DE656735C - Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen - Google Patents

Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen

Info

Publication number
DE656735C
DE656735C DEN36683D DEN0036683D DE656735C DE 656735 C DE656735 C DE 656735C DE N36683 D DEN36683 D DE N36683D DE N0036683 D DEN0036683 D DE N0036683D DE 656735 C DE656735 C DE 656735C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibrous materials
water
conditioning
substances
conditioning fibrous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN36683D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Scholtens Chemische Fabrieken NV
Original Assignee
Scholtens Chemische Fabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Scholtens Chemische Fabrieken NV filed Critical Scholtens Chemische Fabrieken NV
Application granted granted Critical
Publication of DE656735C publication Critical patent/DE656735C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • D01G99/005Conditioning of textile fibre during treatment before spinning

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen Es ist bekannt, daß beim Verspinnen von Fasern, besonders von pflanzlichen Fas#eim, wie Baumwolle, zweckmäßig in einer Atmospliäre mit hohem und'stets gleichem Feuchtigkeitsge.halt gearbeitet wird, um einen günstigen Verlauf des Spinnprozesses zuerzielen. Wenn nun die Atmosphäre zu trocken ist, z. B. bei Frostwetter, in Gegenden mit trocknem Klima, u. dgl., kan-n man der Luft mittels Zerstäuber künstlich einen höheren Feuchtigkeitsgehalt erteilen, während in feuchteren Geg-,enden auf diese Weise der Feuchtigkeits-ZD gehalt der Luft konstant gehalten "verdon kann. Die Zerstäuber bringen das Wasser in fein verteilter Form in den Raurn, in dem der Spinnpro7,eß stattfindet. Im allgemeinen wird mit dieser Konditionierun 'g erreicht, daß das Garn weniger oft bricht und daß weniger Staub entsteht. Auch züm Verarbeiten von Garnen und Geweben, z. B. zum Stricken von Kunstseidegarnen, ist oft ein stets gl,eid.,11-mäßiger Feuchtigkeitsgebalt erwünscht.
  • Nach der Erfindung kann nun die Wirkung dieser Befeuchtung dadurch verbessert werden, daf:) organischieStoffe,dieeiniengünstigen Einfluß auf das Fasermaterial haben, im zur Befeuelitung der Luft dienenden Wasser gelöst oder einulgiert werden. Es kommen besonders zu diesem Zwecke Ole und ölartigge Stoffe und davon abgeleitete Produkte, z. B. pflanzliche, tierische oder mineralische öle, Wachse, Harze, Seifen, Fettsäuren. und fettsaure Ester, in Betracht, ferner Stoffe, die durch Sulfonierung wasserlöslich gemacht worden sind, wie sulfonierte öle, sulfoni#erte Fettalkohole, sulfonirrte aromatische Verbindungen u.d,-J., und Gemische dieser Stoffe. Diese können für sich oder zusammen mit organischen Lösungsmitteln verwendet werden.
  • Die Stoffe können direkt in dem Befeuchtungswasser gelöst oder emulgiert werden, oder man kann dem Befeuchtungswassex Lö,-sungen oder Emulsioncn dieser Stoffe zusetz-en. Auch kann man die zuzusetzenden Stoffe in fein verteiltem Zustande in der feuchten Atmosphäre zerstäuben, wobei sie sich im -Befeuchtungswasser lösen oder emul-Durch das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung werden bei der Verarbeitung der Faserstoffe, besonders b,-im Verspinnen, bedeutende Vorteile erzielt. Die mechanischen Eigenschaften wer-den. bessere; so werden z. B. die Festigkeit und die Elastizl*tät größer. Die Garne brechen daher viel seltener, als wenn zum Konditionieren nur Wasser ge- braucht wird.
    Ferner entstehen bei der Verarbeitungl#
    nac 'h de, r Erfindung behandelten Fasermaat# 1 g' lm
    viel weniger durch schwebende Fas _rt
    gebildeter Staub und daher auch _,r
    Materialverluste. Da dieser Staub im Ial
    meinen für die Gesundheit der Arbeiter in den Textilbetrieben sehr schädlich ist, bringt die Anwendung- des Verfahrens nach der Erfindung auch sehr bedeutende hygieiiisd-le Vorteile mit sich. Zugleich süid, -Ae er--wähnt, die bei der Verarbeitung auftretenden Verluste an Fasermaterial geringer.
  • Außerdem nehmen die nach der Erfindung behandelten Fasern die Flüssigkeit im allgemeinen schneller und gleichmäßiger auf als bei Anwendung reinen Wassers zur Konditionierung. 311 Schließlich gestattet die Anwendung des vorliegenden Verfahrens die LeistiLmgsfähigkeit des Betriebes zu eihöhen, weil tim Material besser verarbeitet und dadurch die Leistungen der Maschinen erhöht werden können.
  • Die Menge des dem Befeuchtungswasser zuzusetzenden Stoffes ist von dessen besonderen Eigenschaften sowie von den Eigenschaften des zu behandelnden Materials abhängig. lm allgemeinen werden durch Zusatz von Mengen bis 21/2%, auf das Gewicht des Wassers bezogen, gute Resultate erzielt; zuweilen jedoch empfiehlt sich, die Verwendung erößerer Mengen.
  • Es ist in der Textilindustrie bekannt, öle ##.,irekt -auf die Fasern zu zerstäuben. Von 'diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende Verfahren im wesentlichen dadurch, daß die Ö1-emulsionen bzw. -lösungen in der Luft und nicht auf das Fasermaterial zerstäubt werden. Es hat sich herausgestellt, daß besonders für feinere Garne das neue Verfahren wesentlich bessere Resultate liefert. Besonders zur Vermeidung von Staubbildung Z> und der damit verknüpften Nachteile ist die Zerstäubung der ölhaltigen Flüssigkeit in, der Atmosphäre von erheblichem Wert.

