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Verfahren zum Umladen von Frachtgut.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Ausgestaltung bekannter Verfahren zum
Umladen von Frachtgut mit Hilfe einer Plattform, über welche das Frachtgut mittels Karren herüber- geschafft wird und auf deien einen Seite Eisenbahngleise, auf deren andern Seite eine Automobilstrasse verläuft. Diese bekannten Veifahren erfordern einen grossen Aufwand an Zeit. Arbeitskräften und besondere Anlagen an den Eisenbahnstationen.
Eine wesentliche Vereinfachung wild dadurch eireicht. dass gemäss vorliegender Erfindung die abhebbaren Wagenkölper der Automobile durch geeignete, die Plattform und die Automobilstrasse übe ! querende Laufkrane von den Untergestellen abgehoben, in Plattformhohe gebracht, in angehobenem Zustande beladen und nach dem Beladen entweder wieder auf Automobil- untergestelle gesenkt oder seitlich verschoben und auf die Erde abgesetzt werden, um andern Automobilen
Platz zu machen.
Gewöhnlich laufen die verschiedenen Hebezeuge rechtwinklig zu der Stationsplattform über einen parallel mit ihr laufenden Weg und bei dieser Anordnung können die abnehmbaren Wagenkasten von den verschiedenen Hebezeugen in einer Reihe nebeneinander auf der Seite, an welcher die Automobile fahren, gehalten werden. Jede Hebevorrichtung kann noch mit einem zweiten Hebezeug versehen sein, so dass, wenn ein Automobiluntergestell mit einem andern oder einem beladenen Wagenkasten in dem
Automobilweg ankommt, der Kasten angehoben und von dem Untergestell durch das eine Hebezeug entfernt werden kann, während ein beladener Wagenkasten auf das bereitstehende Untergestell durch das andere Hebezeug aufgeladen wird.
Wenn dann das Automobil mit seiner Last abgefahren ist, kann der neu angekommen Wagenkasten über die angrenzende Plattform gebracht, wenn er gefüllt ist, entladen und dann wieder beladen werden.
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zeitig der eine von dem eigentlichen Untergestell fort-und der andere auf das Untergestell heraus- gebracht werden.
Aus der Fig. 3 ist zu erkennen, dass jedes der Doppelhebezeuge 17 zwei Laufkatzen 20 besitzt. welche auf dem I-Träger 15 laufen. Die beiden Laufkatzen tragen einen Querbalken 22. der zum Stützen einer Antriebsvorrichtung 2-3 dient. Ferner ist auf dem Querbalken 22 eine Welle 24 gelagert, weiche durch die Antriebsvorrichtung in Umdrehung versetzt werden kann und die Kettenräder trägt, über welche die Hebeketten 27 und 28 laufen, wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist. Die Hebeketten tragen ICH' Rollen 29, an denen Haken. 30 angeordnet sind. Das eine Ende der Ketten 27 und 28 ist an dem Lager befestigt. Die Ketten liegen in einer Schleife um die lose Rolle 29 und gehen dann über das Kettenrad.
Jeder Hakes j trägt eine einzelne Kette 31, welche in einem Haken endet. Dieser greift in ein Auge
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an den Enden und an dem mittleren Teil der Seiten offen. Diese Teile können leicht in ausreichender Weise geschlossen werden, z. B. durch senkrechte Rohre 60, welche an ihrem oberen Ende lose in Querbalken geführt sind und an ihrem unteren Ende in einem Lager ruhen, welches durch Endbalken und die Seitenbalken 63 gebildet wird. Durch leichtes Heben dieser Rohre können sie aus ihrem Lager freigemacht und aus dem oberen Balken herausgezogen werden, um auf diese Weise entweder an den Stirnenden oder
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gestell 19 ist zweckmässig mit einem Fussboden 70 versehen, auf welchem der abnehmbare Wagenkasten aufruht.
Wie vorher erwähnt, ist es häufig erwünscht, den Wagenkasten auf die Plattform aufzusetzen und ihn auf ihr zuverschieben, um ihn in eine bestimmte Beladestellung zu bringen oder ihn unter einen andern
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zwei solche Rollen 68 in der Mitte der Längswand angeordnet und ferner zwei Rollen 6. 9 in mittleren Lagen an den beiden Stirnseiten. Die seitlichen Rollen 68 sind vorzugsweise als gewöhnliche Räder ausgebildet, die in entsprechenden Lagern laufen, während die Endrollen mit Laufrollagern, also drehbar ausgestattet sind. Auf diese Weise kann der Kasten auf der Plattform von Hand oder durch irgendeine beliebige Zug-oder Windevorrichtung bewegt werden.
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hinaus nach dem Fahrzeugraum.
Die Träger können zwei oder mehrere abnehmbare Wagenkasten 18 über der Plattform 10 a und einen solchen oberhalb des mittleren Weges 14 a halten. An der andern Seite des Güterschuppens ist eine I-Trägerbahn 15b dargestellt, welche parallel zur Plattform 10 b über
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Güterwagen 9 b steht.
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und ist es wichtig, dass man hiebei nicht mit einer solehen Niederlage von Frachtgut zusammenstösst.
Es sei nun die eigentliche Arbeitsweise der vorbeschriebenen Einrichtungen näher auseinandergesetzt (Fig. 1 und 2). Angenommen, ein Zug mit Güterwagen kommt an einer Station an und jeder der Wagen enthält Frachtgut nach verschiedenen Bestimmungsorten. Es werden dann verschiedene leere Automobilwagenkasten 18, welche von je einem Paar nebeneinander liegender Doppelhebezeuge getragen werden, an die beiden einander gegenüberliegenden Seiten der Plattform herangebracht. Es sei angenommen, dass jeder dieser Wagenkasten für eine verschiedene Endstation bestimmt ist.
Das Frachtgut wird jetzt aus dem Wagen 9 entfernt und die einzelnen Frachtstücke werden von Hand mittels der Karren 7 teilweise nach dem ersten Wagenkasten 18, teilweise nach dem zweiten Wagenkasten, teil-
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Sobald ein Wagenkasten beladen ist, wird er auf das zugehörige Untergestell niedergesetzt und dann nach seinem Bestimmungsort gefahren. Es sei angenommen, dass sich der zweite Wagenkasten 18 in diesem Zustande befindet. Nun kommt ein beladenes Automobil von einer andern Station und es
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des angekommenen Automobils, welches also auch beladen sein kann, wird jetzt durch das Hebezeug von dem Untergestell abgehoben und an eine leere Stelle von letzterem entfernt hingebracht und es bleibt
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gestell geschoben und darauf niedergesenkt wird, wie bei 18 b dargestellt.
Sobald dies geschehen ist, wird der Wagen weggefahren und hierauf kann der Wagenkasten 18 a wieder an die Plattform herangebracht und entladen werden, wobei die Frachtstücke nach dem vorhandenen leeren Wagen quer über die Plattform hergekarrt werden.