CH123584A - Schnellschalter. - Google Patents

Schnellschalter.

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CH123584A
CH123584A CH123584DA CH123584A CH 123584 A CH123584 A CH 123584A CH 123584D A CH123584D A CH 123584DA CH 123584 A CH123584 A CH 123584A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
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Description


  Schnellschalter.    Wenn in elektrischen Verteilungsanlagen       Einankerumformer,    Gleichrichter usw. paral  lel auf ein Netz arbeiten., so ist es nicht  möglich, die Maschinen und Gleichrichter  bei starken Überlastungen oder Kurzschlüssen  im Netz durch gewöhnliche Schnellschalter  zu schützen. Tritt beispielsweise infolge einer  Störung im Netz an einem Gleichrichter eine  Rückzündung auf, so liefern alle andern  Gleichrichter und Umformer Strom in den be  schädigten Gleichrichter hinein. Dann spricht  zwar der Schnellschalter des beschädigten  Gleichrichters an und schaltet diesen ab,  gleichzeitig lösen aber auch die Schnellschal  ter der stromliefernden Gleichrichter und Um  former aus, so dass die ganze Verteilungs  anlage stromlos wird.  



  Man hat bereits vorgeschlagen, diesen  Mangel dadurch zu beseitigen, dass vor jedem  Umformer und vor jedem Gleichrichter zwei  in Reihe liegende Schalter angeordnet sind,  die verschiedene Ausschaltzeit haben. Der  eine Schalter ist als Schnellschalter gebaut  und so ausgebildet, dass er nur auf Rück-         strom    anspricht, also nur dann auslöst, wenn  die Stromrichtung im Schnellschalter sich um  kehrt. Der andere Schalter kann als gewöhn  licher     Überstromschalter    ausgebildet sein,  dessen Ausschaltzeit länger als die des Rück  str9mschnellschalters ist. Auf Rückstrom  spricht er nicht an, weil innerhalb seiner  Ausschaltzeit der Rückstrom vom Schnell  schalter bereits abgeschaltet worden ist.  



  Die Erfindung löst die gleiche Aufgabe  aber mit einem einzigen als Schnellschalter  ausgebildeten Schalter. Die Erfindung besteht  darin, dass die Stromspule und die Span  nungsspule des Magnetsystems bei Vorwärts  strom einander entgegenwirken, bei Rück  strom sich dagegen unterstützen zu dem  Zwecke, bei Überstrom bestimmter Höhe je  nach der Stromrichtung verschiedene Auslöse  zeiten zu erzielen.  



  Eine solche Gegenschaltung von Strom  spule und Spannungsspule ist bei gewissen  Selbstschaltern an sich bekannt. Sie dient  dort aber zu dem Zwecke, bei verschiedenen  Stromrichtungen die Auslösung von der      Stärke des Stromes abhängig zu machen, so  dass also bei Vorwärtsstrom beispielsweise  ein starker Strom zum Auslösen erforderlich  ist, bei     Rückwärtsstrom    aber nur ein schwa  cher Strom. Bei gewissen Selbstschaltern ist  dabei die     Auslösezeit    praktisch ganz dieselbe,  ob nun der Strom in der einen oder in der  andern Richtung fliesst.

   Im Gegensatz hierzu  wird beim Erfindungsgegenstand durch die  Gegenschaltung von Stromspule und Span  nungsspule erreicht, dass bei Überstrom von be  stimmter Höhe die     Auslösezeiten    des Schnell  schalters je nach der Stromrichtung wesent  lich voneinander verschieden sind.  



  Diese Wirkung des Schnellschalters be  ruht darauf, dass zwischen dein Strom und  dein von ihm erzeugten Feld wegen der       Wirbelstrombildung    im Eisen des Magnet  systems eine Phasenverschiebung besteht, und  dass die Verzögerung im Anwachsen des  Feldes im Verhältnis zu der sehr kurzen       Auslösezeit    des Schnellschalters gross ist. Dies  ist an Hand der     Abb.    1 zu ersehen, in der  als Abszisse die Zeit, als Ordinaten das Feld       (Amperewindungen)    aufgetragen ist.  



