CH123729A - Verfahren zur Herstellung von Ammoniak. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammoniak.

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CH123729A
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William Blackburn Harold
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  Verfahren zur Herstellung von     Ammoniak.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zur Herstellung von Ammoniak.  



  Bei bekannten Verfahren für die direkte  Synthese von Ammoniak wird eine Mischung  von reinem Wasserstoff und elementarem  Stickstoff bei erhöhten Temperaturen und  Drucken in Kontakt gebracht mit metallischen  Katalysatoren, zum Beispiel Eisen.  



  Es wurde nun gefunden, dass Ammoniak  synthetisch gewonnen werden kann, wenn  über ein kohlenstoffhaltiges Kontaktmaterial  in der Hitze ein aus elementarem Stickstoff  und Wasserdampf bestehendes Reaktionsge  misch, in welchem der Wasserdampf in  wesentlichem Überschuss über die dem Stick  stoff chemisch äquivalente Menge sich be  findet, geleitet wird.

   Versuche haben erge  ben, dass wenn ein gasförmiges Reaktions  gemisch von elementarem Stickstoff und  Wasserdampf, welches einen wesentlichen       Übecschuss    an Wasserdampf enthält, in der  Hitze in Kontakt mit Kohle, zum Beispiel       gepulverte    Holzkohle, gebracht wird, Ammo  niak sogar bei Drucken, welche Atmosphären-    druck nicht wesentlich übersteigen, in Aus  beuten entsteht, welche sich in der Grössen  ordnung der Ausbeuten bewegen, die bei  bekannten katalytischen, unter Anwendung       voll    sorgfältig gereinigtem, elementarem  Wasserstoff und extrem hohen Drucken ar  beitenden Verfahren erhalten     werden.     



  Die Erfahrung hat     gezagt,    dass bei dem  vorliegenden Verfahren das angewandte Ver  hältnis von Dampf zu Stickstoff ein sehr be  deutender Faktor für den Erfolg ist, und dass  das im allgemeinen geeignetste Verhältnis  dargestellt wird durch 4 Gewichtsteile Dampf  zu 1 Gewichtsteil Stickstoff. Eine namhafte  Abweichung von diesem Verhältnis hat im  allgemeinen ein     Sinken    der     Ammoniakaus-          beute    zur Folge.  



  Die Reaktionstemperatur kann zum Bei  spiel -der Form der angewandten Kohle ent  sprechend variiert werden. Versuche haben  ergeben, dass das im allgemeinen verwend  bare Temperaturgebiet zwischen 450   0 und  1300  <B>0</B> liegt. Verwendet man gepulverte      Holzkohle als Kontaktmaterial, so arbeitet  man zweckmässig in der Nähe von 800   C.  



  Das gasförmige Reaktionsgemisch von  Wasserdampf und Stickstoff kann über die  normale Siedetemperatur des Wassers vor  der Einführung in die Reaktionskammer vor  erhitzt werden.  



  Untersuchungen haben ergeben, dass zur  Erzielung einer angemessenen Ausbeute an  Ammoniak es im allgemeinen nötig ist, einen  leichten Überdruck auf die Gase zu geben.  So wurde zum Beispiel bei normalem (atmo  sphärischem) Druck nur eine unbedeutende  Ausbeute erhalten, und diese Ausbeute er  reichte die Grenze eines praktischen Wertes  nicht, bevor ein Überdruck von ungefähr  <B>0,7</B> kg per     Quadratcentimeter    erreicht war.  Ein Druck von angenähert zwei Atmosphären  ergab recht befriedigende Ausbeuten.  



  Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel  des Verfahrens beschrieben  Dampf, überhitzt auf ungefähr 140   C,  wird in Mischung mit gereinigtem Stickstoff  durch eine Kammer geleitet, welche     gepul-          verteHolzkohle    enthält. Während dein Durch  leiten des Dampfes durch die Kammer wurde  die Temperatur in derselben auf ungefähr  <B>8000</B> C gehalten, und das Gewichtsverhältnis  von Dampf zu Stickstoff im     Reaktionsgemisch     wurde angenähert entsprechend 4:1 gehal  ten. Es möge bemerkt werden, dass der  während dem Gasdurchgang in der Kammer  zu erhaltende Druck ein Faktor ist, welcher  dem Einfluss der Geschwindigkeit des Gasdurch  ganges und dem der Grösse des Querschnittes  der     Kammeraustrittsüffnung    unterworfen ist.

    Im vorliegenden Beispiele war der in der  Kammer erhaltene Druck 1,76 kg per     Quadrat-          centimeter,    und die     Durchflussgeschwindigkeit     der Gasmischung war so, dass ungefähr  18,14 kg der     Mischung    per Stunde über das  Kontaktmaterial passierten.  



  Es sei bemerkt, dass das Verhältnis von  Dampf zu Stickstoff in der Reaktionsmischung  einen     Lberschuss    von Dampf über Stickstoff  darstellt und, dass das Verhältnis des im  Beispiel angewandten Überschusses zu der    chemisch äquivalenten, für die Ammoniak  bildung notwendigen Proportion ungefähr wie  Z : 1 sich verhält.  



  Der kostspieligste Posten in der Fabrika  tion von synthetischem Ammoniak vermittelst  bekannter Direktverfahren liegt in der not  wendigen Verwendung von hochgereinigtem       Wasserstoff.    Bei dem Verfahren gemäss der  vorliegenden Erfindung sind die Schwierig  keiten und der Kostenpunkt, welche die Ver  wendung von reinem Wasserstoffgas mit sich  bringt, vollständig eliminiert.

   Ein weiterer  wichtiger Kostenpunkt bei der Herstellung  von synthetischem Ammoniak nach bekann  ten Prozessen wird durch die Notwendigkeit  bedingt,     extrem    hohe Drucke zu erzeugen und  zu erhalten, um eine kommerzielle Ausbeute  zu erzielen ; im Gegensatz hierzu wird das  Verfahren gemäss     der    vorliegenden Erfindung  durch solche Unkosten nicht belastet, da es  keiner extrem hoher Drucke bedarf, um kom  merzielle     Ausbeuten    zu liefern. Bei dem Ver  fahren gemäss der Erfindung besteht die Not  wendigkeit nicht,     Sauerstoff    von der Reak  tionssphäre auszuschliessen.

   Im Vergleich mit  Verfahren, welche die Verwendung reinen       Wasserstoffes    in Verbindung     tnit    der Anwen  dung grosser Drucke verlangen, werden für  das vorliegende Verfahren vereinfachte Fa  brikationsanlagen benötigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, dass ein gasförmiges Reaktionsgemisch, das aus elementarem Stick- stoff und Wasserdampf besteht, in welchem der Dampf in einem wesentlichen Überschuss über die dem Stickstoff theoretisch äquiva lente Menge vorhanden ist, mit Kohlenstoff in der Hitze in Kontakt gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein gasförmiges Reak tionsgemisch, das aus annähernd 4 Ge wichtsteilen Wasserdampf und 1 Ge wichtsteil Stickstoff besteht, verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gase unter einem leichten Überdruck zur Reaktion gebracht werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet; dass die Gase unter einem Druck von ungefähr zwei Atmosphären zur Reaktion gebracht werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion inner- halb des Temperaturgebietes von ungefähr 450 bis 1300 C durchgeführt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion bei ungefähr 800 C durchgeführt wird.
CH123729D 1924-08-19 1925-08-13 Verfahren zur Herstellung von Ammoniak. CH123729A (de)

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