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Hocfrequenzkopplungssystem.
Die Erfindung bezieht sich auf Hochfrequenzkopplungssysteme, insbesondere auf Kopplungssysteme, die geeignet sind, über einen ungewöhnlich weiten Frequenzbereich oder über eine Mehrzahl von Frequenzbereichen zu arbeiten, und sie bezweckt, den Übertragungswirkungsgrad zu verbessern und die Wirkung lokaler Störungen in Hochfrequenzkopplungssystemen, die über sehr grosse Frequenzbereiche arbeiten, zu reduzieren.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Arbeitsweise von Kopplungssystemen, die über den gewöhnlichen Rundfunkbereich und über einen andern Frequenzbereich, der höher als der Rundfunkbereich liegt. abstimmbar sind.
Es ist gebräuchlich, Hochfrequenzkopplungssysteme als Parallelschaltung einer Induktanzspule mit einem veränderbaren, zur Abstimmung auf die gewünschte Frequenz geeigneten Kondensator auszubilden. Solch ein Kopplungssystem ist gewöhnlich über einen mehr oder weniger begrenzten Frequenzbereich abstimmbar, dessen Grenzen durch die Grösse der Induktanz und durch die grössten und kleinsten Kapazitätswerte, welche parallel zur Spule geschaltet werden können, festgelegt ist.
Z. B. ist es üblich, über einen Rundfunkbereich von ungefähr 550 bis 1500 Khz durch eine feste Spule von ungefähr 250 Millyhenry Induktanz, nebengeschlossen durch einen variablen Abstimmkondensator, der eine Maximumkapazität von ungefähr 350 Mikromikrofarad hat, abzustimmen. Die Minimumkapazität (Spule und Kondensator) liegt im allgemeinen in der Nähe von 35 Mikromikrofarad.
Es ist oft erforderlich, dass dieses abstimmbare Kopplungssystem über andere Frequenzbereiche zusätzlich zu dem gewöhnlichen Rundfunkbereich abgestimmt werden kann. Es ist häufig ein besonderes Erfordernis, dass das System zusätzlich zur Abstimmung über den Rundfunkbereich auf einen UltraHochfrequenzbereich, allgemein als der Kurzwellenbereich bekannt, abstimmbar ist. Zu diesem Zweck ist es gebräuchlich, eine zweite Spule von anderer Induktanz als diejenige der Spule, die für die Abstimmung im Rundfunkbereich gebraucht wird, einzusetzen. Diese zweite Spule wird gewöhnlich in Serie mit der ersten Spule geschaltet und erforderlichenfalls werden weitere Spulen, die zusätzlichen Frequenzbereichen entsprechen, gleichfalls in Serie geschaltet.
Um in einem Ultra-Hochfrequenzbereich abzustimmen, wird gewöhnlich die Spule, die für den Rundfunkbereich gebraucht wird (und gegebenenfalls Spulen, die andern Bereichen entsprechen), durch irgendeine Schaltanordnung aus dem Kreis entfernt, während die Ultra-Hochfrequenzspule, welche von kleinerer Induktanz als die Rundfunkbereichspule sein wird, im Kreis gelassen wird.
Das oben angegebene Kopplungssystem gibt noch zu unerwünschten Störungen Anlass. Solche Störungen gelangen häufig in die Ultra-Hochfrequenxspule infolge von in der Rundfunk-bzw. einer andern Spule hervorgerufenen lokalen Fremd-bzw. Störströmen. Diese vagabundierenden oder Störströme entstehen oft in der oder in den abgeschalteten Spulen, u. zw. durch Resonanzerscheinungen, die sich über Teile der Spule und über mit der Spule verbundene Streukapazitäten ausbilden. Diese Resonanzerscheinungen können die Form von stehenden Wellen annehmen, so dass zwischen Punkten der abgeschalteten Spule, welche in bezug auf die stehenden Wellen ein beträchtliches Potential haben und der eingeschalteten Spule eine Art Kopplung bestehen kann.
Diese unerwünschten Resonanzeffekte sind vorzüglich in dem Ultra-Hochfrequenzbereich vorhanden, wodurch der Übertragungswirkungsgrad in jenem Bereich schädlich beeinflusst wird.
