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DrahtlosesSende-undEmpfangssystem.
Als Ausstrahler werden heute allgemein grosse Kapazitäten benutzt. In einen Leiter, der von kostspieligen Türmen getragen wird und der sieh oben in der Regel flächenartig ausbreitet, wird ein Strom geschickt, der seinen Kreislauf kapazitativ durch die Luft und Erde wieder schliesst. Erfahrungsgemäss verschlechtert sich der Wirkungsgrad bzw. die Ausstrahlung erheblich, wenn die Antenne durch Spulen wesentlich verlängert wird, indem in diesem Falle Anfang und Ende der Antenne nur noch eine geringe Amplitudendifferenz besitzen.
Es ist, um diese Mängel zu beseitigen, bereits versucht worden, die sogenannte Rahmenantenne, wie sie sich für Empfangszwecke eignet, auch zum Senden zu verwenden, indessen mit negativem Erfolg,
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gesetzt liegenden Seiten eines solchen Rahmens den Strom von in Summe gleicher Phase und Stärke führen. Es kommt hinzu, dass die Seitenlänge eines solchen Rahmens im Verhältnis zur Welle sehr klein ist.
Es ist ferner bekannt, aus einem einzelnen Draht gebildete Antennen in Form eines Rechtecks,
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erzeugte Feld phasenrichtig schwingt und daher vollständig ausgenutzt wird. Es ist aber auch schon dann ein praktisches Ergebnis zu erzielen, wenn die Phasendifferenz gegenÜberliegender Stellen zwischen 300 und 1800 liegt, wobei für 300 der Abstand gegenüberliegender Stellen der Ringleitung ein Zwölftel Wellenlänge ist.
Wenn der Kreis aus einem einfachen Leiter hergestellt wird, so wird es in den meisten Fällen nötig sein, ihn mit Rücksicht auf die grosse Eigenschwingung zu verkürzen, wenn die vorgenannten Abmessungsverhältnisse beibehalten werden sollen. Die dafür erforderliche Kapazität ist relativ gering und muss eine dementsprechend höhere Spannung aushalten. Es ist dann durch Hintereinanderschaltung mehrerer Gruppen, die gleichmässig auf die geschlossene Ringantenne verteilt werden, eine bequeme Unterteilung möglich.
Um mit einer einzigen Antenne auch mehrere Wellen senden zu können, ist eine Abstimmung mittels Kapazität oder Selbstinduktion erforderlich. Zwar verschlechtert sieh dann der Wirkungsgrad in bezug auf die Strahlung, weil die Phasendifferenz der gegenüberliegenden Seite nicht mehr der besten räumliehen Entfernung gleich der halben Wellenlänge entspricht. Es ist aber möglich, durch geeignete Verteilung von Kapazität usw. in einer Richtung die Phase mit der räumlichen Entfernung der gegen- überliegenden Seite in Übereinstimmung zu bringen.
Ein besonders grosser Richtungseffekt wird erzielt, wenn die Ringleitung die Form eines länglichen Rechteckes erhält, bei dem nur zwei gegenüberliegende Seiten die Entfernung einer halben Wellenlänge haben. Auch bei dieser Antennenform können gleichzeitig zwei Wellen ausgesendet oder empfangen werden, wenn beispielsweise in bekannter Weise zwei dann naturgemäss gegenseitig geschützte Stromquellen von verschiedener Frequenz eingeschaltet werden.
Ein besonderer Vorteil des neuen Antennensystems ist es, dass die hohen Türme und die damit verbundene Betriebsunsieherheit fortfallen. Auch ist es mit dieser neuen Antennenform durchaus mög-
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dabei anzunehmen, dass mit diesen längeren Wellen deshalb eine erheblich günstigere Wirkung erzielbar ist, weil sich die Verluste durch Abschirmung und Absorption mehr als proportional zur Periodenzahl ermässigen müssen.
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leitung vorhanden ist. Infolgedessen brauchen die Maste nicht mehr gegen die Erde isoliert zu werden.
Ein ferneier Vorteil ist eine ganz bedeutende Verbesserung des Wirkungsgrades infolge der Verringerung des Antennenwiderstandes, den man durch die Wahl des Drahtquerschnittes beliebig verringern kann.
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fälligsten bei Sendern auftreten, so lässt sich die Antenne auch vorteilhaft für Empfangszwecke benutzen. Man kann auch mehrere geschlossene Ringantennen gemäss der Erfindung, sei es konzentrisch oder auch in anderer Anordnung, zusammen anordnen.
Die Zeichnung zeigt schematisch einige Ausführungsbeispiele.
In Fig. 1 ist 1 eine kreisförmige Ringantenne, 2 sind Abstimmungskondensatoren und 3 ist der Stromerzeuger. Der Durchmesser x des Kreises beträgt eine halbe Wellenlänge.
Die Fig. 2 zeigt das vorerwähnte Beispiel, wo die Ringleitung 1 die Form eines länglichen Rechteckes hat und der Abstand x zwischen den beiden gegenüberliegenden kurzen Seiten des Rechteckes eine halbe Wellenlänge beträgt.
Die Fig. 3 zeigt die Anordnung der Ringleitung 1 parallel zum Gelände auf niedrigen Masten 4.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne die Gestalt einer stromführenden Ringleitung von beliebiger Form, vorwiegend parallel zum Gelände, erhält und der Abstand gegenüberliegender Stellen der Ringleitung mindestens ein Zwölftel'Wellenlänge beträgt.
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