CH101976A - Verfahren zur Herstellung von bemusterten Kaltglasurplatten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von bemusterten Kaltglasurplatten.

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CH101976A
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  Verfahren zur Herstellung von bemusterten     Naltglasurplatten.     <B>in</B>    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von bemusterten     Kaltglasurplat-          ten,    -wie sie insbesondere für den Wand  schmuck benötigt werden.  



  Das Verfahren besteht darin,     dass    eine       Kaltglasurmasse,    auf deren Zusammensetzung  später noch zurückgekommen -wird, vermit  telst der bekannten Spritzapparate auf eine       Glasplatte    in dünnen Schichten aufgespritzt  wird. Entsprechend dem zu erzeugenden Mu  ster können verschiedene     Glasurschichten,     denen der jeweilige Farbzusatz beigegeben  ist, zweckmässig unter Verwendung von  Schablonen nacheinander aufgespritzt wer  den.

   Die aufgespritzte Masse     lässt    man leicht  trocknen, legt dann die Glasplatte, mit der  aufgespritzten Glasur nach unten, in einen  Formrahmen, wendet diesen mit der einlie  genden Glasplatte     una    giesst hierauf die  eigentliche Plattenmasse, auf deren Zusam  mensetzung gleichfalls später Bezug genom  men wird, in die so gebildete Form. Nach  dem     Guss    müssen die ausgegossenen Formen  bei einer Temperatur von nicht unter<B>15 0</B>    Celsius liegen, bis die Masse fest geworden  ist.  



  Bei warmer Witterung im Sommer können  die Platten nach Verlauf von<B>6</B> bis<B>8</B> Stunden  aus der Form genommen     werderi,    während  im Winter erfahrungsgemäss die Masse lang  samer abbindet und darum<B>1</B> bis 2 Tage er  fordert, bis die Platten aus der Form ent  fernt -werden können.  



  Nach dem Abbinden und Trocknen wer  den die Gläser mit einer leicht federnden  Spachtel oder einer biegsamen Messerklinge  vorsichtig abgelöst, so     dass    die Glasur, die  sich mit der     Gussmasse    bereits verbunden  hat, auf der Platte zurückbleibt. Durch einen  leichten Schlag mit einem Hammer auf die  Eckkante der Form löst sich dann die Platte  aus dem zu diesem Zweck zweckmässig mit  leichter konischer Innenwandung versehenen       Formrahmen.     



  Nun müssen die Platten noch mindestens  zwei Tage     auf    einer flachen Unterlage ruhen  und vollkommen austrocknen, dann werden  sie auf Schmirgel oder Sandstein an den           anten    glatt geschliffen. Sind die Platten  insgesamt<B>10</B> Tage alt, dann können sie  bereits zur Verlegung verwendet werden.  



  Die Formen     und    Gläser können nach ge  höriger Reinigung immer verwendet werden,  zweckmässig werden die Formen mit einer  Stahldrahtbürste gereinigt, während die<B>Glä-</B>  ser in verdünnte rohe Salz- oder Schwefel  säure so lange eingelegt werden, bis diese die  etwa an den Platten anhaftende Kruste voll  kommen aufgelöst hat, hiernach werden die  Gläser im gewöhnlichen Wasser abgewaschen       und    man     lässt    sie dann trocknen.

      Um die     Herausnahme    der Platte aus der  Form zu erleichtern,     und    so eine     Beschädi-          ,gung    der Platten durch     Hängenbleiben        ein-          D          zelner    Teile der Plattenmasse zu vermeiden,       ,vird    die Innenseite des Formrahmens zweck  mässig mit gewöhnlicher Schmierseife leicht  eingerieben.

   Es ist dabei zu beachten,     dass     auf die obere Fläche der Formen an der  Stelle, wo die Glasplatte abschliesst, keine  Seife hinkommt, da sonst die Plattenglasur  am äussern Rand durch den     Einfluss    der Seife  Flecken     ei-halten    könnte.  



  <B>-</B> Fertige Platten erhalten nach<B>1</B> bis 2  Tagen auf der     Glasurseite    einen leichten An  flug, welcher durch den     Trocknungsprozess     bedingt ist. Dieses     sogenannte    Aufblühen  verschwindet wieder, sobald man die glatten  Platten mit einem weichen oder am besten  mit     Kapockwolle    abreibt.  



  Für die     Glasurmischung    kommt beispiels  weise zur Herstellung von<B>1</B> Quadratmeter  Wandplatten bei<B>10</B> mm Dicke folgende  Mischung in Betracht:  <B><I>180</I></B>     gr    Steinmehl oder feinkörniger Stein  sand, sowie<B>180</B>     gr        Magnesit    unter Zusatz von  20 bis<B>50</B>     gr    Farbe,<B>je</B> nach Tönung, wer  den gut miteinander vermischt, dann wird       ca.   <B>80</B>     em3        ChlormagnesiLii-nlösung    zugegossen,  diese Mischung wird möglichst gut verrührt  und unmittelbar darauf so viel von einer       Chromalaunlösung    zugegossen,

   bis die Mi  schung genügend spritzflüssig ist.         Für    die     Plattengussmasse,    die bestimmt  ist, sich später mit der     Glasurmischung    zu  verbinden, kommt für das gleiche Quantum  fertige Platten folgende Mischung in Betracht:  <B>10 kg</B> Sand fein oder mittelkörnig ge  waschen und getrocknet oder<B>10 kg</B> Stein  sand, Ulmer weiss oder gelblich, sowie     21/2   <B>kg</B>       Terrazzokbi-nung    Ulmer     Nr.   <B>0</B> und 4<B>kg</B>     Mag-          nesit,    deutscher oder     Eubüa    werden gut mitein  ander vermischt.

