AT97576B - Andrehvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents

Andrehvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen.

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AT97576B
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Fritz Neumeyer Ag
Karl Knapp Dipl Ing
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  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Die Erfindung betrifft eine Andrehvorriehtung für Verbrennungskraftmaschinen, bei der die Kraftmaschine zwecks Andrehens von einer von der Batterie gespeisten   Motordynamo   mittels eines Planetengetriebes ins Langsame übersetzt angetrieben und zum Aufladen der Batterie das Weiterdrehen der Motordynamo von der angesprungenen Verbrennungskraftmaschine mittels des dann zusammengeschlossenen Planetengetriebes und einer   Fliehkraftreibungskupplung bewirkt   wird, deren Fliehgewichte parallel zur   Getriebeachse   an das innen verzahnte Planetenhohlrad angelenkt sind.

   Bei Verwendung solcher Andrehvorrichtungen für Fahrzeugkraftmasehinen kommt es im Stadtverkehr nicht selten vor, dass die Batterie wegen   durehschnittlieh   zu langsamen Fahrens ungenügend aufgeladen wird und zum nächstmaligen Andrehen sowie zu längerer   Vollbeleuchtung   dann nicht mehr aussreicht.

   Zur Behebung dieses Missstandes hat man zwar unter höchster Ausnutzung elektrotechnischer Erkenntnisse und Erfahrungen bereits besondere Motordynamn gebaut, die schon bei verhältnismässig kleiner   Umlaufzahl   die Batterie aufzuladen beginnen, aber diese an sich wertvolle Eigenschaft der Dynamo konnte bisher im Kraftfahrzeugbetrieb deshalb nicht voll ausgenutzt werden, weil es keine Fliehkraftreibungskupplungen gibt, die bei den dabei nur brauchbaren kleinen Abmessungen schon bei geringer Umlaufzahl der Ver-   brennungskraftmaschine die Motordynamo auch wirklich   mit dessen Umlaufzahl mitdrehen.

   Im Gegenteil haben genaue Messungen ergeben, dass eine unbedingt schlupffreie Mitnahme der   1\Iotordynamo   durch 
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 wird, während darunter und um so mehr bei etwa   450 Umläufen   der Verbrennungskraftmaschine, bei 
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   Die Fliehgewichte a werden beim Anlassen und   Rückwärtsauswiegen   der   Verbrennungskraft-   maschine lediglich durch Anliegen ihrer   Klinkenausrückzapfen     it   an den   Ausrüekdaumen   m der in den ortsfesten Abstützkranz w eingeklinkten Abstützklinken n in   Schliesslage   gehalten. Die Drehzapfen   e   der Klinken n sind nebst den schwachen   Klinkeneinrückfedern   y in der Stirnwand des Hohlrades   d und   in einem an diese anschliessenden Flansch z gelagert. Die Ausklinkzapfen   1-reifen durch Ausschnitte   dieses Flansches hindurch unter die   Ausllinkdaumen m.   



   Das Getriebe f, g,   !   ist vollkommen eingekapselt. Ein Blechring o, der über den Rand des innen verzahnten Hohlrades greift und sich mit seinem Innenrand dicht an den äusseren Flansch 1) des Planetenzwischenrädertträgers q anschliesst, verhindert das Ausschleudern von   Schmieröl   nach aussen. Der   Planetenzwischenräderträger q   trägt auf seinem Aussenzapfen   ql ein nicht   dargestelltes Triebrad, das mittels Kette oder Zwischenrades ein entsprechendes Rad auf der Kraftmaschinenwelle und damit die Kraftmaschine antreibt.

   Das Ausschleudern des Öles nachinnen gegen die Reibkupplung zu wird durch einen an die   Reibseheibe   i angeschlossenen Blechring   t-mit   seinem einwärts gebogenem Rande s verhindert der sich dicht an den Lagerring t des Walzenlagers   n   anschliesst und aus letzterem austretendes Öl abfängt. 



  Im Grunde der Keilnuten il hat der Reibkranz i eine Reihe von   Bohrungen'1', durch   die bei   übermässiger   Getriebeschmierung etwa doch zwischen die   Kupplungsreibflächen   gelangendes Öl wieder ausgeschleudert wird, so dass die Reibflächen stets trocken oder doch wenigstens nahezu trocken, also stark reibend zum Angriff kommen. 



   Bei dieser Einrichtung kommt die neue Kupplung wie folgt zur Wirkung :
1. Andrehen : Treibt die von der Batterie gespeiste Motordynamo das   Ritzel t ;   vom Zapfen q' aus gesehen, rechts herum, so suchen die links herum gedrehten   Zwischenräder   g den inneren Zahnkranz   d   ebenfalls links herum zu drehen. Dieser ist an dieser Drehung jedoch durch den Eingriff der von ihm getragenen Klinken n in die ortsfeste Sperrverzahnung   UJ   verhindert. Jnfolgedessen rollen die Zwischen- 
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 sind. Beim Anlassen kreist der Reibkranz i mit der   grossen Umlaufzahl   der Motordynamowelle c rechts herum. Die Fliehgewichte dürfen hiebei nicht mit ihm in Berührung kommen, da sie, ihn sonst wenn auch nur durch ihr Eigengewicht bremsen würden.

   Früher brauchte man zur Hintanhaltung einer solchen 
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 werden. Die Klinkendaumen können dabei auch nicht nachgeben oder ausweichen, da die Klinken n sich nicht um ihre Zapfen x einwärts drehen können, solange sie eingeklinkt sind. 
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 Schwungmasse zusammengeschlossen. Der Strom wird abgestellt. Der Innenzahnkranz   d   dreht sich nach rechts und zieht die Abstützklinken mit, während gleichzeitig die Fliehgewichte a auswärtsfliegen und mittels ihrer Zapfen l die Daumen auswärts drücken, die Klinken also vom Sperrkranz   w   abhalten. Die Fliehgewichte haben dabei nur den Widerstand der schwachen Klinkenfedern y zu überwinden, was sie schon bei ganz kleinen Umlaufzahlen tun.

