CH138668A - Verfahren zur Marmorierung von Flächen. - Google Patents

Verfahren zur Marmorierung von Flächen.

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Masa Gesellschaft Oberflaechen
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Masa Ges Mit Beschraenkter Haf
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  Verfahren     znr_Marmorierung    von Flächen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren,  um der Oberfläche anderer Materialien das  Aussehen von Marmor zu verleihen. Der Er  finder hat ein derartiges Verfahren bereits  früher angegeben. Sein älteres Verfahren be  nutzt für die Wiedergabe des Marmoraus  sehens in natürlichen Farben eine geätzte  Platte, und zwar eine Negativplatte, das ist  eine Platte, die Abdrucke erzeugt, in wel  chen die Adern oder Spaltlinien des Marmors  durch das Fehlen von Pigment     bezw.    Tinte  gekennzeichnet sind. Bei der Ausführung  des älteren Verfahrens wird die zu behan  delnde Oberfläche erst in einer Farbe grun  diert, die einer natürlichen Farbe des Mar  mors entspricht.

   Nach dem Trocknen des       Grundierungsüberzuges    wird die Negativ  platte auf die Oberfläche in einer Farbe  übertragen und hierauf in einer abweichen  ,den Farbe, die     dunkler    im Ton als ,die     vorherige     Farbe ist, und die zweite Übertragung er  folgt so, dass die Adern     bezw.    Spaltlinien des    Marmors bei der zweiten Übertragung     au-          Ber        Register    mit denjenigen der ersten     üb        er-          tragung    sind, wodurch der zu behandelnden  Oberfläche ein sehr gefälliges Marmoraus  sehen verliehen wird.

   Dabei sind nicht zwei  in dieser Weise hergestellte Stücke genaue  Duplikate im Aussehen. Bei diesem Verfah  ren ist die Hauptfarbe der marmorierten  Oberfläche durch     die    beiden Farben der bei  den     aufeinanderfo:lgenden        Übertragungen    be  stimmt; diese Farben mischen sich unterein  ander und     superponieren    sich der     Grundie-          rung    und ergeben     dadurch        zusammengesetzte          Farbenwirkung.     



  Die Erfindung bezweckt eine Weiterbil  dung dieses älteren Verfahrens, wodurch das  gefällige Aussehen noch erhöht wird. Es  wird dabei die zu marmorierende Oberflä  che nacheinander mit zwei Druckformen be  druckt, wovon die eine nach einem photogra  phischen Positiv und die andere nach einem  photographischen Negativ des nämlichen      Marmorbildes durch Ätzung hergestellt ist  und die erstere     Drucldorm    Adern und Spalt  linien der Marmorfläche in einem bestimm  ten Farbton druckt, während die zweite die  übrigen Stellen mit einem andern Ton be  druckt.

   Zur Ausführung dieses Verfahrens  wird zweckmässig zunächst ein geeignetes  Pigment ausgesucht, welches auf der zu     be-          liandelnden    Oberfläche als Grundierung die  nen     soll.    Die physikalischen Eigenschaften  dieser Grundierung können je nach den phy  sikalischen Eigenschaften des zu behandeln  den Materials variieren, also beispielsweise  für die Behandlung von Stahl oder anderer  verhältnismässig wenig poröser Oberflächen  anders gewählt werden als bei Platten aus  Gips, Zement, Holzmasse, Asbest usw.

   Aber  unabhängig von der Aufgabe, die Poren zu  füllen, wird man für die Grundierung einen  Farbton wählen, der einer der vorherrschen  den Farben der natürlichen Oberfläche ent  spricht, beispielsweise den Farbtönen, die in  den Adern oder Spaltlinien einer natürlichen  Marmorplatte enthalten sind. Der nächste  Schritt dieses     Verfahrenbeispiels    besteht  darin, dass von der natürlichen     Oberfläche     ein photographisches Negativ hergestellt und  von diesem durch Benützung von     Pigment-          übertragungspapier        (Ätzpapier)        eine    geätzte  negative     Druckplane    oder -walze hergestellt  wird.

   Diese Druckplatte oder -walze gibt  nur bestimmte Farblinien wieder, zum Bei  spiel die Marmoradern und     -spaltlinien,    und  kann entweder eine     Halbton-    oder     eine        Photo-          gravürplatte    sein. Das Muster kann in be  kannter Weise mittelst einer     nacllgiebigell     Übertragungswalze von der-     Ätzplatte    auf die  zu bedruckende Oberfläche übertragen wer  den.  



  Sodann     wird    nach einem photographi  schen Positiv eine zweite     Ätzplatte    oder  -walze hergestellt, die eine Umkehrung der  ersten Platte oder Walze in der Form     eines     Positivs ist,     und    in einem     von    dieser Platte  genommenen     Abdruck    sind, wenn Marmor das       Objekt    ist, die Adern und Spaltlinien durch       dass    Fehlen von Farben gekennzeichnet.

   Für  den Aufdruck mit .dieser positiven -Druck-    platte wird ein Pigment gewählt welches  dem     vorherrschenden        Farbton    der     C)riginal-          marmorfläche    entspricht, jedoch etwas modi  fiziert, um sich mit dem     Grundierungston     zu mischen.

   Die zweite     Übertragung    findet  auf der     eisten        statt    und man erhält     ..o,    so  weit die Spaltlinien und Adern des     Marmors     in Betracht kommen, eine     Misehung    von drei  Farben, nämlich der Farbe der Grundierung,  der Farbe der ersten Übertragung und der  zweiten Übertragung.

