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Prellbockanlage.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Prellbockanlage, bei welcher vor einem mit einem Stirnbalken ausgerüsteten, gegenüber dem Gleis verschiebbaren Prellbock eine auf der Bettung vorgesehene Schüttung aus Sand, Kies, Steinsohlag od. dgl. angeordnet ist, gegen welche sich der Stirnbalken beim Verschieben des Prellbockes infolge Auffahren eines Zuges verschieben muss.
Die Erfindung bezweckt eine systematische Ausnutzung des Bremswiderstandes, den eine derartige
Schüttung aus Sand od. dgl. erfahrungsgemäss ausübt und der bisher bei mannigfache Arten der Ver-
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mittel benutzt worden ist.
Wenn durch eine Sand-od. dgl. Schüttung eine stetige und gefahrlose Bremswirkung ausgeübt werden soll, dann ist es unerlässlich, dass der Sand od. dgl. in gleichmässiger Weise bei der Verschiebung des Bockes gegenüber dem Gleis gegen eine Fläche von bestimmt bemessener Grösse drückt, die der Grösse des gewünschten Bremswiderstandes angepasst ist. Es ist also erfordellich, dass der Prellboek in an sich bekannter Weise mit einem Stirnbalken ausgerüstet wird, der sich gegen die Schüttung legt und diese vor sich her schiebt.
Dabei muss, wenn die Regelmässigkeit der Bremswirkung gewährleistet werden soll, der Bock freie Verschiebungsmöglichkeit auf dem Gleis haben, ohne sich jedoch von ihm abheben zu können, weil das Abheben des Bockes erfahrungsgemäss die Einleitung zum Hochklettern und im Anschluss daran Entgleisen der Wagen bildet.
Der Erfindung zufolge wird daher der Prellbock frei verschiebbar auf dem Gleis gelagert und nur mit einer unter dem Schienenkopf greifenden Klauenführung versehen, die das Abheben des Bockes vom Gleis ausschliesst.
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und ist verschiebbar auf den Schienen 5 gelagert, deren Köpfe durch an den Knotenblech 6, 7 einseitig vorgesehenen Klauen 8 umfasst werden. Die nur einseitige Anordnung der Klauen bezweckt, die Möglichkeit freizulassen, die Schienenenden auch in den von dem Prellbock zu überstreichenden Teil wenigsten einseitig durch Laschen verbinden zu können.
Der Prellbock ist auf seiner Stirnseite mit einem Stirnbalken ausgerüstet, dei nach der Darstellung der Zeichnung zweiteilig ausgebildet ist und aus einem U-förmigen Balken 9 und einer einstellbar daran- sitzenden Stirnplatte10besteht. Die Höheneinstellung der Platte 10 gegenüber dem Balken 9 kann dadurch bewirkt werden, dass der Steg des U-förmigen Balkens 9 in verschiedener Höhenlage Löcher 11 vorgesehen hat, durch welche Bolzen 12, die in Öffnungen der Platte 10 sitzen, hindurchgesteckt werden können. Die Höheneinstellung der Platte bezweckt die Anpassung der Anlage an wechselnde Bremswiderstände, die je nach den örtlichen Verhältnissen gewünscht werden können. 13 bezeichnet die auf der Bettung vorgesehene Sandschüttung od. dgl.
Wenn ein Zug oder Wagen auf den Prellbock auffährt, so wird dieser gegen die Schüttung 13 hin vorgeschoben, wobei die Schüttung, sofern sie nicht seitlich ausweicht, über den Stirnbalken 9, 10 hinübertritt und sich auf dem Gleis ausbreitet, so dass zu dem Bremswiderstand, den die geschlossene Schüttung 13 bietet, noch der Widerstand einer Sandsehüttung auf dem Gleis in an sich bekannter Weise hinzutritt.
Die freie Verschiebbarkeit des Prellbockes gegenüber dem Gleis hat dabei die besondere Bedeutung, dass die Prellbockanlage auch nach ein oder mehrmaligem Auffahren eines Zuges auf den Prellbock und
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gestellt werden. Die Schrägstellung des Stirnbalkens zur Verschiebungsrichtung kann auch in der Weise erfolgen, dass dem Balken die Form eines Winkels mit nach vorn gerichteter Spitze gegeben wird.
Um der Möglichkeit Rechnung zu tragen, dass bie Frostwetter die Schüttung, welche den Bremswiderstand abgeben soll, gefriert und dadurch den Bremswiderstand unkontrollierbar macht, kann man die Einrichtung so treffen, dass der Prellbock ausser mit dem erwähnten Stirnbalken, von dessen Höhe der Bremswiderstand der Schüttung abhängt, noch mit einem schräg zur Lotrechten gestellten Räumer versehen wird, der über die Oberkante des Stirnbalkens hinausragt. Die Erfahrung zeigt, dass das Material von derartigen Sand-u. dgl. Schüttungen auch bei stärkerem Frost nur oberflächlich zusammenfriert.
Wenn daher der Stirnbalken sich mit seiner Oberkante unterhalb der zusammengefrorenen Masse der Schüttung hält, dann findet er im wesentlichen gleichmässigen Widerstand. Um dies zu erreichen, kommt es also nur darauf an, dafür Sorge zu tragen, dass die oberhalb des Stirnbalkens verbleibende zusammengefrorene Betonschicht in passender Weise abgeräumt wird, was durch den erwähnten Räumer geschehen kann. Auf diese Weise ist es möglich, auch bei Frostwetter und infolgedessen oberflächlich zusammengefrorener Schüttung zu einwandfreien Bremsergebnissen zu gelangen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Prellbockanlage, bestehend aus einem verschiebbaren Bock mit Stirnbalken und vor dem Stirn- ballzen vorgesehenersand. od. dcl. Schüttung auf einer Bettung, dadurch gekennzeichnet, dass der Prellbock auf den Schienen aufruht und mit unter den Schienenkopf greifenden Führungen versehen ist, welche, ohne seine freie Verschiebung auf den Schienen zu hindern, ihn gegen Abheben von den Schienen sichern, zum Zweck den Sehüttungwiderstand nach Massgabe der Verschiebung des Bockes gleic1mJ1issig zur Geltung zu bringen.