CH136170A - Mehrphasiger Glühkathodengleichrichter. - Google Patents

Mehrphasiger Glühkathodengleichrichter.

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CH136170A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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      Mehrphasiger        Glühkathodengleichrichter.       Die Erfindung betrifft eine     -mehrphasige          Gleiclirichtervorrichtung.     



  Es ist üblich, in einer     Gleichriehteranlage     den     einer-Wechselstromquelle    entnommenen  Strom einer     Gleiehrichterröhre    über einen  Transformator     zuzuführen,,    dessen Überset  zungsverhältnis derart gewählt ist,     da.ss    die  mittlere     hlemmspannung,    mit der der     gleich-          gerichtete    Wechselstrom einer Gebrauchsvor  richtung     zugeführt    wird, einen bestimmten       Wert    hat.

   Die Kosten des     Transformators     machen einen bedeutenden Prozentsatz der  Anschaffungskosten einer solchen Anlage  aus und überdies wird ein grosser Teil des  von der Anlage eingenommenen Raumes. für  den Transformator beansprucht.     Ferner     tragen die Energieverluste des Transforma  tors zur Verringerung des     Wirkungsgrades     der Anlage bei.<B>Es</B> ist ferner üblich,. in       Reibe    mit den Anoden mehrphasiger     Gleich-          riehterröhren    Beruhigungswiderstände     züi     schalten.

   Durch den     Jouleschen-Verlust    in  diesen     Beruhigungswiderständen    wird der       Wirkungsgrad    der Anlage herabgesetzt.    Zweck der Erfindung ist, den Strom eines  mehrphasigen Wechselstromnetzes ohne Ver  wendung des     obenerwähnten    Transformators  und vorzugsweise ohne Beruhigungswider  stände und mit geringem Energieverlust in  Gleichstrom mit normaler, bei verschiedenen  Belastungen nahezu konstanter Spannung zu  verwandeln. Wird ein     Gleichstromnetz    durch  ein Drehstromnetz von ähnlicher Spannung  ersetzt, so ermöglicht die Erfindung, den  Strom für die zuvor benutzten Gleichstrom  vorrichtungen mit     geringem    Energieverlust.

    und mit einer Spannung, die überhaupt  nicht oder wenig von der     Belastung    abhängt,  dem Drehstromnetz zu entnehmen. Eine       Gleichrichtervorrichtung    gemäss der Erfin  dung enthält eine gasgefüllte Gleichrichter  röhre mit einer Glühkathode, zweckmässig  einer     Oxydkathode,    und einen Reizstrom  transformator. Sie eignet sich dazu, an ein  mehrphasiges Wechselstromnetz angeschlos  sen zu werden, und sie ist dadurch gekenn  zeichnet, dass die Anoden der Gleichrichter  röhre ohne     Zwischenschaltung    eines Trans-           formators    mit den     Anschluss.punkten    für die  Phasenleiter ,des Netzes elektrisch verbunden  sind.  



  Eine solche     Gleichrichtervorrichtunl;     kann eine mit einer solchen Betriebsspan  nung arbeitende     Gleichrichterröhre    und Im  pedanzen solcher Grösse enthalten,     dass@    bei       Anschluss    der Vorrichtung an ein     mehr-          phasiges    Wechselstromnetz von Normalspan  nung der     mittlere    Wert der auf der Gleich  stromseite zur Verfügung stehenden Span  nung, wenigstens bei gewöhnlichen Belastun  gen., dem effektiven Wert der Phasenspan  nung des Netzes     bezw.    .dem nächsten für  Gleichstrom als normal geltenden     Wert    prak  tisch gleich ist.  



  Mit dem Wort "praktisch" ist gemeint,       da.ss    der mittlere Wert der zur Verfügung  stehenden     Spannung    geringe Abweichungen  zeigen kann, die nicht     grösser    sind, als der  in der Praxis in gewöhnlichen Fällen für zu  lässig gehalten wird. In einer besonderen Aus  führung arbeitet eine     Gleichrichterröhre,     wenn sie an ein Drehstromnetz von 220 Volt  Sternspannung angeschlossen ist, mit einer  solchen Betriebsspannung, dass     wenigsfens     bei normalen Belastungen der mittlere Wert  der zur     Verfügung    stehenden Spannung prak  tisch 220 Volt beträgt.  



