CH109129A - Verfahren und Vorrichtung zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork, Fournierholz und dergleichen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork, Fournierholz und dergleichen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork, Fournierholz und dergleichen. Von den bekannten Verfahren zum Be legen von Papier in Bahnenforin mit Blatt metall, Kork, Fournierholz und dergleichen, zwecks Herstellung von Zigarettenmundstük- ken und dergleichen sind lediglich diejenigen in der Praxis anwendbar, bei welchen sich ein ununterbrochener Klebstoffauftrag ausfüh ren lässt.
Nur dann lassen sich Klebstoffflecken auf dein Papier beim Stillstand der Kleb stoffauftragvorrichtung vermeiden, welche die Klebstoff walzen selbst bei kürzester Gang unterbrechung hinterlassen.
Infolgedessen war man bisher darauf an gewiesen, entweder das in eine Verpackungs rolle zuvor eingewickelte Belagmaterial auf eine ununterbrochen zugeführte gummierte Pa pierbahn in einerbesonderenUnterklebmaschine zu übertragen, oder man musste zwei un unterbrochen gummierte Papierbahnen, mit den Gummierungen aufeinanderliegend, rollen förmig einwickeln, die beiden Bahnen wieder trennen und dann vor der schliesslichen Ein- zelaufspulung mit Blattmetall oder sonstigem Belag auf der noch feuchten Klebstofffläche bedecken.
Bei dem ersten Verfahren, welches eine lange und kostspielige Vorarbeit erfordert, hat man es nicht in der Gewalt; ein Um schlagen der Überlappstellen, welches bereits durch den geringsten, durch den Maschinen gang verursachten Luftzug herbeigeführt wird, zu vermeiden. Ausserdem fallen aufgesetzte Flicken leicht wieder ab. Lücken sind unver meidbar, undUcnwickelung, sowie Ausbesserung der Fehlstellen erfordert besondere Arbeitsgän ge.
Das zweite Verfahren hat den Nachteil, dass man das Belagmaterial beim Auflegen nicht sorgfältig zurechtrücken kann, ein Umstand, der bei dünnem Blattmetall besonders unan genehm ist; denn das Blattmetall bleibt oft an unrechten Stellen hängen, und es ergibt sich deshalb dieselbe Flickarbeit und der glei che Ausschuss wie bei dem ersten. Verfahren.
Diese Schwierigkeiten und lvIissstände sollen gemäss der Erfindung dadurch beseitigt werden, dass man das Belagmaterial auf die trockene, nicht mit Klebstoff versehene Seite der Stoffbahn legt und beim Einrollen mit ihrer den Klebstoff tragenden Rückseite verklebt. Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
Die mit Belagmaterial zu versehende Stoffbahn, zum Beispiel eine Papierbahn, wird zunächst abgespult und einer Anleim- maschine zugeführt, auf welcher sie den er forderlichen Klebstoffauftrag in ununterbro chenem Arbeitsgange erhält. Hierauf wird diese Bahn gleichzeitig mit einem Isolier streifen, welcher das Abklatschen des Kleb stoffes auf die Rückseite der Bahn verhindert, wieder aufgespult. Dieses Verfahren ist be kannt und braucht infolgedessen nicht näher erläutert zu werden.
Eine in der geschilderten Weise vorberei tete Papierrolle a ist gemäss der Zeichnung in eine Umroll- oder Wickelrnasehine ge bracht. Die Rolle a wird dort derart abge spult, dass die innen mit Klebstoff versehene Bahn<I>f'</I> einer Leitrolle<I>b'</I> und der Isolier streifen<I>f</I> einer Leitrolle<I>b</I> zugeführt wird. Der für Klebstoffauftrag wieder verwend bare Isolierstreifen f wird auf der Rolle c. aufgespult.
Die mit Klebstoff versehene Pa pierbahn f' läuft mit der Klebstoffseite nach unten von der Leitrolle b' über die Leit- rolle b=, weiche gleichzeitig als Verteilungs rolle für den Klebstoff dient. Neben der Leitrolle b ist die Aufspulrolle d angeordnet, und zwar in einem derartigen Abstande, dass zwischen beiden ein hinreichender Raum zum Auflegen des Belagmaterials verbleibt.
Nach dem die Papierbahn mit der Klebstoffseite nach unten die Leitwalze b= passiert hat, wird sie in annähernd wagrechter Richtung von unten auf die Aufrollwalze d gewickelt.