   Ihr Ausschwingen ist aber nicht mehr von der vorherigen Überwindung einer starken Feder abhängig, durch die sie sonst kräftig zusammengezogen werden mussten, um beim Anlassen sicher in   Sehliesslage   zu bleiben. Infolgedessen sehlagen die Fliehgewichte schon bei sehr kleinen Umlaufzahlen bis zur Berührung mit dem Reibkranze aus und der auf diesen ausgeübte Reibdruck wird nicht mehr um die immer stärker werdende Zugkraft einer besonderen Sehliessfeder, sondern nur noch um die gegenüber der Schleuderkraft verschwindende Gegenwirkung der schwachen Klinkenfedern abgeschwächt. Hiemit allein wäre aber eine gleitfreie Mitnahme des Reibkranzes auch erst bei höheren   Umlaufzahlen   gesichert, als sie die Dynamo zum Aufladen braucht.

   Die Vorteile der früh aufladenden Dynamo brauchen erst dann nicht mehr teilweise preisgegeben zu werden, wenn der Erfindung gemäss die Fliehgewichte nicht mehr gezogen, sondern in die   Reibrillen   hineingeschoben werden. 



  Die schiebenden Keilleisten spreizen sich in die durch den Widerstand der Motordynamo ihrer Mitnahme widerstrebenden Keilrillen und nehmen diese deshalb schon bei verhältnismässig geringem   Reibdrnek,   also schon unter jener Umlaufzahl schlupffrei mit, bei der die Dynamo aufzuladen beginnt. Der eingangs erwähnte   Missstand,   dass die Batterie trotz bester Dynamos bei langsamen Fahrten in der Stadt nicht genügend aufgeladen wird, ist also mit einfachsten und wirksamsten Mitteln behoben. Ausserdem ist der für die Massenherstellung und den fehlerfreien Zusammenbau wesentliche Vorzug erreicht, dass alle Fliehgewiehte, Klinken und Klinkenfedern gleich ausfallen, was bei einem gemeinsamen Anlenkbolzen für zwei Fliehgewichte nicht der Fall wäre. 



   3. Abstellen des Verbrennungsmotors : Sinkt die Umlaufzahl der Verbrennungskraftmaschine bei seinem Abstellen unter diejenige, bei welcher die Zapfen l die Klinken   auszurücken   begannen, so werden diese durch ihre Federn y von selbst wieder eingeklinkt. Hat die Verbrennungskraftmaschine vor seinem endgültigen Stehenbleiben das Bestreben, sich auszuwiegen, so steht dem nichts im Wege, weil beim 

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 Rückgang, wobei der Innenzahnkranz   d   festgestellt ist, die Klinken also eingeklinkt sind, deren Ausklinkdaumen m die Fliehgewichte a mittels deren Zapfen   I   sicher von der Berührung mit dem Reibkranze abhalten.

   Die sichere Hintanhaltung dieser Berührung ohne Benötigung einer Schliessfeder ist gerade hier sehr wichtig, weil der Reibkranz von der zurückwiegenden Kraftmaschine mit Übersetzung ins Schnelle links herum dem freien Ende des etwa herabhängenden, keilförmigen Fliehgewichtsende entgegengeführt werden würde. Dieses Fliehgewicht würde, wenn es infolge Erlahmens der sonstigen Schliessfeder oder Verharzens oder Verhärtens alten   Schmieröles   in den Anlenkzapfenlagern bei anderweitiger Klinkenbeherrschung aussen bleiben würde, wie ein Exzentersperrkegel den Reibkranz fast augenblicklich sperren und damit ein weiteres Auswiegen der Kraftmaschine verhindern. Dieses plötzliche Anhalten könnte Massenwirkungen erzeugen, welche die Kraftübertragungsteile und die Getriebeteile ausserordentlich hoch beanspruchen und zum Bruch führen könnten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   AndrehvorrichtU11g   für Verbrennungskraftmaschinen mit Planetengetriebe und einer Fliehkraftreibungskupplung mit parallel zur Andrehachse an das innen verzahnte Planetenhohlrad angelenkten Fliehgewichten, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Fliehgewichte (a) im Drehsinne vor ihren Anlenkbolzen (b) angeordnet und an ihrem Umfang in an sich bekannter Weise zu   keilförmigen   Reibleisten   (al)   ausgebildet sind, die sich schon bei geringen Umlaufzahlen in   Keilrillen   des in das Motordynamowellenritzel (f) eingreifenden Reibkranzes (i) einspreizen und diesen schiebend mitnehmen.

Claims (1)

  1. 2. Andrehvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibbacke (a) beim Andrehen und Rückwärtsauswiegen der Verbrennungskraftmaschine ohne Federwirkung lediglich durch Anliegen ihrer Klinkenausrückzapfen an den Ausrückdaumen (m) der eingeklinkten Abstützklinken (n) in Schliesslage gehalten werden.
    3. Andrehvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Reibflächen durch Einkapselung (o, r, s) des Planetengetriebes (f, g, d, q) gegen Eindringen des dieses schmierenden Öles geschützt und die Keilnutensohlen zwecks Ausschleuderns etwa doch zwischen die Reibflächen gelangten Schmieröles mit Löchern (v) versehen sind.
AT97576D 1922-01-28 1923-01-25 Andrehvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen. AT97576B (de)

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