CH136239A - Verfahren zur Darstellung eines Lecithinpräparates. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Lecithinpräparates.

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CH136239A
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CH
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lecithin
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acetone
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aliphatic alcohols
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/10Phosphatides, e.g. lecithin
    • C07F9/103Extraction or purification by physical or chemical treatment of natural phosphatides; Preparation of compositions containing phosphatides of unknown structure

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines     Lecithinpräparates.       Bekanntlich stellt die Gewinnung von  reinem beziehungsweise hochkonzentriertem       Leeithin    eine technisch sehr schwierig zu  lösende Aufgabe dar. Eine     besonders    emp  fohlene Methode besteht zum Beispiel darin,  dass aus einem     lecithinhaltigen    Gemisch das       Lecithii3    als     Cadmiumchlorid-Doppelverbin-          dung    fraktioniert abgeschieden wird, worauf  das     Leeithin    aus der Doppelverbindung durch  Erhitzen mit     Ammoniumcarbonat    und der  gleichen bei schwach alkalischer Reaktion  wieder abgespalten wird.

   Diese Methode birgt  die Gefahr teilweiser Zersetzung des     Lecithins     in sich.  



  Es wurde nun gefunden, dass man zu  einem     Lecithinpräparat    gelangen kann, aus  welchem das     Leeithin        inbesonders    reinem Zu  stande abgeschieden werden kann und welches  gleichzeitig vor bisher bekannten Handels  p     iiparaten    den Vorzug grösserer Haltbarkeit  besitzt,     indem    man alkoholische Lösungen von       Leeithin    beziehungsweise     lecithinhaltigen     Gemischen in beliebiger Reihenfolge mit einer    alkoholischen Lösung von     Calciumbromid    und  mit Aceton behandelt,

   die erhaltene     Additions-          verbindungvon        derLösung    trennt und trocknet.  



  Versetzt man zum Beispiel eine     aethyl-          alkoholische    Lösung     vors    rohem     Leeithin    mit  einer     aethylalkoholischen    Lösung von     Brom-          calciüm,    so tritt     Reaktion    ein unter     Abschei-          dung    einer öligen Additionsverbindung, die,  mit Aceton vermischt, eine bröckelige, fast  weisse Masse ergibt; die sich nach dem Trock  nen leicht pulverisieren lässt.  



  An Stelle von     Aethylalkohol    können auch  andere einwertige     aliphatische    Alkohole; zum  Beispiel Methylalkohol, verwendet werden.  



  Der Versuch ergibt je nach dem ver  wendeten Alkohol, welche Mengen an     Calcium-          bromid    notwendig sind, um eine optimale  Ausbeute zu erhalten.  



  Gemäss vorliegendem Verfahren wird eine  therapeutisch wirksame Verbindung in das       Leeithin    eingeführt.  



  Das neue Produkt stellt eine Additions  verbindung von     Calciumbromid    an das Leci-           thin    dar. Es bildet eine bröckelige, gelbliche,  fast weisse Masse. In Wasser ist es schwerer  löslich als das     Lecithin,    in Alkohol löst es  sich in der Kälte ziemlich schwer, in der  Hitze leichter, in Benzol,     Petroläther,    Chloro  form ist es leicht, in Äther weniger leicht  löslich,     iri    Aceton unlöslich.

   Aus dem Pro  dukt kann man nach ähnlichen Methoden wie  sie für die     Cadmiumchloridverbindungen    üb  lich sind, zum Beispiel durch Erwärmen mit       Ammoniumcarbonat    freies     Leeithin    von hohem  Reinheitsgrad gewinnen.  



  Als Ausgangsstoffe für das vorliegende  Verfahren kommen sowohl tierische wie pflanz  liche,     leoithinhaltige    Stoffe in Frage.  



  Das neue     Lecithinpräparat    soll als solches  für therapeutische Zwecke oder als Zwischen  produkt zur Darstellung von     Leeithin    Ver  wendung finden.         Beispiel:     5 kg     Handelstrockeneigelb    werden zwei  mal mit je 10 Liter absolutem Alkohol während  mehrerer Stunden ausgekocht, die beiden Ex  trakte vereinigt und einige Stunden stehen  gelassen.

