CH129593A - Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten.

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CH129593A
CH129593A CH129593DA CH129593A CH 129593 A CH129593 A CH 129593A CH 129593D A CH129593D A CH 129593DA CH 129593 A CH129593 A CH 129593A
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Wolff Co Kommandit-Gese Aktien
Czapek Dr Emil
Richard Weingand
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Wolff & Co
Czapek Dr Emil
Richard Weingand
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      Verfahren    zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von       Zellulosederivaten.       Zur Herstellung von     Zellulosefolien    aus       Zelluloselösungen    kommen heute zwei prin  zipiell verschiedene Verfahren in Frage  Das eine dieser Verfahren ist geschützt durch  die D. R. P. Nr. 287152, 249256 und 257227.  



  besteht darin, dass man die Zellulose  lösungen aus einer breiten, trichterförmigen       Düse    in die     F'ä,llflüssigkeit    eintreten lässt.  Die     Zelluloselösung,    welche in der     Fällflüs-          sigkeit    gerinnt, ist gegen mechanische Ein  flüsse zuerst noch sehr -empfindlich, wes  halb es erforderlich ist, die     Durchführung     durch die weiteren     Hä.rtungsbäder    mit Hilfe  von sehr vielen eng     aneinanderliegenden     Walzen vorzunehmen.

   Hierbei. bietet die La  gcruna der zahlreichen Walzen, welche zum  Teil innerhalb von sauren Flüssigkeiten ge  schehen muss, äusserst grosse     Schwierigkeiten.     Ausserdem weisen die nach diesem Verfah  ren hergestellten     Zellulosefolien    infolge un  regelmässiger Schrumpfung beim Koagulie  ren starke Schlieren auf, was verschiedene    Nachteile, zum Beispiel optische und mecha  nische     Inhomogenität    zur Folge hat.  



  Die andern Verfahren unterscheiden sich  von dem ersten prinzipiell dadurch,     daB    mit  Hilfe einer Giessunterlage gearbeitet wird.       Han    erhält damit im Gegensatz zum vorher       beschriebenen    Verfahren einen glänzenden  und recht homogenen     Film.    Diese Verfah  ren mit Giessunterlage     hatten    jedoch den  Nachteil, dass die technische Durchführung  äusserst schwierig war. Zu leicht bleiben  von dem zu fällenden Material Reste, welche  nicht vollkommen bis zu Ende     durchgefällt     sind, auf der Giessunterlage haften.

   Man hat  deshalb versucht, alle möglichen Reinigungs  vorrichtungen an der Giessunterlage anzu  bringen, wie dies zum Beispiel im amerikani  schen Patent Nr. 798061 beschrieben ist. Das  britische Patent Nr. 28588/08 und das  D. R. P. Nr. 218010 verwenden zum Reini  gen Schaber und Bürste. Ebenso benutzt das  amerikanische Patent Nr. 1187929 eine sehr      komplizierte     Kratzreinigungsv        orrichtung.    Ein  weiteres amerikanisches Verfahren will ein  Haftenbleiben von     Verunreinigungen    dadurch  vermeiden. dass die' Giessunterlage vor dem       Aufbringen    der     Zelluloselösung    mit Fett  eingerieben wird (amerikanisches Patent  Nr.

       634.57l).    Diese Reinigungsvorrichtungen  erschweren natürlich das Arbeiten ganz er  heblich     und    bringen niemals einen vollen  Erfolg, da schon ganz geringe Reste von  zum Beispiel     ha.lbdurchgefälltenm        Material     oder stellenweise     durehdiffundiertes        Fällbad          geniigen,    um den ganzen     Arbeitsprozess    zu  stören.  



  Der Nachteil des     Haftenbleibens    soll nun  nach     D.        R,.    P. Nr. 421383 dadurch vermieden       werden,        da.ss    die     Giessunterla.-2    vor dem Auf  bringen der     Zelluloselösung    gleichmässig mit       FPIlmittel    benetzt wird, so dass -beim     Auf-          brino,en    der     Zelluloselösung    gleich eine Fäl  lung von     unten    her     eintritt,    was     ein    Anhaf  ten an der Giessunterlage vermeiden soll.

   In  der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass es  besonders bei höheren Arbeitsgeschwindig  keiten nicht ganz leicht ist, die Benetzung  der Giessunterlage mit     Fällmittel    so gering  und gleichmässig zu gestalten, dass der Pro  zess immer gleichförmig und normal verläuft.  Insbesondere muss verhindert werden, dass  nicht durch die Benetzung unter dem Giess  trichter eine so starke Fällung eintritt, dass  die Düse des Trichters sich verstopft.  



