CH130480A - Vorrichtung zur elektrolytischen Gewinnung von Metall aus metallhaltigem Rohgut. - Google Patents
Vorrichtung zur elektrolytischen Gewinnung von Metall aus metallhaltigem Rohgut.Info
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Description
Vorrichtung zur elektrolytischen Gewinnung von Metall aus metallhaltigem Rohgut. Vorliegende Erfindung betrifft eine Vor richtung zur elektrolytischen Gewinnung von Metall aus metallhaltigem Rohgut und bezweckt die Erzeugung fester und dichter Niederschläge dadurch, dass der Elektrolyt in einer bestimmten Richtung in eine kräf tige Bewegung versetzt wird.
Dies wird bei der Vorrichtung gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der Anodenkäfig für die Aufnahme des Roh gutes zwei durchlochte Wandungen aufweist und Mittel vorgesehen sind, um dieselben in Drehung zu versetzen, während eine mii: Schaufeln versehene Welle vorgesehen ist, um den Elektrolyten in Umlauf zu setzen.
Ausführungsbeispiele des Erfiridungs- gegenstandes sind in der Zeichnung darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine erste Ausführungsform der Vorrich tung, Fig. 2 einen wagrechten Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, und Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Vorrich tung.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 besitzt einen runden Bottich 1 aus Holz, Steingut oder dergleichen, dessen Innenwandung mit einem Bleimantel 2 bekleidet ist. Dieser Bleibelag stellt die Kathode dar und erhält den elektrischen Strom durch eine Leitung 4. Auf dem Boden des Bottichs ist eine Blei platte 4a eingebracht, der kein Strom zu geführt wird. In den Bottich 1 ragt. eine mit Schaufeln 5 ausgerüstete Welle 6, die im Deckel 7 des Bottichs drehbar gelagert ist. Konzentrisch zu der Welle 6 sind ein innerer Zylinder 8 und ein äusserer Zylin der 9 aus Blei angeordnet, welche mit Lö chern 8' bezw. 9' versehen sind.
Die beiden Bleizylinder 8 und 9 sind zwischen zwei kreisringförmigen Scheiben 10 und 11 fest gelagert, deren obere, 10, einen Halsring 10' hat, mittelst welchem der aus den Zylindern 8,, 9 und den Scheiben 10, 11 gebildete Anodenkäfig durch Zapfen 12 an einer Hohlwelle 13 aufgehängt ist, die im Deckel 7 drehbar lagert. Am obern Ende der Hohl welle 13 ist ein Kegelrad 14 fest aufgekeilt, das mit dem auf der Welle 15 sitzenden Kegelrad 16 in Eingriff steht. Die Welle 15 ist in dem auf dem Bottichdeckel 7 ruhen den Lagerbock 17 gelagert. Auf ihrem äussern Ende sitzt eine Riemenscheibe 18.
Ihr Antrieb erfolgt durch Riemen 19 und Riemenscheibe 20 von der Transmissions- welle 21 her. Die in der Hohlwelle 13 dreh bar gelagerte Welle 6 hat an ihrem obern Ende fest aufgekeilt ein Kegelrad 22, in das ein auf einer Welle 23 sitzendes Kegelrad 24 eingreift. Die Welle 23 ist in einem ebenfalls auf dem Bottichdeckel 7 ruhenden Bock 2'5 gelagert. Sie besitzt an ihrem äussern Ende eine Riemenscheibe 26 und erhält ihre Drehbewegung durch einen ge kreuzten Riemen<B>27</B> und Riemenscheibe 28 von derTransmissionswelle21 aus.
Auf der dieZy- linder 8 und 9 abdeckenden Scheibe 10 ist eine kreisringförmige Kupferscheibe 29 ge lagert, auf welcher eine an den positiven Pol einer elektrischen Stromquelle angeschlossene Kupferbürste 30 schleift, während an den negativen Pol der Stromquelle der Blei mantel 2 des Bottichs angeschlossen ist, der als Kathode dient. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Das zu verarbeitende Erz, erzhaltige Ma terial oder Abfall 31 wird in den Anoden käfig zwischen die beiden konzentrischen Zylinder 8 und 9 eingebracht.
Nachdem der elektrische Strom eingeschaltet ist, wird der Elektrolyt durch die Schaufeln 5 der von der Transmission her in Umdrehung ver setzten Welle 6 in kräftige Bewegung ver setzt und durch die Löcher 8' des Zylinders 8 hindurch dem Erz oder dergleichen gleich mässig zugeführt. Um diese Wirkung noch züz erhöhen, wird der das Erz oder derglei chen beherbergende, von den Zylindern 8 und 9 gebildete Käfig ebenfalls in Umdre hung versetzt, und zwar nach Fig. 1 in der selben Drehrichtung wie die Welle 6, aber mit verschiedener Geschwindigkeit. Sollen Käfig und Schaufelwelle in entgegengesetz ter Richtung sich drehen, so wird der ge kreuzte Riemen 27 durch einen offenen er setzt.
