AT147615B - Hochfrequenzkopplungssystem. - Google Patents

Hochfrequenzkopplungssystem.

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AT147615B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Hocfrequenzkopplungssystem.   



   Die Erfindung bezieht sich auf Hochfrequenzkopplungssysteme, insbesondere auf Kopplungssysteme, die geeignet sind, über einen ungewöhnlich weiten Frequenzbereich oder über eine Mehrzahl von Frequenzbereichen zu arbeiten, und sie bezweckt, den Übertragungswirkungsgrad zu verbessern und die Wirkung lokaler Störungen in Hochfrequenzkopplungssystemen, die über sehr grosse Frequenzbereiche arbeiten, zu reduzieren. 



   Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Arbeitsweise von Kopplungssystemen, die über den gewöhnlichen Rundfunkbereich und über einen andern Frequenzbereich, der höher als der Rundfunkbereich liegt. abstimmbar sind. 



   Es ist gebräuchlich, Hochfrequenzkopplungssysteme als Parallelschaltung einer Induktanzspule mit einem veränderbaren, zur Abstimmung auf die gewünschte Frequenz geeigneten Kondensator auszubilden. Solch ein Kopplungssystem ist   gewöhnlich   über einen mehr oder weniger begrenzten Frequenzbereich abstimmbar, dessen Grenzen durch die Grösse der Induktanz und durch die grössten und kleinsten Kapazitätswerte, welche parallel zur Spule geschaltet werden können, festgelegt ist. 



  Z. B. ist es üblich, über einen Rundfunkbereich von ungefähr 550 bis 1500 Khz durch eine feste Spule von ungefähr 250 Millyhenry Induktanz, nebengeschlossen durch einen variablen Abstimmkondensator, der eine Maximumkapazität von ungefähr 350 Mikromikrofarad hat, abzustimmen. Die Minimumkapazität (Spule und Kondensator) liegt im allgemeinen in der Nähe von 35 Mikromikrofarad. 



   Es ist oft erforderlich, dass dieses abstimmbare Kopplungssystem über andere Frequenzbereiche zusätzlich zu dem gewöhnlichen Rundfunkbereich abgestimmt werden kann. Es ist häufig ein besonderes Erfordernis, dass das System zusätzlich zur Abstimmung über den Rundfunkbereich auf einen UltraHochfrequenzbereich, allgemein als der Kurzwellenbereich bekannt, abstimmbar ist. Zu diesem Zweck ist es   gebräuchlich,   eine zweite Spule von anderer Induktanz als diejenige der Spule, die für die Abstimmung im Rundfunkbereich gebraucht wird, einzusetzen. Diese zweite Spule wird   gewöhnlich   in Serie mit der ersten Spule geschaltet und erforderlichenfalls werden weitere Spulen, die zusätzlichen Frequenzbereichen entsprechen, gleichfalls in Serie geschaltet.

   Um in einem   Ultra-Hochfrequenzbereich   abzustimmen, wird   gewöhnlich   die Spule, die für den Rundfunkbereich gebraucht wird (und gegebenenfalls Spulen, die andern Bereichen entsprechen), durch irgendeine Schaltanordnung aus dem Kreis entfernt, während die Ultra-Hochfrequenzspule, welche von kleinerer Induktanz als die Rundfunkbereichspule sein wird, im Kreis gelassen wird. 



   Das oben angegebene Kopplungssystem gibt noch zu unerwünschten Störungen Anlass. Solche Störungen gelangen häufig in die   Ultra-Hochfrequenxspule   infolge von in der Rundfunk-bzw. einer andern Spule hervorgerufenen lokalen   Fremd-bzw. Störströmen.   Diese vagabundierenden oder Störströme entstehen oft in der oder in den abgeschalteten Spulen, u. zw. durch Resonanzerscheinungen, die sich über Teile der Spule und über mit der Spule verbundene Streukapazitäten ausbilden. Diese Resonanzerscheinungen können die Form von stehenden Wellen annehmen, so dass zwischen Punkten der abgeschalteten Spule, welche in bezug auf die stehenden Wellen ein beträchtliches Potential haben und der eingeschalteten Spule eine Art Kopplung bestehen kann.