Das Belagmaterial g wird auf die trockene Oberseite; also auf die nicht mit Klebstoff versehene Seite der Papierbahn gelegt, wo ein beliebiges Zurechtrücken, ungefährdet vor vorzeitigem Anhaften, stattfinden kann, bis es in die erforderliche Lage gebracht ist. Die Papierbahn<I>f',</I> welche in die Rolle<I>d</I> aufgewickelt wird, ist aussen mit Klebstoff versehen. Infolgedessen wird das Belagmaterial beim Einrollen mit der Papierbahn verklebt.
Als Klebstoff ist jeder zweckentsprechende Stoff verwendbar, insbesondere auch solches Material, welches wie Wachs, Harz oder dergleichen auf die Papierbahn gebracht, ge trocknet, und beim Auflegen des Belagmate- rials durch Erwärmung wieder klebfähig ge macht wird.
Das geschilderte Verfahren zeitigt ausser den bereits geschilderten Vorzügen noch einen weiteren Vorteil. Bei den bisherigen Ver fahren kommt nämlich ein Flickflecken beim Ausbessern beschädigter Stellen auf den eigentlichen Belag, wo er als solcher schwer haftet und sichtbar bleibt. Dadurch, dass nunmehr die Seite des Belages, welche den Flicken trägt, mit der Papierbahn verklebt wird, gelangt der Flicken zwischen Papier bahn und Belag, kann sich also nicht mehr ablösen und ist nicht sichtbar.
Über der Aufrollwalze d ist eine Druck walze e angeordnet, welche zum Beispiel mittelst eines Grewichtes oder dergleichen mit gleichmässigem Druck auf die aufgerollte Papierbahn gepresst wird. Durch diesen Druck wird die Verbindung zwischen Belagmaterial und Papierbahn eine äusserst feste, insbeson dere werden hierdurch bei den Überlapp- stellen die beiden übereinander liegenden Belagschichten miteinander und mit der Pa pierbahn sofort innig verbunden.
Eine der artige Druckwalze konnte man bisher nicht verwenden, weil die einzelnen Schichten der aufgerollten Papierbahn zusammenklebten. Ein Zusammenkleben erfolgt jedoch nicht, wenn man die Papierbahn unmittelbar nach dem Aufspulen wieder umspult.
Die Vorteile, welche durch die Verwen dung einer derartigen Druckrolle erreicht werden, sind ganz erhebliche. Bisher rnusste rnan nämlich die in eine Rolle eingespulte, mit Blattmetall belegte Papierbahn wochen lang lagern lassen, um die Überlappstellen, welche sich nicht lösen dürfen, einigermassen mit fest zu bekommen. Nach der Druck walzenanwendung kann das fertige Papier unmittelbar weiter verarbeitet werden.
Das beschriebene, insbesondere zur Her- stellungvon Zigarettenmundstücken bestimmte Verfahren eignet sich nicht nur zum Belegen von Papierbahnen mit Blattmetall, sondern überhaupt zur Vereinigung irgend einer Stoff bahn mit einem Belagstoff beliebiger Art, so z. B. mit Kork, Fournieren, Korkpapier und dergleichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRWHE I. Verfahren zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork; Fournierholz und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die einseitig mit Klebstoff versehene Stoff bahn, die Klebstoffseite nach aussen ge kehrt, aufgespult und das Belagmaterial unmittelbar von einer Aufrollwalze auf die nicht mit Klebstoff versehene Innen seite der, Bahn gelegt wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Auf- rollwalze (d) Leitwalzen (b1), (b2) derart angeordnet sind, dass, nachdem die Stoff bahn mit der Klebstoffseite nach unten die Leitwalze (b2) passiert hat, sie in annähernd wagrechter Richtung von unten auf die Aufrollwalze (d) gewickelt wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Stoffbahn und Belag unter Druck aufgerollt und unmittelbar darauf wieder umgerollt werden. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine Druckrolle (e) oberhalb der Aufrollwalze (d), die mit gleichmässigem Druck auf die aufgerollte, belegte Stoffbahn wirkt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH109129D CH109129A (de) | 1924-04-14 | 1924-04-14 | Verfahren und Vorrichtung zum Belegen von Stoffbahnen mit Blattmetall, Kork, Fournierholz und dergleichen. |
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1924
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