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Zellenluftschlaueh für Radreifen.
Die Erfindung betrifft einen Luftschlauch für Radreifen mit einer grösseren Anzahl einzelner
Luftkammern, welche so angeordnet sind, dass bei Verletzung einer dieser Kammern der Reifen nicht leidet, die Luftfüllung der übrigen Kammern vielmehr unverändert bleibt.
Derartige in einzelne Kammern unterteilte Luftreifen und Formen zur Herstellung von solchen sind z. B. in dem österr. Patent Nr. 95999 und österr. Patent Nr. 96570 beschrieben ; bei diesem Luft- reifen ist ein Luftkanal am inneren Umfang so angebracht, dass dieser mit jeder der Kammern oder
Zellen mittels eines ventillosen Gummirohrchens in Verbindung steht, welches aus dem genannten Kanal durch eine Öffnung in die Kammer oder Zelle hineinragt. Diese Anordnung erfährt eine Erweiterung gemäss vorliegender Erfindung, welche die Herstellung derart unterteilter Luftschläuche erleichtert.
Erfindungsgemäss werden in die ventillosen Gummiröhrehen eigensteife Bolzenkörper eingesetzt, welche mit enger Längsbohrung und in diese mündende Querbohrungen oder Querrinne an dem in den Aufpumpkanal ragenden Fussflansch versehen sind, so dass dieser Fussflansch, welcher nach fertiger Montage des Luftschlauches in den Zuleitungskanal zu liegen kommt, durch diese Bohrungen die Verbindung vom Zuleitungskanal nach dem Innenraum der betreffenden Luftkammer am Umfang des Schlauches herstellt.
Der Bolzen, welcher aus Vulkanit, gepresster Faser, Metall oder ähnlichem Material bestehen kann, ist zweckmässig mit einem abgerundeten Kopf, einem in seiner Länge der Wandstärke des Schlauches entsprechenden Hals und mit einem verbreiterten Fussflansch versehen, wobei die enge Bohrung durch die Mittelachse des Kopfes, des Halses und des Fussflansches hindurchfuhrt. Ausserdem sind zwei sieh kreuzende, enge Bohrungen im Fussflansch angebracht, welche unter sich und mit der Längsbohrung in der Mittelachse des Körpers in Verbindung stehen.
Hiebei kann der Fussflansch an seiner oberen
Seite sowie der Bolzenhals an seinem Aussenumfang mit konzentrischen Vertiefungen, Rippen oder
Nuten versehen oder irgendwie rauh gemacht sein, um das Festhaften des Korpers in der Schlauchwandung zu sichern.
Die Bolzen können durch Öffnungen in der Schlauchwandung entweder vor oder nach dem
Vulkanisieren des Schlauches eingesetzt werden, welches in der für Luftschläuche üblichen Weise vor sich gehen kann. Wird z. B. der Luftschlauch aus einem geraden, langen Stück mit oder ohne inneren
Zuleitungskanal hergestellt, so kann man die Körper in den Formen einsetzen, bevor das Vulkanisieren vorgenommen wird oder aber diese durch Einsetzen in die Luftzuführungsröhrchen nach dem Vulkanisieren an Ort und Stelle bringen.
Ebenso lassen sich auch die Bolzen vulkanisieren oder in gesondert hergestellte, am Schlauch- umfang innen befindliche Zuführkanäle einsetzen oder man kann sie durch Vulkanisieren oder mittels Einsetzens an einem Gummistreifen befestigen, welchen man verwendet, um die Öffnungen zu ver- schliessen, aus denen der Kern aus der Hohlform genommen werden muss, wobei letztere am inneren
Umfang des Luftschlauches sich befinden und der innere Luftzuführkanal am Schlauch von einem be- sonderen, mit seinen Enden am Schlauch befestigten Gummistreifen gebildet wird.
Gegebenenfalls bringt man die sich kreuzenden, engen Bohrungen nicht als Bohrungen im inneren
Fussflansch sondern an dessen Aussenfläche als Rinnen an. Die Zeichnung veranschaulicht einige Aus-
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führungsarten des Erfindungsgegenstandes in vergrössertem Massstab. von diesen zeigt Fig. 1 eine Ausführung des in die Schlauchwandung eingesetzten Bolzenkörpers im Mittelschnitt, Fig. 2 eine rnter-
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anderen Anordnungen der Bohrungen bzw. Vertiefungen.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführung besitzt einen ungefähr halbkugelförmig ausgestalteten Kopf a, einen Halsteil b und einen verbreiterten Fussflansch c. Eine feine Bohrung cl läuft durch die Mittelachse des Kopfes a, des Halses b, sowie des Fussflansches c und zwei Bohrungen e. f sind in der Richtung des Durchmessers, einander kreuzend, durch den Fussflansch c derart geführt, dass die Bohrungen e,/'. untereinander in Verbindung stehen.
Der Bolzenkörper ist in der Abbildung in seiner Verwendung an einem ventillosen Luftzuführungsröhrchen g gezeigt und ragt durch die Schlauchwandung hindurch. wobei der Halsteil b so lang bemessen ist, dass der Körper mit seinem Kopfteil a unten in das Luftröhrehen 9 eintritt, wenn er durch die Öffnung in der Wandung eingesteckt worden ist. Dadurch, dass der Körper
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ist das Lösen des Bolzenkörpers ausgeschlossen.
Fig. 3 zeigt die Ausführung mit sich kreuzenden nutenartigen Rinnen k an der Unterfläche des Fussflansches c an Stelle der sich kreuzenden Bohrungen im Fussflanseh gemäss Fig. 1 und 2. Fig. 1 und 3 zeigen auch, dass der Fussteil c mit konzentrischen, nutenartigen Vertiefungen m versehen werden
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M, n sind in ihrer Anwendung nicht auf die bestimmten beschriebenen Ausführungsarten des Körpers beschränkt, sie lassen sich vielmehr auch an anderen nicht dargestellten Ausführungsarten einzeln oder in Verbindung miteinander anbringen, derart. dass z. B. die Ausführung des Bolzenkörpers gemäss Fig. 1 an ihrem Halsteil b mit Höhlungen oder Vertiefungen n, Rippen oder mit Aufrauhungen versehen sein kann.
Wenn nötig, kann die Längsbohrung d auf dem Überwiegenden Teil ihrer Länge erweitert sein, um eine kurze Strecke einer feinen Bohrung e übrig zu lassen, z. B. an der Stelle, wo diese oben in den Kopfteil a mündet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zellenluftsehlauch für Radreifen mit einzelnen Zellen und aus einem gemeinsamen Aufpun, p- kanal in diese Zellen ragenden ventillosen Gummiröhrchen. gekennzeichnet durch einen in diese GlIIl1n : Í- röhrchen einsetzbaren, eigensteifen Bolzenkörper mit enger Längsbohrung und in diese mÜ'1dndrn Querbohrungen oder Querrinnen an seinem in den Aufpumpkanal ragenden Fussflansch.