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Die Erfindung betrifft eine Andrehvorriehtung für Verbrennungskraftmaschinen, bei der die Kraftmaschine zwecks Andrehens von einer von der Batterie gespeisten Motordynamo mittels eines Planetengetriebes ins Langsame übersetzt angetrieben und zum Aufladen der Batterie das Weiterdrehen der Motordynamo von der angesprungenen Verbrennungskraftmaschine mittels des dann zusammengeschlossenen Planetengetriebes und einer Fliehkraftreibungskupplung bewirkt wird, deren Fliehgewichte parallel zur Getriebeachse an das innen verzahnte Planetenhohlrad angelenkt sind.
Bei Verwendung solcher Andrehvorrichtungen für Fahrzeugkraftmasehinen kommt es im Stadtverkehr nicht selten vor, dass die Batterie wegen durehschnittlieh zu langsamen Fahrens ungenügend aufgeladen wird und zum nächstmaligen Andrehen sowie zu längerer Vollbeleuchtung dann nicht mehr aussreicht.
Zur Behebung dieses Missstandes hat man zwar unter höchster Ausnutzung elektrotechnischer Erkenntnisse und Erfahrungen bereits besondere Motordynamn gebaut, die schon bei verhältnismässig kleiner Umlaufzahl die Batterie aufzuladen beginnen, aber diese an sich wertvolle Eigenschaft der Dynamo konnte bisher im Kraftfahrzeugbetrieb deshalb nicht voll ausgenutzt werden, weil es keine Fliehkraftreibungskupplungen gibt, die bei den dabei nur brauchbaren kleinen Abmessungen schon bei geringer Umlaufzahl der Ver- brennungskraftmaschine die Motordynamo auch wirklich mit dessen Umlaufzahl mitdrehen.
Im Gegenteil haben genaue Messungen ergeben, dass eine unbedingt schlupffreie Mitnahme der 1\Iotordynamo durch
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wird, während darunter und um so mehr bei etwa 450 Umläufen der Verbrennungskraftmaschine, bei
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Die Fliehgewichte a werden beim Anlassen und Rückwärtsauswiegen der Verbrennungskraft- maschine lediglich durch Anliegen ihrer Klinkenausrückzapfen it an den Ausrüekdaumen m der in den ortsfesten Abstützkranz w eingeklinkten Abstützklinken n in Schliesslage gehalten. Die Drehzapfen e der Klinken n sind nebst den schwachen Klinkeneinrückfedern y in der Stirnwand des Hohlrades d und in einem an diese anschliessenden Flansch z gelagert. Die Ausklinkzapfen 1-reifen durch Ausschnitte dieses Flansches hindurch unter die Ausllinkdaumen m.
Das Getriebe f, g, ! ist vollkommen eingekapselt. Ein Blechring o, der über den Rand des innen verzahnten Hohlrades greift und sich mit seinem Innenrand dicht an den äusseren Flansch 1) des Planetenzwischenrädertträgers q anschliesst, verhindert das Ausschleudern von Schmieröl nach aussen. Der Planetenzwischenräderträger q trägt auf seinem Aussenzapfen ql ein nicht dargestelltes Triebrad, das mittels Kette oder Zwischenrades ein entsprechendes Rad auf der Kraftmaschinenwelle und damit die Kraftmaschine antreibt.
Das Ausschleudern des Öles nachinnen gegen die Reibkupplung zu wird durch einen an die Reibseheibe i angeschlossenen Blechring t-mit seinem einwärts gebogenem Rande s verhindert der sich dicht an den Lagerring t des Walzenlagers n anschliesst und aus letzterem austretendes Öl abfängt.
Im Grunde der Keilnuten il hat der Reibkranz i eine Reihe von Bohrungen'1', durch die bei übermässiger Getriebeschmierung etwa doch zwischen die Kupplungsreibflächen gelangendes Öl wieder ausgeschleudert wird, so dass die Reibflächen stets trocken oder doch wenigstens nahezu trocken, also stark reibend zum Angriff kommen.
Bei dieser Einrichtung kommt die neue Kupplung wie folgt zur Wirkung :
1. Andrehen : Treibt die von der Batterie gespeiste Motordynamo das Ritzel t ; vom Zapfen q' aus gesehen, rechts herum, so suchen die links herum gedrehten Zwischenräder g den inneren Zahnkranz d ebenfalls links herum zu drehen. Dieser ist an dieser Drehung jedoch durch den Eingriff der von ihm getragenen Klinken n in die ortsfeste Sperrverzahnung UJ verhindert. Jnfolgedessen rollen die Zwischen-
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sind. Beim Anlassen kreist der Reibkranz i mit der grossen Umlaufzahl der Motordynamowelle c rechts herum. Die Fliehgewichte dürfen hiebei nicht mit ihm in Berührung kommen, da sie, ihn sonst wenn auch nur durch ihr Eigengewicht bremsen würden.
Früher brauchte man zur Hintanhaltung einer solchen
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werden. Die Klinkendaumen können dabei auch nicht nachgeben oder ausweichen, da die Klinken n sich nicht um ihre Zapfen x einwärts drehen können, solange sie eingeklinkt sind.
