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Einrichtung zur Begrenzung von Filmbränden.
Bei den derzeit üblichen Typen von Kinoprojektionsapparaten müssen (um das Filmband zu schonen) die Aus-und Einlaufkanäle der Filmtrommeln derart gross gehalten werden, dass das Filmband frei, ohne zu streifen, durchlaufen kann. Dadurch ist die Gefahr gegeben, dass ein in Brand geratener Film ohne weiteres im brennenden Zustand in eine der Fumtrommeln hineingezogen. und so der ganze Film vernichtet wird.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung zur Begrenzung von Filmbränden, welche das Weiterbrennen eines in Brand geratenen Films vollkommen ausschliesst. Die Einrichtung kann ohne weiteres auf jeden vorhandenen Kinoprojektionsapparat montiert werden, ohne irgendwelche Änderung an demselben vornehmen zu müssen. Es ist bloss notwendig, für jede Apparattype eine passende Grundplatte zu wählen. Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand, u. zw. zeigt Fig. 1 die Schutzeinrichtung für die Trommel, in der der ablaufende Film aufgerollt wird. Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen Einzelheiten.
In Fig. 1 ist a strichliert dargestellt die Grundplatte, die mit der Schraube S am Trommelarm T befestigt ist. Auf der Grundplatte sind die Säulen Lj, verstellbar angeordnet. An den Säulen einerseits und an den Sperrhaken H1, H2 anderseits ist die über die Haken Xj, in U-Form um das Filmband t geführte Zündschnur Z befestigt, deren Ende zwischen der Säule Lj und dem Klemmbacken b durch die Schraube 81 festgeklemmt ist. Der durch die Zündschnur gehaltene und durch die Feder F gespannte Sperrhaken H1 greift in einen zweiten, in einer Schlittenführung R befindlichen Haken H2, welcher am Ende eine Seilöse Ö hat.
In dieser Seilöse Ö ist ein entsprechend starkes, leicht biegsames Drahtseil D eingebunden, welches über die Rollen O1, O2 zu einem in einer Öse E endigenden Bolzen B geführt ist.
An den in Schellen Cl, O2 geführten abgesetzten Bolzen B ist eine mit feuersicher imprägniertem Filz J, versehene Platte Pj angebracht. Die Gegenplatte P2, welche ebenfalls mit feuersicher imprägniertem Filz J2 belegt ist, ist an der jeweiligen Filmtrommel Tr fest montiert. Gerät nun ein Film in Brand und kommt derselbe in brennendem Zustande in die Nähe der beiderseitig ihn umgebenden Zündschnur Z, so wird diese selbst in Brand geraten, dadurch ihre Spannung verlieren und der von ihr gehaltene Sperr- haken J ? i wird durch die Druckfeder F aus seiner Ruhelage gebracht.
Dadurch wird der Haken H2 frei und die den Bolzen B umgebende, sich gegen die Führung 01 stützende Feder M drückt die Platte PI kräftig auf die Platte P2, wodurch die Flamme des brennenden Films f, falls sie überhaupt schon so weit vor- geschritten sein sollte, erstickt wird. Durch diesen Vorgang ist es vollkommen ausgeschlossen, dass der
Film im brennenden Zustand in eine derFilmtrommeln gelangen kann. Eine der eben beschriebenen Ein. richtung wesensgleiche Anordnung befindet sich auch an der oberen Trommel, um auch das Rückschlagen des Feuers in diese Trommel zu verhüten.
Es muss ausdrücklich hervorgehoben werden, dass die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende
Idee darin besteht, dass die vor den Trommeln angeordneten Platten im Falle eines Filmbrandes durch eine Kraft gegeneinander gepresst werden, die durch den brennenden Film selbst ausgelöst wird. Es ist klar, dass diese Idee, für welche die Zeichnung nur ein Ausführungsbeispiel gibt, konstruktiv in mannig- facher Art abgeändert werden kann, ohne dass der vorstehend klar präzisierte Rahmen der Erfindung ver- lassen wird.