AT96944B - Pneumatische Vorrichtung mit Ausströmregelung, insbesondere für Fahrzeugabfederung. - Google Patents

Pneumatische Vorrichtung mit Ausströmregelung, insbesondere für Fahrzeugabfederung.

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Description


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 EMI1.1 
 



   Die bisher bekannten pneumatischen Abfederungen von Fahrzeugen verbrauchen (insbesondere bei hohen Pressungen und grossen Stossdämpfungskammern) viel komprimierte Luft und Schmiermittel, welch letzteres nicht nur bei den Dichtungen in flüssigem Zustande, sondern auch beim   Luftauslass   in Form eines mitgerissenen Nebels entweicht. 



   Die pneumatische Abfederung gemäss vorliegender Erfindung setzt diese Verbrauchsziffern bedeutend herab und   ermöglicht   die Anwendung hoher Pressungen. Das wesentliche Kennzeichen der neuen pneumatischen Abfederung besteht darin, dass die schmiermittelbeladene, aus den Arbeitsräumen der pneumatischen Abfederung ausströmende Luft fast ohne Entspannung in einem geschlossenen Behälter geleitet und mit oder ohne zusätzliche Atmosphärenluft wieder dem die pneumatischen Abfederung speisenden Kompressor zugeführt wird, so dass ein ununterbrochener Kreislauf der komprimierten schmiermittelbeladenen Luft bei sehr geringem Zuschuss von   Atmosphärenluft   und sehr geringem Verbrauch an komprimierter Luft und Schmiermittel gebildet wird. 



   Die Zeichnung stellt mehrere   Ausführungsbeispiele   des Erfindungsgegenstandes dar :
Fig. 1 zeigt ein   Ausführungsbeispiel   einer   pneumatischen Aufhängung   mit kontinuierlicher Speisung ; Fig. 2 eine Ausführungsform mit diskontinuierlicher Speisung ; Fig. 3 und 4 zeigen zwei besonders für pneumatische Aufhängung geeignete Konstruktionen. 



   Mit 1 ist das Fahrgestell, mit 2 der bewegliche mit diesem verbundene Teil der pneumatischen Abfederung bezeichnet, 3 ist der mit dem Chassis verbundene feste Teil, 4 ein Dichtungsring entweder aus Leder bestehend oder gebildet durch eine Einrichtung gemäss Fig. 3 und 4. Der in beliebiger Weise getriebene Kompressor ist mit 5, mit 6 ein synchron mit dem Kompressor gesteuerter Verteiler bezeichnet, der bei jedem Kolbenhub die komprimierte Luft nacheinander durch die vier Leitungen 7,   8,     9, 10   den vier pneumatischen Abfederungen des Wagens zuführt. 11 ist die   Ausmündung   der Ablassreguliervorrichtung.

   Die entweichende Luft strömt durch die Leitung in einen Behälter   M,   in welchen ausserdem noch die Rohre   14, 15, 16 einmünden   zur analogen Verbindung mit den drei andern pneumatischen 
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 den Behälter   1. 3   mit der Atmosphäre und öffnet sich, sobald die Pressung im Behälter eine bestimmte Höhe erreicht hat. Mit dem Kompressor verbindet den Behälter   13   eine Leitung 22, während die Leitung 23 den Verteiler 6 an den Kompressor   anschliesst.   Der Kompressor hat zwei Saugventile 24, 25, ein Rückschlagventil 26, während das abgedichtete   Kurbelgehäuse   ein Saugventil 27 und ein   Rückschlagventil 25   aufweist.

   Der Zylinder der pneumatischen Abfederung weist zwei ringförmige Ausbauchungen 29 auf, die einerseits durch eine Spiralnut 30 mit der Atmosphäre, anderseits durch die Rohre   31,   32,33, 34 mit dem Kurbelgehäuse des Kompressors verbunden sind. 