  Die Verbindungen zwischen den Anoden  der     Gleichrichterröhre    und den     Anschluss-          punkten,    sowie die in der Vorrichtung     züz     den     Gleichstromanschlusspunkten    führenden  Leitungen haben zweckmässig praktisch keine  Impedanz.  



  Eine Ausführungsform des Erfindungs  gegenstandes ist in der Zeichnung beispiels  weise dargestellt.  



       Fig.    1 ist ein     .Schaltungsschema    einer       Gleichrinhtervorrichtung    gemäss der Erfin  dung;       Fig.    2 ist ein lotrechter     ,Schnitt    eines       Ausführungsbeispieles    einer     Gleichrichter-          röhre,    und       Fig.    3     zeigt    Kurven, die sich auf die  Wirkung beziehen.  



       In:        Fig.    1 sind 1, 2, 3 und 4. die drei  Phasenleiter und der Nulleiter eines Drei-    phasennettes. Die effektive Spannung zwi  schen diesen Leitern kann zum Beispiel     330     Volt betragen. 4 ist der Nulleiter des Netzes,       so,    dass zwischen diesen und den Phasenlei  tern eine effektive     .Spannung    von 220     *Volt     herrscht. Der Strom wird von den Anschluss  punkten über die Sicherungen 5 und den  dreipoligen. Schalter 6 den Anoden 7, 8 und  9 der Entladungsröhre 10 zugeführt. 11 ist  die     Glühkathode.    Der Heizstrom für diese.

    wird von einem kleinen     Hilfstransformator     12 geliefert, dessen Primärwicklung zwischen  den Phasen 2 und 3 angeschlossen ist und von  dessen Sekundärwicklung in der Mitte ein  Leiter 13     abgezweigt    ist. Dieser Leiter 13  kann über einen Widerstand 14 mit dem po  sitiven Pol der     Gleichriehtervorrichtung    ver  bunden werden, während der Leiter<B>15</B> den       Nulleiter    4 mit dem negativen Pol verbin  det. 16 ist eine Gebrauchsvorrichtung,     zur.     Beispiel ein Gleichstrommotor.

   Der Strom  fliesst nun wechselweise von einem der     Pba-          senleiter    1, 2 und 3 über eine der Anoden  7, 8 und 9 zu der Kathode 11, verteilt     z4ich     über die beiden Hälften der Sekundärwick  lung des     Hilfstransformators,    fliesst von der       Mittelabzweigung    zu der Gebrauchsvorrich  tung und dann zurück nach dem Netz, be  ziehungsweise nach dem Nulleiter 4.

   Die       Gleichrichterröhre,    die gemäss     Fig.    2 gebaut  sein kann, hat bei den in     erster    Linie der  vorliegenden Beschreibung zu Grunde geleg  ten Ausführungsbeispielen eine solche Be  triebsspannung, dass der     mittlere        Wert    der  zur     Verfüb un!z        stehenden    Spannung. wenig  stens bei normalen Belastungen, dem effek  tiven     Wert    der Phasenspannung des Netzes  oder einem für     Gleichstrom    als normal gel  tenden Wert praktisch gleich ist, und zwar  ohne Einschaltung einer Impedanz.

   Wünscht  man einen gewissen Spannungsabfall bei Be  lastung oder eine gewisse     Regulierbarken     der Spannung, so kann man in den Gleich  stromleitungen eine Impedanz, zum Beispiel  einen Widerstand 14     anbringen.    Bei der  Wahl der Betriebsspannung des Gleichrich  ters soll der     Gegenwart    dieser Regelimpedanz       Rechnung    getragen werden. Zweckmässig      wird eine derartige Impedanz in den Lei  ter 13 eingeschaltet.  