  Das Feld, das zum Anziehen des Ankers  beziehungsweise zum Auslösen des Schalters  erforderlich ist, hat die Grösse     0A    oder<I>OB.</I>  Das von der Spannungswicklung     (g    in     Abb.    3)  erzeugte konstante Feld wird durch die  Strecke<I>CD</I> dargestellt. Die das Feld, das  beim Anwachsen eines Vorwärtsstromes oder       Rückwärtsstromes    in der Stromwicklung (f  i     1r        Abb.    3) entsteht, darstellenden Kurven  schliessen sich im Punkt D an das Span  nungsfeld<I>CD</I> an.  



  Um bei Vorwärtsstrom von unzulässiger  Grösse eine Auslösung des Schalters herbei  zuführen, muss das Spannungsfeld CD     mit-          telst    des Stromfeldes ganz abgebaut (Kurven  teil<I>DE)</I> und dann ein neues Feld     CZ    auf  gebaut (Kurventeil     EF)    werden. Dies erfor  dert eine gewisse Zeit, weil wegen der Wir  belströme im Eisen des Magnetsystems eine  Phasenverschiebung zwischen dem Feld und  dem es erzeugenden Stromes auftritt. Diese  Zeit ist durch den Abstand     FlI'    gegeben und  mit     to    bezeichnet.

      Die Feldkurve für     Rückwärtsstrom    glei  cher Stärke schliesst sich an die Kurve<I>CD</I>  im Punkt D nach der entgegengesetzten Rich  tung an und schneidet die durch B parallel  zur     Abszissenachse    gelegte gestrichelte Linie  im Punkt G. Dieser Punkt hat den Abstand       GiG    von der Kurve CD und die diesem Ab  stand entsprechende Zeit     1r    ist viel kürzer  als die Zeit to für Vorwärtsstrom.  



  Durch die Anordnung von einander ent  gegenwirkenden Strom- und Spannungsspulen  wird also bei gleicher Stromstärke, aber ver  schiedener Richtung des Stromes eine scharf  begrenzte     Staffelung    der     Auslösezeit    je nach  der Stromrichtung erzielt.  



  In der     Abb.    2 ist schematisch eine Ver  teilungsanlage     dargestellt,    bei der Gleichrich  ter     gi,        g2    und     i        inankerumforrrer        ui,        iez    auf  die Sammelschienen s arbeiten, von denen  Verbraucherleitungen<I>ei, es, ei</I> ausgehen. Vor  den Gleichrichtern und Umformern liegen  die Schnellschalter     a,   <I>b, c, d</I> gemäss der Er  findung.  



  Tritt aus irgend einem Grunde beispiels  weise durch einen Kurzschluss eine Rückzün  dung in dem Gleichrichter     gi    auf, und sind  die Umformer ui,     gr::    abgeschaltet, so liefert  der Gleichrichter     g;.2    über den Schnellschalter b  Strom über den Schnellschalter a in den  Gleichrichter     g,.    Der Strom in beiden Schnell  schaltern ist also der gleiche.

   Aber für den  Gleichrichter     g2    ist der Strom Vorwärtsstrom,  für den Gleichrichter     gi    ist er     Rilekwärts-          strom.    Dadurch, dass die Stromspule und die  Spannungsspule beim Schnellschalter     a    ein  ander     unterstützen,    beim Schnellschalter b  einander entgegenwirken, wird erreicht, dass  der Schnellschalter     a    mit grösster Sicherheit  zuerst auslöst, obwohl doch in beiden Schnell  schaltern die gleiche Stromstärke fliesst.  



  Ist umgekehrt in dem Gleichrichter     g2     Rückzündung aufgetreten, so liefert der  Gleichrichter     gi    über die Schnellschalter     a     und b Strom in den Gleichrichter     g2.    Da  dieser Strom für den Gleichrichter     g2    Rück  wärtsstrom bedeutet, so löst zuerst der Schal  ter b aus.