   Das aus dem Kurbelgehäuse durch das Rohr 36 ausgetriebene Öl ergiesst sich in das trichterförmige Rohr 37, das den Kompressor mit der Atmosphäre verbindet. 



   Fig. 2 zeigt wie Fig. 1 eine einzige Abfederung. Kompressor sowie Behälter sind gemeinsam für alle Aufhängungen vorgesehen. 38 ist eine ringförmige Nut im Teil 3,39 ist der Schraubenkanal, welcher diese Nut 38 in gedrosselte Verbindung mit der Atmosphäre setzt, während die Leitung 40 die Nut 38 mit dem Kompressor verbindet, der hier die Rolle einer Saugvorrichtung spielt. 



   Der Kompressor weist ein selbsttätiges Saugventil 41, ein Rückschlagventil 42 und ein Saugventil 43 auf, das mit einer hinlänglich starken Feder versehen ist, um sich nur unter der Wirkung des 

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 Hebels 44 zu öffnen, der durch die Spindel 45 von der Welle des Kompressors durch eine geeignete Schalteinrichtung betätigt wird. 



   Die Achse des Hebels 44 ist in einem Hebel 46 gelagert, der um den Zapfen 47 schwingt, betätigt durch einen Kolben 48 entgegen einer austarierten Feder 49, die ihn selbsttätig in die gezeichnete Lage zurückführt. Der Kolben 48 wird durch die Leitung 50 dem Druck ausgesetzt, der in der Leitung 51 herrscht, die als   Rückstromleitung   mit dem Kompressor oder dem Behälter 52 verbunden ist. 



   Schliesslich umfasst der Kompressor eine Einströmöffnung 5. 3 am Ende seines Hubes, die durch eine Leitung 54 mit einem Behälter 55 verbunden ist. Dieser Behälter kommuniziert mit der Atmosphäre durch das Ventil 56, das sich entgegen einer Federspannung bei bestimmten Pressungen im Behälter 55 öffnet. Der Verteiler 57 umfasst einen Schieber   58,   dessen Spindel unter dem Einfluss der komprimierten Luft mittels der Rolle 59 mit der Schaltschiene 60 in Berührung gehalten wird. Diese Schaltschiene ist entweder mit dem Fahrzeuggestell oder mit beweglichen Teilen der pneumatischen Abfederung selbst verbunden. Die Zahl der Verteiler entspricht der Zahl der Abfederungen für den Wagen. 



   Jeder Verteiler ist mit den Arbeitsräumen der Abfederung durch eine Leitung 61 verbunden, die in gleicher Weise für die Zufuhr oder das Ausströmen der komprimierten, mit fein verteiltem Öl beladenen Luft dient. Der Verteiler wirkt in Übereinstimmung mit dem Bedürfnis der Abfederung je nach der Stellung, welche der Schieber einnimmt. DerVerteiler ist entweder (siehe die gezeichnete Stellung) vom Behälter 52 getrennt oder mit diesem durch die Leitung 62 für Lufteinströmung verbunden, während die Verbindung, welche die Leitung 63 mit dem Behälter 55 herstellt, für das Ausströmen der
Luft dient. 



   Die Fig. 3 zeigt eine Einrichtung, welche ein besonders gutes Dichthalten bei sehr geringer Reibung dadurch gewährleistet, dass die Dichtungen aus Leder oder einem analogen Material gebildet werden. 64 bezeichnet in Fig. 3 die Lederdichtung, welche von einer Anzahl gespaltener, ausdehnsamer Segmente 65, 66,67 eingeschlossen ist, deren Fugen 68, 69,70 versetzt angeordnet sind. Ein Zusammenfallen dieser Fugen ist infolge der Pressung des Leders, das in die absichtlich breit gehaltenen Fugen eintritt, ausgeschlossen. Die unmittelbare Reibung erfolgt zwischen den Segmenten 65,66, 67 und der Zylinderbohrung. 



