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Wassererhitzer.
Es sind Wassererhitzer bekannt, bei denen die Wärmezufuhr und oft auch die Wasserzufuhr durch die Dampfspannung im Erhitzer selbsttätig geregeit werden. Dabei wurde in erster Linie der Wasserinhalt konstant zu halten gesucht. Jede, auch grosse Wasserentnahme wurde durch eine gleiche Wasserzufuhr ausgeglichen. Fm die Temperatur des Erhitzerinhaltes annähernd gleichbleibend zu halten.
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wurde der Wirkungsgrad der Heizung in diesen Fä]len stark herabgesetzt.
Der Wassererhitzer nach der Erfindung liefert immer Wasser von bestimmter Temperatur, ohne durch übermässige Schwankungen in der Heizung deren Wirkungsgrad zu verringern. Diese bessere
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ist, dessen Durchgangsquerschnitt im Betriebe konstant bleibt und nach der Leistungsfähigkeit der Heizung so bemessen ist, dass die zuströmende Wassermenge sofort nach dem Eintritt in den Behälter auf die Siedetemperatur erwärmt wird, wobei der Dampfdruck in diesem Raume die Entleerung des heissen Wassers aus dem Behälter bewirkt. Ein solcher Wassererhitzer unterscheidet sich demnach von den bekannten dadurch, dass nicht die Menge des Wasserinhaltes, sondern dessen Temperatur konstant gehalten wird, wobei sich eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ergibt.
Er ist nicht geeignet, Wasser von niedrigerer Temperatur als der Siedetemperatur bei dem herrschenden Luftdruck zu liefern. Um grössere Mengen warmen Wassers anzusammeln, kann ein mit dem Kessel des eigentlichen Erhitzers in regelbarer Verbindung stehender Vorwärmer mit dem Kessel in einem Gehäuse untergebracht werden.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen veranschaulich ; Fig. 1 zeigt teilweise eine Ansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 und 3 zeigen wagrechte Schnitte nach den Linien 2-2 bzw. 3-3 der Fig. 1. Der Erhitzer besteht aus zwei Hauptteilen, dem Unterteil 1 und dem Behälter 2. Die vom Brenner 10 abströmenden Verbrennungsgase werden durch
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bestrichen und sichern so eine gute Heizwirkung. Gas oder ein anderer Brennstoff wird von der Leitung 14 durch ein von Temperatur und Druck des Wassers im Erhitzer beeinflusstes Regelventil M dem Brenner 10 zugeführt. Durch das vorteilhaft biegsame Rohr 17, weiter durch Rohr 18 und Einlass 19 wird einer Wassertasche 11 kaltes Wasser zugeführt.
Zur Entnahme von Heisswasser wird der Hebel 16 angehoben, mit ihm wird die Nocke 20 verdreht,
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aus. Da der Ventilteller 22 nur durch die Feder 21 in der Schlussstellung gehalten ist, dient er auch als Sicherheitsventil. Der Druck des Wasser-und Dampfinhaltes des Behälters, der (gleichzeitig mit der Temperatur, da es sich um gesättigten Dampf handelt) durch Regelventil M konstant gehalten wird, ist geringer als der Druck des zugeleiteten kalten Wassers. Dieses kann daher immer nachströmen. Es tritt aus dem Rohr 17 durch das ein Filter 24 enthaltende Verbindungsstück 23 und schliesslich durch das Nadelventil 25. Das Siebfilter 24 hält gröbere Verunreinigungen von der Nadelventilöffnung 25 a ab.
Vom Durchtritt 2. M strömt das Wasser durch die Bohrung 26 und das Verbindungsstück 27 des anderen
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Armes 28 des Reguliergehäuses, weiter durch Rohr 18 und Verbindungsstück 19 in die vordere Wassertasche 11 (Fig. 2). Durch das einströmende kalte Wasser wird der Inhalt dieser Wassertasche etwas abgekühlt und der Temperaturregler wirkt auf die Gaszuführung zum Brenner 10 derart, dass bei sinkender Temperatur des Wassers in der Tasche mehr Gas dem Brenner zuströmt.
Das Nadelventil 25 wird mittels Schraubengewindes und sechskantigen Kopfes"15, der sich an der Skala 36 vorüber bewegt, so eingestellt, dass bei anhaltendem Zuströmen kalten Wassers der Brenner ?, ohne unwirtschaftlich zu arbeiten, den Wasserinhalt immer auf der gewünschten Temperatur von beispielsweise 1100 C halten kann.
Damit die feine Öffnung des Nadelventils nicht durch kleine V I'runreinigun- gen verstopft wird, ist eine Einrichtung vorgesehen, durch die selbsttätig beim jedesmaligen Anheben des Hebels 16 der Ventilkegel seinem Sitz genähert wird und beim Rückgang des Hebels in seine normale Lage zurückkehrt. So werden feine Verunreinigungen, die sieh vielleicht abgesetzt haben, zerquetscht und können vom Wasser durch die Öffnung 26 abgeführt werden. Zur Bewegung des Nadelventils dient ein im Schlitz des Armes 38 gleitender Stift 37 des Hebels 16, der bei jeder Verdrehung des Hebels 16 den Arm 38 verdreht, der die mit Gewinde versehende Spindel 25 des Nadelventils mitnimmt.
Das Gehäuse des Wasserablassventils, das auch den Auslassstutzen-Ma besitzt, ist unter Zwischenschaltung einer Fiberplatte 36 an dem Unterteil 1 befestigt, um seine übermässige Erwärmung und Salzablagerungen im Gehäuse zu verhüten.
Zwecks Nachschau usw. kann nach Entfernung der Schraube 37 die Spindel des Nadelventils herausgeschraubt werden und ist nachher wieder in die durch die Marke angegebene normale Lage zn bringen. Der Ventilteller 22 kann nach Abnahme der Schraube. 37 und Verdrehung des Armes :, S'. sowie Abnahme des Ventilgehäuses, ausgebessert oder erneuert werden.
Der Wasserspiegel im Unterteil 1 sinkt nie unter das Niveau der Ausströmöffnung im Ventil 22. so dass die Heizfläche immer unterhalb des Wasserspiegels liegt. Ist die Feder 21 richtig bemessen, so bleibt Hebel 16, wenn er in annähernd lotrechte Lage gebracht wird, in dieser Lage und derVentilteHer 22 ist von seinem Sitz abgehoben. Ist aber der Wasserinhalt bis zur Linie der Ausströmöffnung gesunken und fliesst kein Wasser mehr am Teller vorbei, so ändert sich auch der Druck auf diesen und der Hebel 16 fällt selbsttätig in die Schliessstellung.
Ein solcher Wassererhitzer kann grosse Mengen Wassers von bestimmter Temperatur bereit halten und auf einmal abgeben. Die Speisung mit kaltem Wasser erfolgt selbsttätig und ununterbrochen, aber so langsam, dass die Temperatur des Erhitzerinhaltes praktisch stets gleich bleibt, ohne dass die Heizung überlastet wird und unwirtschaftlich arbeitet.