   Diese unerwünschten Resonanzeffekte sind vorzüglich in dem Ultra-Hochfrequenzbereich vorhanden, wodurch der Übertragungswirkungsgrad in jenem Bereich schädlich beeinflusst wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Erfindung schlägt   Massnahmen vor,   um die Kopplung zwischen einer oder mehr Wicklungen, die einem oder mehreren Frequenzbereichen zugeordnet sind, zu vermindern, so dass der Einfluss parasitärer Ströme, die in einer nahen unbenutzten Spule auftreten, möglichst unterdrückt wird. Im besonderen besteht die erfindungsgemässe Massnahme darin, einen Kurzschlussring zwischen je zwei Spulen anzuordnen, zwischen welchen die Kopplungseffekte vermindert werden sollen. Die Kurzschlusswindung hat die Wirkung, das magnetische Feld, das zwischen den zwei Spulen besteht, zu verringern, so dass Ströme, die in einer der beiden Spulen fliessen, nicht in erheblichem Mass auf die andere Spule übertragen werden. 



   Die Zeichnung dient zur Erläuterung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung. 



   Fig. 1 stellt einen Radioempfänger für mehrere Wellenbänder dar, der abstimmbare Kopplungsysteme gemäss der Erfindung besitzt ; Fig. 2 zeigt die Konstruktion eines Transformators, der zum Gebrauch in dem Empfänger der Fig. 1 geeignet ist, und Fig. 3 zeigt graphisch, wie die Kopplungssysteme der Erfindung den   Übertragungswirkungsgrad verbessern.   



   Fig. 1 zeigt einen   Superheterodyne-Radioempfänger,   der über drei Frequenzbereiche abstimmbar ist. Der Empfänger enthält einen Eingangskreis mit Antenne 10 und Erde 11. Eine   Pentoden-Verstärker-   röhre 12 ist mit dem Antennen-Erde-Kreis durch ein Kopplungssystem   13,   das über die drei Frequenzbereiche abstimmbar ist, gekoppelt. Der Eingang einer Pentoden-Modulatorröhre   14ist   mit dem Ausgang des Verstärkers 12 durch ein anderes abstimmbares Kopplungssystem   15,   das dem Kopplungssystem 13 ziemlich ähnlich ist, gekoppelt. Zum Zwecke der Speisung des Modulators mit lokalen Schwingungen ist eine lokale   Oscillatorröhre   16 der Triodentype mit einem abstimmbaren frequenzbestimmenden Kreis 17 vorgesehen.

   Eine Spule 18 ist in den Oseillator-Anodenkreis eingeschaltet, und ist mit dem Schwingungskreis 17 gekoppelt, um die Energie, die erforderlich ist, um die unterstützenden Schwingungen zu erzeugen, zurückzukoppeln. Diese Spule 18 ist auch wirksam in den Gitterkathodenkreis des Modulators 14 durch die Erdverbindungen, verbunden mit den Röhren 14 und   16,   eingeschaltet. 



   Als Resultat der Kombination der Zeichen und lokalen   Oscillatorspannungen   in der Modulatorröhre entsteht in dem Ausgang des Modulators das bekannte Modulationsprodukt, welches die Differenz zwischen der Zeichenfrequenz und der lokalen Oseillatorfrequenz ist. Diese Differenzfrequenz ist als die Zwischenfrequenz eines Superheterodyne-Empfängers bekannt, und die Differenz zwischen der lokalen   Oseillatorfrequenz und   der   Zeichenträgerfrequenz   ist als die Zwischenträgerfrequenz bekannt. Bei einer Zeichenübertragung, die der Stimme und Musik entspricht, sind der Zeichenträgerfrequenz wenigstens ein und im allgemeinen zwei Modulationsseitenbänder zugeordnet. Diese Seitenbänder dehnen sich ungefähr 5 Khz an jeder Seite der Trägerfrequenz aus, so dass der Zeichenfrequenzkanal gewöhnlich ungefähr 10 Khz breit ist.

   Der Zwischenfrequenzkanal ist auch   gewöhnlich   ungefähr 10 Khz breit, und die Zwischenfrequenz-Siebkreise sind so bemessen, dass sie solch eine Bandbreite durchlassen. 



