CH117136A - Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen.

Info

Publication number
CH117136A
CH117136A CH117136DA CH117136A CH 117136 A CH117136 A CH 117136A CH 117136D A CH117136D A CH 117136DA CH 117136 A CH117136 A CH 117136A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
thread
take
production
textile threads
spinning
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Frankl
Original Assignee
Robert Frankl
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Frankl filed Critical Robert Frankl
Publication of CH117136A publication Critical patent/CH117136A/de

Links

Landscapes

  • Artificial Filaments (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung     künstlicher        Textilfäden    aus     Tiskoselösungen.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Erzeugung künstlicher Textil  fäden aus     Viskoselösungen,    bei welchem der  Faden einer Streckung unterworfen wird.  Es ist bekannt,     Viskoselösungen    aus weiten       Üffnungen    in die Fallflüssigkeit austreten  zu lassen und hierin zu feinen Fäden zu  strecken. Es ist auch bekannt, die Streckung  der Fäden auf den gewünschten Feinheits  grad nicht nur unmittelbar im Fallbade,- son  dern zwischen     Spinndüse    und einer ausser  halb des Fallbades sich befindenden Ab  zugswalze vorzunehmen.  



       Man    hat auch vorgeschlagen, den Faden  zwischen der Abzugswalze und einer beson  ders angetriebenen Walze, die sich mit grö  sserer Umlaufgeschwindigkeit dreht als die       Abzugswalze    selbst, zu strecken. Es ist da  bei jedoch eine genaue und schwierig durch  zuführende     Regelung    der     Gesclhwindigkeits-          differenzen    jener Teile der Apparatur, zwi  schen denen eine Streckung erfolgen soll, er  forderlich.

       Übrigens    liefern bisher bekannte  Verfahren, bei welchen eine Streckung des  Fadens nach dem Verlassen des     Spinnbades       durchgeführt wird, einen     bloss    aufgewickel  ten,     ungezwirnten    Kuchen, der erst durch  einen     kostspieligen,    zeitraubenden Arbeits  gang umgehaspelt und gezwirnt werden  muss.  



  Diese Nachteile der bisher bekannten  Verfahren und Vorrichtungen werden durch  das vorliegende Verfahren in der Weise ver  mieden, dass als     Aufnahmevorrichtung    eine  Spinnzentrifuge angewendet wird, deren  bauliche Verhältnisse     so-    gewählt sind, dass  die in der Zentrifuge auf den Faden aus  geübte Zentrifugalkraft eine bleibende     Strek-          kung    des Fadens     bewirkt.     



  Die Festigkeit und der Glanz des nach  dem vorliegenden     Streckspinnverfahren    er  haltenen Fadens kann noch gesteigert wer  den, wenn ein Fallbad verwendet wird, wel  ches auf     die    Bedingungen des neuen Streck  spinnverfahrens abgestimmt ist.  



  Als solche Bäder können beispielsweise  auch die     bekannten    Fallbäder angewendet  werden, die Schwefelsäure und ein Salz, vor  zugsweise ein Sulfat, enthalten. Während  man bisher der Anschauung war, dass ein           brauchbares    Gespinst nur     erreicht    werden       bann,    wenn die     Azidität    des Bades so     geh;

  il-          ten    wird, dass sie     noch    unter der dem     no      malen     Bisulfat        (Na13        S04)    entsprechenden       Azidität    bleibt, also einen     tberschuss    von  neutralem Salz aufweist, wurde gefunden,  dass es für das vorliegende Verfahren zweck  mässig. ist, den Säuregehalt des Bades so ein  zustellen,     da.ss    seine     Azidität    grösser ist als  die des normalen     Bisulfats.    Da in dem Bade  nicht das neutrale Sulfat, sondern die freie:

         Säure    im     Lberschuss    vorhanden ist, wird das  lästige Auskristallisieren des Salzes verhin  dert. Die     Kristalle    können daher den Faden  nicht beeinträchtigen, während sie sich sonst  auf dem Faden absetzen, ihn brüchig und       raub    machen und beim Abhaspeln     beschä,          digen.     



  Das vorliegende Verfahren hat den be  sonderen Vorteil, dass es teilweise ohne wei  teres mit den bisher üblichen Einrichtungen  durchgeführt werden kann, da. der Faden bis  zur Abzugswalze unter den normalen Bedin  gungen gesponnen wird. Das Verfahren     --e-          mäss    der Erfindung wird beispielsweise der  art ausgeführt, dass nach einem bisherigen       @'(-rfaliren    ein Faden von bestimmter     Denier-          zahl    ohne Streckung gesponnen wird, das  heisst, es wird auch bei Anwendung des  vorliegenden     Streckspinnverfahrens    bis     ziir     ersten Abzugswalze die Maschineneinstel  lung für diese     Denierza.hl    belassen,

   ferner  bleiben auch Pumpe, Düsenbohrung,     Loch-          ,(Yrösse,    Lochanzahl und Abzugsgeschwindig  keit, sowie auch der ganze Arbeitsvorgang  bis zur Abzugswalze auf diese     Denierzahl     eingestellt.  