   Zu dieser Mischung giesst  man<B>3,6</B> Liter     Chlortnagnesitimlösuzig,    rührt  die Masse so gut wie möglich durch und  gibt unmittelbar darauf<B>1</B> Liter     Kalialaun-          lösung    hinzu. Sollte die Masse zum Giessen  der Platten noch zu dickflüssig sein, so kann  ein entsprechendes Quantum Wasser zuge  gossen werden.  



  Die von Hand     vorgemisehte    -Masse kann  auch in einer mechanischen     Rührvorrichtung'     etwa während<B>30</B> Minuten, stark gerührt  werden. Nach etwa<B>10</B> Minuten langem  Rühren wird die Masse dünnflüssiger als sie  ursprünglich war,     um    dann nach     weitereni     Rühren etwa 20 Minuten lang derart einzu  dicken,     dass    sie die     für        dasAuftragen    geeig  nete     Korisistenz    besitzt.

   Dieses kräftige und  gleichmässig andauernde, maschinelle Rühren  bringt den sehr wichtigen Vorteil mit sieh,       dass    die fertigen Platten     naeh    ihrer vollstän  digen     Troeknung    einen wesentlich höheren  Härtegrad besitzen, als Platten, deren Masse  von Hand gemischt worden ist.  



  Es zeigt sich auch,     dass    die gleichen  Mengen mit mechanischer Mischung um etwa  <B>1/7</B> weniger Platten ergeben.. als bei     Hand-          verinischung.     



  Durch kräftiges maschinelles Rühren er  reicht man schon harte Platten, wenn der  Mischung für die     Plattengussmasse    weniger       Magnesit    und dafür mehr Steinmehl,     bezw.     Sand, als oben angegeben, beigegeben -wird.  so zum Beispiel nur etwa 2,40<B>kg</B> und<B>11,6 kg.</B>  Die Ersparnis an     Magnesit    ist gleichbedeu  tend mit der Verminderung der Material  kosten.

        Die Zeichnung zeigt beispielsweise Form  rahmen zur Ausführung des Verfahrens, und  -zwar ist in     Fig.   <B>1</B> eine Draufsicht auf den       Formrahinen    und in     Fig.    2 ein Querschnitt  ,durch denselben, mit fertig gegossener     Wand.-          platte    dargestellt.  



  a ist der Formrahmen,<B>b</B> die Glasplatte,  <B>c</B> die auf die Glasplatte aufgespritzte Kalt  glasur und<B>d</B> die eingegossene Plattenmasse.  



  Nach dem Verfahren nach vorliegender  Erfindung können Wandplatten, Platten für  Dekorationszwecke,     Schalttafeln    für elek  trische Anlagen, Platten für Wasch- und  Nachttische,     Topfuntersatzplatten        usw.    her  gestellt werden.  



  Werden zum Aufspritzen der Kaltglasur  .statt der glatten Glasplatten solche ver  wendet, die mit zum Beispiel durch Sand  strahlgebläse oder dergleichen erzielten Ver  tiefungen versehen sind, so können auch       Kaltglasurplatten    mit reliefartiger Oberfläche  hergestellt werden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von bemuster ten Kaltglasurplatten, dadurch gekennzeich net, dass auf eine Glasplatte mit Farbzusätzen versehene, flüssige Kaltglasurmasse mittelst Spritzapparate schichtweise aufgespritzt und trocknen gelassen wird, welche Glasplatte nach dem Antrocknen der Glasur mit ihrer glasierten Seite auf einen Formrahmen der art aufgelpgt wird, dass sie beim Umwenden den Boden der Form bildet, worauf dann die Plattenmasse in die so gebildete Form ein gegossen und bei einer Temperatur von nicht unter<B>150</B> Celsius trocknen gelassen wird.
    wobei sie mit der Glasurmasse eine innige Verbindung eingeht., worauf die Glasplatte weggenommen wird. UNTERÄNSPPLU011 <B>-</B> Verfahren zur -Herstellung von bemuster ten Kaltglasupplatten nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Kaltglasurmasse folgende Bestandteile im angegebenen Verhältnis gemischt werden:
    <B>180</B> gr Steinniehl oder feinkörniger Stein sand, 20 bis<B>50</B> gr Farbe<B>je</B> nach Tönung, <B>180</B> gr Magnesit und<B>80</B> cm3 Chlormagne- siumlösung, welcher Mischung bis zur Er zielung einer spritzbaren Masse Chromalaun- Lösung zugesetzt wird, und ferner gekenn zeichnet dadurch, dass die Plattengussmasse folgendes Mischungsverhältnis aufweist:
    <B>1,0 kg</B> Natur- oder Steinsand, gewaschen und ge trocknet, 2'/2 <B>kg</B> Terrazzokörnung Ulmer Nr. <B>0</B> und 4<B>kg</B> Magnesit, welche Bestand teile gut miteinander vermischt werden, wor auf init einem Zusatz von ca. <B>3,6</B> Liter Chlormagnesiumlösung gut gerührt und daiin noch<B>1</B> Liter Kalialaunlösung nebst Wasser zugesetzt wird, bis die Masse giessflüssig ist,
CH101976D 1921-11-10 1922-06-30 Verfahren zur Herstellung von bemusterten Kaltglasurplatten. CH101976A (de)

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