AT96791B - Verfahren zur Herstellung von Anilinschwarz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anilinschwarz.

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  Verfahren zur Herstellung von Anilinschwarz. 



   Das Anilinschwarz wird normaler Weis ? durch Oxydieren des Anilins oder   Anilinöls nach feilen-   dem allgemeinen Verfahren hergestellt : Zur   Behandlung   der Faser (besonders Baumwollfaser) verwendet 
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 salz oder Mischung einer Säure mit Anilin), einem   Oxydationsmittel     (gewöhnlich chlorsurem Alkali)   und einem   Sauerstoffüberträger   (einem oder mehreren Metallsalzen) besteht Nachdem die Ware infolge der   Einwirkung bestimmter (veränderlicher) Temperatur und Feuchtigkeit   während einet bestimmte   (veränderlichen) Zeit getrocknet   ist, oxydiert sich das Aniiin, verwandelt sich in Emeraldin (grün) und dies ? s verwandelt sich infolge der   Wirkung eines Nachoxydationsmittels (gewöhnlich Alkalibichromat)

     in Schwarz. Die Behandlung kann in der Flotte erfolgen, u.   zw.   der ganze Vorgang in einem einzigen Bad : in diesem Falle wird im allgemeinen von der Verwendung von Chlorat abgesehen. 



   Die den Gegenstand dieses Patents bildende Erfindung betrifft Neuerungen bezüglich der Base und des Sauerstoffüberträgers des   Anilinoxydationschwarzes,   um dieses in allen Formen, in denen es gebraucht wird, noch billiger als jetzt herzustellen. 



   Die Neuerung   bezüglich   der   Rt. ; e besteht   darin, die Farbstoffe in Gegenwart eines Azo-, Chinonoder Nitrosoderivats der gleichen Base oder eines oder einiger ihrer Bestandteile oder ihrer Derivate, die 
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 Anilins beigemischt wird. 



   Ferner besteht die Erfindung darin, als Sauerstoffüberträger Eisenchlorür (Fe   Cl,)   allein oder mit flüchtigen Verbindungen gemischt, u. zw. in Gegenwart von Selbstbeizen des Anilins oder das Eisenchlorür allein oder mit flüchtigen Verbindungen vermischt zu verwenden. In beiden Fällen wird beim   Druckprozess   des Ergebnis erreicht, in der Base viel geringere Säuremengen als bisher verwenden zu können, u. zw. mit den Vorteilen, welche später ausführtlich dargetan werden. 



   Zunächst sollen hier die auf   feuerungen   der   Bas, bezüglichen   Einzelheiten und die daraus entstehenden Vorteile erörtert werden. 



   Das Grundfarbstoffelement der   Bisse,   nämlich das technische   Anilinöl   kommt selten rein vor ; denn es kann Toluidine und Xylidine enthalten. Die passendsten Selbstbeizen können also Azo-, Chinonoder Nitrosoderivate von Anilin, Toluidin und Xylidin oder ihrer De-'ivante, die die durch Oxydation, Reduktion, Methylierung oder   Sulphuricrung   entstehen, sein. Dieselben können in Form von Säure, Base oder Salz irgendeiner Säure je nach ihrer Eigenart wirken. Es seien erwähnt : Azobenzol, Azobenzoe- 
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 liernng ableiten, ferner die Induline oder Nigrosine und übrigen Verbindungen, die durch Reaktion von Nitrobenzol, -toluolen, -xylolen, Anilin, Toluidinen, Xylidinen mit ihren Azoderivaten entstehen. 



   Die Menge der Selbstbeize,   welche zur Er1angung   der besagten Affinitätserhöhung erforderlieh ist, ist sehr gering ; sie erreicht nicht einmal 2% der Menge des zu verwendenden Anilins. 



   Der geeignete Träger zur Anwendung der   Selbstbeizen   für   Oxydationssehwurz   ist   d.. s technische     AniHnöl selbst. Durch   die vorherige Herstellung des, eine seiner Selbstbeizen enthaltenen. Anilinöls 
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 enthält, sei hier Azoamin genannt. 