   Man sieht daher an  einzelnen Stellen dis Farbe der Grundierung,  an andern Stellen die ursprüngliche     Farbe     der ersten Übertragung, ferner     die-Mischun        g     dieser Farbe mit der Farbe der     Grundierung,     die Farbe der zweiten     Übertragung,    ihre Mi  schungen mit der Grundierung und -schliess  lich eine Mischung aller drei Farben. Auf  diese     '\Veise    erhält die behandelte Fläche ein       s        s        elir        natürliches        Marmoraussehen.     



  Die Zeichnung veranschaulicht ein     A11s-          führungsbeispfel    der     Erfindung.        Fig.    1 ist  eine schematische Wiedergabe einer Marmor  fläche mit drei Färben, die an verschiedenen  Stellen in verschiedener Weise gemischt sind.

    Die     vorherrschende    Farbe ist durch die       Scllraffur    10     ausgedrückt.        Diese    vorherr  schende Farbe wird zuletzt gedruckt, und  zwar unter Benutzung der in     F'i,g.    3     darge-          steIften        Druckfläche.    Die anders schraffier  ten Flächen 12 der     Fig.    1 werden     durch    die  in     Fier.    2 dargestellte Druckfläche gedruckt.

         Fig.    2     zeigt:    eine geätzte     Druckfläche,    die im  folgenden als     Positivdruclkfläche    bezeichnet.       werden    soll und nur einige der Farben     wie-          del;

  gibt-,    die in den Adern oder Spaltlinien  der natürlichen     Oberfläche    des natürlichen       blsrmors    enthalten sind.     Fig.    3     ist    eine nega  tive     Drucl@flä@che,    die dazu dient, die     vorherr-          schenden    Farben des natürlichen Marmors und       ausserdem    bestimmte Spaltlinien und sonstige       Crebil.de    der Marmoroberfläche wiederzuge  ben.

   In     Fig.    2 und 3 sind gegenüber     Fig:    -1  Links und Rechts vertauscht,     wm    beim     Ver-          (Pleich    der einzelnen Zonen     bezw.        Umrisse    zu  beachten ist.     Fig.    4 veranschaulicht schema  tisch die zusammengesetzte Wirkung der ver  schiedenen     Farben.    die auf die zu behandelnde      Oberfläche aufgebracht werden, um die in       Fig.    1 gezeigte natürliche Oberfläche nach  zuahmen.     Bei    ihrer Herstellung erhält :

  die zu       behandelnde    Fläche erst eine     Grundierung    von  der ausgewählten Farbe, dann eine     Übertra.          gung    von der     Druckfläche    der     Fig.    2 und       lieernach    eine zweite     Übertragung,    die von der  Druckfläche der     Fig.    3 genommen und auf  der ersten     Übertragung    ausgeführt wird. Auf       diese    Weise entstehen bestimmte Zonen 15.

    in welchen sich die Farbtöne der     CTrundie-          rungsfa.rbe    und der ersten Übertragung     mi-          chen,    und andere Zonen 16. in welchen sich  die Farben beider     Übertragungen    mischen.  Die Mischtöne variieren in der Tontiefe, ab  hängig von den in     Fig.    2 und 3 dargestellten  geätzten Druckflächen. Es kann eine unend  liche Zahl von Variationen in den.

   Farben  kombinationen erzielt .werden, indem man  nach erfolgter     Übertrabmung    von den Druck  flächen der Fing. 2 und 3 die Übertragungs  walzen umkehrt oder von der einen der bei  den Druckflächen direkt     und        von,der    andern  unter Umkehrung     überträgt.     



  Obwohl die in     Fig.    4     dargestellte        Flä,chen-          verzieiung    keine exakte Wiedergarbe der     Flä,-          ehe    der     Fig.    1 ist, ist doch die     Vortäu-          #jchung    einer natürlichen     Oberfläche    ausser  ordentlich gross.  



  Einer der Vorteile des geschilderten Ver  fahrens besteht darin,     dass    für die erste     rtTber-          tragung    nur wenig     Pio.ment    benötigt wird.  Die erste Übertragung trocknet daher auch       :ehr    schnell, man kann die zweite     Übertra-          (runf).    bald     a.nsehliessen    und dadurch die     Her-          #lellungszeit    abkürzen.

   Es ist auch eine grö  ssere Annäherung an die     natürlichen    Farben       Möglich,    da das     Pigment    .der ersten Übertra  gung nur auf einen kleinen Teil der Gesamt  fläche beschränkt ist. Es wäre :auch möglich,  erst die     Negativiibertra.gung    auszuführen und    dann die Positivübertragung     da.rüberzulagern,     doch     ist    in     diesem    Falle die     Tonwirkung     nicht ganz so     zufriedenstellend.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Marmorierung von Flächen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu marmo rierende Fläche nacheinander mit zwei Druck formen bedruckt wird, deren eine nach einem photographischen Positiv und -deren andere nach einem photographischen Negativ des nämlichen Marmorbildes durch Ätzung herge stellt ist, und von denen die erstere die Adern und Spaltlinien der Marmorfläche in einem bestimmten Farbton druckt, während die zweite die übrigen Stellen mit einem andern Ton bedruckt. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zu bedruckende Fläche zunächst eine Grundierung in einem Farbton erhält, der einer der vor herrschenden Farben ,des natürlichen Mar morbildes entspricht. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass nach der Grundierung zunächst das wenig Pigment benötigende positive Druck bild und dann d'az den vorherrschenden Farbton wiedergebende negative Druck bild übertragen wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden Druckbilder ausser Register übertragen werden.
CH138668D 1928-03-21 1929-03-14 Verfahren zur Marmorierung von Flächen. CH138668A (de)

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