   Mit dem Ausgang des Modulators ist ein fest abgestimmtes Kopplungssystem 19 verbunden, das bestimmt ist, das Zwischenfrequenzband auszuwählen. Dieses Kopplungssystem ist mit den Eingangsklemmen Iund l'eines Apparates verbunden, der durch das Rechteck 20   als Zwisehenfrequenzverstärker,   Detektor und Audiofrequenz-Apparat"schematisch bezeichnet ist. Dieses Rechteck bezeichnet alle die Apparate, welche gewöhnlich einem Modulator folgen, und da sie keinen Teil dieser Erfindung darstellen, sind sie nicht im einzelnen gezeigt oder beschrieben. 



   Wie oben erklärt, ist der Empfänger bestimmt, Zeichen in irgendeinem der drei Frequenzbänder zu empfangen. Die üblich gewünschten Bänder sind das Rundfunkband, das in den Vereinigten Staaten von Amerika ungefähr von 550 bis 1500 Khz reicht, ein Band etwas unter dem Rundfunkband, welches sich etwa von 150 bis   350   Khz ausdehnen kann, und ein Kurzwellenband von ungefähr 5500 bis 15000 Khz. 



  In dieser Beschreibung werden die drei Bereiche so betrachtet, als hätten sie diese Frequenzgrenzen, jedoch könnten andere Frequenzgrenzen ebenso gut benutzt werden, insoweit die Erfindung betroffen wird. Alle diese Bänder sind als   Hochfrequenzbänder   bekannt, aber in dieser Beschreibung wird der Bereich oberhalb des Rundfunkbereiches der   Kurzwellen-oder Ultra-Hochfrequenzbereich genannt   werden, und der Bereich unterhalb des Bundfunkbereiches wird der   Langwellen-Rundfunkbereich   genannt werden. 



   Wie vorher festgestellt, sind die drei Frequenzbereiche zu weit ausgedehnt, um Abstimmung durch eine einzige Spule und Kondensator zu gestatten. Daher sind die abstimmbaren Kopplungssysteme   jedes mit drei Spulen versehen, für jeden Bereich eine. In dem Kopplungssystem 23 ist eine Primärspule 22   vorgesehen, die mit drei Sekundärspulen 22,23 und 24 elektromagnetisch gekoppelt ist, und eine Kopplungskapazität 66, die beiden, dem Primär-und dem abgestimmten Sekundärkreise, gemeinsam ist. 



  Die drei Sekundärspulen sind in Reihe geschaltet und parallel zu einem variablen Abstimmungskondensator 25. Ein Schalter 26, der zwei Schaltarme hat, ist mit dem unteren Ende der Spule 24 verbunden und kann mit zweien von den drei Kontaktpunkten 27, 28 und 29 Kontakt bilden. Die Kontaktpunkte 28 und 29 sind mit den oberen Enden der Spulen 24und 23 verbunden, so dass diese Spulen durch die Schalterverbindung mit den entsprechenden Kontaktpunkten kurzgeschlossen sind. 



   Die Sekundärspule 23 ist für die passende Induktanz gewickelt, um bequem über den Rundfunkbereich abstimmen zu können. Die obere Spule 22 ist eine Spule von viel kleinerer Induktanz und geeignet, 

 <Desc/Clms Page number 3> 

   mit dem Kondendator 25 den Ultra-Hochfrequenzbereich zu überstreichen. Die Spule 24 ist von grösserer Induktanz als die Rundfunkspule 23 und ist geeignet, mit dem Kondensator 25 den Empfänger im Langwellen-Rundfunkbereich abzustimmen. 



  Wenn man auf einen Zeichenkanal in dem Rundfunkbereich abzustimmen wünscht, wird der Schalter 26 so eingestellt, dass die zwei Schaltarme mit den entsprechenden Punkten 27 und 28 Kontakt machen, wodurch die Langwellen-Rundfunkspule 24 kurzgeschlossen und tatsächlich aus dem Kreis herausgenommen wird, so dass die Spulen 22 und 23 die einzigen sind, die tatsächlich im Nebenschluss mit dem variablen Abstimmungskondensator 25 gelassen werden. Da die Spule 22 von kleiner Induktanz ist, ist ihre Wirkung in dem Rundfunkbereich im Vergleich zu Spule 23 vernachlässigbar. 



