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Kombinationsvorhängeschloss.
Gegenstand der Erfindung ist ein Kombinationsvorhängschloss für Eisenbahnwaggontüren od. dgl., derjenigen Art, bei welcher ein durch die Waggonösen durchzuführender und zu sperrender Verschluss- bolzen mit lose auf ihm drehbaren Bartscheiben in einem Gehäuse festgehalten ist, das durch Zwischenwände getrennte, verstellbare Zifferringe besitzt.
Das Schloss ist so konstruiert, dass es im Nichtgebrauch in seine Teile leicht zerlegbar ist, um diese reinigen, einfetten oder eventuell auswechseln zu können, um dadurch die Lebensdauer des Schlosses bedeutend zu erhöhen. Erfindungsgemäss ist der Deckel, welcher das Gehäuse abschliesst, in das Gehäuse und der Verschlussbolzen in den Deckel eingeschraubt, wobei diese beiden Gewinde entgegengesetzte Gangart besitzen. Wenn daher der Deckel im Gehäuseteil eingeschraubt und der Bolzen auch in das Gehäuse eirgebracht ist, kann der Deckel vom Gehäuse nicht mehr abgeschraubt werden, da er mit seinem inneren Gewinde am Bolzenende entgegengesetzt aufgeschraubt ist. Es ist somit ein Zerlegen des Vorhängeschlosses in seine sämtlichen Bestandteile, wie es im offenen Zustande schon möglich ist, gänzlich ausgeschlossen.
Auch der Verschlussbolzen der im herausgenommenen Zustande durch Entfernen des Splintes auseinandergeschraubt und zerlegt werden kann, ist im gesperrten Zustande des Schlosses nicht zerlegbar, da der erwähnte Splint in die Einführung des Gehäuses zu liegen kommt.
In der Zeichnung ist das Schloss dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Ansicht des Schlosses im gesperrten Zustande, wobei die Betätigungsstelle der Zifferringe offen und die Zahl 2222 sichtbar ist. Fig. 2 stellt einen Längsschnitt des gesperrten Schlosses dar. Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt, Fig. 4 einen Querschnitt des Gehäuses, Fig. 5 eine Zwischenwand, Fig. 6 den Verschlussbolzen in Seitenansicht, Fig. 7 denselben in Stirnansieht.
Das Schloss besteht aus zwei Hauptbestandteilen, u. zw. aus einem Gehäuse und einem Verschlussbolzen. Das Gehäuse wird zusammengesetzt aus dem Gehäuseteil 1, der durch einen Deckel 2, der an der einen Seite mit dem Gewinde 3 eingeschraubt ist, abgeschlossen wird. Der Gehäuseteil besitzt weiters einen länglichen Ausschnitt 4, welcher das Verdrehen der Zifferringe ermöglicht und im Innern eine Längsrille 5, die zum Festlegen der später beschriebenen Zwischenwände dient. Gegenüber der Deckelseite befindet sich eine Öffnung 6 mit der kleinen Ausnehmung 7, welche zur Einführung des Bolzens 18 in das Gehäuse dient.
Im Inneren des Gehäuses ist die Kombinationseinrichtung wie folgt angeordnet : Es befinden sich im Gehäuse 1 Zifferringe 8, deren Durchmesser dem der inneren Gehäuseweite entspricht und wodurch die Ringe die Führung zur Drehbarkeit erhalten. Die Zifferringe 8 verfügen über zehn Ausnehmungen 9, in deren eine die Bärte des Verschlussbolzens eingeschoben und samt den Ziffeningen verstellt werden. Anschliessend an die Zifferringe 8 ist eine Zwischenwand 10 mit einem kleinen Ansatz 11, der in die Rille 5 eingreift, gelagert. Die Zwischenwände 10 sind somit nicht verstellbar und besitzen nur einen Ausschnitt 9 in der Art, wie die zehn Ausschnitte der Zifferringe 8. In unserem Falle sind zusammen vier Zifferringe 8 und drei Zwischenwände 10 abwechselnd in dem Gehäuse gelagert und mit dem Deckel 2 abgeschlossen.
In der Ausnehmung 12 des Deckels ist eine kreisförmige, teilweise ausgebuchtet Feder 13 angeordnet, welche eine zügige Führung der Zifferrollen bezweckt. Zum Aus-und Einschrauben besitzt der Deckel 2 ausser dem Gewinde 3 zwei Löcher 14, welche zum Ansetzen eines Werkzeugschlüssels dienen ; an der Innenseite des Deckels befindet sich eine Gewindebohrung 15, die zur Aufnahme des Bolzenendes bestimmt ist. Um die Einrichtung des Gehäuses gegen Witterungseinflüsse, Verschmutzen usw. zu schützen ist eine zylindrische Trommel 16 auf den Gehäuseteil 1 geschoben ; diese Trommel hat auch einen Aus-
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schnitt in der übereinstimmenden Art wie der des Gehäuses 1, welcher mit 4 bezeichnet wurde. Seitlich wird die Trommel durch den Ansatz 17 auf der Vorderseite des Gehäuseteiles 1 und den Rand des Deckels 2 geführt.
Der zweite Hauptbestandteil, der Verschlussbolzen, besteht einerseits aus dem Teil mit dem Kopfe 18 und dem Halsansatz 19, anderseits aus der mit Gewinde 20 eingeschraubten bolzenartigen Verlängerung 21, auf welcher abwechselnd je eine Scheibe mit Bart 22 und ohne Bart 23 gelagert ist. Im ganzen sind 4 Scheiben mit Bart und 3 Scheiben ohne Bart vorhanden. Der Hals 19 hat einen stufenförmigen verjüngten Ansatz 24, durch welchen der Splint 25 geht, der zur Befestigung der eingeschraubten bolzenartigen Verlängerung 21 durchgesteckt ist. Am anderen Ende dieser bolzenartigen Verlängerung befindet sich ein Ansatz 26, auf dem ein Gewinde 27 mit entgegengesetzter Gangart gegenüber dem Gewinde 3 am Aussenrande des Deckels 2 aufgeschnitten ist.
An der Stirnseite dieses Ansatzes 26 befindet sich ein Einschnitt 28 zum Einsetzen eines Schraubenziehers. Der erste Ring 29 auf dem bolzenartigen Teil 21 hat einen verlängerten Bart 30, welcher bei eingeführtem Verschlussbolzen im Gehäuse zur Ausfüllung des anfangs beschriebenen kleinen Ausschnittes 7 bei der Öffnung 6 des Gehäuses 1 angebracht ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kombinationsvorhängeschloss, bei welchem der zu sperrende Verschlussbolzen mit lose auf ihm drehbaren Bartscheiben in einem Gehäuse festgehalten ist, das durch Zwischenwände getrennte, verstell-
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