   Fig. 4 zeigt eine Abänderung der Anordnung gemäss Fig. 3. Der Lederring ist durch ein nach einer Erzeugenden gespaltenes Segment 71 ersetzt, welches von Segmenten 72 und 73 umgeben ist, die unmittelbar über die Bohrung des Zylinders schleifen. Die Fugen der Segmente   71,   72,73 sind wie bei der Anordnung nach Fig. 3 versetzt. 



   Die Einrichtungen gemäss Fig. 3 und 4 gewährleisten eine vollkommene Abdichtung, da keinerlei Verbindung (auch nicht eine labyrinthartige oder gedrosselte) zwischen der der Pressung unterworfenen Seite der Einrichtung und der Gegenseite besteht. Überdies ist der Reibungskoeffizient zwischen den aus Fiber oder Metall bestehenden Segmenten und der Zylinderbohrung kleiner als der Reibungskoeffizient des Leders. 



   Die Einrichtung gemäss Fig. 1 und 2 wirkt in folgender Weise : Das System sei ohne Druck und in der tiefsten Stellung angenommen. Der Kompressor wird in Gang gesetzt und saugt Atmosphärenluft durch das Rohr 37 und Ventil 25, welche Luft er durch das Ventil 26 und die Leitung 23 dem Verteiler 6 zuführt. Dieser verteilt die Luft nacheinander auf die vier Abfederungen 7,   8,   9 und 10. 



   Die Pressung steigt allmählich, die Abfederungen heben den Wagen und nehmen die in den Zeichnungen dargestellte Lage ein. Die Pressung in jedem Apparat entspricht dann genau der Belastung, die jeder Apparat aufzunehmen hat. 



   Von diesem Momente an strömt die mit 01 beladene, vom Kompressor den Arbeitsräumen der Abfederungen gelieferte Luft durch die Ausströmöffnungen   (11   ist die für die gezeichnete Abfederung) und die Leitungen   12,     M,     M,. ?   und hebt die Ventile 17, 18, 19, 20 des Behälters 13. Die Pressung in diesem Behälter kann einen gewissen Wert nicht übersteigen im Hinblick auf das Ventil 21. 



   Im weiteren Vorlaufe hört nun der Kompressor auf, Atmosphärenluft durch das Ventil 25 anzusaugen und es vollzieht sich seine Speisung vorwiegend durch das Ventil 24 aus dem Behälter 13, welcher eine höhere Pressung aufweist. So bildet sich ein Kreislauf von gepresster, mit Öl beladener Luft, die lediglich durch die unvermeidlichen Leitungsverluste eine geringe Entspannung erfährt. Der Kompressor arbeitet dabei lediglich als Luftverdrängungsorgan, ohne für die Kompression mechanische Arbeit zu verbrauchen, sobald nur einmal die notwendige Spannung erreicht ist. Solange der Kompressor arbeitet, entsteht durch das dichte, mit Ventilen versehene Kurbelgehäuse eine Saugwirkung, die sich durch die Leitungen   35,   31, 32, 33, 34 in die Ringnut 29 fortpflanzt.

   Die durch die Spiralnut 30 eintretende geringe Luftmenge nimmt das durch die Dichtung ausgetretene Öl mit und leitet es bis zum   Kurbelgehäuse,   wo es wieder nutzbar zu dessen Schmierung verwendet wird. Ein etwaiger Überschuss entweicht durch die Leitung 36 und gelangt durch das Trichterrohr 37 in die Ventilkammer   25,   wo das Öl mit dem ersten Hub, der Atmosphärenluft ansaugt, der Wiederverwendung zugeführt wird. 



   Die Einrichtung des Behälters 13 kann dadurch verbessert werden, dass drei ähnliche Behälter hinzutreten, deren jeder je einer Abfederung zugeordnet ist. Es ist dann auch ein Verteiler analog dem mit 6 bezeichneten erforderlich, der zwischen die Behälter und die Leitung eingeschaltet wird, welch letztere durch das Ventil 24 in den Kompressor ausmündet. 