  Wenn es gewünscht wird, im Ultra-Hochfrequenzbereich abzustimmen, werden die zwei Schaltarme so bewegt, dass sie mit den entsprechenden Punkten 28 und 29 Kontakt machen, wodurch die Spulen 23 und 24 kurzgeschlossen und tatsächlich aus dem Kreis entfernt werden. Nur die Spule 22 ist jetzt an den variablen Kondensator 25 angeschlossen, wodurch Abstimmung über den Ultra-Hochfrequenzbereich möglich ist. 



  Abstimmung über den Langwellen-Rundfunkbereich wird erzielt, wenn die Kontaktpunkte 28 und 29 beide offen sind. Unter dieser Bedingung ist Spule 24 fast allein ausschlaggebend, da sie eine viel grössere Induktanz als jede der andern zwei Sekundärspulen hat. Die Induktanz ist so gross, dass der Abstimmungskondensator eine Abstimmung über den gewünschten Langwellen-Rundfunkbereich gestattet. 



  Fig. 2 zeigt die Konstruktion eines Transformators, der die vier Spulen 21 bis 24 enthält, die für das Kopplungssystem 13 der Fig. 1 geeignet sind. Der Transformator enthält einen zylindrischen Körper 30 aus einem geeigneten Isoliermaterial. Die Primärspule 21 ist um den mittleren Teil des zylindrischen Körpers gewickelt, und die zwei Sekundärspulen 22 und 23 sind an jeder Seite der Primärspule gewickelt. Die Langwellen-Rundfunk-Sekundärspule 24 ist eine selbsttragende eng gewickelte Spule und unregelmässig oder in Lagen auf einen zylindrischen Körper 31 gewickelt, der innerhalb des einen Endes des grösseren zylindrischen Körpers 30 befestigt ist. Die Spulen 21, 22 und 23 sind jede gleichförmig schraubenartig in einer einzigen Lage gewickelt.

   Alle Spulen des Transformators sind koaxial, so dass zwischen der Primärspule und jeder der Sekundärspulen magnetische Kopplung vorhanden ist. 



  Es ergibt sich auch aus dieser Konstruktion ein gewisser Betrag von zufälliger magnetischer Kopplung zwischen den Sekundärspulen, besonders zwischen benachbarten Sekundärspulen. 



  Zum Zwecke ! der Verhinderung ungewollter Kopplungen zwischen dem Transformator und andern Teilen des Radioempfängers ist der Transformator in eine abschirmende Büchse 32 aus einem elektrisch gutleitenden Material eingeschlossen. 



  Die folgenden Konstruktions-und Spulenwicklungsdaten sind für den oben beschriebenen Transformator als zufriedenstellend gefunden worden :   
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Länge <SEP> des <SEP> Körpers <SEP> 30 <SEP> 82 <SEP> mm
<tb> Durchmesser <SEP> des <SEP> Körpers <SEP> 30................................... <SEP> 32 <SEP> mm
<tb> Durchmesser <SEP> der <SEP> Form <SEP> 31..................................... <SEP> 13 <SEP> mm
<tb> Axiale <SEP> Länge <SEP> der <SEP> Kompaktwindung <SEP> auf <SEP> Form <SEP> 31 <SEP> 5 <SEP> mm
<tb> Innendurchmesser <SEP> der <SEP> abschirmenden <SEP> Büchse <SEP> 32................. <SEP> 58 <SEP> mm.
<tb> 



  Spule <SEP> Windungen <SEP> Draht <SEP> (B <SEP> & <SEP> S <SEP> Gauge) <SEP> Wicklung
<tb> 21 <SEP> 4 <SEP> 38 <SEP> einfacher <SEP> Seiden-Emailledraht <SEP> fest
<tb> 22 <SEP> 11 <SEP> 16 <SEP> Emailledraht <SEP> 12 <SEP> Windungen <SEP> pro <SEP> Zoll <SEP> (4-7/em)
<tb> 23 <SEP> 106 <SEP> 32 <SEP> Emailledraht <SEP> 104 <SEP> Windungen <SEP> pro <SEP> Zoll <SEP> (41/em)
<tb> 24 <SEP> 430 <SEP> 38 <SEP> einfacher <SEP> Seiden- <SEP> Emailledraht <SEP> 49-50 <SEP> UniversalWindung <SEP> (gear
<tb> universal <SEP> winding)
<tb> 33 <SEP> 1 <SEP> 16 <SEP> Emailledraht <SEP> (kurzgeschlossen)
<tb> 
 
Es versteht sich, dass diese Angaben sich nur auf eine besondere Transformator-Konstruktion, welche die Erfindung verkörpert, beziehen, und als geeignet für den praktischen Gebrauch gefunden worden sind.

