AT93845B - Verfahren zur Herstellung von Preßhefe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Preßhefe.

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  Verfahren zur   Herstellung von Presshefe.   



   Bei der Herstellung von Lufthefe sinkt der auf fermentierten Zucker berechnete Alkoholgehalt   beträchtlich   mit der Ausbeute an Hefe. 
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  Steigt die   Hefeausbeute merklich über 30%,   so fällt die Alkoholausbeute bis auf ungefähr   10l.   Die schwache Alkoholausbeute rührt hauptsächlich daher, dass ein Teil des Zuckers zum Aufbau neuer Hefezellen verwendet wird und der Stickstoff des Kornes und der Keimbestandteile fast als einzige Stickstoffquelle dient. 



   Neue Versuche haben gezeigt, dass man den Abbau des Zuckers fast vollständig verhüten kann, wenn man den Zellen zur Bildung einen geeigneten stickstoffhaltigen Stoff   zuführt.   Die Alkoholausbeute wird in diesem Falle von der Hefeausbeute praktisch unabhängig. Dieses Ergebnis erhält man durch Zusatz von gewissen, durch Hydrolisieren der Eiweisskörper bis zu einem gewissen Grade erhaltenen Stoffen zur Zuckerwürze. Diese Stoffe liefern den für die Bildung der Hefe nötigen Kohlenstoff und Stickstoff und schonen beträchtlich den Zucker, der sich im Laufe des Verfahrens in Alkohol umwandelt. Der Hydrolysationsgrad der Eiweisskörper steht in Wechselbeziehung mit der Ersparnis der Zuckerstoffe und der Hefeausbeute.

   Eine gemässigte Hydrolyse, die einen Formol-Stiekstoffgehalt von 45-50% anzeigt, ist der Hefeernte günstig, übt aber nur einen unmerklichen Einfluss auf die Zuckerersparnis aus. Die sehr 
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 Hefeernte weniger günstig, vermehren aber die Alkoholausbeute. 



   Wenn man die Hydrolysationserzeugnisse der Eiweisskörper als Stickstoffnahrung der Hefe in geeigneter Form gebraucht, erhält man eine sehr hohe Hefeausbeute und gleichzeitig eine sehr grosse Alkoholmenge. 



   Dieses Verfahren, der Gebrauch von Aminosäuren als Nährstoff, liefert indessen nur bestimmte Ergebnisse, wenn man von reinen Produkten ausgeht. Benutzt man dagegen Rohhydrolysationsstoffe der Eiweisskörper, so stösst man auf Schwierigkeiten, die in der Ungleichheit des Ergebnisses vom Standpunkt der Ausbeute und in der geringen Aktivität der erzeugten Hefe bestehen. Unter dem Einfluss konzentrierter Mineralsäure bilden sich bei der Hydrolyse der   Eiweisskörper   gleichzeitig Aminosäure und Giftstoffe, die auf die Aktivität der Hefe einwirken. 



   Die in dieser Richtung angestellten Versuche haben zu der Entdeckung der Tatsache geführt, dass diese Giftstoffe durch den Gebrauch von Schwefelwasserstoff oder Schwefelalkali entfernt werden können. 



   Die Erzeugnisse der Rohyhdrolyse der Eiweisskörper unter Hinzufügung von Sehwefelalkali oder Schwefelwasserstoff liefern ein Filtrat, das frei von Toxinen ist, und eine sehr kräftige und haltbare Hefe. 



   Das vorliegende Verfahren beruht auf der Vereinigung dieser Beobachtungen und Untersuchungen. 



   Der benutzte stickstoffhaltige Extrakt, wie er noch näher beschrieben werden wird, wird beim vorliegenden Verfahren folgendermassen zubereitet :
In einem steinernen oder bleiplattierten Eisenbehälter von 100   hl   Inhalt bringt man 20   hZ   Schwefel- 
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 Brauereitrester usw. Nun erhitzt man 48 Stunden lang auf   105-108  C.   Darauf giesst man ungefähr 40 hl heissen Wassers zu und neutralisiert mit Kalk bis auf einen Gehalt von 2-5 g freier Schwefelsäure pro Liter. 



   Darauf fügt man nach und nach 1-2 kg Natriumsulfid, vorzugsweise in Wasser gelöst, hinzu. lässt 1-2 Stunden absitzen und filtriert. 



   Die filtrierte Flüssigkeit wird mit Kalziumkarbonat neutralisiert und zur   Zuckerwürze,   wie schon gesagt, hinzugefügt, entweder direkt in den Materialbottich oder in den Filtrierbottich. 

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