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Die Erfindung schlägt Massnahmen vor, um die Kopplung zwischen einer oder mehr Wicklungen, die einem oder mehreren Frequenzbereichen zugeordnet sind, zu vermindern, so dass der Einfluss parasitärer Ströme, die in einer nahen unbenutzten Spule auftreten, möglichst unterdrückt wird. Im besonderen besteht die erfindungsgemässe Massnahme darin, einen Kurzschlussring zwischen je zwei Spulen anzuordnen, zwischen welchen die Kopplungseffekte vermindert werden sollen. Die Kurzschlusswindung hat die Wirkung, das magnetische Feld, das zwischen den zwei Spulen besteht, zu verringern, so dass Ströme, die in einer der beiden Spulen fliessen, nicht in erheblichem Mass auf die andere Spule übertragen werden.
Die Zeichnung dient zur Erläuterung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung.
Fig. 1 stellt einen Radioempfänger für mehrere Wellenbänder dar, der abstimmbare Kopplungsysteme gemäss der Erfindung besitzt ; Fig. 2 zeigt die Konstruktion eines Transformators, der zum Gebrauch in dem Empfänger der Fig. 1 geeignet ist, und Fig. 3 zeigt graphisch, wie die Kopplungssysteme der Erfindung den Übertragungswirkungsgrad verbessern.
Fig. 1 zeigt einen Superheterodyne-Radioempfänger, der über drei Frequenzbereiche abstimmbar ist. Der Empfänger enthält einen Eingangskreis mit Antenne 10 und Erde 11. Eine Pentoden-Verstärker- röhre 12 ist mit dem Antennen-Erde-Kreis durch ein Kopplungssystem 13, das über die drei Frequenzbereiche abstimmbar ist, gekoppelt. Der Eingang einer Pentoden-Modulatorröhre 14ist mit dem Ausgang des Verstärkers 12 durch ein anderes abstimmbares Kopplungssystem 15, das dem Kopplungssystem 13 ziemlich ähnlich ist, gekoppelt. Zum Zwecke der Speisung des Modulators mit lokalen Schwingungen ist eine lokale Oscillatorröhre 16 der Triodentype mit einem abstimmbaren frequenzbestimmenden Kreis 17 vorgesehen.
Eine Spule 18 ist in den Oseillator-Anodenkreis eingeschaltet, und ist mit dem Schwingungskreis 17 gekoppelt, um die Energie, die erforderlich ist, um die unterstützenden Schwingungen zu erzeugen, zurückzukoppeln. Diese Spule 18 ist auch wirksam in den Gitterkathodenkreis des Modulators 14 durch die Erdverbindungen, verbunden mit den Röhren 14 und 16, eingeschaltet.
Als Resultat der Kombination der Zeichen und lokalen Oscillatorspannungen in der Modulatorröhre entsteht in dem Ausgang des Modulators das bekannte Modulationsprodukt, welches die Differenz zwischen der Zeichenfrequenz und der lokalen Oseillatorfrequenz ist. Diese Differenzfrequenz ist als die Zwischenfrequenz eines Superheterodyne-Empfängers bekannt, und die Differenz zwischen der lokalen Oseillatorfrequenz und der Zeichenträgerfrequenz ist als die Zwischenträgerfrequenz bekannt. Bei einer Zeichenübertragung, die der Stimme und Musik entspricht, sind der Zeichenträgerfrequenz wenigstens ein und im allgemeinen zwei Modulationsseitenbänder zugeordnet. Diese Seitenbänder dehnen sich ungefähr 5 Khz an jeder Seite der Trägerfrequenz aus, so dass der Zeichenfrequenzkanal gewöhnlich ungefähr 10 Khz breit ist.
Der Zwischenfrequenzkanal ist auch gewöhnlich ungefähr 10 Khz breit, und die Zwischenfrequenz-Siebkreise sind so bemessen, dass sie solch eine Bandbreite durchlassen.
Mit dem Ausgang des Modulators ist ein fest abgestimmtes Kopplungssystem 19 verbunden, das bestimmt ist, das Zwischenfrequenzband auszuwählen. Dieses Kopplungssystem ist mit den Eingangsklemmen Iund l'eines Apparates verbunden, der durch das Rechteck 20 als Zwisehenfrequenzverstärker, Detektor und Audiofrequenz-Apparat"schematisch bezeichnet ist. Dieses Rechteck bezeichnet alle die Apparate, welche gewöhnlich einem Modulator folgen, und da sie keinen Teil dieser Erfindung darstellen, sind sie nicht im einzelnen gezeigt oder beschrieben.