   Eine grosse Mannigfaltigkeit von Spulenkonstruktionstypen, Kreiskombinationen und kurzgeschlossener Windung oder kurzgeschlossenen Windungen könnte erdacht werden, um die Erfindung zu verwirklichen. 



   Es wurde gefunden, dass ein gewöhnlicher umschaltbarer Kopplungstransformator oft eine mangelhafte Übertragung, gewöhnlich im Ultra-Hochfrequenzbereich, zeigt. Es wurde gefunden, dass diese Mangelhaftigkeit von Resonanzwirkungen in der Form von stehenden Wellen in einer Spule oder Spulen   herrührt, welche kurzgeschlossen   oder aus dem Kreise ausgeschaltet sind. Die kurzgeschlossene Spule, welche diese schädlichen Wirkungen hervorbringt, ist gewöhnlich die Spule in nächster Nähe der UltraHochfrequenzspule, in diesem Falle die Rundfunkspule. Der Grund für das Auftreten dieser stehenden Wellen ist das Vorhandensein von verteilten Kapazitäten, in Teilen der kurzgeschlossenen Spulenwindung. Diese Kapazitäten sind zwischen der Wicklung und den benachbarten geerdeten Teilen, besonders dem 

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Schirm, vorhanden.

   Folglich werden störende Resonanzströme, herrührend von stehenden Wellen, in der kurzgeschlossenen Spule erzeugt. Gewöhnlich sind stehende Wellen von einer Länge entsprechend einer oder mehreren Frequenzen innerhalb des Ultra-Hochfrequenzbereiches vorhanden. Diese lokalen   Resonanzwirkungen werden in die Ultra-Hoehfrequenzspule durch die magnetische   Kopplung, die zwischen den Spulen vorhanden ist, induziert. Bei welcher Frequenz auch immer eine solche Störresonanz auftritt, erfahrungsgemäss ergibt sich eine Verringerung der Übertragungsleistung oder Ausbeute in dem Ultra-Hochfrequenzbereich. Die Selektivität wird gewöhnlich auch vermindert ; d. h. die Bandbreite von jeglichem Zeichenkanal, die bei oder nahe solch einer Resonanz in dem Ultra-Hochfrequenzbereich vorhanden ist, wird unerwünscht verbreitert. 



   Die Wirkung der lokalen Resonanzen auf die Höhe der Übertragungsleistung wird durch Kurve   A   der Fig. 3 dargestellt, in welcher die Übertragungsleistung abhängig von der Frequenz im Ultra-Hochfrequenzbereich aufgetragen ist. Kurve A zeigt zwei Tiefpunkte innerhalb dieses Bereiches, was nach der Erfahrung ein typischer Effekt bei Transformatoren der beschriebenen Konstruktion ist. 



   Um die obigen schädlichen Wirkungen zu vermeiden, ist eine   Kurzschlusswindung,   oder ein geschlossener Ring 33 (Fig. 1) um den zylindrischen Körper 30 herum, zwischen der   Ultra-Hochfrequenzspule   und den verbleibenden Sekundärspulen vorgesehen. Diese Windung ist von hoher elektrischer Leitfähigkeit und sucht die magnetischen Felder der Spulen 23 und 24 an der Kopplung mit der Spule 22 zu verhindern. Diese Reduktion der magnetischen Kopplung zwischen den   Sekundärspulen   reduziert die Wirkung der lokalen Resonanzen, welche in die Ultra-Hochfrequenzspule von einer oder mehreren der andern Sekundärspulen, wenn sie kurzgeschlossen sind, induktiv übertragen werden können.

   Wenn   gewünscht   oder notwendig, könnte der geschlossene Ring 33 auch zwischen andern   Sekundärspulen   für denselben Zweck verwendet werden. 



