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Befestigung der Nadeln in Nadelstäben für Spinnereimaschinen.
Von den bis jetzt bekannten Befestigungen beruhte die gebräuchlichste auf dem Durchbohren des
Nadelstabkörpers in der Querrichtung, u. zw. auf einem dem mittleren der Nadel gleichkommenden Durchmesser. Die Nadeln selbst wurden dann von Hand in die gebohrten Löcher hineingesteckt und mit Hammerschläge von Hand aus oder maschinell weiter hineingepresst. Man benutzte Kitt, Gussspäne oder man liess die Nadelsehäfte in den Löchern festrosten, um ein möglichst gutes Festhalten zu erzielen.
Eine andere Befestigung bestand darin, die Nadeln nebeneinander auf den Nadelstabkörper zu legen und sie dort festzulöten. Eine ähnliche Nadelbefestigungsart besteht darin, dass die Nadeln in eine Durchbohrung des Stabes gelegt werden und bis in eine Aussparung des Stabes gelangen, welche mit einer Lötmasse gefüllt wird und so die Nadeln festlegt.
Diese Nadelbefestigung bezweckt ein Festhalten der Nadel in bestimmten Entfernungen, aber sie reicht nicht aus, um den Nadeln genügend grosse Festigkeit zu verleihen und ihre Mittellinien parallel zu einander zu legen, weil die in den Flansch eingebohrten Löcher nicht genügen, um die parallele Lage der Nadeln zu sichern, da die Löcher auf den dem dicksten Teil der Nadel entsprechenden Durchmesser aufgebohrt sein müssen, so dass die Nadel bedeutenden Spielraum im Loche erhält und insbesondere weil die Aussparung im Nadelstab sehr breit (drei-bis viermal breiter als der Flansch) gewählt wurde.
Nach der Erfindung sind die Nadeln zwar ebenfalls in Ausbohrungen des Stabes gesteckt, aber die über und unter den Rillen vorgesehenen Löcher haben verschiedene Durchmesser, so dass die Nadel an mehreren Stellen des Stabes festgelegt ist, bevor noch die Aussparung mit der Lötmasse ausgefüllt wird. Auf diese Weise werden die Nadeln nicht nur ihre Abstände genau beibehalten, sondern sie erhalten noch eine besondere Festigkeit und die Parallellegung ihrer Mittellinien ist gesichert.
Alle obenerwähnten bekannten Befestigungsarten hatten den Nachteil, dass die konischen Nadeln nur an ihrem dicken Ende fetsgeklemmt und festgehalten waren, während ihre Spitzen in grossem Masse den Schwingungen und Schlägen ausgesetzt blieben, welche meistens die Ursache der oftmaligen Lockerung der Nadel bildeten und somit ihren Bruch oder Verlust veranlassten. Als Folge hievon waren kostspielige und schwierige Reparaturen auszuführen. Der Ersatz der gebrochenen Nadeln war bei den alten Befestigungsarten schwierig, da die neuen Nadeln entweder kräftig eingeschlagen oder an der Aussenseite eingelötet werden mussten. Im ersten Falle sind die gebrochenen und im Nadelstab verstemmten Nadelschäfte sehr schwierig zu entfernen, im zweiten Fall lösen sich beim Schmelzen des Lötmaterial auch alle benachbarten mit dieser Lötmasse befestigten Nadeln.
Das genaue Aufbohren der Nadelstäbe bot auch grosse Schwierigkeiten und verlangte besonders geübte Arbeiter zum Bohren und Einsetzen der Nadel, wobei es trotzdem noch sehr häufig zu Rissbildungen oder zum Aufspringen der Nadelkörper kam, wenn die Nadeln oder die Löcher ungleich oder die Hammerschläge zu stark waren.
Die Befestigung nach dem Gegenstand der Erfindung vermeidet zum grossen Teil die Missstände der bisher angewendeten Befestigungsarten. Man fräst in den Nadelstabkörper mindestens einen Längsschlitz und bohrt die zur Aufnahme der Nadel bestimmten Querlöcher derart, dass sie in diese Längsschlitze münden und die Nadeln mittels einer die Schlitze und Löcher ausfüllenden Lötmasse festhalten.
Die Nadel liegt in mehreren Punkten an und wird durch das Löten mit dem Nadelkörper fest verbunden, indem die Lötmasse sich im Loche um die Nadel herumlegt und die Verbindung der Nadel mit dem Nadelstabkörper auf ihrer ganzen in den Körper eingelassenen Länge herstellt. Die Höhe der Nadelreihe kann
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leicht vergleichmässigt werden, indem man vor dem Löten z. B. die Nadelspitzen gegen ein Lineal andrückt.
Da die Nadeln in den Löchern teilweise anliegen, so wird bei der Arbeit der Maschine die Kraft von der
Nadel direkt auf den Nadelstabkörper übertragen, während die Lötmasse nicht beansprucht wird. Diese
Anordnung gewährleistet auch ein Festhalten der Nadel im Körper, wenn zwecks Austausch einer gebrochenen Nadel die Lötmasse geschmolzen wird. Sowohl das Einsetzen als auch das Umwechseln der Nadel wird nach dem Gegenstand der Erfindung bedeutend erleichtert, weil es weniger Arbeit erfordert und das bis jetzt schwierige Bohren vereinfacht, so dass mit der Ausführung beliebige Arbeiter betraut werden können, wogegen bis jetzt dazu Facharbeiter benötigt wurden.
Zwei Ausführungsarten des Gegenstandes der Erfindung sind auf der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 3 Nadelstäbe in der Vorderansicht ; Fig. 2 und 4 Querschnitte der Nadelstäbe.
In den Nadelstabkörper 1 sind bei der ersten Ausführungsart (Fig. 1 und 2) zwei Einfräsungen 2 und 3 eingearbeitet. In den Nadelstab sind in der Richtung des Pfeiles Löcher 5 bis zur zweiten Ein- fräsung 3 gebohrt, die denselben Durchmesser wie der dickste Querschnitt der Nadeln 4 haben, welche ebenfalls in der Richtung des Pfeiles in die Löcher eingesteckt werden, bis ihre abgeplatteten Enden auf dem unteren, nicht durchbohrten Nadelstabwulste 6 aufruhen. Nachdem die Nadelreihe 4 auf gleich- mässige Höhe eingestellt ist, werden die Einfräsungen 2 und 3 und die durch die Nadel nicht ganz aus- gefüllten Löcher 5 vollständig mit Lötmetall ausgegossen, wodurch dem Nadelstab seine ursprüngliche volle Festigkeit wieder verliehen wird, unter gleichzeitigem Befestigen der Nadeln in dem Nadelstabe.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3'und 4 enthält nur eine Einfräsung 2 im Nadelstabkörper 1.
Die oberhalb der Einfräsung 2 stehende Körperfläche wird auf einen Durchmesser b durchbohrt, der dem mittleren Durchmesser b der Nadel 4 entspricht, während die Löcher des durch die Einfräsung entstandenen
Körperstreifens 6 auf den der grössten Dicke der Nadel entsprechenden Durchmesser a gebohrt sind.
Nach dem Einstecken der Nadeln wird die Einfräsung 2 mit Lötmetall ausgefüllt, wobei die Nadeln auf ihrer ganzen im Körper befindlichen Länge mit dem Nadelstab fest verbunden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Befestigung der Nadeln in Nadelstäben für Spinnereimaschinen bei Verwendung von mit Metall ausgegossenen Rillen, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelstab über und unter der Rille verschiedene
Bohrungen hat, um die Nadel an mehreren Stellen des Nadelstabes festzuhalten.
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