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Schwungmasse zusammengeschlossen. Der Strom wird abgestellt. Der Innenzahnkranz d dreht sich nach rechts und zieht die Abstützklinken mit, während gleichzeitig die Fliehgewichte a auswärtsfliegen und mittels ihrer Zapfen l die Daumen auswärts drücken, die Klinken also vom Sperrkranz w abhalten. Die Fliehgewichte haben dabei nur den Widerstand der schwachen Klinkenfedern y zu überwinden, was sie schon bei ganz kleinen Umlaufzahlen tun.
Ihr Ausschwingen ist aber nicht mehr von der vorherigen Überwindung einer starken Feder abhängig, durch die sie sonst kräftig zusammengezogen werden mussten, um beim Anlassen sicher in Sehliesslage zu bleiben. Infolgedessen sehlagen die Fliehgewichte schon bei sehr kleinen Umlaufzahlen bis zur Berührung mit dem Reibkranze aus und der auf diesen ausgeübte Reibdruck wird nicht mehr um die immer stärker werdende Zugkraft einer besonderen Sehliessfeder, sondern nur noch um die gegenüber der Schleuderkraft verschwindende Gegenwirkung der schwachen Klinkenfedern abgeschwächt. Hiemit allein wäre aber eine gleitfreie Mitnahme des Reibkranzes auch erst bei höheren Umlaufzahlen gesichert, als sie die Dynamo zum Aufladen braucht.
Die Vorteile der früh aufladenden Dynamo brauchen erst dann nicht mehr teilweise preisgegeben zu werden, wenn der Erfindung gemäss die Fliehgewichte nicht mehr gezogen, sondern in die Reibrillen hineingeschoben werden.
Die schiebenden Keilleisten spreizen sich in die durch den Widerstand der Motordynamo ihrer Mitnahme widerstrebenden Keilrillen und nehmen diese deshalb schon bei verhältnismässig geringem Reibdrnek, also schon unter jener Umlaufzahl schlupffrei mit, bei der die Dynamo aufzuladen beginnt. Der eingangs erwähnte Missstand, dass die Batterie trotz bester Dynamos bei langsamen Fahrten in der Stadt nicht genügend aufgeladen wird, ist also mit einfachsten und wirksamsten Mitteln behoben. Ausserdem ist der für die Massenherstellung und den fehlerfreien Zusammenbau wesentliche Vorzug erreicht, dass alle Fliehgewiehte, Klinken und Klinkenfedern gleich ausfallen, was bei einem gemeinsamen Anlenkbolzen für zwei Fliehgewichte nicht der Fall wäre.
3. Abstellen des Verbrennungsmotors : Sinkt die Umlaufzahl der Verbrennungskraftmaschine bei seinem Abstellen unter diejenige, bei welcher die Zapfen l die Klinken auszurücken begannen, so werden diese durch ihre Federn y von selbst wieder eingeklinkt. Hat die Verbrennungskraftmaschine vor seinem endgültigen Stehenbleiben das Bestreben, sich auszuwiegen, so steht dem nichts im Wege, weil beim
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Rückgang, wobei der Innenzahnkranz d festgestellt ist, die Klinken also eingeklinkt sind, deren Ausklinkdaumen m die Fliehgewichte a mittels deren Zapfen I sicher von der Berührung mit dem Reibkranze abhalten.
Die sichere Hintanhaltung dieser Berührung ohne Benötigung einer Schliessfeder ist gerade hier sehr wichtig, weil der Reibkranz von der zurückwiegenden Kraftmaschine mit Übersetzung ins Schnelle links herum dem freien Ende des etwa herabhängenden, keilförmigen Fliehgewichtsende entgegengeführt werden würde. Dieses Fliehgewicht würde, wenn es infolge Erlahmens der sonstigen Schliessfeder oder Verharzens oder Verhärtens alten Schmieröles in den Anlenkzapfenlagern bei anderweitiger Klinkenbeherrschung aussen bleiben würde, wie ein Exzentersperrkegel den Reibkranz fast augenblicklich sperren und damit ein weiteres Auswiegen der Kraftmaschine verhindern. Dieses plötzliche Anhalten könnte Massenwirkungen erzeugen, welche die Kraftübertragungsteile und die Getriebeteile ausserordentlich hoch beanspruchen und zum Bruch führen könnten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. AndrehvorrichtU11g für Verbrennungskraftmaschinen mit Planetengetriebe und einer Fliehkraftreibungskupplung mit parallel zur Andrehachse an das innen verzahnte Planetenhohlrad angelenkten Fliehgewichten, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Fliehgewichte (a) im Drehsinne vor ihren Anlenkbolzen (b) angeordnet und an ihrem Umfang in an sich bekannter Weise zu keilförmigen Reibleisten (al) ausgebildet sind, die sich schon bei geringen Umlaufzahlen in Keilrillen des in das Motordynamowellenritzel (f) eingreifenden Reibkranzes (i) einspreizen und diesen schiebend mitnehmen.