   Hierauf wird die Lösung vom ab  geschiedenen Eieröl abgetrennt, zweckmässig  auf zirka     '/s    bis     1/s    ihres     Volumens    einge  dampft und hernach mit 260 cm' einer     200%igen,     absolut alkoholischen Lösung von wasser  freiem     Broincalciuin    versetzt, wobei eine ölige  Fällung auftritt. Der Alkohol wird nunmehr  im Vakuum vollständig entfernt und der  ölige Rückstand mit 6 Litern Aceton innig  verrührt, wobei sich die     Lecithiuverbindung     als bröckelige, leicht gelblich gefärbte Masse  ausscheidet. Nach gründlichem Durchkneten  der Masse wird das Aceton abgegossen und  der Vorgang mit je zirka 1 Liter Aceton  wiederholt bis das Aceton farblos bleibt.

    Hierauf wird der Rückstand abgesaugt und  zweckmässig im Vakuum getrocknet. Die  neue Verbindung wird in einer Ausbeute       von        zirka        20        %,        auf        Trockeneigelb        berechnet,     erhalten und zeigt die Zusammensetzung:

         P3,96        0%,        N1,78         %,        Ca        1,75        %,        Br        8,00        0/0.       Durch Erwärmung mit     Amoniumcarbonat     kann man aus dieser Verbindung ähnlich wie  aus den     Cadmiumchloriddoppelverbindungen     das freie     Leeithin    in hoch gereinigter Form       gewinnen.     



  Zum gleichen Ergebnis gelangt man, wenn  man die alkoholische     Eigelblösung    zuerst mit  Aceton versetzt und zu der so erhaltenen,  schmierigen, teigigen Masse die alkoholische       Bromcalciumlösung    zufügt. Hierbei tritt beim  Rühren sofort Umwandlung in eine bröckelige,  wenig gefärbte Masse auf, die in gleicher  Weise wie in obigem Beispiel erwähnt, ge  waschen und getrocknet wird.  



  Ferner kann von der im obigen Beispiel be  schriebenen öligen Fällung der Alkohol durch  Abhebern abgetrennt und gegebenenfalls nach  Entfernung des noch anhaftenden Alkohols  das zurückbleibende Öl direkt mit Aceton  behandelt werden. Die abgetrennte alkoholi  sche Lösung enthält noch weitere Mengen       Lecithin,    die durch Eindampfen der Lösung  und Behandlung des Rückstandes mit Aceton  wie oben gewonnen werden können.  



  Auch das aus den alkoholischen     Lecithin-          lösungen    vor der Zugabe der     Bromcalcium-          lösung    und des Acetons abgeschiedene Eieröl  kann in obiger Weise, zum Beispiel durch  Ausschütteln mit Alkohol und Weiterbehand  lung des alkoholischen Extraktes, auf darin  enthaltenes     Lecithin    verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Lecithin- präparates, dadurch gekennzeichnet, dass man Lösungen von Lecithin in aliphatischen Al koholen in beliebiger Reihenfolge mit Lösun gen von Calciumbromid in aliphatischen Al koholen und mit Aceton behandelt, die er haltene Abscheidung von der Lösung trennt und trocknet. Das neue Produkt stellt eine Additions verbindung von Calciumbromid an das Leeithin dar. Es bildet .eine bröckelige, gelbliche, fast weisse Masse.
    In Wasser ist es etwas schwerer löslich als das Lecithin selbst, in Alkohol löst es sich in der Kälte ziemlich schwer, in der Hitze leichter, in Benzol, Petroläther, Chloroform ist es leicht, in Äther weniger leicht löslich, in Aceton unlöslich. Man kann aus dem Produkt zum Beispiel durch Erwärmen mit Ammoniumcarbonat, freies Lecithin von hohem Reinheitsgrad ge winnen. Das neue Lecithinpräparat soll als solches für therapeutische Zwecke oder als Zwischen- produkt zur Darstellung von Lecithin Ver wendung finden.
    <B>UNTERANSPRUCH</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Lösungen von leci- thinhaltigen Gemischen in aliphatischen Alko holen verwendet.
CH136239D 1926-12-23 1926-12-23 Verfahren zur Darstellung eines Lecithinpräparates. CH136239A (de)

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