AT97404B - Verfahren zum Färben von Cellulose-Acetaten. - Google Patents
Verfahren zum Färben von Cellulose-Acetaten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Färben von Cellulose-Acetaten. Bei der technischen Anwendung der in der englische Patentschrift Nr. 187964 besprochenen Entwicklungsfarben oder sogenannten Eisfarben, welche zum Färben von Celluloseacetaten, wie z. B. Acetatseiden, angewendet werden, hat es sich gezeigt, dass das praktische Färben auf Muster mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist, indem nach dem Auftragen der Base auf die Acetatseide eine Musterflotte abgenommen werden muss, zwecks Diazotierens und Entwickeln. Die so erhaltenen Färbungen werden alsdann mit den Mustern verglichen und je nach Ausfall muss die Base oder das Entwicklungsbad verstärkt oder geschwächt werden. Dieses Abmustern ist zeitraubend, schwierig auszuführen und verlangt zudem geübte Färber. Es wurde nun gefunden, dass sehr rasch und zweckmässig gearbeitet werden kann, wenn man auf einem Bade die Base und den Entwickler auffärbt und je nach der Nuance einen Farbstoff beifügt und alsdann auf einem zweiten Bade diazotiert, oder indem man auf einem Bade die Base mit einem Farbstoff auffärbt und nach einiger Zeit die berechnete Nitrit-und Säuremenge hinzugibt und auf einem zweiten Bade mit einem Entwickler kuppelt, wobei der zugefügte Farbstoff diazotierbar oder nicht diazotierbar sein kann. Oder es kann auch so gearbeitet werden, dass man die Acetyl-Cellulosen entweder mit der Base oder dem Entwickler und eventuell einem Farbstu1firnpr gniert und nachher auf einem zweiten Bade diazotiert und kuppelt. Ferner werden in gewissen Fällen den Bädern, um ein rasches Aufziehen zu ermöglichen, Säuren oder wasserlösliche Salze beigegeben, vorzugsweise Chloride und um eventuelle Ausscheidungen von Basen, Entwicklern und Farbstoffen durch Salzwirkung zu vermeiden, setzt man Schutzkolloide, wie Bastseife, Gelatine, zu. Im ersten Falle, wo wir z. B. Base und Entwickler in einem Bade haben, wird folgendermassen gearbeitet : Man bringt in die Badflüssigkeit Cellulose-Acetate, z. B. in Form von Seidensträngen ein und zieht um. Nach genügender Auffärbung wird eine kleine Musterflotte dem Bade entnommen, rasch gewaschen und diazotiert mit einem Diazotierbad, bestehend aus Natriumnitrit und Salzsäure. Stimmt der Farbton mit der Musterflotte, so wird die Partie gewaschen und diazotiert in einem Diazotierbad, bestehend aus Natriumnitrit und Salzsäure. Wenn nicht, so wird dem vorerwähnten Bade je nach Bedürfnis mehr Base, mehr Entwickler oder mehr Farbstoff zugefügt, bis eine Musterflotte den Anforderungen entspricht. Im zweiten Falle wird so gearbeitet, dass man vorerst die Base allein oder mit einem Farbstoff im Bade hat. Nach einigem Bewegen der Ware wird eine Musterflotte entnommen, dieselbe diazotiert, entwickelt und je nach Bedarf dem Bade mehr Base oder mehr Farbstoff zugefügt. Hierbei hat es sich gezeigt, dass durch das Hinzufügen eines basischen diazotierfesten Farbstoffes in *das Base-oder Entwicklerbad keine Trübung der Acetatseidefärbung erfolgte, während nach dem Verfahren des obigen Patentes meistens eine Erblindung der Faser durch das Diazotieren stattfindet. Enthalten z. B. sowohl Base als Entwickler Aminogruppen und soll nur eine hievon diazotiert werden und die andern für die Kupplung freibleiben, so muss die Menge des zu verwendenden Nitrits und der Salzsäure berechnet werden. Es kann aber im zweiten Falle auch so gearbeitet werden, dass man die Acetat-Cellulosen vorerst auf demEntwickler oder Basebade imprägniert, wascht und alsdann in das Base-Diazotier-resp. Entwickler- Diazotierbad bringt. <Desc/Clms Page number 2> Beispi el l : Um l Acetatseide braunrot zu färben, verbringt man die Ware in ein Bad, bestehend aus : EMI2.1 <tb> <tb> 25 <SEP> I <SEP> Wasser, <tb> 20 <SEP> g <SEP> Amidoazobenzol, <tb> 30 <SEP> # <SEP> Betanaphtol <SEP> und <tb> 5"Capriblau. <tb> Man behandelt die Ware eine halbe Stunde bei gewöhnlicher Temperatur, fügt alsdann dem Bade 50 g Magnesiumchlorid hinzu und erwärmt die Badflüssigkeit auf 600 C. Nach einer weiteren halben Stunde, in welcher die Acetatseide wiederholt umgezogen wurde, bringt man die Ware nach Waschung auf das Diazotierbad. Dieses besteht aus : EMI2.2 <tb> <tb> 20l <SEP> Wasser, <tb> -50 <SEP> g <SEP> Natriumnitrit <SEP> und--- <tb> 100 <SEP> c) <SEP> K <SEP> konzentrierter <SEP> Salzsäure. <tb> Man bewegt die Ware während einer halben Stunde bei niederer Temperatur. Hierauf folgt je ein hartes und ein weiches Wasser, alsdann ein Seifenbad bei 60 C und anschliessend ein weiches Wasser. Zum Schlusse folgt das übliche Avivagebad. Beispiel 2 : 1 kg Acetatseide bringt man in ein Bad, zusammengesetzt aus : EMI2.3 <tb> <tb> 25 <SEP> ?'Wasser, <tb> 20 <SEP> g <SEP> Amidoazotoluol <SEP> und <tb> 2 <SEP> l <SEP> Bastgeife. <tb> Man erwärmt bei 60 C und zieht die Ware während einer halben Stunde um. Alsdann fügt man diesem Bade 50 ems technische Schwefelsäure und 50 g Natriumnitrit zu und diazotiert die Ware während mehrmaligem Umziehen. Nach einer weiteren halben Stunde wird die Acetatseide gewaschen, in das Entwioklungsbad bei 60 C eingegangen, bestehend aus : EMI2.4 <tb> <tb> 25 <SEP> l <SEP> Wasser, <tb> 30 <SEP> g <SEP> Betanaphtol <SEP> und <tb> 50"Seife, <tb> EMI2.5
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