Wie oben erklärt, ist der Empfänger bestimmt, Zeichen in irgendeinem der drei Frequenzbänder zu empfangen. Die üblich gewünschten Bänder sind das Rundfunkband, das in den Vereinigten Staaten von Amerika ungefähr von 550 bis 1500 Khz reicht, ein Band etwas unter dem Rundfunkband, welches sich etwa von 150 bis 350 Khz ausdehnen kann, und ein Kurzwellenband von ungefähr 5500 bis 15000 Khz.
In dieser Beschreibung werden die drei Bereiche so betrachtet, als hätten sie diese Frequenzgrenzen, jedoch könnten andere Frequenzgrenzen ebenso gut benutzt werden, insoweit die Erfindung betroffen wird. Alle diese Bänder sind als Hochfrequenzbänder bekannt, aber in dieser Beschreibung wird der Bereich oberhalb des Rundfunkbereiches der Kurzwellen-oder Ultra-Hochfrequenzbereich genannt werden, und der Bereich unterhalb des Bundfunkbereiches wird der Langwellen-Rundfunkbereich genannt werden.
Wie vorher festgestellt, sind die drei Frequenzbereiche zu weit ausgedehnt, um Abstimmung durch eine einzige Spule und Kondensator zu gestatten. Daher sind die abstimmbaren Kopplungssysteme jedes mit drei Spulen versehen, für jeden Bereich eine. In dem Kopplungssystem 23 ist eine Primärspule 22 vorgesehen, die mit drei Sekundärspulen 22,23 und 24 elektromagnetisch gekoppelt ist, und eine Kopplungskapazität 66, die beiden, dem Primär-und dem abgestimmten Sekundärkreise, gemeinsam ist.
Die drei Sekundärspulen sind in Reihe geschaltet und parallel zu einem variablen Abstimmungskondensator 25. Ein Schalter 26, der zwei Schaltarme hat, ist mit dem unteren Ende der Spule 24 verbunden und kann mit zweien von den drei Kontaktpunkten 27, 28 und 29 Kontakt bilden. Die Kontaktpunkte 28 und 29 sind mit den oberen Enden der Spulen 24und 23 verbunden, so dass diese Spulen durch die Schalterverbindung mit den entsprechenden Kontaktpunkten kurzgeschlossen sind.
Die Sekundärspule 23 ist für die passende Induktanz gewickelt, um bequem über den Rundfunkbereich abstimmen zu können. Die obere Spule 22 ist eine Spule von viel kleinerer Induktanz und geeignet,
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mit dem Kondendator 25 den Ultra-Hochfrequenzbereich zu überstreichen. Die Spule 24 ist von grösserer Induktanz als die Rundfunkspule 23 und ist geeignet, mit dem Kondensator 25 den Empfänger im Langwellen-Rundfunkbereich abzustimmen.
Wenn man auf einen Zeichenkanal in dem Rundfunkbereich abzustimmen wünscht, wird der Schalter 26 so eingestellt, dass die zwei Schaltarme mit den entsprechenden Punkten 27 und 28 Kontakt machen, wodurch die Langwellen-Rundfunkspule 24 kurzgeschlossen und tatsächlich aus dem Kreis herausgenommen wird, so dass die Spulen 22 und 23 die einzigen sind, die tatsächlich im Nebenschluss mit dem variablen Abstimmungskondensator 25 gelassen werden. Da die Spule 22 von kleiner Induktanz ist, ist ihre Wirkung in dem Rundfunkbereich im Vergleich zu Spule 23 vernachlässigbar.
Wenn es gewünscht wird, im Ultra-Hochfrequenzbereich abzustimmen, werden die zwei Schaltarme so bewegt, dass sie mit den entsprechenden Punkten 28 und 29 Kontakt machen, wodurch die Spulen 23 und 24 kurzgeschlossen und tatsächlich aus dem Kreis entfernt werden. Nur die Spule 22 ist jetzt an den variablen Kondensator 25 angeschlossen, wodurch Abstimmung über den Ultra-Hochfrequenzbereich möglich ist.
Abstimmung über den Langwellen-Rundfunkbereich wird erzielt, wenn die Kontaktpunkte 28 und 29 beide offen sind. Unter dieser Bedingung ist Spule 24 fast allein ausschlaggebend, da sie eine viel grössere Induktanz als jede der andern zwei Sekundärspulen hat. Die Induktanz ist so gross, dass der Abstimmungskondensator eine Abstimmung über den gewünschten Langwellen-Rundfunkbereich gestattet.