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   Die Einrichtung gemäss Fig. 2 wirkt folgendermassen : Das System sei ohne Pressung und in der tiefsten Lage. Der Kompressor wird angelassen und übt durch das Ventil   41,   das Rohr 40 in der Ringnut 38 eine Saugwirkung aus, so dass der erforderliche Unterdruck dort entsteht, sobald der Kolben die nötige
Zahl von Hüben vollführt hat (ein Fünftel ungefähr der totalen Hubzahl). Das Ventil 43 öffnet sich unter der Einwirkung des Hebels 44 bzw. der durch eine Schalteinrichtung des Kompressors betätigten Spindel 45.
Unter diesen Bedingungen vollführt der Kolben beinahe seine gesamte Zahl von Hüben, indem er Atmosphärenluft ansaugt. Das Ventil   43 schliesst sich   unter der Einwirkung des Hebels 44 wieder, bevor noch der Kolben die Öffnung   58 frei   gibt.

   Hierauf kehrt der Kolben seine Bewegungsrichtung um und fördert die angesaugte Luft durch das Ventil 42 und die Leitung 51 in den Behälter 52 und von da durch die Leitungen 62 und 61 unter Passieren des Verteilerschiebers 57, 58 (der die entsprechende Stellung einnimmt) in den Arbeitsraum der Abfederung. Sobald die Pressung den notwendigen Grad erreicht hat, 
 EMI3.1 
 
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Claims (1)

  1. 3. Pneumatische Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterdruckkammer in Form einer in unmittelbarer Nähe der Dichtung der pneumatischen Abfederung vorgesehene mit dem Kurbelgehäuse des Kompressors verbundene Sammelnut (38) ausgebildet ist, aus der der Kompressor das ausgetretene Schmiermittel in das Kurbelgehäuse saugt.
    EMI3.3 leitungen (11) der pneumatischen Abfederung verbundenen Behälter (13), der ein beim Überschreiten bestimmter Pressungen nach der Atmosphäre sich öffnendes Ausströmventil (21) aufweist und mit dem einen Saugventil (24) des Speisekompressors (5) verbunden ist, dessen zweites Saugventil (25) mit der Atmosphäre, dessen Druckventil (26) mit einem die komprimierte Luft den einzelnen Arbeitsräumen der pneumatischen Abfederung zuführenden Verteilorgan (6) kommuniziert. EMI3.4 des aus der Sammelnut (38) abgesaugten Schmiermittels in die trichterförmig ausgebildete Mündung der Atmosphärensaugleitung (37) leitet.
    <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 nut (38) der pneumatischen Abfederung verbindet, während das andere mit der Atmosphäre kommuni- zierende Saugventil zu des Kompressors durch Vermittlung eines Hebels (44) vom Kompressor selbst gesteuert wird, der die komprimierte Luft in einen Behälter (52) fördert, aus dem sie erst beim Erreichen einer bestimmten Pressung über einen Verteilerschieber (57) in die Arbeitsräume der pneumatischen Abfederung strömt.
    7. Pneumatische Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteiler- schieber (57) von einer mit dem Fahrgestell (1) oder beweglichen Teilen der pneumatischen Abfederung verbundenen Schaltschiene (60) bei (z. B. im Gefolge von Stössen) auftretenden plötzlichen Druck- erhöhungen so beeinflusst wird, dass er den Arbeitsraum der pneumatischen Abfederung mit einem Hilfs- behälter (55) verbindet, aus dem die nicht oder nur wenig entspannte Druckluft in den Arbeitsgang des Kompressors gelangt und durch diesen der pneumatischen Abfederung wieder zugeführt wird. EMI4.2
AT96944D 1921-04-05 1922-04-05 Pneumatische Vorrichtung mit Ausströmregelung, insbesondere für Fahrzeugabfederung. AT96944B (de)

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