   Dieses Azoamin   kann die Selbstbeize   im genauen erforderlichen Verhältnis (weniger als 2% je nach der gewählten Selbstbeize) enthalten, um unmittelbar als Bestandteil der   Farbflott'oder-Pate   (Teiges) benutzt zu werden, oder es kann eine grössere als die erforderlich Menge Selbstbeize enthalten : in diesem Falle wird das Azoamin   mit Ani1inöl   zu verdünnen sein, um ein Azoamin von der   richtigen Kon-     zentration zu erhalten, um unmittelbar   damit zu färben oder zu drucken, oder man kann den Färbebädern oder Druckfarben dieses verdünnende Anilin getrennt hinzufügen. 



     Um   zum Arbeiten mit Selbstbeizen   überzugehen,   ist   keinerlei Änderung der gewöhnlich   in der Industrie verwendeten Apparate erforderlich, auch brauchen sich die Arbeitsvorgänge nicht zu ändern. 



    Nur können   die Oxydierapparate besonders bei hoher Temperatur   rascher   arbeiten,   v.as eine Produktion-   erhöhung und eine Verbilligung zur Folge hat. 
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 eine energische   Endwaschung nötig.   



   In Gegenwart von Selbstbeizen verwandelt sieh alles in der   Farbllotte   oder   dem     Dmchtig vor-   handene Anilin in an der Faser haftendes Schwarz Dieses erklärte die grosse Reinheit des weissen Grundes, der   unmittelbar ohne gründliches Waschen   erzielt wird. Beim Färben von Sticken auf dem.,   Fofiard"   
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 in der   grossen   Ersparnis bzw. Wirtschaftlichkeit, die sich aus der   Wirkung   der Selbstbeizen ergibt.

   Wenn bei irgendeinem der   gewöhnlich   zur Herstellung von Anilinschwarz verwendeten   Gemische da- ! vor-   geschriebene Azoamin zur Anwendung kommt, u. zw. in einer Konzentration, welche   höch-tms 2  o   Selbstbeize entspricht, können 800 Teile Azoamin anstatt der 1000 Teile Anilin verwendet und die übrigen 
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 Schwarz wie gewöhnlich erzielt. Daraus ergib. t sieh eine Ersparnis an Stoffen von annähernd   20% ; und   wenn dazu noch die Ersparnis an Dampf, Zeit und Behandlungsarbeit gerechnet wird, welch letztere   doh ans   der vorbesprochenen   Operationsvereinfachung   ergibt, so ist es leieht   verständlich, dass das End-   resultat aller Ersparnis zusammen noch viel grösser und wohl beachtenswert ist. 



   Ähnliche Ergebnisse werden erzielt, wenn 796-784 g Anilin verwendet und der Färbmischung t-16   g   Selbstbeize beigemengt werden. In diesem Falle aber können   sich leicht unregelmässige Resultate   
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 verwendet wird, welches vorher hergestellt wurde. 



   Was nun die Verwendung von   Eisenehlorür   bei der Herstellung von   Anilinsehwarz     bcifft, m soll   iach vorliegender Neuerung zum direkten Bedrucken mit basichem Anilin- oder Azoaminsalz gearbeitet 
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 gebraucht werden und zum Färben von Stücken auf   dem #Foulard" 1-2% derselben Menge.   Unter   liesen   Bedingungen können Sehwarzfärbungen von   ausgezeichneter Qualität sowohl   beim Drucken wie eim Flottenfärben erzielt werden. 



   Man hat bereits Ferrichlorid bei der Erzeugung von Anilinschwarz verwendet ; dagegen ist die Anwendung von   FerTochlorid   neu. Zudem zeigen die mit Ferrichlorid hergestellten   Präparate eine wesent-   ich geringere Wirkung, als die unter Verwendung von Ferrochlorid erzeugten. 