   Als Resultat von solchen auf das Mindestmass herabgesetzten Kopplungswirkungen zwischen den   Sekundärspulen   verändert sich die Übertragungscharakteristik des abstimmbaren Kopplungssystems von der Form der Kurve A zu der Form der Kurve B in Fig. 3. 



   Das Kopplungssystem 15 besitzt einen Transformator und eine Schalteranordnung die derjenigen des Kopplungssystems 13 sehr ähnlich ist. Der Transformator enthält jedoch zwei Primärspulen   34   und 35 an Stelle der einzelnen Primärspule 21 des Kopplungssystems   13,   und zwischen dem Primärkreis und der Sekundärspule 36 ist durch einige tote   Windungsenden 44,   verbunden mit der Primärspule   34,   Kapazitätskopplung veranlasst.

   Der Gebrauch der zusätzlichen Primärspule und der toten Endwindungen verbessert   die Übertragungscharakteristik des Kopplungssystems.   Die Primärspule 35 ist von grösserer Induktanz als die Primärspule 34 und dient dazu, die meiste Energie in den   Rundfunk-und Langwellen-   Rundfunkfrequenzen zu übertragen, während Spule 34 dazu dient, die Ultra-Hochfrequenzenergie zu übertragen. Die Sekundärspulen 36, 37 und 38 des Kopplungssystems 15 sind die Ultra-Hochfrequenz-, die Rundfunk-bzw. die Langwellen-Rundfunkspulen. Der   kurzschliessende   Schalter 39 kann mit den Schalterpunkten 40,   41   und 42 Kontakt machen-wie im Falle des Schalters   26-,   wobei die   Punkte 41   und 42 den entsprechenden kurzzuschliessenden Spulen 38 und 37 zugeordnet sind.

   Die kurzgeschlossene Windung 43 ist zwischen den Ultra-Hochfrequenz-und Rundfunkspulen wie im Falle des Kopplungssystems 13 angeordnet. Ein variabler Abstimmungskondensator 46 ist über die drei in Serie angeordneten 
 EMI4.1 
 des Kopplungssystems 13 sehr ähnlich sein, ausser dass die zusätzliche Primärwindung und auch die offene Wicklung (Totendwindungen) 44, befestigt-an den Primärspule, vorzusehen sind. 



   Der Kreis   17,   der die   Oscillatorfrequenz   bestimmt, wird aus einem Transformator, der ähnlich demjenigen der Fig. 2 ist, gebildet. Der Transformator enthält die Spule 18 und drei in Serie geschaltete Spulen 47, 48 und 49, die den   Ultra-Hochfrequenz-, Rundfunk-bzw. Langwellen-Rundfunk-Bereichen   entsprechen. Der geschlossene Ring oder die kurzgeschlossene Windung 50 ist zwischen den Spulen 47 und 48 angeordnet. Der kurzschliessende Schalter 51 hat gleicherweise zwei Arme, die so angeordnet sind,   dass sie mit je zweien der Punkte 52, 53 und 54 Kontakt machen können. Kontakt mit den Punkten 53   und 54 schliesst die entsprechenden Spulen 49 und 48 kurz.

   Der variable Kondensator 65 ist das einstellbare frequenzbestimmende Element des   Oscillatorkreises.   Dieser Kondensator ist so zu den variablen Kondensatoren 25 und 46 in Beziehung gebracht, dass eine feste Frequenzdifferenz an dem Ausgang des Modulators aufrechterhalten wird, d. h. eine konstante   Zwischenträgerfrequenz.   



   Ausser den oben beschriebenen Schaltungsanordnungen enthält der Empfänger zwei   zusätzliche   Schalter 55 und 56. Schalter 55 ist angeordnet, um die für niedere Frequenzen bestimmte Primärspule   35   kurzzuschliessen, wenn der Empfänger darauf eingestellt ist, in dem Ultra-Hochfrequenzbereich mittels des Schaltpunktes 57 abgestimmt zu werden. Derselbe Schalter dient auch dazu, einen Kondensator 58 über die Primärspule 35 mittels des Schaltpunktes 59   nebenzuschliessen,   wenn der Empfänger darauf eingestellt ist, in dem Langwellen-Rundfunkbereich abgestimmt zu werden.

