AT97140B - Verfahren zur Aufhebung von Wasser- in Ölemulsionen. - Google Patents
Verfahren zur Aufhebung von Wasser- in Ölemulsionen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Aufhebung von Wasser-in Ölemulsionen. Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Aufhebung von Wasser-in Öl- emulsionen, welches im wesentlichen darin besteht, dass man zu den Emulsionen ein von Mineralstoffen freies, organisches Reagens zugibt, welches den Charakter eines emulgierenden Kolloids besitzt, das im Wasser löslich ist oder von Wasser benetzt wird, um dem emulgierenden Einfluss des in der Emulsion vorhandenen, im Öl gelösten oder das Öl benetzenden emulgierenden Kolloids entgegenzuwirken. Es ist bekannt, dass die Stabilität von Emulsionen gewöhnlich von den Eigenschaften der emul- gierenden Kolloide abhängt. Wenn sich das emulgierende Kolloid im Öl befindet, dann bildet das Öl den homogenen Bestandteil der Emulsionen, in dem das Wasser verteilt ist. Die Emulsion ist also eine sogenannte Wasser-in Ölemulsion ; wenn aber das emulgierende Kolloid sich im Wasser befindet, dann bildet das Wasser den homogenen Bestandteil, und das Öl ist in diesem zerteilt. Die Emulsion ist also eine Öl-in Wasseremulsion. Es ist auch bekannt, dass, wenn man einer Emulsion ein emulgierendes Kolloid zusetzt, welches gegensätzlich zu dem emulgierenden Kolloid ist, welches ursprünglich in der Emulsion vorhanden war, dass dann die Stabilität der Emulsion herabgesetzt wird und aufgehoben werden kann, so dass eine Scheidung der Bestandteile durch Absetzenlassen oder Zentrifugieren möglich ist. Die Kolloide, welche bestrebt sind, Wasser-in Ölemulsionen zu bilden, sollen nachstehend als hydrophobe Kolloide bezeichnet werden und diejenigen Kolloide, welche die Eigenschaft haben, Öl-in Wasseremulsionen zu bilden, sollen hydrophile Kolloide genannt werden. Die Form der Emulsion wird durch das überwiegende Kolloid bestimmt, sei dieses ein hydrophobes oder ein hydrophiles Kolloid. Es ist ein Hauptzweck der Erfindung, die Stabilität von Wasser-in Ölemulsionen zu verringern oder die Emulsion völlig aufzuheben. Es sind dabei besonders industrielle Emulsionen ins Auge gefasst, wie z. B. die Rohpetroleumemulsionen oder solche Emulsionen, welche sich bei der Behandlung von Flüssigkeit mit Schwefelsäure in Raffinerien ergeben. Die Erfindung bezweckt die Herabsetzung der Stabilität von Emulsionen oder die Aufhebung derselben mit geringen Kosten und auf verbesserte Art zu erreichen, wozu gehört, dass Aschebildungen vermieden werden, welche sich bei gewissen früheren Verfahren ergeben. Um den technischen Fortschritt, welcher durch das Verfahren gemäss der Erfindung erzielt wird, deutlich zu machen, mag darauf hingewiesen werden, dass beim Raffinieren von Petroleum mit Schwefel- säure die kaustische Soda, welche dem Öl zugesetzt wird, um die Säure der oberen Ölschicht zu neutrali- sieren, nachdem sich der Säureschlamm abgesetzt hat, sich mit der Säure verbindet unter Bildung eines Salzes oder auch mit den organischen Säurebestandteilen, welche in der Ölmasse vorhanden sind, unter Bildung von organischen Salzen, die Natrium enthalten. Diese Salze sind hinreichend löslich in dem Öl, um sich in demselben als aschegebende Bestandteile bemerkbar zu machen. Darin liegt ein Nachteil, welcher eine Waschoperation erforderlich gemacht hat, die jedoch nicht immer wirksam ist. Obwohl die Bildung von Salzen infolge der kaustischen Sodabehandlung durch voraufgehendes Auswaschen der Säure und Säurebestandteile vermieden werden könnte, ist es doch nicht statthaft, in industriellen Ver- fahren dies zu tun, weil das zum Waschen benutzte Wasser sehr hartnäckige Emulsionen vom Typus Wasser in Öl bildet, welche für gewöhnlich nicht durch Schwerewirkung oder durch Zentrifugieren auf- gehoben werden können. Die so gebildeten Emulsionen könnten durch Zusatz einer Spur von Natrium- seife aufgehoben werden, aber dadurch würde wiederum der unerwünschte metall-oder aschebildende Bestandteil in das Öl hineinkommen und der Erfolg der Wasserwaschung würde verloren sein. <Desc/Clms Page number 2> Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass durch den Zusatz einer organischen Substanz, welche kein Metall enthält, vorzugsweise Gelatine oder Leim zu dem Produkt, welches sich ergibt, wenn man das Öl mit Wasser wäscht, um die aus der Säurebehandlung zurückbleibende Säure zu entfernen, die Stabilität der Wasser-in Ölemulsion vermindert oder aufgehoben werden kann, so dass die Trennung des Wassers vom Öl durch Absetzenlassen unter Schwerewirkung oder durch Zentrifugieren bewirkt werden kann. Obwohl Leim und Gelatine sehr brauchbare Reagenzien zur Auflösung von Wasser in Ölemulsionen sind, so gibt es doch viele andere praktisch in Frage kommende hydrophile Kolloide, welche kein Metall enthalten und welche benutzt werden könnten. Solche hydrophile Kolloide sind beispielsweise Albumin, Kasein, Gummiarabikum und Tragant. Da jedoch Emulsionen, welche Leim oder Gelatine enthalten, erhitzt werden können, ohne dass eine schädliche Wirkung auf das Reagens eintritt, und da diese Reagenzien billig sind, so werden sie bevorzugt, ohne dass jedoch ihre Anwendung unerlässlich ist. Eine sehr geringe Menge dieser Reagenzien hat sich als hinreichend erwiesen, um die Stabilität von Emulsionen aufzuheben. Als Beispiel mag angeführt werden, dass der Zusatz von 1/10 Gewichts- prozent Leim in ein wenig Wasser aufgelöst zu einer Wasser-in Ölemulsion, und die Verrührung in derselben mit darauffolgender Zentrifugierung eine befriedigende Trennung der EmulsionsbestandteUe Wasser und Öl ergeben hat. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Aufhebung von Wasser-in Olemulsionen durch Behandlung mit einem das Zusammenfliessen des im Öl zerteilten Wassers veranlassenden Kolloid, gekennzeichnet durch die Anwendung eines hydrophilen von Mineralstoffen freien Kolloids organischer Zusammensetzung, z. B. Gelatine.
Claims (1)
- 2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf Rohpetroleumemulsionen und solche Petroleumemulsionen, welche bei dem der Säurebehandlung folgenden Auswaschen von Petroleum mit Wasser entstehen.
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