Claims (2)

  1. PATENTAINSPRÜCHE: i. Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen, wobei dieselben einer feuchten. Atmosphäre ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zu-r Raumbefeuchtung versprühten Wasser ge- ringe Mengen - organischer Stoffe, -wie Öle, ölartige Stoiffe und bzw. oder davon abgeleitete Produkte, gelöst oder emulgiert sind.
  2. 2, Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Wasser stilfonierte Verbindungen zugesetzt werden.
DEN36683D 1934-01-10 1934-05-05 Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen Expired DE656735C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US656735XA 1934-01-10 1934-01-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE656735C true DE656735C (de) 1938-02-12

Family

ID=22064344

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN36683D Expired DE656735C (de) 1934-01-10 1934-05-05 Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE656735C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949561C (de) * 1952-07-26 1956-09-20 Hermann I Hersh Verfahren zum Pressen und Buegeln von Textilien unter Verwendung von Dampf

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949561C (de) * 1952-07-26 1956-09-20 Hermann I Hersh Verfahren zum Pressen und Buegeln von Textilien unter Verwendung von Dampf

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE656735C (de) Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen
DE709382C (de) Schmaelzmittel fuer Textilfasern
DE1079584B (de) Verfahren zur Verhuetung der elektrischen Aufladung von Textilmaterialien
DE828839C (de) Verfahren zur Abtrennung von Polyglykolen aus Gemischen mit Anlagerungsprodukten von Alkylenoxyden an hydroxyl- oder carboxylhaltige organische Verbindungen
DE831232C (de) Verfahren zur Herstellung von Siebtuchen, Schrotmehlgaze u. dgl. aus Superpolyamidgespinsten
CH148082A (de) Als Weichmachungs- und Glättemittel und dergleichen geeignetes Gemisch.
DE742523C (de) Verfahren zur Verbesserung der Spinnbarkeit von Cellulosehydratfasern
DE566944C (de) Verfahren zur Verminderung der elektrischen Aufladung von Textilfasern
AT122953B (de) Verfahren zum Behandeln von Textilfasern.
DE848849C (de) Schmaelzmittel
DE874698C (de) Verfahren zur Beseitigung lose verfilzter Faserknoten bei der Papier- und Pappenherstellung aus alkalisch aufgeschlossenen oder behandelten Zellstoffen
AT139102B (de) Verfahren zum Schmälzen von Textilmaterialien.
DE724755C (de) Verfahren zum Verhindern von Schaeumen
DE649483C (de) Verfahren zum Behandeln von Cellulosederivatfasern
DE591923C (de) Verfahren zur Erhoehung der Netzfaehigkeit von Mercerisierlaugen
DE663006C (de) Glasfasern und Verfahren zur Herstellung von Glasfasern
DE748632C (de) Verfahren zum Schmaelzen von Fasergut
AT154568B (de) Verfahren zum Wasserfestmachen von Textilien aller Art.
DE728235C (de) Schmaelzmittel
DE525299C (de) Verfahren zum OElen von Kunstfasern aus Cellulosederivaten
DE880653C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen
CH150587A (de) Präparat zur Verminderung der elektrischen Aufladung von Textilfasern.
DE876294C (de) Verfahren zum OElen von Faeden, Fasern und Garnen mit einer verminderten elektrischen Aufladefaehigkeit
DE747702C (de) Verfahren zur Verbesserung der Spinnfaehigkeit von Kunstspinnfasern
AT210380B (de) Fett- und ölfreie Schmälzmittel für die Wollindustrie