CH109129A - Verfahren und Vorrichtung zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork, Fournierholz und dergleichen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork, Fournierholz und dergleichen.

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CH109129A
CH109129A CH109129DA CH109129A CH 109129 A CH109129 A CH 109129A CH 109129D A CH109129D A CH 109129DA CH 109129 A CH109129 A CH 109129A
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Heinrich Jakob
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Heinrich Jakob
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/10Applying flat materials, e.g. leaflets, pieces of fabrics
    • B44C1/14Metallic leaves or foils, e.g. gold leaf

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  • Replacement Of Web Rolls (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description


  Verfahren und     Vorrichtung    zum Belegen von     Stoffbahnen    mit Blattmetall, Kork,       Fournierholz    und dergleichen.    Von den bekannten Verfahren zum Be  legen von Papier in     Bahnenforin    mit Blatt  metall, Kork,     Fournierholz    und dergleichen,  zwecks Herstellung von     Zigarettenmundstük-          ken    und dergleichen sind lediglich diejenigen  in der Praxis anwendbar, bei welchen sich  ein ununterbrochener     Klebstoffauftrag    ausfüh  ren lässt.

   Nur dann lassen sich     Klebstoffflecken     auf dein Papier beim Stillstand der Kleb  stoffauftragvorrichtung vermeiden, welche  die     Klebstoff    walzen selbst bei kürzester Gang  unterbrechung hinterlassen.  



  Infolgedessen war man bisher darauf an  gewiesen, entweder das in eine Verpackungs  rolle zuvor eingewickelte     Belagmaterial    auf  eine ununterbrochen zugeführte gummierte Pa  pierbahn in     einerbesonderenUnterklebmaschine     zu übertragen, oder man musste zwei un  unterbrochen gummierte Papierbahnen, mit  den Gummierungen     aufeinanderliegend,    rollen  förmig einwickeln, die beiden Bahnen wieder  trennen und dann vor der     schliesslichen        Ein-          zelaufspulung    mit Blattmetall oder sonstigem  Belag auf der noch feuchten     Klebstofffläche     bedecken.

      Bei dem ersten Verfahren, welches eine  lange und kostspielige Vorarbeit erfordert,  hat man es nicht in der Gewalt; ein Um  schlagen der     Überlappstellen,    welches bereits  durch den geringsten, durch den Maschinen  gang verursachten Luftzug herbeigeführt wird,  zu vermeiden. Ausserdem fallen aufgesetzte  Flicken leicht wieder ab. Lücken sind unver  meidbar,     undUcnwickelung,    sowie Ausbesserung  der Fehlstellen erfordert besondere Arbeitsgän  ge.

   Das zweite Verfahren hat den Nachteil, dass  man das     Belagmaterial    beim Auflegen nicht  sorgfältig zurechtrücken kann, ein Umstand,  der bei dünnem Blattmetall besonders unan  genehm ist; denn das Blattmetall bleibt oft  an unrechten Stellen hängen, und es ergibt  sich deshalb dieselbe Flickarbeit und der glei  che Ausschuss wie bei dem ersten. Verfahren.  



  Diese Schwierigkeiten und     lvIissstände     sollen gemäss der Erfindung dadurch beseitigt  werden, dass man das     Belagmaterial    auf die  trockene, nicht mit     Klebstoff    versehene Seite  der     Stoffbahn    legt und beim Einrollen mit  ihrer den     Klebstoff    tragenden     Rückseite     verklebt.      Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung  zur Durchführung des Verfahrens in einem  Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.  



  Die mit     Belagmaterial    zu     versehende          Stoffbahn,    zum Beispiel eine Papierbahn,  wird zunächst abgespult und einer     Anleim-          maschine    zugeführt, auf welcher sie den er  forderlichen     Klebstoffauftrag    in ununterbro  chenem Arbeitsgange erhält. Hierauf wird  diese Bahn gleichzeitig mit einem Isolier  streifen, welcher das Abklatschen des Kleb  stoffes auf die Rückseite der Bahn verhindert,  wieder aufgespult. Dieses Verfahren ist be  kannt und braucht infolgedessen nicht näher  erläutert zu werden.  



  Eine in der geschilderten Weise vorberei  tete Papierrolle     a    ist gemäss der Zeichnung  in eine     Umroll-    oder     Wickelrnasehine    ge  bracht. Die Rolle     a    wird dort derart abge  spult, dass die innen mit Klebstoff versehene  Bahn<I>f'</I> einer Leitrolle<I>b'</I> und der Isolier  streifen<I>f</I> einer Leitrolle<I>b</I> zugeführt wird.  Der für     Klebstoffauftrag    wieder verwend  bare Isolierstreifen f wird auf der Rolle c.  aufgespult.

