CH129409A - Glühofen für selbsttätigen Betrieb. - Google Patents
Glühofen für selbsttätigen Betrieb.Info
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Description
Glühofen für selbsttätigen Betrieb. Der Heizraum des Glühofens für selbst tätigen Betrieb, auf den sich die Erfindung bezieht, ist als in sich geschlossener Kanal ausgebildet, der von einzelnen Glühgutbehäl- tern in ununterbrochener Folge besetzt ist. Die letzteren bewegen sich von der Be schickungsstelle durch den Ofenkanal bis zur Entleerungsstelle, und zwar in Abhän gigkeit von der Temperatur des Ofens nahe der Entleerungsstelle.
Erfindungsgemäss sind die Gliihgtitbeltäl- ter an einem Tragkörper befestigt, der in irgendeinem der Kanalachse parallelen Schlitz des Ofens fortbewegt wird und die sen Schlitz zugleich praktisch abschliesst.
Zweckmässig wird der Ofenkanal und dementsprechend der Tragkörper für die Cllühgutbehälter kreisringförmig ausgeführt. Ein derartiger Ofen mit Kreiskanal und elektrischer Heizung ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen für die Er findung dargestelltL. Sie unterscheiden sieh lediglich dadurch, da.ss beim einen, Fi. 1 und 2, der Tragkörper für den Glühgut= behälter in einem Schlitz des Ofenbodens, beim andern, Fi"g. 3 und 4,
in einem Schlitz der Ofendecke sich bewegt Die Fig. 1 und 3 zeigen jeweils den Ofen im Agialschnitt, die Fig. 9. und 4 zeigen denselben im Quer schnitt. Der Schnitt nach Fig. 1 und d ist links durch die Entleerungsstelle, rechts durch die Beschickungsstelle des Ringkanals geführt.
Der Ofen o mit Ringkanal c und elek trischen Heizkörpern a ist nach Fig. 1 und 2 in der Mitte auf der Tragsäule s, aussen auf den Trägern t abgestützt. Der konzentrische Bodenschlitz wird durch einen ringfrömigen Bodenteil b ausgefüllt, der mittelst der Arme d innen auf der Säule s gelagert ist, während er aussen drehscheibenartig auf der Kreisschiene q läuft. Im Bodenteil b sind Träger r angeordnet, auf denen die mit dem Glühgut gefüllten Schalen l drehbar gelagert sind.
An der Entladestelle e des Kanals c werden vom Motor f mittelst Kurbel- oder Exzentergetriebe zwei Stangen g nach ab wärts gestossen, wobei sie auf Zapfen der Schale l treffen, diese kippen und so das fer tige Glühgut in den darunter stehenden Trog na gleiten lassen. Darauf gehen die Kipp stangen g wieder in die Höhe, und die leere Schale, deren Schwergewicht jenseits ihrer Kippachse (in der Zeichnung rechts davon) liegt, richtet sich selbsttätig bis zu einem Anschlag v wieder auf.
Jede mit Glühgut gefüllte Schale durch läuft jeweils von der Füllstelle n an in gewissen Zeiträumen den Ofenkanal c, bis sie schliesslich an die Messstelle h gelangt. Hier wird mittelst eines Temperaturrelais. Thermoelementes i oder dergleichen die Temperatur des Gutes gemessen. Ist die ge wollte Temperatur erreicht, so bewirkt das Relais i die Einschaltung des Antriebs motors k, der den Bodenteil<I>b</I> mit sämt lichen Schalen l um eine Schalenteilung weiterrückt.
Ist. die bei<I>lt.</I> gemessene Schale an die Entladestelle e. gelangt, so wird der Motor k"selbsttätig abgeschaltet und gebremst und gleichzeitig durch einen an der Dreh scheibe d angebrachten Schleifkontakt der Kippmotor feingeschaltet. Das Kippen und Wiederaufrichten der Schale geschieht in der beschriebenen Weise, worauf sich auch der Motor f selbst abschaltet und bremst.
Zugleich wird die in der nächsten Kammer, der Beschickungskammer n, befindliche Schale l (in Fig. 1 rechts angedeutet) selbst tätig von der Vorrichtung p aus mit einer gegebenenfalls selbsttätig abgewogenen Por, tion von frischem Gut gefüllt. Das Tempe raturrelais sorgt jeweils für die Weiter- schaltung, so dass ein stetiger Betrieb des Ofens gewährleistet ist. Der Antrieb für Weiterschaltung wird mit dem für Entleeren und Füllen der Behälter zweckmässig so verriegelt, dass die richtige Reihenfolge der Vorgänge gewährleistet ist.