  Eine     grosse    Reihe     langwieriger    und kost  spieliger Versuche haben nun zudem folgen  den beschriebenen     einfachen    Verfahren ge  führt, welches auch mit Giessunterlage ar  beitet und keinen der beschriebenen     Hängel          erkennen    lässt. Es stellt deshalb ein äusserst  einfaches und technisch leicht durchführ  bares Verfahren dar.  



  Es wurde nämlich beobachtet, dass bei der  Bildung des Filmes nach der vollständigen       Durchkoagulierung    eine Zeitspanne vorhan  den ist, in der die Giessunterlage trotz dieser       Durchkoagulierung    der Folie und des gleich  zeitigen Vordringens des     Fällmittels    bis zur  Giessunterlage vollkommen     trocken    ist. Diese  Erscheinung beruht offenbar darauf, dass    durch die     osmotische    Druckdifferenz zwi  schen Füllbad und Viskose anfänglich eine       Entwässerung    des sich bildenden     Crels    statt  findet, wodurch ein Ausscheiden von Fäll  mitteln auf der Giessunterlage vermieden  wird.

   Da aber gleichzeitig in die koagulierte  Schicht auch     Fällmittel        hineindiffundiert,    ist  die     Gelschicht    bald so mit     Fällmitteln    ge  füllt, dass keine     osmotische    Druckdifferenz  vorhanden ist. Dann wird     Fällmittel    auf die  Giessunterlage vordringen.  



  Dieser     osmotische    Druckausgleich     unl     damit das     Hindurchdiffundieren    von     Fäll-          mitteln'durch    die     Gelschicht    nach der Giess  unterlage geht in verhältnismässig kurzer  Zeit vor sich. Daher bleibt die Giessunter  lage nach der     Durchkoagulierung    der Folie  nur während einer kurzen Zeitspanne trocken.  Gerade. diese     Zeitspanne    wird erfindungs  gemäss ausgenutzt, um die Folie von der Un  terlage abzunehmen.  



  Wie sich nämlich gezeigt hat, löst sich  die Folie in diesem Zeitintervall leicht     und     ohne Hilfsmittel von der Giessunterlage ab.  



  Bei Überschreitung dieses     Zeitintervalles     dringt bald soviel     Fällmittel    auf die Giess  unterlage, dass eine: Neubenutzung der Unter  lage ohne vorherige     Reinigung    ausgeschlos  sen ist. Bei rechtzeitiger Abnahme im Sinne  der     Erfindung    dagegen bleibt keinerlei Ver  unreinigung auf der     ga.üz    trockenen Giess  unterlage zurück, die daher ohne jede Reini  gung von neuem mit     Zelluloselösung    be  schickt werden kann.     Da.ss    dieses so     geführte     Verfahren zur Herstellung endloser Folien  sich     bedeutend    einfacher gestaltet, als die  bisherigen.

   Arbeitsweisen, dürfte ohne weite  res     einleuchten.     



  Im einzelnen sind für das Auftreten die  ses     Zeitintervalles    die für die     Folienherstel-          lung    massgebenden Faktoren, wie die Bewe  gungsgeschwindigkeit der Giessunterlage, Zu  sammensetzung und Temperatur des Fäll  bades, Zusammensetzung und Reifegrad der       Zelluloselösung    bestimmend. Durch geeig  nete Wahl und zweckmässige gegenseitige  Abstimmung dieser Faktoren hat man es in  der Hand, den Prozess so zu leiten, dass bei      gegebener Apparatur die Filmabnahme von  der Giessunterlage innerhalb des     erwähnten          Zeitintervalles    erfolgt.  



  Die Folie wird dann weiter durch die be  kannten     Reinigungs-    und Waschbäder ge  führt, von wo aus sie über     Trockenkalander     läuft; im Bedarfsfalle kann vor der Trock  nung noch ein Bad mit     Weichmachungsmit-          tel    eingeschaltet werden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Folien, Filmes, Bändern usw. aus einer Lösung eines Zellulosederivates mit Hilfe einer in das Füllbad eintauchenden Giessunterlage, da durch gekennzeichnet, dass man die sich bil dende Schicht nach der Koagulierung von der Giessunterlage in dem Zeitintervall, wäh rend dessen die Unterlage trotz dieser Koa- (ulierung des Gebildes vollkommen trocken ist, abnimmt und frei durch die weiteren Bä der führt. UNTERAN SPRü CHE L.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass auf die trockene Un terlage nach der Abnahme des Gebildes ohne weitere Reinigung neue Lösung eines Zellulosederivates aufgebracht und so das Verfahren; kontinuierlich gestaltet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man unter solchen Bedingungen ar beitet, dass das Gebilde im Moment seiner Abnahme durchkoaguliert und zugleich die Giessunterlage trocken ist.
CH129593D 1926-09-13 1927-08-04 Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten. CH129593A (de)

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