   Die mit Klebstoff versehene Pa  pierbahn f' läuft mit der     Klebstoffseite    nach  unten von der Leitrolle b' über die     Leit-          rolle        b=,    weiche gleichzeitig als Verteilungs  rolle für den Klebstoff dient. Neben der  Leitrolle b  ist die     Aufspulrolle    d angeordnet,  und zwar in einem derartigen     Abstande,    dass  zwischen beiden ein hinreichender Raum zum  Auflegen des     Belagmaterials    verbleibt.

   Nach  dem die Papierbahn mit der     Klebstoffseite     nach unten die Leitwalze     b=    passiert hat, wird  sie in annähernd     wagrechter    Richtung von  unten auf die     Aufrollwalze    d gewickelt.  



  Das     Belagmaterial    g wird auf die trockene  Oberseite; also auf die nicht mit     Klebstoff     versehene Seite der Papierbahn gelegt, wo  ein beliebiges Zurechtrücken, ungefährdet  vor vorzeitigem Anhaften, stattfinden kann,  bis es in die erforderliche Lage gebracht ist.  Die Papierbahn<I>f',</I> welche in die Rolle<I>d</I>  aufgewickelt wird, ist aussen mit Klebstoff  versehen. Infolgedessen wird das     Belagmaterial     beim Einrollen mit der Papierbahn verklebt.

    Als     Klebstoff    ist jeder zweckentsprechende         Stoff    verwendbar, insbesondere auch solches  Material, welches wie Wachs, Harz oder  dergleichen auf die Papierbahn gebracht, ge  trocknet, und beim Auflegen des     Belagmate-          rials    durch Erwärmung wieder klebfähig ge  macht wird.  



  Das geschilderte Verfahren zeitigt ausser  den bereits geschilderten Vorzügen noch einen  weiteren Vorteil. Bei den bisherigen Ver  fahren     kommt    nämlich ein     Flickflecken    beim  Ausbessern beschädigter Stellen auf den  eigentlichen Belag, wo er als solcher schwer  haftet und sichtbar bleibt. Dadurch, dass  nunmehr die Seite des Belages, welche den  Flicken trägt, mit der Papierbahn verklebt  wird, gelangt der Flicken zwischen Papier  bahn und Belag, kann sich also nicht mehr  ablösen und ist nicht sichtbar.  



  Über der     Aufrollwalze    d ist eine Druck  walze e angeordnet, welche zum Beispiel  mittelst eines     Grewichtes    oder dergleichen  mit gleichmässigem Druck auf die aufgerollte  Papierbahn gepresst wird. Durch diesen Druck  wird die Verbindung zwischen     Belagmaterial     und Papierbahn eine äusserst feste, insbeson  dere werden hierdurch bei den     Überlapp-          stellen    die beiden übereinander liegenden       Belagschichten    miteinander und mit der Pa  pierbahn sofort innig verbunden.

   Eine der  artige Druckwalze konnte man bisher nicht  verwenden, weil die einzelnen Schichten der  aufgerollten Papierbahn     zusammenklebten.     Ein Zusammenkleben erfolgt jedoch nicht,  wenn man die Papierbahn unmittelbar nach  dem Aufspulen wieder umspult.  



  Die Vorteile, welche durch die Verwen  dung einer derartigen     Druckrolle    erreicht  werden, sind ganz erhebliche. Bisher     rnusste          rnan    nämlich die in eine Rolle eingespulte,  mit Blattmetall belegte Papierbahn wochen  lang lagern lassen, um die     Überlappstellen,     welche sich nicht lösen dürfen, einigermassen  mit fest zu     bekommen.    Nach der Druck  walzenanwendung kann das fertige Papier       unmittelbar    weiter verarbeitet werden.  



  Das beschriebene, insbesondere zur     Her-          stellungvon        Zigarettenmundstücken    bestimmte  Verfahren eignet sich nicht     nur    zum Belegen      von Papierbahnen mit Blattmetall, sondern  überhaupt zur Vereinigung irgend einer Stoff  bahn mit einem     Belagstoff    beliebiger Art,  so z. B. mit Kork,     Fournieren,    Korkpapier  und dergleichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRWHE I. Verfahren zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork; Fournierholz und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die einseitig mit Klebstoff versehene Stoff bahn, die Klebstoffseite nach aussen ge kehrt, aufgespult und das Belagmaterial unmittelbar von einer Aufrollwalze auf die nicht mit Klebstoff versehene Innen seite der, Bahn gelegt wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Auf- rollwalze (d) Leitwalzen (b1), (b2) derart angeordnet sind, dass, nachdem die Stoff bahn mit der Klebstoffseite nach unten die Leitwalze (b2) passiert hat, sie in annähernd wagrechter Richtung von unten auf die Aufrollwalze (d) gewickelt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Stoffbahn und Belag unter Druck aufgerollt und unmittelbar darauf wieder umgerollt werden. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine Druckrolle (e) oberhalb der Aufrollwalze (d), die mit gleichmässigem Druck auf die aufgerollte, belegte Stoffbahn wirkt.
CH109129D 1924-04-14 1924-04-14 Verfahren und Vorrichtung zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork, Fournierholz und dergleichen. CH109129A (de)

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