  In     Fig.    2 stellt 17     eine    gläserne Hülle  dar, die an beiden Enden durch die Füsschen  18 und 19 abgeschlossen ist. Die     Glühka-          thode    20 wird von den in die     Quetschstelle     21 eingeschmolzenen Poldrähten 22 getra  gen. Die Anoden 23, 24 und 25, die zum  Beispiel aus zylindrischen Kohlenstückchen  bestehen können, befinden sich innerhalb  kleiner Glasrohre 26, 27 und 28, die     etwas     vor den Anoden eine Verengung aufweisen..

    Die getroffene Einrichtung dient dazu,     ein9     Entladung zwischen den Anoden zu verhin  dern und die     Rückschlagspannung    der Röhre  zu     vergrösseren.    Es     ist    bei solcher Anordnung  der Röhre nicht nötig,     Beruhigungswider-          stände    in Reihe mit den Anoden zu schalten.

    Die Zuführungsdrähte der Anoden     werden     durch Büchsen 29, 30 und 31     aus    isolieren  dem Stoff, .zum Beispiel Hartglas, vor     Zer-          stäubung        gesehützt.    Die Röhre kann mit  Argon unter -einem Druck von etwa 0,75     rom     Quecksilbersäule gefüllt sein.  



  Die Glühkathode besteht zweckmässig  aus einem Kerndraht aus hochschmelzendem  Metall, zum Beispiel Wolfram, der in Form  einer weiten Schraubenlinie gewunden ist und  auf den ein zweiter Draht, zum Beispiel aus  Nickel, ebenfalls schraubenlinienförmig auf  gewickelt ist. Auf letzteren Draht ist der       elektronenaktive    Stoff, zum Beispiel Ba  riumoxyd, aufgebracht. Andere     Glühkatho-          den,    zum Beispiel     Wolfram-Thorium-    oder       lMolybdän-Thorium-Glühkathoden,    können  ebenfalls     verwendet    werden, aber Oxyd  kathoden, die einen höheren Wirkungs  grad ergeben, werden bevorzugt.

   Indem  man die     Windungen    der Kathode weit  macht, erreicht man,     da-ss    nicht nur der aus  wärts gekehrte Teil der Kathodenoberfläche  Elektronen aussendet, sondern auch die an  dern Teile dieser Oberfläche.  



  Von- geringen     Änderungen    infolge von  Nebenumständen abgesehen, ist in     Fig.    3 die  Spannung E, die die Kathode in bezug auf  den Nulleiter des Drehstromnetzes haben  kann, an das die Röhre angeschlossen ist,    durch (die Kurve 32 graphisch dargestellt.  Die Kurven     33,    34 und- 35 stellen in dieser  Figur die Spannungen zwischen den Anoden  und dem Nulleiter dar. Beim Betrieb einer       Gleichrichterröhre    gemäss     Fig.    2 wird zwi  schen den Elektroden eine Bogenentladung  herbeigeführt. Die Bogenspannung e b ist in  jedem Augenblick der Unterschied der Span  nungen, die die, in Tätigkeit gesetzte Anode  und die Kathode in bezug auf den Nullei  ter haben.

   Der über die Zeit, während der  die Anode Strom liefert (welche Zeit in dem  Fall, für den     F'ig.    3 gilt, ein Zeitraum von  etwa     1/e    Periode vor bis etwa     1@6    Periode  nach     Odem    Augenblick ist, indem diese Span  nung ihren Scheitelwert     e",    erreicht) berech  nete     mittlere    Wert     eg    der Spannung e zwi  schen einer Anode und dem Nulleiter be  trägt, wenn sich die Netzspannung     sinusför-          mig    mit der Zeit     ändert,

      etwa  
EMI0003.0042     
    Nennt man den effektiven Wert der Stern  spannung     eeff>    so kann man schreiben  
EMI0003.0044     
    Nennt man ferner den     mittleren    Wert der  Spannung E     zwischen.Kathode    und Nullei  ter     Eg,    so ist .die mittlere Bogenspannung       Pbg     
EMI0003.0049     
    welcher Wert zum Beispiel     oszillographisch     bestimmt werden kann.

