CH117136A - Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Tiskoselösungen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Erzeugung künstlicher Textil fäden aus Viskoselösungen, bei welchem der Faden einer Streckung unterworfen wird. Es ist bekannt, Viskoselösungen aus weiten Üffnungen in die Fallflüssigkeit austreten zu lassen und hierin zu feinen Fäden zu strecken. Es ist auch bekannt, die Streckung der Fäden auf den gewünschten Feinheits grad nicht nur unmittelbar im Fallbade,- son dern zwischen Spinndüse und einer ausser halb des Fallbades sich befindenden Ab zugswalze vorzunehmen.
Man hat auch vorgeschlagen, den Faden zwischen der Abzugswalze und einer beson ders angetriebenen Walze, die sich mit grö sserer Umlaufgeschwindigkeit dreht als die Abzugswalze selbst, zu strecken. Es ist da bei jedoch eine genaue und schwierig durch zuführende Regelung der Gesclhwindigkeits- differenzen jener Teile der Apparatur, zwi schen denen eine Streckung erfolgen soll, er forderlich.
Übrigens liefern bisher bekannte Verfahren, bei welchen eine Streckung des Fadens nach dem Verlassen des Spinnbades durchgeführt wird, einen bloss aufgewickel ten, ungezwirnten Kuchen, der erst durch einen kostspieligen, zeitraubenden Arbeits gang umgehaspelt und gezwirnt werden muss.
Diese Nachteile der bisher bekannten Verfahren und Vorrichtungen werden durch das vorliegende Verfahren in der Weise ver mieden, dass als Aufnahmevorrichtung eine Spinnzentrifuge angewendet wird, deren bauliche Verhältnisse so- gewählt sind, dass die in der Zentrifuge auf den Faden aus geübte Zentrifugalkraft eine bleibende Strek- kung des Fadens bewirkt.
Die Festigkeit und der Glanz des nach dem vorliegenden Streckspinnverfahren er haltenen Fadens kann noch gesteigert wer den, wenn ein Fallbad verwendet wird, wel ches auf die Bedingungen des neuen Streck spinnverfahrens abgestimmt ist.
Als solche Bäder können beispielsweise auch die bekannten Fallbäder angewendet werden, die Schwefelsäure und ein Salz, vor zugsweise ein Sulfat, enthalten. Während man bisher der Anschauung war, dass ein brauchbares Gespinst nur erreicht werden bann, wenn die Azidität des Bades so geh;
il- ten wird, dass sie noch unter der dem no malen Bisulfat (Na13 S04) entsprechenden Azidität bleibt, also einen tberschuss von neutralem Salz aufweist, wurde gefunden, dass es für das vorliegende Verfahren zweck mässig. ist, den Säuregehalt des Bades so ein zustellen, da.ss seine Azidität grösser ist als die des normalen Bisulfats. Da in dem Bade nicht das neutrale Sulfat, sondern die freie:
Säure im Lberschuss vorhanden ist, wird das lästige Auskristallisieren des Salzes verhin dert. Die Kristalle können daher den Faden nicht beeinträchtigen, während sie sich sonst auf dem Faden absetzen, ihn brüchig und raub machen und beim Abhaspeln beschä, digen.
Das vorliegende Verfahren hat den be sonderen Vorteil, dass es teilweise ohne wei teres mit den bisher üblichen Einrichtungen durchgeführt werden kann, da. der Faden bis zur Abzugswalze unter den normalen Bedin gungen gesponnen wird. Das Verfahren --e- mäss der Erfindung wird beispielsweise der art ausgeführt, dass nach einem bisherigen @'(-rfaliren ein Faden von bestimmter Denier- zahl ohne Streckung gesponnen wird, das heisst, es wird auch bei Anwendung des vorliegenden Streckspinnverfahrens bis ziir ersten Abzugswalze die Maschineneinstel lung für diese Denierza.hl belassen,
ferner bleiben auch Pumpe, Düsenbohrung, Loch- ,(Yrösse, Lochanzahl und Abzugsgeschwindig keit, sowie auch der ganze Arbeitsvorgang bis zur Abzugswalze auf diese Denierzahl eingestellt.
Verwendet man dann beispielsweise statt einer Zentrifuge mit dem üblichen Durch- niesser von 160 bis<B>110</B> mm eine Spinnzentri fuge von zirka 300 bis 360 mm Durchmes ser. so erhält man einen Faden, der gegen über dem nach den alten Verfahren gespon- nenen Faden eine bleibende Streckung auf- weist. Infolge dieser Streckung des Faden: wird mit der Maschine eine dieser Streckung entsprechende Mehrleistung ohne besonderen Mehraufwand an Kosten und Arbeit erzielt.
Ausserdem besitzt ein solcher Faden über- nischenderweise höhf@ren Glanz und eine um mindestens 10 % erliö fite Zerreissfestigkeit.
Es lä.sst sich mit dem Streckspinnverfali- ren noch ein weiterer wirtschaftlicher Effekt verbinden, wenn man den Zentrifugendurcii- inesser so gross wählt,
dass die erhaltenen Fadensträ.line in der für ihre Weiterverwen- dung erforderlichen Grösse erhalten werden. Hierdurch wird das für den Faden nach teilige Umhaspeln vermieden und die @r- beits- und Apparaiurl@osten der ganzen An lage herabgesetzt.
Claims (1)
- PATEN TAN SPRtCHE I. Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus einer Viskoselösung, bei welchem der Faden nach dem Verlassen des Spinnbades zwischen einer der Auf nahmevorrichtung vorgeschalteten Ab zugswalze und der Aufnahmevorrichtung selbst einer Streckung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden von einer Spinnzentrifuge aufgenommen wird, in der die auf den Faden ausge übte Zentrifugalkraft eine bleibende Streckung des Fadens bewirkt. Il. Ausführungsmittel für das Verfahren nach Pa.tentansprueh I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spinnzentrifuge einen Durchmesser von 300 mm und darüber besitzt.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass ein Fällbad ver wendet wird, das neben Natriumbisulfat noch freie Schwefelsäure enthält.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT117136X | 1924-04-10 |
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| CH117136A true CH117136A (de) | 1926-10-16 |
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ID=3630272
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|---|---|---|---|
| CH117136D CH117136A (de) | 1924-04-10 | 1925-04-01 | Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH117136A (de) |
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1925
- 1925-04-01 CH CH117136D patent/CH117136A/de unknown
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