Gemäss Fig. 3 und 4 befindet sich der Schlitz, der vom beweglichen Tragring b der Schalen l ausgefüllt wird, in der Ofendecke. Die Schalen hängen hier mittelst der Trag stangen<I>r</I> an dem Ring<I>b.</I> Die Achse der Drehscheibe d ruht auf den mittleren Ofen trägern t. Das Thermoelement i ist hier an der Entleerungsstelle e selbst eingebaut, so dass die Weiterbewegung der Drehscheibe d nicht unmittelbar vor, sondern unmittelbar nach der Entleerung der Schale l stattfinden muss. Sonst ist die Anordnung und ihre Wirkungsweise die gleiche, wie sie zu Fig. 1 und 2 beschrieben wurde.
Der Schlitz mit dem beweglichen Trag ring<I>b</I> der Schalen<I>l</I> könnte natürlich auch in einer Seitenwand des Ofens o angeordnet sein. Ist der Ofenkanal nicht kreisrund,, so muss der Tragkörper für die Schalen aus einzelnen, gelenkig miteinander verbunde nen Gliedern kettenartig zusammengesetzt sein, was aber nicht so einfach ist wie die Kreisringanordnung, bei der der Tragkörper starr sein kann.
Zur Entleerung könnten- statt der Stoss stangen g Zugstangen oder -seile bezw. -ket ten oder auch Drehhebel verwendet werden. Die Vorrichtung könnte auch unterhalb oder seitlich der Schalen l durch die Ofenwand geführt sein.' Es ist selbstverständlich, dass sämtliche der Glühhitze ausgesetzten Teile aus feuer festem Baustoff hergestellt sind, die ruhen den und mechanisch nicht beanspruchten Teile zum Beispiel aus keramischem Stoff oder Graphitmasse, die mechanisch bean spruchten Teile zum Beispiel aus Chrom stahl oder einer ähnlichen Legierung.
Zum Antrieb der Füll- bezw. Entleerungs vorrichtung kann ein und derselbe Motor dienen, desgleichen für die Drehung des be weglichen Schalenträgers (b), so dass gegebe nenfalls alle Bewegungen von einem einzigen Motor oder wenigstens von zwei Motoren ausgeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Glühofen für selbsttätigen Betrieb mit in sich geschlossenem Heizkanal, der von einzelnen Glühgutbehältern in ununterbroche ner Folge besetzt ist, die sich in demselben von einer Beschickungsstelle bis zu einer Entleerungsstelle bewegen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Behälter an einem Trag körper befestigt sind, der in einem der Kanal achse parallelen Schlitz des Ofens selbst- tätig, in Abhängigkeit von der Temperatur des Ofens nahe der Entleerungsstelle, fort bewegt wird und diesen Schlitz zugleich praktisch abschliesst. UNTERANSPRüCHE 1.Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofenkanal, der Schlitz und der Tragkörper für die Be hälter. kreisringförmig sind. 2. "Glühofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper an einer motorisch angetriebenen Dreh scheibe befestigt ist. ä. Glühofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring in einem Schlitz des Ofenbodens eingebaut ist und dass darauf für jeden Glühgut- behälter ein Stützträger angeordnet ist. 4.Glühofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring in einem Schlitz der Ofendecke eingebaut ist und dass die Glühgutbehälter einzeln an in dem Tragring befestigten Trägern hängen. 5. Glühofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühgutbehälter auf Trgäern um eine wa_greehte Achse kippbar gelagert sind. 6. Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühgutbehälter an der Entleerungsstelle mittelst einer besonderen Vorrichtung selbsttätig ge kippt und so entleert werden, worauf sie selbsttätig in ihre Normalstellung zu rückkehren. 7.Glühofen nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung Or gane besitzt, die durch die Ofenwand hindurchtreten und exzentrisch zur Kipp achse der Glühgutbehälter angreifen. B. Glühofen nach Unteranspruch 6, gekenn zeichnet durch eine solche Anordnung der Kippachse, dass die Glühgutbehälter in folge ihres Eigengewichtes in die Nor malstellung zurückkehren. 9. Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühgutbehälter offene Schalen sind. 10.Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nahe der Ent leerungsstelle über dem Glühgutbehälter ein Temperaturmessgerät eingebaut ist. das die Weiterbewegung des Tragkörpers steuert. 11. Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper bei Erreichung der eingestellten Temperatur jeweils um eine Behälterteilung selbst tätig weiterbewegt. wird, worauf sich der Antriebsmotor selbsttätig abschaltet und bremst.12. Glühofen nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Weiterschaltung des Tragkörpers mit den Antrieben für Entleerung und Fül lung der Behälter zwangsläufig verriegelt ist, zum Zweck, die richtige Reihenfolge der Vorgänge zu gewährleisten. 13. Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass seine Heizung elek trisch erfolgt. 14. Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe elek trisch gesteuert werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129409X | 1926-11-08 |
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| CH129409A true CH129409A (de) | 1928-12-17 |
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ID=5663068
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH129409D CH129409A (de) | 1926-11-08 | 1927-11-02 | Glühofen für selbsttätigen Betrieb. |
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| CH (1) | CH129409A (de) |
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1927
- 1927-11-02 CH CH129409D patent/CH129409A/de unknown
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