   Wenn nun ein Drei  phasennetz benutzt wird, dessen effektive  Phasenspannung 220 Volt ist und wenn     eine     Spannung     E,    von 220 Volt     verlangt    wird,  so folgt aus Formel (2), dass     ebg    betragen  muss  
EMI0003.0055     
    Steht ein     Dreiphasennetz    mit einer ver  ketteten :Spannung, deren effektiver Wert  220 Volt beträgt, zur Verfügung und soll  der     Gleichrichter-Gleichstrom    von einer mitt-           leren    Spannung von<B>110</B> Volt liefern, so fin  det man für       ebg:   
EMI0004.0003  
   gleichfalls       etwa    38 Volt.  



  Da, wie sich herausgestellt hat, die mitt  lere Bogenspannung     eb,    fast gar nicht vom  Strom abhängig ist, so ändert sich die zur  Verfügung stehende     ,Spannung    praktisch  nicht mit der Belastung. Unter geeigneten  Umständen kann zum Beispiel gemessen  werden, dass bei einer Stromstärke, die zwi  schen<I>3</I>     7ri.A        Voltmeterstrom    und mehr als 20  Amperes variiert, die Spannung sich     prak-          tisch    nicht     ändArt.    Da Energietransformato  ren und Beruhigungswiderstände überflüssig  werden,

   kann man mit einer Gleichrichter  anlage mit einer beschriebenen     Gleichrich-          terröhre    einen sehr hohen Wirkungsgrad er  reichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gleichrichtervorriclitung, die sich dazu eignet, an ein mehrphasiges Wechselstrom netz angeschlossen zu werden, und die mit einer gasgefüllten mehrphasigen Gleichrich- terröhre -mit einer Glühkathode, und einem Heizstromtransformator versehen ist, da durch gekennzeichnet, da.ss die Anoden der Gleichrichterröhre ohne Zwisehenschaltung eines Transformators mit den Anschluss punkten für die Phasenleiter des Netzes elek trisch verbunden sind.
    UNTERANSPRüCHE 1. Gleichrichtervorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mit einer solchen Betriebsspannung arbeitende Gleichrichterröhre und Impe danzen solcher Grösse enthält, dass bei Anschluss der Vorrichtung an ein mehr- phasiges Wechselstromnetz von Normal spannung der mittlere Wert der auf der Gleichstromseite zur Verfügung stehen den Spannung, wenigstens bei normalen Belastungen, dem effektiven Wert der Phasenspannung des Netzes bezw. dem nächsten für Gleichstrom als normal gel tenden Wert praktisch gleich ist.
    2. Gleichrichtervorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen zwischen den Anoden der Gleichrichterröhre und den Anschluss' punkten für die Phasenleiter des Netzes praktisch keine Impedanz enthalten. 3,. Gleichriehtervorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Vorrichtung zu den Gleichstrom anschlusspunkten führenden Leitungen praktisch keine Impedanz haben.
    I. Gleichrichtervorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 2 und 3, da: durch gekennzeichnet, dass die Röhre, wenn sie an ein mehrphasiges Wechsel stromnetz angeschlossen ist, mit einer sol chen Betriebsspannung arbeitet, dass we nigstens bei normalen Belastungen der mittlere Wert der zur Verfügung stehen den Spannung dem effektiven Wert der Phasenspannung des Netzes bezw. dem nächsten für Gleichstrom als normal gel tenden Wert praktisch gleich ist.
    5. Gleichrichtervorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre, wenn sie an ein Dreiphasennetz von 220 Volt Sternspannung angeschlossen ist, mit einer solchen Betriebsspannung arbeitet, dass, wenigstens bei normalen Belastungen, der mielere Wert der zur Verfügung stehenden Spannung praktisch 220 Volt beträgt.
    6. Gleichriehtervorrichtung nach Patentan- sprueh und Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, -da.ss die Röhre wenigstens bei normalen Belastungen mit einer mitt leren Betriebsspannung von etwa. 38 Volt arbeitet.
CH136170D 1928-01-14 1928-12-08 Mehrphasiger Glühkathodengleichrichter. CH136170A (de)

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