Der metallisch angereicherte Elektro lyt wird durch die Öffnungen 9' des Blei zylinders 9 hindurchgetrieben und infolge der Drehbewegungen des Anodenkäfigs gleichmässig gegen die Kathode 2 getrieben, wo sich ein gleichmässiger, dichter Nieder schlag des Metallas bildet.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungs form sind die Zylinder 8 und 9 unabhängig voneinander aufgehängt, und zwar ist der äussere Zylinder 9 an einer mit Buchse 32 versehenen Scheibe 33 befestigt, indem die Buchse 32 mittelst der Zapfen 34 an der im Deckel 7 drehbar gelagerten Hohlwelle 13' aufgehängt ist. Der innere Zylinder 8 ist an einer Scheibe 60 befestigt, die mit einer Buchse 61 versehen ist, die die Hohlwelle 35 umfasst und bis nahe unter die obere, den äussern Zylinder 9 tragende Buclise 32 der Hohlwelle 13' reicht. Die untere Buchse 61 ist mittelst der Zapfen 36 an der Hohlwelle 35 aufgehängt.
Die Scheibe 60 des innern Zylinders 8 ist durch eine Schleiffeder 35a mit der Scheibe 33 des äussern Zylinders 9 leitend verbunden, so dass beiden Zylindern Strom zugeführt wird. Der Antrieb der mittleren Welle 6 und der Zylinder 8, 9 erfolgt von der Transmissionswelle 21 aus, und zwar für die mittlere Welle 6 durch die Riemenscheiben 2.8, 26 und den Riemen 27, sowie durch die Kegelräder 24 und 22.
Für den Zylinder 8 erfolgt der Antrieb da gegen durch ein auf der Hohlwelle 35 sit zendes Kegelrad 37, das in ein Kegelrad 38 eingreift, welches auf einer im Lagerbock 38a gelagerten Welle 39 sitzt, Diese erhält ihren Antrieb durch die Zahnräder 40 und 41 von der Welle 40a aus, die mittelfit einer von Hand ausrückbaren Kupplung 42 mit der die Scheibe 26 tragenden Welle gekup pelt werden kann. Der Antrieb des äussern Zylinders 9 erfolgt durch die Kegelräder 14, 16 mittelst der Riemenscheiben 18, 20 und des Riemens 19.
Nach der in Fig. 3 gezeigten Anordnung sind die Zylinder 8, 9 voneinander unab hängig drehbar. Um den Zylinder 9 still setzen zu können, während Zylinder 8 und Welle 6 sich drehen, ist auf der Welle 15 eine Leerscheibe 18' vorgesehen auf die der Riemen 19 von der Festscheibe 18 verschoben werden kann. Soll dagegen der Zylinder 8 stillstehen, während der Zylinder 9 und Schaufelwelle 6 sich drehen, so wird die für diesen Zweck auf der Welle 40a an gebrachte Kupplung 42 ausgeschaltet.
Nach diesen Ausführungen ist es leicht verständ lich, dass gewünschtenfalls beide Zylinder 8, 9 stillgesetzt werden können, während nur die Welle 6 sich dreht. Sollen sich die Zylinder 8, 9 in gleichem Sinne drehen, so wird der gekreuzte Riemen 27 abgenommen und durch einen offenen ersetzt.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Vorrichtung zur elektrolytischen Ge- @vinnung von Metall aus metallhaltigem Rohgut unter Verwendung eines Anoden käfig, dadurch gekennzeichnet, dass der Anodenkäfig für die Aufnahme des Roh gutes zwei ' durchlochte Wandungen auf- weist und Mittel vorgesehen sind, um die selben in Drehung zu versetzen,. während eine mit Schaufeln versehene Welle vor gesehen ist, um den Elektrolyten zwecks Erzeugung eines festen und dichten Nieder schlages in Umlauf zu setzen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Dreh bewegung des Anodenkäfigs einerseits und der Schaufelwelle anderseits Kegel räderpaare vorgesehen sind, derart, dass die Drehbewegung in gleicher oder ver schiedener Richtung erfolgen kann. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass zwei Antriebskegelräderpaare des Anodenkäfigs derart angeordnet sind, dass die gäfigwandungen unabhängig von einander und in gleichem oder verschie denem Drehsinn und unabhängig von der Schaufelwelle angetrieben und wahlweise stillgesetzt werden können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH130480T | 1927-12-05 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH130480A true CH130480A (de) | 1928-12-15 |
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ID=4388826
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|---|---|---|---|
| CH130480D CH130480A (de) | 1927-12-05 | 1927-12-05 | Vorrichtung zur elektrolytischen Gewinnung von Metall aus metallhaltigem Rohgut. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH130480A (de) |
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1927
- 1927-12-05 CH CH130480D patent/CH130480A/de unknown
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