Fig. 2 zeigt die Konstruktion eines Transformators, der die vier Spulen 21 bis 24 enthält, die für das Kopplungssystem 13 der Fig. 1 geeignet sind. Der Transformator enthält einen zylindrischen Körper 30 aus einem geeigneten Isoliermaterial. Die Primärspule 21 ist um den mittleren Teil des zylindrischen Körpers gewickelt, und die zwei Sekundärspulen 22 und 23 sind an jeder Seite der Primärspule gewickelt. Die Langwellen-Rundfunk-Sekundärspule 24 ist eine selbsttragende eng gewickelte Spule und unregelmässig oder in Lagen auf einen zylindrischen Körper 31 gewickelt, der innerhalb des einen Endes des grösseren zylindrischen Körpers 30 befestigt ist. Die Spulen 21, 22 und 23 sind jede gleichförmig schraubenartig in einer einzigen Lage gewickelt.
Alle Spulen des Transformators sind koaxial, so dass zwischen der Primärspule und jeder der Sekundärspulen magnetische Kopplung vorhanden ist.
Es ergibt sich auch aus dieser Konstruktion ein gewisser Betrag von zufälliger magnetischer Kopplung zwischen den Sekundärspulen, besonders zwischen benachbarten Sekundärspulen.
Zum Zwecke ! der Verhinderung ungewollter Kopplungen zwischen dem Transformator und andern Teilen des Radioempfängers ist der Transformator in eine abschirmende Büchse 32 aus einem elektrisch gutleitenden Material eingeschlossen.
Die folgenden Konstruktions-und Spulenwicklungsdaten sind für den oben beschriebenen Transformator als zufriedenstellend gefunden worden :
EMI3.1
<tb>
<tb> Länge <SEP> des <SEP> Körpers <SEP> 30 <SEP> 82 <SEP> mm
<tb> Durchmesser <SEP> des <SEP> Körpers <SEP> 30................................... <SEP> 32 <SEP> mm
<tb> Durchmesser <SEP> der <SEP> Form <SEP> 31..................................... <SEP> 13 <SEP> mm
<tb> Axiale <SEP> Länge <SEP> der <SEP> Kompaktwindung <SEP> auf <SEP> Form <SEP> 31 <SEP> 5 <SEP> mm
<tb> Innendurchmesser <SEP> der <SEP> abschirmenden <SEP> Büchse <SEP> 32................. <SEP> 58 <SEP> mm.
<tb>
Spule <SEP> Windungen <SEP> Draht <SEP> (B <SEP> & <SEP> S <SEP> Gauge) <SEP> Wicklung
<tb> 21 <SEP> 4 <SEP> 38 <SEP> einfacher <SEP> Seiden-Emailledraht <SEP> fest
<tb> 22 <SEP> 11 <SEP> 16 <SEP> Emailledraht <SEP> 12 <SEP> Windungen <SEP> pro <SEP> Zoll <SEP> (4-7/em)
<tb> 23 <SEP> 106 <SEP> 32 <SEP> Emailledraht <SEP> 104 <SEP> Windungen <SEP> pro <SEP> Zoll <SEP> (41/em)
<tb> 24 <SEP> 430 <SEP> 38 <SEP> einfacher <SEP> Seiden- <SEP> Emailledraht <SEP> 49-50 <SEP> UniversalWindung <SEP> (gear
<tb> universal <SEP> winding)
<tb> 33 <SEP> 1 <SEP> 16 <SEP> Emailledraht <SEP> (kurzgeschlossen)
<tb>
Es versteht sich, dass diese Angaben sich nur auf eine besondere Transformator-Konstruktion, welche die Erfindung verkörpert, beziehen, und als geeignet für den praktischen Gebrauch gefunden worden sind.
Eine grosse Mannigfaltigkeit von Spulenkonstruktionstypen, Kreiskombinationen und kurzgeschlossener Windung oder kurzgeschlossenen Windungen könnte erdacht werden, um die Erfindung zu verwirklichen.