  Verwendet man dann beispielsweise statt  einer Zentrifuge mit dem üblichen     Durch-          niesser    von     160    bis<B>110</B> mm eine Spinnzentri  fuge von zirka 300 bis 360 mm Durchmes  ser. so erhält man einen Faden, der gegen  über dem nach den alten Verfahren     gespon-          nenen    Faden eine bleibende Streckung auf-    weist. Infolge dieser Streckung des Faden:  wird mit der Maschine eine dieser Streckung  entsprechende     Mehrleistung    ohne besonderen  Mehraufwand an Kosten und Arbeit erzielt.

    Ausserdem besitzt ein solcher Faden     über-          nischenderweise        höhf@ren    Glanz und eine um  mindestens 10     %        erliö        fite    Zerreissfestigkeit.  



  Es     lä.sst    sich mit dem     Streckspinnverfali-          ren    noch ein weiterer     wirtschaftlicher    Effekt  verbinden, wenn     man    den     Zentrifugendurcii-          inesser    so gross wählt,

   dass die erhaltenen       Fadensträ.line    in der für ihre     Weiterverwen-          dung    erforderlichen Grösse erhalten     werden.     Hierdurch wird     das    für den Faden nach  teilige Umhaspeln vermieden und die     @r-          beits-    und     Apparaiurl@osten    der ganzen An  lage herabgesetzt.

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRtCHE I. Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus einer Viskoselösung, bei welchem der Faden nach dem Verlassen des Spinnbades zwischen einer der Auf nahmevorrichtung vorgeschalteten Ab zugswalze und der Aufnahmevorrichtung selbst einer Streckung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden von einer Spinnzentrifuge aufgenommen wird, in der die auf den Faden ausge übte Zentrifugalkraft eine bleibende Streckung des Fadens bewirkt. Il. Ausführungsmittel für das Verfahren nach Pa.tentansprueh I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spinnzentrifuge einen Durchmesser von 300 mm und darüber besitzt.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass ein Fällbad ver wendet wird, das neben Natriumbisulfat noch freie Schwefelsäure enthält.
CH117136D 1924-04-10 1925-04-01 Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen. CH117136A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT117136X 1924-04-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH117136A true CH117136A (de) 1926-10-16

Family

ID=3630272

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH117136D CH117136A (de) 1924-04-10 1925-04-01 Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH117136A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE860389C (de) Verfahren zur Herstellung von Gebilden aus regenerierter Cellulose
DE974057C (de) Verfahren zur Herstellung von hochfesten Faeden oder Stapelfasern durch Verspinnen von Viscose
DE1660466B1 (de) Verfahren zum Herstellen kuenstlicher Faeden
DE874630C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden aus thermoplastischen Celluloseabkoemmlingen
DE966316C (de) Verfahren zur Aufrechterhaltung des Verhaeltnisses von Loesungsmittel zum Faellmittel im Faellbad bei der Herstellung von kuenstlichen Gebilden
CH117136A (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen.
DE619296C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Faeden oder Faserbuendel aus Viscose mit hoher Festigkeit und Dehnung
AT102822B (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilfäden aus Viskoselösungen.
DE566930C (de) Verfahren zum Strecken von in der Hitze plastisch werdenden Kunstfaeden
DE704824C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden oder Filmen aus Celluloseacetat
DE538026C (de) Verfahren zur Herstellung eines endlosen Kunstfaserstranges
DE767434C (de) Verfahren zum Herstellen von kuenstlichen Faeden mit besonders hoher Nassfestigkeit nach dem Viskoseverfahren
DE69103017T2 (de) Verbesserte garntrennung beim start.
AT155306B (de) Verfahren zur Herstellung von Fäden oder Filmen aus Celluloseacetat.
DE707072C (de) Verfahren zur Herstellung von Wollersatzfasern aus Viscose
AT310923B (de) Verfahren zur Herstellung von Fasern aus regenerierter Cellulose mit hoher Kräuselung und hoher Dehnung
DE523532C (de) Vorrichtung zum Streckspinnen von Viskose-Kunstseidenfaeden
DE600813C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Faeden aus Viskoseloesungen
DE102023000036A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines vollverstreckten Fadens
DE390139C (de) Vorrichtung zur Herstellung von offenen, ungezwirnten Faeden oder Baendchen aus Zelluloseloesungen
DE1435327A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Effektgarn
AT129738B (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden oder Faserbündel aus Viskose mit hoher Festigkeit und Dehnung.
AT160368B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfasern.
DE19753190B4 (de) LYOCELL-Fasern mit verringerter Neigung zum Fibrillieren
DE1510606C (de) Verfahren zur Wechseldrehung