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Gelenkstangenantrieb für Klappen.
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Achse drehen. In beiden Fällen ist die aufzuwendende Kraft während der Bewegung nicht gleichmässig. sondern bei einem Schleusentor ist der Bewegungswiderstand beim Beginn des Öffnens am grössten und nimmt mit zunehmendem Öffnen stark ab, da sich der Wasserspiegel der beiden Seiten ausgleicht. Bei einer Klappbrücke ändert sich ebenfalls der Bewegungswiderstand, in dem beim Beginn des Öffnens die
Beanspruchung durch den Winddruck am geringsten ist und am Ende des Öffnens einen dem herrschenden
Winddruck entsprechenden Höchstwert erreicht. Bei solchen bekannten Antrieben, die diesem Umstand keine Rechnung tragen, muss naturgemäss die Motorleistung und die Stärke der Antriebsteile nach dem
Höchstwiderstand berechnet sein.
Demgegenüber erfolgt gemäss der Erfindung der Antrieb der Klappen durch ein Gelenkstangengetriebe, welches die Vorteile des Kurbelantriebes in kinematischer Beziehung mit einem Geringstmass an Raum in Richtung senkrecht zu der Ebene der Klappe in der Öffnungslage vereinigt. Die Winkelgeschwindigkeit der Klappe ist in der Schliessstellung, also beim Auftreten der grössten Kräfte am geringsten und wächst allmählich bis zu einem Höchstwert an. Um dies zu erreichen, ist der Gelenkstangenantrieb gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass eine zweiteilige Gelenk- stange, deren Endgelenke einerseits an der Klappe und anderseits an dem festen Stützpunkt gelagert sind, durch eine am gemeinsamen Gelenk der beiden Stangen angreifende Triebstange bewegt wird.
Die Zeichnung zeigt verschiedene Ausführungsbeispiele.
Die Fig. 1 und 2 zeigen schematisch zwei Ausführungsformen des Gelenkstangenantriebes für ein
Schleusentor, wobei nur die eine Klappe des Schleusentores dargestellt ist, da die Anordnung für die andere
Klappe symmetrisch ist, während die Fig. 3 und 4,5 und 6, sowie 7 und 8 Ausführungsformen des Gelenk- stangenantriebes für Klappbrücken in der Schliesslage und in der Öffnungslage zeigen.
In Fig. l bezeichnet 1 die eine Klappe des Schleusentores, 2 und 3 bilden die zweiteilige Gelenkstange.
Die eine Stange ist bei 4 an der Klappe, die andere bei 5 am festen Stützpunkt angelenkt, während an dem gemeinsamen Gelenk 6 eine Triebstange 7 angreift. Bei dem Beispiel der Fig. 1 ist diese an einen gradlinig geführten Kreuzkopf 8 angelenkt, an dem eine Zahnstange 9 angelenkt ist, die durch ein Zahnrad 10 des nicht dargestellten Antriebmotors, z. B. Elektromotors, ihre gradlinige Hin-und Herbewegung erhält.
Die Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Ausführungsform, bei welcher die an dem gemeinsamen Gelenk 6 angreifende Triebstange 12 selbst als Zahnstange ausgebildet ist, die durch das Zahnrad 10 angetrieben wird und hiebei durch einen nicht dargestellten um die Zahnradwelle drehbaren Bügel in der Verzahnung in Eingriff gehalten wird. Wie ersichtlich ist, fällt diese Ausführungsform in der Baulänge kürzer aus als die der Fig. 1, indem die gezahnte Triebstange 12 um die Welle des Zahnrades 10 eine Schwingbewegung ausführt, während sie ihre Hin-und Herbewegung macht.
Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 3-8 entspricht der Gelenkstangenantrieb dem der Fig. 2, nur erfolgt die Bewegung in einer lotrechten Ebene. Bei den Fig. 3 und 4 ist der eine Drehpunkt 4 an dem Brückenträger 14 angeordnet, während der andere Drehpunkt 5 der geteilten Gelenkstange wie bei den
Fig. 1 und 2 an einem festen Stützpunkt angelenkt ist. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 ist eine Abweichung insofern vorhanden, als der eine Drehpunkt 5 nicht unmittelbar an einem festen
Stützpunkt 15 angelenkt ist. sondern an einen um diesen schwingbaren Gegengewichtsträger 16.
Bei der
Ausführungsform nach den Fig. 7 und 8 ist der eine Drehpunkt J wieder an einen festen Stützpunkt an-
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geordnet, aber der àndere 4 ist nicht an der Klappbrücke selbst angelenkt, sondern an einen Gegengewichtsbalken 17, der durch ein Verbindungsglied 18 gelenkig mit dem Brückenträger 14 verbunden ist.
Bei den Ausführungsformen 3-8 könnte die Triebstange nicht selbst als Zahnstange ausgebildet, sondern wie bei Fig. 1 an einer gradlinig geführten Zahnstange angelenkt sein.
Bei allen Ausführungsformen kann zwischen dem gemeinsamen Gelenkpunkt 6 und der angreifenden Triebstange eine Feder oder sonstiges elastisches Zwischenglied eingeschaltet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gelenkstangenantrieb für Klappen, wie Schleusentore, Klappbrücken u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass eine zweiteilige Gelenkstange, deren Endgelenke einerseits an der Klappe (z. B. des Schleusentores oder der Klappbrücke) und anderseits mittelbar oder unmittelbar am festen Stützpunkt gelagert sind, durch eine an dem gemeinsamen Gelenk der beiden Stangenteile angreifende Triebstange bewegt wird.