Es wurde gefunden, dass ein gewöhnlicher umschaltbarer Kopplungstransformator oft eine mangelhafte Übertragung, gewöhnlich im Ultra-Hochfrequenzbereich, zeigt. Es wurde gefunden, dass diese Mangelhaftigkeit von Resonanzwirkungen in der Form von stehenden Wellen in einer Spule oder Spulen herrührt, welche kurzgeschlossen oder aus dem Kreise ausgeschaltet sind. Die kurzgeschlossene Spule, welche diese schädlichen Wirkungen hervorbringt, ist gewöhnlich die Spule in nächster Nähe der UltraHochfrequenzspule, in diesem Falle die Rundfunkspule. Der Grund für das Auftreten dieser stehenden Wellen ist das Vorhandensein von verteilten Kapazitäten, in Teilen der kurzgeschlossenen Spulenwindung. Diese Kapazitäten sind zwischen der Wicklung und den benachbarten geerdeten Teilen, besonders dem
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Schirm, vorhanden.
Folglich werden störende Resonanzströme, herrührend von stehenden Wellen, in der kurzgeschlossenen Spule erzeugt. Gewöhnlich sind stehende Wellen von einer Länge entsprechend einer oder mehreren Frequenzen innerhalb des Ultra-Hochfrequenzbereiches vorhanden. Diese lokalen Resonanzwirkungen werden in die Ultra-Hoehfrequenzspule durch die magnetische Kopplung, die zwischen den Spulen vorhanden ist, induziert. Bei welcher Frequenz auch immer eine solche Störresonanz auftritt, erfahrungsgemäss ergibt sich eine Verringerung der Übertragungsleistung oder Ausbeute in dem Ultra-Hochfrequenzbereich. Die Selektivität wird gewöhnlich auch vermindert ; d. h. die Bandbreite von jeglichem Zeichenkanal, die bei oder nahe solch einer Resonanz in dem Ultra-Hochfrequenzbereich vorhanden ist, wird unerwünscht verbreitert.
Die Wirkung der lokalen Resonanzen auf die Höhe der Übertragungsleistung wird durch Kurve A der Fig. 3 dargestellt, in welcher die Übertragungsleistung abhängig von der Frequenz im Ultra-Hochfrequenzbereich aufgetragen ist. Kurve A zeigt zwei Tiefpunkte innerhalb dieses Bereiches, was nach der Erfahrung ein typischer Effekt bei Transformatoren der beschriebenen Konstruktion ist.
Um die obigen schädlichen Wirkungen zu vermeiden, ist eine Kurzschlusswindung, oder ein geschlossener Ring 33 (Fig. 1) um den zylindrischen Körper 30 herum, zwischen der Ultra-Hochfrequenzspule und den verbleibenden Sekundärspulen vorgesehen. Diese Windung ist von hoher elektrischer Leitfähigkeit und sucht die magnetischen Felder der Spulen 23 und 24 an der Kopplung mit der Spule 22 zu verhindern. Diese Reduktion der magnetischen Kopplung zwischen den Sekundärspulen reduziert die Wirkung der lokalen Resonanzen, welche in die Ultra-Hochfrequenzspule von einer oder mehreren der andern Sekundärspulen, wenn sie kurzgeschlossen sind, induktiv übertragen werden können.
Wenn gewünscht oder notwendig, könnte der geschlossene Ring 33 auch zwischen andern Sekundärspulen für denselben Zweck verwendet werden.
Als Resultat von solchen auf das Mindestmass herabgesetzten Kopplungswirkungen zwischen den Sekundärspulen verändert sich die Übertragungscharakteristik des abstimmbaren Kopplungssystems von der Form der Kurve A zu der Form der Kurve B in Fig. 3.
Das Kopplungssystem 15 besitzt einen Transformator und eine Schalteranordnung die derjenigen des Kopplungssystems 13 sehr ähnlich ist. Der Transformator enthält jedoch zwei Primärspulen 34 und 35 an Stelle der einzelnen Primärspule 21 des Kopplungssystems 13, und zwischen dem Primärkreis und der Sekundärspule 36 ist durch einige tote Windungsenden 44, verbunden mit der Primärspule 34, Kapazitätskopplung veranlasst.
Der Gebrauch der zusätzlichen Primärspule und der toten Endwindungen verbessert die Übertragungscharakteristik des Kopplungssystems. Die Primärspule 35 ist von grösserer Induktanz als die Primärspule 34 und dient dazu, die meiste Energie in den Rundfunk-und Langwellen- Rundfunkfrequenzen zu übertragen, während Spule 34 dazu dient, die Ultra-Hochfrequenzenergie zu übertragen. Die Sekundärspulen 36, 37 und 38 des Kopplungssystems 15 sind die Ultra-Hochfrequenz-, die Rundfunk-bzw. die Langwellen-Rundfunkspulen. Der kurzschliessende Schalter 39 kann mit den Schalterpunkten 40, 41 und 42 Kontakt machen-wie im Falle des Schalters 26-, wobei die Punkte 41 und 42 den entsprechenden kurzzuschliessenden Spulen 38 und 37 zugeordnet sind.
