>01</B> oder Fett mit einem durch Mischen, einer organischen Base mit einem Fettsäure enthaltenden Stoff erhaltenen Pro dukt besteht. UNTERANSPRüCHE. 1. Präparat gemäss Patentanspruch, da.dui- ch gekennzeichnet, da.ss es die organische Base in Form ihres fettsauren Salzes ent hält.
    2. Präparat gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es Fettsäure der Base ,gegenüber im Überschuss enthält. 3. Präparat gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es die organische Base im Überschuss über,die Fettsäure enthält. 4. Präparat gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es nur geringe Mengen der organischen Base enthält.
CH150587D 1929-03-11 1930-02-24 Präparat zur Verminderung der elektrischen Aufladung von Textilfasern. CH150587A (de)

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