   Der schwierigste Fall beim Drucken besteht   darin, ein #Dampfschwarz" herzustellen, das sich   bei 
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 steller geben an, dass mit basischem Salz die Faser zwar nicht angegriffen werde, aber das Schwarz sich auch nicht entwickle (vgl. Nölting & Lehne, Anilinschwarz und seine Anwendung in Färberei und   Zengdruck     II   Aufl. 1904, Seite 39,   Koechlin).   



   Mit basischem Azoamin- oder Anilinsalz aber und mit Eisenehlorür werden beide Aufgaben sehr wohl gelöst ; das Schwarz entwickelt sieh sehr gut und die Faser wird nicht angegriffen, selbst nicht im Falle der Erzeugung von"Dampfschwarz", welches sich bei ungefähr 94  C und in   1-1   Minute entwickelt. 



   Im allgemeinen empfiehlt sich dem Eisenchlorür Fe Cl2 Chlorammonium beizugeben, wie dies bereits bei anderen   Sauerstoffübertragern   geschehen, u. zw. ein Teil des letzteren auf vier Teile des ersteren. doch 
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 genannt. 



   Für Prudhomme-Schwarz wird im allgemeinen folgendes Verhältnis gewählt : Auf je 100 Teile Anilin kommen 100-132 Teile Salzsäure von 20  Bé und 70-75 Teile   Natriumferrocyanid. Mit Sauer-   stoffüberträger P genügen 63-64 Teile Salzsäure und 30-35 Teile   Sauerstoffüberträger P.   Bei Anwendung von Azoamin werden die Teile 100 Anilin durch 80 Teile Azoamin ersetzt, der Säureanteil wird auf 48 oder 52 Teile herabgesetzt und der Überträger P auf 24 oder 28 Teile   Die Säuremenge   wird also um mehr als die Hälfte vermindert und der   Überträger   geht von 70-75 Teilen   Ferrocyamalz   auf 24 oder 28 Teile Überträger P herab und da diese ungefähr achtmal weniger kostet als das Ferrocyanid.

   so kommt die Verwendung des Überträgers P ungefähr 24   mal billiger   zu stehen als die der Cyanverbindung. 



   Bei Verwendung des Überträgers P ; verläuft die Oxydation zu Schwarz bei niedrigerer Temperatur und schneller als mit   Ferrocyanid.   Die Oxydation ist auch   tiefgehender, wodurch beträchtlich   an Nachoxydiermitteln gespart wird.   Zum Färben   von Stücken auf dem Foulard oder der Rollimprägniermaschine genügt die Verwen- 
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   trägers P gleichzeitig ausgenutzt werden.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Anilinschwarz. gekennzeichnet durch die   Zubereitung der   Färbflotten oder Druckteigen mit Anilinöl und einem. Selbstbeize genannten. Azo-, Chinon- oder Nitrosoderivat des reinen oder   technischen Anilins oder eines seiner Derivate, die du'ch   Oxydation, Reduktion, Sulphonierung oder Methylierung daraus entstehen. 
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Claims (1)

  1. entweder allein oder zusammen mit Ammoniumchlorid verwendet wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2. gekennzeichnet durch die vorherige Zubereitung von sogenanntem Azoaminöl, bestehend aus reinem oder technischem Anilinöl, welches in inniger Auflösung weniger als 2% Selbstbeize enthält.
    4 Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, gekennzeichnet durch die vorherige Zubereitung von Azoaminöl, welches mehr als 2% Selbstbeize enthält und welchem vor Gebrauch diejenige Menge Anilin- EMI3.4 zusetzen.
    5. Verfahren zum Färben oder Drucken mit Anilinschwarz nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Sauerstoffüberträger Eisenchlorür verwendet wird, u. zw. entweder allein oder zusammen mit Ammoniumchlorid im Verhältnis von 1-2% des zum Färben auf der Rollimprägnier- maschine verwendeten Azoamins oder Anilins oder im Verhältnis von 24-28% des zum direkten Drucken verwendeten Azoamins oder Anilins.
    6. Verfahren zum Drucken mit Anilinschwarz nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet EMI3.5
AT96791D 1921-03-01 1922-02-21 Verfahren zur Herstellung von Anilinschwarz. AT96791B (de)

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