Die kurzgeschlossene Windung 43 ist zwischen den Ultra-Hochfrequenz-und Rundfunkspulen wie im Falle des Kopplungssystems 13 angeordnet. Ein variabler Abstimmungskondensator 46 ist über die drei in Serie angeordneten
EMI4.1
des Kopplungssystems 13 sehr ähnlich sein, ausser dass die zusätzliche Primärwindung und auch die offene Wicklung (Totendwindungen) 44, befestigt-an den Primärspule, vorzusehen sind.
Der Kreis 17, der die Oscillatorfrequenz bestimmt, wird aus einem Transformator, der ähnlich demjenigen der Fig. 2 ist, gebildet. Der Transformator enthält die Spule 18 und drei in Serie geschaltete Spulen 47, 48 und 49, die den Ultra-Hochfrequenz-, Rundfunk-bzw. Langwellen-Rundfunk-Bereichen entsprechen. Der geschlossene Ring oder die kurzgeschlossene Windung 50 ist zwischen den Spulen 47 und 48 angeordnet. Der kurzschliessende Schalter 51 hat gleicherweise zwei Arme, die so angeordnet sind, dass sie mit je zweien der Punkte 52, 53 und 54 Kontakt machen können. Kontakt mit den Punkten 53 und 54 schliesst die entsprechenden Spulen 49 und 48 kurz.
Der variable Kondensator 65 ist das einstellbare frequenzbestimmende Element des Oscillatorkreises. Dieser Kondensator ist so zu den variablen Kondensatoren 25 und 46 in Beziehung gebracht, dass eine feste Frequenzdifferenz an dem Ausgang des Modulators aufrechterhalten wird, d. h. eine konstante Zwischenträgerfrequenz.
Ausser den oben beschriebenen Schaltungsanordnungen enthält der Empfänger zwei zusätzliche Schalter 55 und 56. Schalter 55 ist angeordnet, um die für niedere Frequenzen bestimmte Primärspule 35 kurzzuschliessen, wenn der Empfänger darauf eingestellt ist, in dem Ultra-Hochfrequenzbereich mittels des Schaltpunktes 57 abgestimmt zu werden. Derselbe Schalter dient auch dazu, einen Kondensator 58 über die Primärspule 35 mittels des Schaltpunktes 59 nebenzuschliessen, wenn der Empfänger darauf eingestellt ist, in dem Langwellen-Rundfunkbereich abgestimmt zu werden.
Schalter 56 dient dazu, einen zusätzlichen Begrenzungskondensator 60 über den permanenten Begrenzungskondensator 61 durch Kontakt mit dem Schaltpunkt 62 zu verbinden, wenn für den Ultra-Hochfrequenzbereich eingestellt ist.
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Um das Umschalten von einem Frequenzbereich zu einem andern zu erleichtern, ist eine mecha- nische Steuereinrichtung, dargestellt durch die verbindenden Linien S, für gleichzeitige Betätigung jedes der Schalter 26,39, 51, 55 und 56 vorgesehen. Die Einrichtung S wird gewöhnlich in der Form eines
Knopfes sein, der so angeordnet ist, dass alle Sekundärspulen für den Ultra-Hochfrequenzbereich, den
Rundfunk-Bereich oder den Langwellen-Rundfunkbereich nach Wunsch geschaltet werden können.
Eine zweite mechanische Steuereinrichtung U ist für die gleichzeitige Abstimmung aller variablen
Kondensatoren 25, 46 und 65 vorgesehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hochfrequenzkopplungssystem mit Umschalteinrichtungen für verschiedene Wellenbereich, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Spulen, welche vorzugsweise sämtlich in Reihe geschaltet sind und durch einen Umschalter stufenweise unwirksam gemacht bzw. kurzgeschlossen werden können, insbesondere zwischen der für den niedrigsten Wellenbereich und der für den mittleren Wellenbereich vorgesehenen Spule ein besonderer Kurzschlussring (33, 43) vorgesehen ist, um unerwünschte Resonanzwirkungen der nichtbenutzten Spulen durch Vernichtung des magnetischen Kopplungsfeldes zu unter- drücken.