        Sind die andern Stromquellen     ui,        u2    eben  falls eingeschaltet, so liefern beim Auftreten  einer Rückzündung im Gleichrichter     g1    alle  andern Stromquellen     g2,        ui,        u2    Überstrom  nicht nur zu der Fehlerstelle in das Netz,  sondern auch in den beschädigten Gleich  richter     gi.    Der Strom in     g1    ist also Rück  strom und der Schnellschalter a wird in kur  zer Zeit ausgeschaltet, ehe noch der Schnell  schalter     L    im Stromkreis des Gleichrichters       g2    oder die Schalter e, d der andern Strom  quellen angesprochen haben.  



  In der     Abb.    3 ist der Schnellschalter nach  der Erfindung beispielsweise dargestellt. Am  Anker h des Magnetsystems     m    ist unmittel  bar der Kontakt     ki    befestigt, der dem festen  Gegenkontakt     k2    gegenübersteht. Auf den  Schenkeln des Magneten     rrc    sind die Strom  spule f und die an konstanter Spannung lie  gende Spannungsspule g angeordnet, die bei       Vorwärtsstrom    einander entgegenwirken. Die  Spule f ist mit dem beweglichen Kontakt     ki     verbunden. Die Spannungsspule wirkt im  Sinne des     Anziehens    des Ankers und damit  im Sinne des     Öffnens    des Schalters.

   Bei       Rückwärtsstrom    unterstützen sich die Kraft  flüsse der beiden Spulen f und     y.     



  Bei dem in     Abb.    1 dargestellten Beispiel  ist das Feld     (0A.    oder<I>OB),</I> das zum An  ziehen des Ankers beziehungsweise zum Aus  lösen des Schalters erforderlich ist, grösser  als das von der Spannungswicklung erzeugte  konstante Feld<I>CD.</I> Man kann die Verhält  nisse aber auch so wählen, dass das zum An  ziehen des Ankers erforderliche Feld gleich  dem Feld der Spannungswicklung ist. In  diesem Falle tritt die Auslösung des Schal  ters beim Auftreten von Rückstrom in dem  Augenblick ein, in welchem der Strom durch  Null hindurchgeht, beim Auftreten von Vor  wärtsstrom aber erst dann, wenn die Span  nungsamperewindungen überwunden und der  zusätzliche     Auslösekraftfluss    vorhanden ist.

      Man kann das Ansteigen des     Kraftflusses     im Magnet bei Vorwärtsstrom durch beson  dere Hilfsmittel noch verlangsamen. Beispiels  weise kann man auf das Magnetsystem noch  einen     Kurzschlussring    aufsetzen, der dem  plötzlichen Ansteigen des     graftflusses    um ein  grosses Mass Widerstand entgegensetzt.  



  Die Anordnung nach der Erfindung hat  den Vorteil, dass von beispielsweise zwei beim  Auftreten von Überstrom in Reihe liegenden  Schaltern derjenige zuerst ausschaltet, für den  dieser Überstrom Rückstrom bedeutet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schnellschalter, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromspule und die Spannungsspule des Magnetsystems bei Vorwärtsstrom ein ander entgegenwirken, bei Rückstrom sich dagegen unterstützen zu dem Zweck, bei Überstrom bestimmter Höhe je nach der Stromrichtung verschiedene Auslösezeiten zu erzielen. UNTERANSPRüCHE 1.
    Schnellschalter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ampere windungen der Spannungsspule allein die Grösse des Auslösekraftflusses besitzen, so dass bei Auftreten von Rückstrom die Auslösung bei Durchgang des Stromes durch Null eintritt, bei Vorwärtsstrom jedoch erst dann, wenn die Spannungs- amperewindungen überwunden und der zu sätzliche Auslösekraftfluss vorhanden ist. 2. Schnellschalter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch einen Kurzschlussring auf dem Magnet system, der das plötzliche Ansteigen des Kraftflusses bei Vorwärtsstrom merklich verhindert.
CH123584D 1925-12-08 1926-12-03 Schnellschalter. CH123584A (de)

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DE123584X 1925-12-08

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ID=5657874

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CH123584D CH123584A (de) 1925-12-08 1926-12-03 Schnellschalter.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1266391B (de) * 1959-02-05 1968-04-18 Vedder Gmbh Geb Ausloesevorrichtung fuer Schalter und Relais

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