   Schalter 56 dient dazu, einen zusätzlichen Begrenzungskondensator 60 über den permanenten Begrenzungskondensator 61 durch Kontakt mit dem Schaltpunkt 62 zu verbinden, wenn für den Ultra-Hochfrequenzbereich eingestellt ist. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Um das Umschalten von einem Frequenzbereich zu einem andern zu erleichtern, ist eine mecha- nische Steuereinrichtung, dargestellt durch die verbindenden Linien S, für gleichzeitige Betätigung jedes der Schalter 26,39,   51, 55   und 56 vorgesehen. Die Einrichtung S wird gewöhnlich in der Form eines
Knopfes sein, der so angeordnet ist, dass alle Sekundärspulen für den Ultra-Hochfrequenzbereich, den
Rundfunk-Bereich oder den Langwellen-Rundfunkbereich nach Wunsch geschaltet werden können. 



   Eine zweite mechanische Steuereinrichtung U ist für die gleichzeitige Abstimmung aller variablen
Kondensatoren 25, 46 und 65 vorgesehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hochfrequenzkopplungssystem mit Umschalteinrichtungen für verschiedene Wellenbereich, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Spulen, welche vorzugsweise sämtlich in Reihe geschaltet sind und durch einen Umschalter stufenweise unwirksam gemacht bzw. kurzgeschlossen werden können, insbesondere zwischen der für den niedrigsten Wellenbereich und der für den mittleren Wellenbereich vorgesehenen Spule ein besonderer   Kurzschlussring   (33, 43) vorgesehen ist, um unerwünschte Resonanzwirkungen der nichtbenutzten Spulen durch Vernichtung des magnetischen Kopplungsfeldes zu unter-   drücken.  

Claims (1)

  1. 2. Hochfrequenzkopplungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstützung der Resonanzverminderung der Umschalter mit mindestens zwei Kontaktarmen versehen ist, durch welche die räumlich benachbarte, dem nächst höheren als dem benutzten Frequenzbereich angehörende Spule kurzgeschlossen wird.
    3. Hochfrequenzkopplungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschalter soviel Kontaktarme besitzt, dass in jeder Schaltstellung die unbenutzten Spulenteile jede für sich kurzgeschlossen sind.
    4. Hochfrequenzkopplungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Primärwicklung (21) mit sämtlichen in Reihe geschalteten und stufenweise kurzsehliess- baren Sekundärwicklungen zusammenwirkt.
    5. Hochfrequenzkopplungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Übertragungscharakteristik des Koppelsystems auf der Primärseite eine Primärspule, die aus zwei Teilen (35 und 34) besteht, von denen der eine (35), der dazu dient, die meiste Energie in dem Rundfunk-und Langwellenbereich zu übertragen, vorzugsweise eine höhere Induktivität als der andere (34), der die Ultrahochfrequenzenergie überträgt, besitzt, ferner ein Kondensator (58) und ein Umschalter (55) vorgesehen sind, welch letzterer bei dem höchsten Wellenbereich, zwecks Erzielung einer günstigen Übertragung für den zu empfangenden Bereich, den Kondensator parallel zu der Wicklung grösster Induktivität legt und diese Wicklung (35)
    beim Arbeiten im kürzesten Wellenbereich gänzlich kurzschliesst, um eine Übertragung lediglich über die Hochfrequenzspule (34) sicherzustellen.
    6. Hochfrequenzkopplungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei drei einstellbaren Wellenbereichen die Primärwicklung in der Mitte zwischen den beiden Sekundärspulen, welche den beiden kürzesten Wellenbereichen angehören, angeordnet ist und diese drei Wicklungen auf einem gemeinsamen Isolierkörper gewickelt sind und dass sich die Kurzschlusswindung (33) zwischen der Primärwicklung und der Wicklung des mittleren Wellenbereiches befindet (Fig. 2).
    7. Hochfrequenzkopplungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklung (24) für den Bereich der längsten Wellen auf einen besonderen, in der Achse und an einem Ende des die übrigen Spulen tragenden Isolierkörpers angeordneten Kern (31) vorzugsweise freitragend aufgewickelt ist.
AT147615D 1934-02-27 1935-02-26 Hochfrequenzkopplungssystem. AT147615B (de)

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